DE488591C - Vorrichtung zum Aufweiten, Trocknen und Aufschneiden von Kranzdaermen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufweiten, Trocknen und Aufschneiden von KranzdaermenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Aufweiten, Trocknen und Aufschneiden von Kranzdärmen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufweiten und Aufschneiden von Kranzdärmen, um diese für die Wurstfabrikation besser verwendbar zu machen. Es ist bekannt, die an sich für die Wurstfabrikation wenig geeigneten, weil zu engen Kranzdärme auf Latten, Dorne o. dgl. aufzuspannen, sie zu weiten und trocknen zu lassen und darauf durch einen Schnitt der Länge nach aufzuschneiden, die aufgeschnittenen Därme flach aufeinanderzulegen und an den Seitenkanten miteinander zu vernähen, so daß weite Darmbeutel entstehen, welche gut für die Wurstfabrikation Verwendung finden können.
- Die Kranzdärme besitzen die Eigentümlichkeit, daß sie gewissermaßen aus drei Häuten zusammengesetzt sind. Auf der innenliegenden Seite der Därme sind in die Darmwandungen Fetteilchen eingeschlossen. Diese Stelle des Darmes ist die wenigst widerstandsfähige, und es darf hier der Trennungsschnitt und die spätere Naht des Darmes nicht liegen. Die Naht soll in der sogenannten Goldschlägerhaut des Darmes liegen, welche widerstandsfähig und frei von Fettnestern ist.
- Um nun zu erreichen, daß sich der Darm leichter auf den Leisten so einstellt, daß die Goldschlägerhaut genau in, die vorgesehene Schnittstelle kommt, erhalten die an sich bekannten Leisten, auf welche die Därme aufgespannt werden und welche bisher einen rechteckigen Querschnitt hatten, einen dreieckigen Querschnitt mit scharf abgerundeten Ecken. Da sich die neue Leiste der natürlichen Form des Darmes besser anpaßt als eine Leiste in Rechtecksform, ist es namentlich für wenig geschulte Arbeiter leichter möglich, den Darm so auf die Leiste zu bringen, daß das Goldschlägerhäutchen mit Sicherheit auf die auf der Leiste vorgesehene Rinne zu liegen kommt.
- Dazu kommt noch, daß sich die Dreiecksform auch der natürlichen Form, welche die Hand beim Aufziehen des Darmes einnimmt, besser anpaßt, als dies bei einer flachliegenden Vierecksform der Fall ist. Beim Arbeiten mit der neuen Leiste braucht infolgedessen die Hand nicht dauernd gespreizt zu werden, und ein vorzeitiges Ermüden der Hand, namentlich bei jugendlichen Arbeitern, wird dadurch vermieden.
- Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
- Abb. z zeigt die Teilansicht eines flach auseinander gebreiteten, aufgeschnittenen Darmstückes, Abb. 2 einen Teil einer Leiste mit aufgespanntem Darm und Abb. 3 einen Querschnitt nach Linie A-B der Abb. 2.
- Die Darmhaut besteht aus drei Teilen, und zwar dem mittleren Teil ca, in welchem sich Fettnester befinden und der sich für das Zusammennähen der Därme nicht eignet, einer zweiten Darmhaut b, welche etwa in der Linie c ihre Begrenzung findet; und der starken Darmhaut d, der sogenannten Goldschlägerhaut, in welcher die Nähkante liegen soll.
- Um aus Kranzdärmen breite Darmbeutel herstellen zu können, werden dieselben vorerst sauber gewaschen und eingeweicht. Der weiche und schlüpfrige Darm wird sodann auf zweckmäßig aus Holz bestehende Leisten e aufgezogen. Hierbei können die Stäbe -e bei größeren Längen aus einzelnen Stücken zusammengesetzt sein. Die Stäbe e erhalten erfindungsgemäß ein länglich dreieckiges Querschnittsprofil, wie Abb. 3 zeigt. Der Teil a des Darmes stellt sich dabei von selbst, weil er dem Aufstreifen den größten Reibungswiderstand entgegensetzt, auf die kleinste Widerstandsfläche ein, und das ist die Spitze des Dreiecks. Danach liegt die Haut d des Darmes auf der Basisfläche der Leisten. In letzterer ist eine bekannte Führungsrinne f vorgesehen. Nachdem die auf den Leisten glattgestrichenen Därme getrocknet sind, wird, wie bekannt, ein Trennmesser g in den Schlitz f eingeschoben und in diesem entlanggeführt, wobei der Darm mit einem sauberen, glatten Schnitt in gerader Linie aufgeschnitten wird.
- Hölzerne Leisten bieten dem Aufziehen eines Darmes wegen ihrer rauhen Fläche einen verhältnismäßig großen Widerstand; auch würde die Feuchtigkeit, welche durch den Darm auf das Holz übertragen wird, zum Verwerfen, Reißen und Ziehen führen. Um diese Übelstände zu vermeiden, sind die Leisten e mit einem Fett, insbesondere Stearin oder Talg, durchtränkt. Die gewünschte, glatte Oberfläche kommt hierbei zustande, und es kann auf die hölzernen Leisten die Feuchtigkeit nicht einwirken. Selbstverständlich können aber auch die Leisten aus Metall, insbesondere Aluminium, - hergestellt werden, wenn auch Holz sich wegen seiner natürlichen Eigenschaften am besten eignet. Die Rinne f kann selbstverständlich auch metallisch ausgeschlagen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Aufweiten, Trocknen und Aufschneiden von Kranzdärmen in Gestalt einer Leiste mit einer durchlaufenden, geraden Rinne o. dgl. zur Führung eines Trennmessers, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste eine im Querschnitt gleichschenklige, dreieckige oder ähnliche Form besitzt.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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| DE488591C true DE488591C (de) | 1930-01-08 |
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ID=7170696
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|---|---|---|---|
| DEH108977D Expired DE488591C (de) | 1926-11-24 | 1926-11-24 | Vorrichtung zum Aufweiten, Trocknen und Aufschneiden von Kranzdaermen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE488591C (de) |
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1926
- 1926-11-24 DE DEH108977D patent/DE488591C/de not_active Expired
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