DE48813C - Kassen - Ueberwachungseinrichtung mit Anzeige-, Münzen wäge- und Wechselvorrichtung - Google Patents

Kassen - Ueberwachungseinrichtung mit Anzeige-, Münzen wäge- und Wechselvorrichtung

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DE48813C
DE48813C DENDAT48813D DE48813DC DE48813C DE 48813 C DE48813 C DE 48813C DE NDAT48813 D DENDAT48813 D DE NDAT48813D DE 48813D C DE48813D C DE 48813DC DE 48813 C DE48813 C DE 48813C
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J. R. WARD in London, Kensington, Hotel Olympia
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06CDIGITAL COMPUTERS IN WHICH ALL THE COMPUTATION IS EFFECTED MECHANICALLY
    • G06C27/00Computing machines characterised by the structural interrelation of their functional units, e.g. invoicing machines

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
• Meine Erfindung' betrifft die Construction eines Apparates, welcher zur Registrirung und Anzeige von vereinnahmten Kassenbeträgen dient, einen Streit über eingezahlte Münzen unmöglich macht und gleichzeitig die Differenz des eingezahlten Betrages gegen den zu entrichtenden zur Auszahlung gelangen läfst, d. h. in gewissem Sinne als Wechselapparat dient. Zweck des Apparates ist, die Geldvereinnahmungen der Angestellten eines Geschäftes zu controliren; auch wird vermieden, dafs ein falscher Betrag als Rest herausgezahlt wird, da die auszuzahlenden Münzen eine Zeit lang dem Blick des Käufers ausgesetzt sind und gleichzeitig auf einem Zifferblatt oder Anzeiger der Verkaufspreis angezeigt wird. Der Verkäufer ist bei dieser Einrichtung im Stande, rnit einem Blick zu übersehen, wie hoch der als Rest herauszugebende Betrag ist. Aufserdem sind die beiden letzten Vereinnahmungen durch verglaste Oeffhungen im Gehäuse sichtbar,, so dafs durch diese Einrichtung ein Streit über den Werth der eingezahlten Münzen vermieden wird. Der Apparat kann als genau arbeitender Wechselapparat von Gold- und Silbergeld benutzt werden. Er dient auch zur Aufzeichnung aller vereinnahmten Beträge von der kleinsten Münze an, und zwar erfolgt diese Aufzeichnung selbstthätig und kann jederzeit durch den Geschäftseigenthümer u. s. w. mit dem Kassenbestande verglichen werden. Der Apparat ermöglicht danach, dafs eine Geschäftskasse längere Zeit ohne Aufsicht seitens der Kassirer u. s. w. belassen werden kann, weil es ohne Weiteres möglich ist, die vereinnahmten und verausgabten Beträge nach den Aufzeichnungen des Apparates zu controliren, sowie die Anzahl der Münzen der verschiedenen Werthe festzustellen.
Auf der Zeichnung ist: ■
Fig. ι .ein Querschnitt des Apparates, aus welchem der Aufzeichner und Münzenermittler ersichtlich ist,
Fig. 2 ein Grundrifs bezw. Horizontalschnitt nach der Linie x-x von Fig. 1,
Fig. 3 eine Oberansicht des Registrirmechanismus bezw. ein Horizontalschnitt nach der Linie y-y von Fig. 1,
, Fig. 4 eine Vorderansicht von Fig. 1, das Gehäuse ist im Schnitt dargestellt,
Fig. 5 eine Oberansicht des Tastenbrettes mit den den verschiedenen Münzwerthen entsprechenden Tasten,
Fig. 6 eine perspectivische Darstellung der Münzenführung,
Fig. 7 eine Oberansicht des Geldwechselmechanismus bei abgenommenem Deckel,
Fig. 8 ein Verticalschnitt nach der Linie y-y von Fig. 7,
Fig. 9 ein Verticalschnitt nach der Linie ·{-■{ von Fig. 7, _
Fig. ι ο eine Vorderansicht des Apparates, in welchem der Aufzeichner, Münzenermittler und Wechselapparat vereinigt sind;
Fig. 11, 12, 13 und 14 sind Einzeldarstellungen von Theilen des Wechselapparates bei verschiedener Lage der Theile,
Fig. ι 5 und 16 sind Ansicht und Grundrifs eines Theiles der Deckelbefestigungen.
Der Mechanismus des Apparates liegt zwischen zwei Böcken oder Trägern A A', Fig. 2, die an den Seiten Ansätze α haben, welche das An-
schrauben an die Bodenplatte ermöglichen; die Lagertheile a' dienen zur Aufnahme der verschiedenen Wellen und Haltestangen des Apparates. Der Mechanismus zum Registriren und Anzeigen der vereinnahmten u.s.w. Beträge wird durch einen Satz niederdrückbarer Tasten B bethätigt, von denen jede eine den verschiedenen Werthen entsprechende Bezeichnung trägt. Die Tasten sind an einer Reihe von Hebeln B' befestigt, die auf einer Querwelle b drehbar angebracht sind. Die Tasten können an den Hebeln B' durch Verschraubung bei b" oder in anderer Weise, wie durch Gelenk, befestigt oder mit denselben aus einem Stück hergestellt werden. Eine Trommel C ist in den Lagern c der Böcke AA' derart angebracht, dafs durch das angeschraubte Metallstück c' ein Ausheben aus den Lagern verhindert wird; die Trommel besteht aus einem vierkantigen Körper c", welcher zwischen zwei Scheiben C liegt. Die flachen Seiten der Trommel treten über den Trommelkörper hervor und bilden Leisten C", welche die aufgelegten Münzen festhalten. Ein Hebel D, welcher an den Hebeln E bei d drehbar angebracht ist und oben ein Lager d' hat, dient zum Drehen der Trommel um 90°, wenn eine der Tasten B niedergedrückt wird. Das Lager d' wird gegen den einen von vier vortretenden Stiften d" der Scheibe C angelegt; ein Ansatz D' des Heb.els D legt sich constant mit gleichmäfsigem Druck auf einen der Stifte d'; durch diesen Druck wird eine Drehung der Trommel nach rückwärts verhindert. Der Druck wird durch eine Spiralfeder D" aufrecht erhalten, welche zwischen den Hebeln D und E ausgespannt ist. Ein bei f am Hebel E drehbar angebrachter Hebel F, welcher durch eine Führung a" in dem Gestell A tritt, dient dazu, nach Freigabe der Hebel eine Ueberdrehuns der Trommel C dadurch zu verhindern, dafs er mit einem der Stifte d" in Berührung kommt. Die beiden Hebel E E', Fig. 2, sind auf einer Stange oder Welle e' angebracht. Eine Feder e", welche zwischen dem Hebel und der Grundplatte der Maschine ausgespannt ist, dient dazu, das Gewicht des vorderen Endes der Hebel aufzuheben und ihr Hochgehen zu unterstützen. Die Hebel EE' liegen über den Hebeln B', durch deren Niederdrücken mittelst der Tasten die Stange E" mit den Hebelarmen E E' gehoben wird, Fig. 2.
Der Anzeiger, welcher den Verkaufsbetrag angiebt, besteht im wesentlichen aus Zifferblättern G, Fig. 4, an den Stangen G', welche in den Führungen G" laufen und zweckmäfsig nach vorn gebogen sind. Die unteren Enden dieser Stangen sind bei g nach vorn gebogen und ruhen in normaler Lage auf den Hebeln B\ durch die sie gehoben werden können; für jeden dieser Hebel ist ein besonderes Anzeigeblatt vorgesehen. Die Führungen G" haben gleich weit von einander entfernte Schlitze, Fig. 4, in denen die Stangen G' laufen; die Stangen werden in den Schlitzen durch flache Metallstreifen g' (von denen nur einer gezeichnet ist) gehalten, die an den Führungen G" durch Schrauben g" befestigt sind.. Die Führungen G " können in der Mitte durch ein Verbindungsstück G'", das zweckmäfsig damit aus einem Stück gegossen ist, verstärkt werden. Zwei herabhängende Hebel H H' der Welle H" haben seitliche Ansatzstücke h, und der Hebel iJ, Fig. ι, erhält einen Arm h', der nach vorn tritt und an welchem die Spiralfeder h" befestigt ist, die andererseits am Bock A' angreift und die Hebel HH in verticaler Lage zu halten sucht. Eine Stange H", Fig. 4, verbindet die Hebel HH' und besteht zweckmäfsig aus einem Stück mit einem Winkeleisen, das bei h'" an den Enden mit den HebelnHH' verbunden ist, Fig. 4. Wird eine Taste B niedergedrückt und dadurch die vorderen Enden der Hebel B' und E gehoben, so werden die Hebel H H' gegen die Spannung der Feder h " durch die Sperrklinken E'" nach vorn gedrückt, welche vorn an den Hebeln EE' drehbar angebracht sind und auf Stiften e'" aufliegen, wodurch die Klinken aus der horizontalen Lage herabzufallen verhindert werden.
Wenn einer oder mehrere der Hebel B' und die Hebel E E' gehoben werden, so wird eine.Stange G' und der Anzeiger in die durch punktirte Linien bezeichnete Lage gehoben. Die Klinken E'" kommen mit den Stücken h in Berührung, drücken die Hebel HH' nach vorn, bis sie über die vortretenden Seitenstücke fortgehen, und gestatten der Feder h", die Hebel H H' schnell genug zurückzuziehen, um den nach vorn gebogenen Theil g der Stange G' auf der Stange H" zu fassen, Fig. 4. Die Hebel B' E und E' können nur durch ihre Schwere frei in ihre normale Lage fallen, wobei sich die Klinken E'" heben, ohne eine Schwingung der Hebel HH zu veranlassen. Eine zweite Bethätigung der Hebel gestattet, dafs die Stangen G' und Anzeiger G herabgehen und dafs die Stange H" den zuletzt gehobenen Anzeiger fafst. Ein starker, in die Welle H" eingeschraubter Draht, welcher an seinem Ende einen Knopf trägt, dient zum Anschlagen einer Glocke J' bei jeder Bethätigung der Hebel.
Der Registrirmechanismus, Fig. 1 und 3, besteht aus einer Anzahl endloser Stahl- oder anderer Bänder K, welche über einen Satz Rollen K' K" fortführen, die auf Wellen k k' montirt sind. Die Rollen K' K" sind am Umfange mit Stiften k" versehen, die gleich weit von einander entfernt sind und genügend weit aus den Rollen vorstehen, um durch eine Reihe äquidistanter Perforirungen k'" in den
Bändern zu treten, die dadurch an dem Schleifen auf den Rollen verhindert werden. Die Rollen K' sind mit Sperrrädern K'" versehen, die fest auf den Rollen sitzen. Die Rollen und Bänder werden durch die niederdrückbaren Tastenhebel B' bethätigt, die mit den herabhängenden Armen b' versehen sind, an deren Enden zwei Sperrklinken L L' drehbar befestigt sind, welche mit den Zähnen der Sperrräder K'" in Eingriff treten können; für jede Klinke ist ein Sperrrad und eine Walze vorgesehen. Wird ein Hebel B' niedergedrückt, so werden die Sperrräder und Rollen, welche die endlosen Bänder tragen, successive bethätigt. Da nun die Bänder mit einer Reihe von Zahlen versehen sind, welche die Verkaufswerthe darstellen und die Zahlen auf den einzelnen Bändern Einer, Zehner, Hunderter darstellen, so ist nur erforderlich, das Band, welches die Hunderter darstellt, um einen Schritt oder um eine Entfernung zu bewegen, welche gleich dem Raum zwischen den Löchern im Bande ist, nach jedem vollen Umlauf oder hundert Schritten des Einerbandes; diese Bewegung wird durch einen herabhängenden Ansatz / unten an der Klinke L' veranlafst, welcher Ansatz auf dem Einerbande aufliegt und die Sperrklinken auf den Sperrrädern so lange gehoben hält, bis der Ansatz in eine Oeffnung V des Bandes einfällt, welche das Eintreten der Klinke in das Sperrrad und die Bewegung desselben um einen Schritt bei der nächsten Bethätigung der Hebel B' ermöglicht. Wird das Einerband wiederum bewegt, so tritt die abgeschrägte Seite des Ansatzes I auf das Band und bringt die Klinken aufser Eingriff mit den Sperrrädern. Das Band wird versteift und getragen durch eine Querstange L", die mit Nuthen /" für die Bänder und mit Nuthen /'" für den Ansatz / sowie Vorsprung m versehen ist, in welchen Nuthen oder Ansätze einfallen, wenn sie in die Bürsten Γ der Bänder treten. Die Rollen K' kufen lose auf der Welle k'; die Rollen K' haben auf ihrer Welle k hingegen genügend Reibung, um ihre Drehung zu verhindern, die nur durch die Klinken veranlafst wird. Diese Reibung wird durch eine Flachfeder Nunterstützt, welche durch Schraube« an der Stange N' befestigt ist, und durch die Spiralfeder p", welche zwischen den Muffenp' und o' eingespannt ist. Die Feder N hat eine Regulirschraube n' und wirkt mit constantem Druck gegen eine Muffe O, die mit Ansatz ο versehen ist, der in der Nuth o' der Welle k gleitet. Diese Einrichtung ermöglicht, dafs sich die Muffen O und O' in der Längsrichtung bewegen, dagegen auf der Welle, k nicht drehen können, während durch den Druck der Federn JV und p" die Rollen K" in constantem Reibungscontact gehalten werden. Es sind auch noch zwischen den Rollen Ringe oder Unterlagsscheiben O" vorgesehen, die dazu dienen, zu verhindern, dafs die Drehung der einen Rolle auf die andere übertragen wird. Auf einer Querwelle M ist eine Anzahl von Klinken M' angebracht, die über den Rollen K' durch die Ansätze m in gehobener Lage gehalten werden, welche zeitweilig auf den Bändern liegen. Diese Klinken sitzen fest auf der Welle M und können durch einen mit dem Vierkant m' aufzusetzenden Schlüssel, Fig. 3, gehoben und durch eine passende Vorrichtung, wie z. B. ein Sperrrad m" und Klinke m'", in dieser gehobenen Lage erhalten werden. Beim Rückdrehen der Bänder auf Null oder in ihre Ausgangslage wird ein passender Schlüssel oder eine andere Vorrichtung bei ρ an die Welle k angesetzt, so dafs eine Drehung der Rollen K" möglich wird. Ehe jedoch die Drehung der Welle k beginnt, werden jedoch die Klinken M' mit ihren Ansätzen m auf die Bänder fallen gelassen, indem die Klinke m'" des Sperrrades K" entlang geführt, welche durch Reibung zwischen den Rollen und den Muffen O O' O1" mitgenommen werden, bis die Ansätze in die Löcher /' der Bänder einfallen. Die vorderen Enden der Klinken M' fallen alsdann auf die Zähne k" der Rollen K' und stellen dieselben fest, so dafs dadurch eine weitere Drehung verhindert wird, sobald jedes Band aufgewickelt und jede Nullbezeichnung in die richtige Lage gebracht ist.
Obwohl die Reibung zwischen den Rollen K" und den Muffen O O' O'" ausreicht, das Mitnehmen der Bänder zu veranlassen, kann jede der Rollen ohne - Bewegung bleiben, wenn die Bänder durch die Klinken M' festgestellt werden, während die daneben liegenden Rollen umlaufen, bis sie in ähnlicher Weise festgestellt werden. Wenn der hölzerne Kasten bei P' offen ist, können die Zahlenaufzeichnungen auf den Bändern durch eine Oeffnung P einer Metallplatte P' abgelesen werden, welche von einer Seite des Apparates nach der anderen reicht.
Der äufsere hölzerne Kasten des Apparates kann irgend eine passende Form erhalten. Der dargestellte enthält einen Auszug Q, welcher eigenartig construirt ist und seitlich ausgezogen werden .kann, wenn er durch den Geschäftsinhaber oder den controlirenden Beamten freigegeben wird. Der Auszug ist auch für den Verkäufer selbst durch einen Deckel Q' zugänglich, der durch den Handgriff q nach innen geschoben werden kann. Durch Wände q\ Fig. 4, werden vier oder mehr Abtheilungen gebildet, von denen eine zur Aufnahme von Gold-, zwei von Silber- und eine von Kupfermünzen bestimmt ist. Jede Abtheilung ist mit einer beweglichen Scheidewand Q", Fig. 9, versehen, welche in Nuthen q" der Theilwände q\ Fig. 1 und 4, verschiebbar ist. Wenn
das Gold für den Verkäufer nicht zugänglich sein soll, so wird der Auszug entfernt und die Wand O" bei O'" eingesetzt; nach Einbringen des Auszuges gelangt das von der Trommel C herunterfallende Geld in den hinteren Theil des Auszuges hinter die Scheidewand durch Rinnen C". Diese Rinnen sind an Haltern^!'" der Böcke A A' aufgehängt und bestehen zweckmäfsig aus dünnem Metall, Fig. 4. Wenn die Wand in den hinteren Theil des Auszuges bei Q"" gebracht wird, fällt das Geld in den vorderen Theil' desselben. Der Bock A _ ist ein wenig höher geführt, wie in Fig. 1 bei a'" punktirt angegeben, zu dem Zwecke, daran einen Hebelarm R drehbar zu befestigen, welcher, wenn der Deckel Q' nach innen gedrückt oder nach aufsen gezogen wird, die Glocke R" durch eine Falle R' mit Knopf r" zum Anschlag bringt. Eine Spiralfeder r'" sucht den Knopf constant gegen die Glocke zu drücken. Ein nach unten vortretendes Stück r' hält den Hebelarm R in der dargestellten ■ Lage und den Knopf gehoben, läfst ihn jedoch los, wenn der Deckel Q' nach innen geschoben wird. Der Ansatz r bringt die Glocke wiederum zum Tönen, wenn er über den Hebelarm beim Zurückgehen fortgeht, wenn der Deckel Q' geschlossen wird, und der Ansatz r' hebt alsdann wieder den Knopf. Der hölzerne Apparatkasten hat vorn Glasplatten S, durch welche die Münze, die vorn auf der Trommel ruht, und die Anzeigetafeln vor dem Hintergrunde S'" (ein Holz- oder Metallstreifen) gesehen werden können. Ebenso ist in dem hinteren Theile des Kastens ein Glas f vorgesehen, gegen welches sich die Münzen, die auf dem hinteren Theil der Trommel liegen, stützen und in Augenschein genommen werden können, ehe sie durch die Rinnen C" in den Schubkasten fallen.
Ein Stück mattes oder versilbertes Glas S" mit Aufschrift ist vorn in dem unteren Theil des Kastens angebracht. Das Geld gelangt, nachdem es durch den noch zu beschreibenden Münzenermittler getreten ist, durch eine Rinne T, Fig. 4, welche eine winkelförmige Gestalt und geeignete Theil wände t, sowie vorn eine Oeffnung t' hat. Soll der Kassencontrolapparat zeitweise ohne Münzenermittler benutzt werden, so erhält die Rinne T einen Deckel T', auf welchem Zahlen den Einwurf für die bezüglichen Münzen angeben. Der Deckel T' kann geschlossen werden, wenn der Registrirapparat nicht im Gebrauch ist, um ihn vor Verstaubung zu schützen.
Der Münzenermittler besteht im wesentlichen aus einem rechteckigen Kasten U, der eine Anzahl Schlitze u 11 hat. In dem Kasten sind Spindeln u' gelagert, auf denen eine Anzahl rechtwinkliger Hebel angeordnet sind. Die Hebel U' haben an dem einen Arm 11" eine Belastung, welche einer Münze das Gleich-' gewicht hält, die auf den anderen Arm u" gelegt wird, der zu diesem Zwecke eine entsprechende Ausbildung erhält. Die Arme u'" haben kleine Schrauben u"", durch welche das Gewicht jedes Armes ti"' regulirt werden kann. Wenn diese Schrauben in die Arme u'" ein- oder aus denselben herausgeschraubt werden, so wird deren wirksame Länge entsprechend verkürzt oder vergröfsert und danach das Gewicht verkleinert oder vermehrt. Eine auf einen Hebel U' durch die Schlitze u eingebrachte Münze wird, wenn sie ausreichend schwer ist, den Hebel, wie durch punktirte Linien in Fig'. 4 angegeben, den Hebel senken und die Münze gelangt - durch die Rinne T auf die Trommel C.
Der Wechselmechanismus ist in einem Gehäuse A2 mit Boden As untergebracht, das seitlich am Apparat auf Consolen Ai befestigt wird. Der Boden As hat eine Oeffnung,· deren Ausfütterung B2 mittelst Schrauben B3 gehalten wird. Eine Büchse C2, die mit Sperrrad C3 versehen ist, wird durch die Büchse B 2 gesteckt und durch den an C2 angeschraubten Ring D2 gehalten. Eine Spindel E2 mit Bundling E3 geht durch die Büchse C2 und trägt einen Handhebel F2, welcher in einer Führung F3 beweglich ist. Der Hebel F2 hat eine Klinke i74 mit Feder F3 , Fig. 7,' welche Klinke mit den Zähnen des Sperrrades C3 in Eingriff steht. An dem Ring D2 ist durch Schrauben D3 eine Metallscheibe G2 befestigt, auf welcher im Kreise runde Hülsen G3 vorgesehen sind, die alle bis auf zwei, wie aus Fig. 14 ersichtlich, numerirt sind. Die beiden nicht numerirten Hülsen tragen die Bezeichnungen »Voll« und »Leer«. Die Behälter G3 sind hinreichend grofs, dafs sie Silbergeld im Werthe von etwa 20 Mark aufnehmen können; sie sind über einer Reihe von runden Löchern G4, Fig. 9, oder Scheiben G2 angeordnet. Der hölzerne Kastenboden A3 hat eine runde Oeffnung A*, Fig. 7 und 9, von gleicher Gröfse wie die Löcher in der Scheibe G2. Federn G3 am Kasten A 2 legen sich gegen die Behälter G3 und dienen dazu, die Scheibe G2 nach ihrer schrittweisen Drehung festzuhalten. Eine verglaste Oeffnung Ah gestattet die Ablesung der Zahlen und Worte auf den Behältern durch den Kasten A-. Auf der Scheibe G2 wird durch ein Metallband U3 ein innerer Behälter H- gebildet; das Band hat Oeffnungen i74, deren Anzahl mit der der Behälter G3 übereinstimmt. Die Ausschnitte //4 werden durch den Ansatz N'1 des Hebels N2 eingenommen, wenn sie in normaler Lage sind, Fig. 9, so dafs eine Drehung der Scheibe G2 zum Zwecke des Wechselns oder Herausgebens von Geld nicht möglich wird, nachdem der Ansatz 2V* aus dem Einschnitt Hi durch Ein-

Claims (7)

  1. ■werfen einer Goldmünze herausgebracht wird, die sich auf das vordere Ende des Hebels N2 bei N3 legt. Auf dem Deckel des Kastens A ist eine Metallkappe J2 mit Schlitz J3 angebracht, dessen Gröfse genau einer Doppeloder einfachen Krone entspricht. In der Kappe ist auf dem Deckel ein Träger K2, Fig. 8, 9, 11,12 und 13, mit zwei vortretenden Stücken K3 angeordnet, in welchen ein eigentümlich geformtes flaches Metallstück L2 mit den Ansätzen L3 L4 -L5 und einem nach unten gerichteten Seitenstück L6 drehbar gelagert ist, welch letzteres bei L1 hakenartig ausgebildet ist. Der Theil K^ des Trägers K2 hat eine Oeffnung K5 für den Durchtritt der Münzen. Das Stück L6 hat einen halbkreisförmigen Theil -L8 mit Ausschnitt L9 am Rande. Eine kleine Feder K6 legt sich gegen den halbrunden Theil L8 und kann in den Ausschnitt Z,9 treten, wenn das Metallstück L2 eine bestimmte Lage einnimmt. Ein durch Schrauben festgehaltener Halter Af2, Fig. 9, 15 und 16, ist mit den nach unten gerichteten Stücken M3 und Ai4 versehen, von denen die Stücke Ai4 einen Schlitz Ai5 haben. Die Stücke Ai3 dienen zur empfindlichen Lagerung eines Hebels 2V2, dessen eines Ende zur Ausbalancirung eines Goldstückes eingerichtet ist, während das andere Ende N3 eine zur Aufnahme der hochkantig stehenden Münze passende Form erhält. Die Verbindung des Deckels mit dem Kasten kann durch eine Art Bajonnetverschlufs erfolgen und durch eine Falle P2 festgestellt werden.
    Die Handhabung des Wechselapparates ist folgende. Es wird der Hebel Ji an der Spindel J5, an der das Stück L'2 befestigt ist, zur Seite gelegt, bis das Stück L5 die Oeffnung KB freilegt, Fig. 11, 12 und 13; durch den Schlitz J3 kann nun eine Goldmünze in den Schlitz K^ gelangen, aus welchem sie bei wiederholter Bewegung des Hebels J4 auf den Wägehebel J2 fällt; eine dritte Bewegung der Handhabe J4 bringt das Stück Z.3 in den Ansatz L1, in die in Fig. 1 3 bezeichnete Lage, in welcher sie durch die Feder Ls gehalten wenden. Hat die Münze das richtige Gewicht, so senkt sie den Hebel N und fällt in die mittleren Behälter H2, während das belastete Ende des Hebels N hochgehalten wird, bis die Münze durch den Draht i?4 von dem Hebel abgeworfen wird. Nun kann die Scheibe G2 mit den Behältern G3 durch den Handhebel F2 schrittweise gedreht werden, wobei aus dem Behälter mit Silbergeld durch das Loch A* die Geldstücke herausfallen. Die Arbeitsweise des Registrir- und Anzeigemechanismus ist mit Bezug auf Fig. 1 und 3, in welchen durch punktirte Linien die Lage der Theile bei niedergedrückten Tasten dargestellt ist, folgende:
    Nach dem Verkauf und Passiren der Münze über das Zählbrett wird die bezügliche Taste niedergedrückt und eine Anzeigetafel, welche den Verkaufspreis angiebt, durch das vordere Ende eines Hebels B1 niedergedrückt und dem Käufer durch die Gläser S sichtbar gemacht. Die Münzen werden alsdann durch den Verkäufer in einen Schlitz oder Schlitze u des Ermittlers gebracht, und gelangen, wenn sie volles Gewicht haben, in die Rinnen T, um von hier vorn auf die Trommel C zu fallen, wo sie nochmals gesehen werden. ■ Der Betrag und die Anzeigetafel bleiben nun so lange sichtbar, bis eine zweite Vereinnahmung erfolgt , wo dieselbe Handhabung wiederholt wird. Wird jedoch eine der Tasten niedergedrückt, so fällt die gehobene Anzeigetafel herab und wird durch eine andere ersetzt. Die vorher sichtbar gewesenen Münzen werden durch die Trommel hinten nach dem Kasten geführt, wo sie eventuell wieder gesehen werden können; ein drittes Niederdrücken einer Taste veranlafst die Abgabe der Münzen an die Schublade. Durch Aenderung des Querschnittes der Trommel kann der Apparat auch zur gleichzeitigen Aufweisung von mehr als zwei Vereinnahmungen benutzt werden.
    Pa τεnt-Anspruch:
    Ein Kassencontrolapparat, gekennzeichnet
    durch folgende Einrichtungen:
    ι. die Verbindung einer Reihe verschiedenen Werthen entsprechender Tasten mit zwei Sätzen Registrirrollen, von denen ein Satz mit Sperrrädern, der andere mit Reibungsvorrichtungen versehen ist, und mit einer Anzahl um die Rollen laufender Stahlbänder, einer Anzahl Sperrklinken, von denen ein Paar mit den Tastenhebeln drehbar verbunden ist und durch das Sperrgetriebe den einen Satz Rollen bewegt, wobei je eine Klinke jedes Paares einen Ansatz hat, der in ein Loch der Stahlbänder treten kann, sowie mit einem zweiten Satz Sperrklinken auf einer Querwelle in derartiger Anordnung, dafs sie durch eine Taste gehoben werden können, wobei ein Ansatz auf die Stahlbänder aufläuft und in . Löcher derselben tritt und die Stahlbänder durch Nuthen einer Tragstange geführt werden, welche Ansätze der Klinken aufnehmen;
  2. 2. die Verbindung der niederdrückbaren Tastenhebel mit zwei Seitenhebeln, die auf gemeinsamer Welle sitzen und von denen der eine Hebel einen nach hinten tretenden Ansatz hat, an welchen eine Spiralfeder angreift, um das Gewicht der Hebel aufzuheben, während eine Querstange zwischen den vorn eine Sperrklinke tragenden Hebeln das Hochheben derselben durch jede Taste möglich macht;
  3. die Verbindung der unter 2. bezeichneten Einrichtung mit zwei auf einer Welle H" sitzenden Hebeln HH', deren vortretende Seitenstücke mit den Klinken E'" der Seitenhebel in Eingriff kommen, wodurch die Hebel HH' in Schwingung gesetzt werden, während einer der Hebel, an dessen Arm eine Spiralfeder angreift, mittelst einer Querstange zwischen den Hebeln die geführten Anzeigerstangen mit den die Verkaufsbeträge enthaltenden Tafeln in gehobener Lage hält;
  4. die Verbindung der beiden auf gemeinsamer Welle sitzenden und verbundenen Seitenhebel (No. 3) mit einer Trommel, die mit Stiften versehen ist, mit welchen ein mit einem der Seitenhebel drehbar verbundener Hebel in Eingriff gebracht werden kann, um die Trommel schrittweise zu drehen, während ein Ueberdrehen durch einen drehbar an dem geführten Seitenhebel befestigten verticalen Hebel verhindert wird;
  5. die Anbringung eines Goldschubkastens mit den herausnehmbaren Wänden, um einzelne Münzsorten unzugänglich zu machen, und mit einem Schieberdeckel, um den vorderen Theil des Schubkastens zugänglich zu machen, in Verbindung mit einem drehbaren, mit Knopf versehenen Hebel, der durch ein Fallenstück am Deckel beim Oeffnen desselben gegen eine Glocke geschlagen wird;
  6. 6. die Einrichtung des Mürizenermittlers, bestehend aus einer Anzahl rechtwinkliger, auf Spindeln sitzender Hebel, die an dem einen Ende regulirbar belastet, an dem anderen zur Aufnahme der Münze passend ausgebildet sind, und aus Rinnenführungen, welche die Münzen von dem Ermittler nach dem Schubkasten leiten;
  7. 7. die Verbindung der vorbezeichneten Einrichtungen mit einem Apparat zum Wechseln bezw. Restgeben, bestehend aus einer drehbaren Scheibe mit Münzenbehältern, einer inneren Abtheilung für Goldmünzen, dem regulirbaren Sperr- und Frictionsantrieb für die Scheibe, dem aus einem belasteten Hebel bestehenden Mechanismus zur Ermittelung zu leichter oder falscher Münzen und dem aus einem Arm mit Geldschlitz und einem durch Handhebel zu bethätigenden, eigenthümlich geformten Metallstück bestehenden Mechanismus behufs Verhinderung des Einwurfes von mehr als einer Münze zu gleicher Zeit, sowie aus einem den Mechanismus umgebenden Gehäuse mit verglaster Oeffnung, durch welche Aufzeichnungen sichtbar sind.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT48813D Kassen - Ueberwachungseinrichtung mit Anzeige-, Münzen wäge- und Wechselvorrichtung Expired - Lifetime DE48813C (de)

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