DE487577C - Herstellung von Bromiden aus Brom - Google Patents

Herstellung von Bromiden aus Brom

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DE487577C
DE487577C DEM98525D DEM0098525D DE487577C DE 487577 C DE487577 C DE 487577C DE M98525 D DEM98525 D DE M98525D DE M0098525 D DEM0098525 D DE M0098525D DE 487577 C DE487577 C DE 487577C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/08Preparation by working up natural or industrial salt mixtures or siliceous minerals

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Description

  • Herstellung von Bromiden aus Brom Die Erfindung betrifft die Herstellung von Bromiden aus Brom. Bekanntlich bilden sich bei der unmittelbaren Einwirkung von Metalloxyden, -hydroxyden und -carbonaten auf Brom in Gegenwart von Wasser außer den betreffenden Bromiden auch Hypobromite und Bromate. Die Trennung der Bromide einerseits und Bromate bzw. Hypobromite andererseits ist reichlich umständlich, so daß man in der Technik andere Verfahren, wie z. B. die Einwirkung von Pottasche auf Bromeisen, anwendet.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Ammoniak zu benutzen, dessen Verwendung aber wegen der sehr erheblichen Explosionsgefahr infolge der leichten Entstehung des sehr explosiven Bromstickstoffs praktisch höchst bedenklich ist.
  • Gemäß der Erfindung soll Brom in Gegenwart von Wasser vorzugsweise mit einem Metalloxyd, -hydroxyd oder -carbonat oder einer Mischung dieser Körper behandelt werden, wobei als Reduktionsmittel eine vom Methan abgeleitete Kohlenstoffverbindung (also eine Verbindung mit einem Atom Kohlenstoff im Molekül) benutzt wird, die selbst bei der stattfindenden Oxydation nur Wasser und Gase liefert. Auf diesem Wege kann man die Bildung von Bromsauerstoffverbindungen vollständig verhindern und bekommt eine Lösung des betreffenden Bromids, die keine Bestandteile enthält, die eine umständliche Trennung erfordern. Durch einfaches Eindampfen der entstandenen Lösung werden die Oxydationsprodukte des zugesetzten Reduktionsmittels, also Wasser und die letzten Reste der Gase entfernt, wobei das reine Bromid zurückbleibt.
  • In gewissen Fällen kann man auch solche Reduktionsmittel benutzen, die schon das Metall enthalten, dessen Bromid erhalten werden soll. Es ist unter Umständen sogar möglich, in solchen Fällen die Mengen der Oxyde, Hydroxyde oder Carbonate stark zu verringern, gegebenenfalls diese Körper auch ganz fortzulassen, wenn auch in der Regel sich die Benutzung der Oxyde, Hydroxyde und Carbonate empfiehlt. Die üblichen Oxyde, Hydroxyde und Carbonate, wie gebrannter Kalk, gelöschter Kalk, Marmor, Soda, Ätznatron, Ätzkali, Natriumcarbonat, Pottasche o. dgl., können Verwendung finden.
  • Als Reduktionsmittel kommen eine größere Reihe von Körpern in Frage, von denen im nachstehenden eine Anzahl genannt sein mögen Harnstoff, Cyanamid, kohlensaure Ammonverbindungen einschließlich des Carbaminats, Formaldehyd, cyansaures Ammon, Ameisensäure, Formamid oder Metall- bzw. Ammoniumverbindungen einiger dieser Körper, wie Kalkstickstoff, Formiate o. dgl., die dann gleichzeitig einen mehr oder weniger großen Teil des gewünschten Metalls in die Reaktion bringen. Ferner kommen Gemische dieser Körper in Betracht, auch Verbindungen, die sich bei einfacher Mischung dieser Stoffe bilden. Beispiel = In ein geeignetes Gefäß, z. B. einen Glaskolben, werden 500 ccm Wasser eingebracht, in denen 6o g Harnstoff gelöst sind. .Darauf werden q8o g flüssiges Brom hinzugefügt. Ein Teil des Broms löst sich in der wäßrigen Hamstofflösung, der weitaus größte Teil sinkt auf den Boden des Gefäßes und fließt dort als dunkelrotbraune Masse zusammen. Der Kolben ist mit einem Rückflußkühler mit Gasleitungsrohr, z. B. einem solchen, der eine lange Glasspirale enthält, versehen. Auf den Kolben wird ein Scheidetrichter aufgesetzt. In diesen Scheidetrichter werden 318 g Natriumcarbonat in Wasser gelöst eingebracht. Gegebenenfalls kann diese Lösung, die möglichst konzentriert gehalten werden soll, ein wenig erwärmt werden, um Auskristallisieren zu vermeiden. Man kann auch den Scheidetrichter in geeigneter Weise mit dem oberen Teil des Rückflußkühlers verbinden.
  • Wenn der Hahn des Scheidetrichters vorsichtig geöffnet wird, tropft die Sodalösung in das Reaktionsgemisch. Jeder einfallende Tropfen verursacht eine heftige Reaktion, bei der Aufbrausen infolge der frei gewordenen Kohlensäure stattfindet. Etwaige Bromdämpfe werden mechanisch mit nach oben gerissen und in dem Rückflußkühler wieder kondensiert, soweit sie nicht durch die hinablaufende Sodalösung auf ihrem Wege unmittelbar aufgenommen werden. Falls erforderlich, kann das Reaktionsgefäß gekühlt werden. Man kann zur Vermeidung des Entweichens etwaiger unkondensierter Bromdämpfe eine Vorlage mit geeigneten Absorptionsmitteln vorschalten.
  • Nachdem die Reaktion beendet ist, was an der fast vollständigen Entfärbung des Reaktionsgemisches zu erkennen ist, wird das Gefäß geöffnet und die entstandene Lösung in geeigneter Weise eingedampft. Aus .der eingedickten Lösung kristallisiert das Bromnatrium in reinem Zustande aus, ohne daß irgendeine weitere Reinigung, insbesondere Reduktion von Bromsauerstoffverbindungen, erforderlich ist. Beispiel 2 Unter Benutzung der beim Beispiel i bes-hriebenen Apparatur werden q.8o g Brom überschichtet mit 500 ccm Wasser. In den Scheidetrichter wird eine Lösung von 204 g Natriumforrniat und 159 g Natriumcarbonat in 1250 ccm Wasser eingebracht. Im übrigen verläuft die Reaktion im wesentlichen wie bei Beispiel i beschrieben.
  • Beispiel 3 In ein ähnliches Gefäß, wie bei Beispiel i beschrieben, werden 39o g Calciumformiat, auf Trockengewicht bezogen" und 3oo g Calciumcarbonat (vorzugsweise in Form von Kreide oder Marmorstücken) zusammen mit 21 Wasser eingebracht. In den Scheidetrichter werden 96o g Brom eingefüllt und langsam zu dem Reaktionsgemisch einlaufen gelassen. Zweckmäßig wird. das Rohr des Scheidetrichters bis in die Nähe des Bodens des Reaktionsgefäßes geführt. Man erhält auf diesem Wege glatt eine sehr starke Lösung von Calciumbromid, das, wie bei den anderen Beispielen angegeben, zur Abscheidung gebracht wird.
  • Anstatt Wasser zum Lösen der Reaktionsmittel bzw. zum Überschichten des Broms zu benutzen, kann man hierzu die Mutterlaugen aus der vorhergehenden Operation verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Metallbromiden durch Einwirkenlassen von Oxyden, Hydroxyden oder Carbonaten des betreffenden Metalls auf Brom in Gegenwart eines Reduktionsmittels und Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß hierbei ein solches Reduktionsmittel gewählt wird, das aus einer vom Methan abgeleiteten Kohlenstoffverbindung besteht und das bei der stattfindenden Oxydation nur Wasser und Gase liefert.
DEM98525D 1927-02-26 1927-02-26 Herstellung von Bromiden aus Brom Expired DE487577C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL7801920A (nl) * 1977-03-03 1978-09-05 Great Lakes Chemical Corp Werkwijze voor het bereiden van metaalbromiden.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL7801920A (nl) * 1977-03-03 1978-09-05 Great Lakes Chemical Corp Werkwijze voor het bereiden van metaalbromiden.

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