DE48534C - Kettenstich - Nähmaschine - Google Patents
Kettenstich - NähmaschineInfo
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- DE48534C DE48534C DENDAT48534D DE48534DA DE48534C DE 48534 C DE48534 C DE 48534C DE NDAT48534 D DENDAT48534 D DE NDAT48534D DE 48534D A DE48534D A DE 48534DA DE 48534 C DE48534 C DE 48534C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B1/00—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
- D05B1/02—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making single-thread seams
- D05B1/06—Single chain-stitch seams
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
- D05B57/02—Loop takers, e.g. loopers for chain-stitch sewing machines, e.g. oscillating
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \k
Ih der Patentschrift No. 44432 ist ein eigenartig gestalteter Greifer für Nähmaschinen dargestellt,
durch dessen Anwendung ein Kettenstich in vollkommenerer und besserer Weise
als bisher gebildet wird.
Durch geringe Abänderung der Form seiner Nase läfst sich nun dieser Greifer an Steppstichnähmaschinen
der Wheeler & Wilson'scheii Art anbringen, so dafs diese Maschinen nach
Bedarf bald als Steppstich- und bald als Kettenstichmaschinen benutzt werden können.
Wenn die umgewandelte Maschine mit gewöhnlicher Geschwindigkeit angetrieben wird,
wie dies für häusliche Zwecke genügt, so vollzieht der Greifer seine Arbeit in befriedigender
Weise; wird die Maschine indessen mit hoher Geschwindigkeit in Gang erhalten, wie dies der
fabrikmäfsige Betrieb erheischt, so tritt es ein, dafs die Fadenschleife, sobald sie erweitert ist,
um der Spitze der herabgehenden Nadel Durchgang zu gewähren, zu schnell von dem gegabelten Schwanz des Greifers herabgleitet
und infolge dessen nicht von der Nadel erfafst wird. Ferner kommt es vor, dafs die Nase
des Greifers sowohl die vorhin gebildete Schlinge als auch die neue Schlinge erfafst und
dadurch den Faden zerreifst, oder dafs die alte Schlinge quer über die neue, beim Herabgang
der Nadel gebildete Schlinge gezogen wird und die letztere schliefst oder deren Lage verändert,
dergestalt, dafs der Greifer die neue Schlinge nicht fafst, also einen Stich ausläfst. Diese
Uebelstände, welche bei einem Steppstich verhältnifsmäfsig wenig ins Gewicht fallen, sind
bei einem Kettenstich von Bedeutung.
Es ist daher von der gröfsten Wichtigkeit, dafs die alte Schlinge einerseits bis zum Hindurchgang
der Nadel durch dieselbe zurückgehalten und andererseits aus der Bahn der vorrückenden Nase des Greifers geführt wird;
Einrichtungen, welche diesen Zweck in befriedigender Weise erreichen lassen, bilden den
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Der Greifer, welcher angewendet wird, gleicht ini allgemeinen dem Wheeler & Wilson-Greifer,
er hat jedoch kein Spulenlager, dagegen aber ein gegabeltes Schwanzstück, wie der Greifer des Patentes No. 44432 und zu
dem in diesem Patente genannten Zweck. Dieses Schwanzstück ist indessen in gewissen wichtigen
Einzelheiten abgeändert und ferner sowohl der Greifermitnehmer, als auch der den Greifer in
seinem Lager erhaltende Ring mit neuen Theilen versehen.
Bei dem neuen Greifer ist die äufsere Zinke des gegabelten Schwanzes kürzer gestaltet, um
der alten Schlinge zu gestatten, unmittelbar nach dem Herabgang der Nadel durch die
geöffnete Schlinge von dieser Zinke abzugleiten. Die innere Zinke des gegabelten Schwanzes ist
dagegen verlängert, so dafs der Greifer einen vollständigen Ring bildet, und ferner ist die
innere Zinke an ihrem freien Ende derart verjüngt und schwach nach abwärts gebogen, dafs
dieses Ende aufserhalb der Bahn der Nase des Greifers hinter derselben liegt. Die Fadenschlinge
wird infolge dessen, nachdem sie von der äufseren Zinke abgeglitten ist, von der
verlängerten inneren Zinke so lange gehalten, bis die Greifernase in die neue Schlinge eingetreten
ist.
An dem Umfang des Mitnehmers ist ein Vorsprung oder Bügel dergestalt angebracht,
dafs letzterer zwischen der Nase und der inneren Zinke des Greifers in schräger Richtung
steht, so zwar, dafs die neue Schlinge zwischen dem Bügel und der Nase und die alte Schlinge zwischen dem Bügel und der
inneren Zinke des Greifers Raum zum Durchschlüpfen hat. Dieser Bügel hat folgenden
Zweck: Da die alte Schlinge, sobald sie sich auf der inneren Zinke des Greiferschwanzes
befindet, eine nach hinten geneigte Lage hat, so wird, indem der Mitnehmer seinen Vorsprung
oder Bügel gegen diese geneigte Schlinge führt, die letztere über die vorschreitende Nase
des Greifers gehoben und dadurch erreicht, dafs die alte Schlinge weder der richtigen Bildung
einer neuen Schlinge durch die Nadel Eintrag thun, noch von der Nase des Greifers
erfafst werden kann.
Schliefslich ist noch über dem offenen oberen Ende des den Greifer in seinem Lager erhaltenden
Ringes ein Steg angebracht, an dessen innerer Kante eine V-förmige Kerbe gebildet
ist, um die äufsere Hälfte der Schlinge, wenn letztere durch die äufsere Zinke des Greiferschwanzes
erweitert wird, aufzunehmen und das Entschlüpfen der Schlinge so lange zu verzögern,
bis die Nadel sicher in die Schlinge eingetreten ist.
Auf den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. ι eine Vorderansicht des verbesserten
Greifers und Fig. 2 einen Grundrifs desselben dar. Fig. 3 zeigt einen Wheeler & Wilson-Mitnehmer,
mit dem Vorsprung oder Bügel zum Heben der alten Schlinge im Grundrifs. Fig. 3a, 3b und 3c veranschaulichen die Construction
bezw. Wirkung des Steges des den Greifer in seinem Lager zurückhaltenden Ringes.
Fig. 3a ist ein Grundrifs des abgenommenen Ringes, Fig. 3b und 3c sind Vorderansicht bezw.
. Grundrifs des an dem Greiferlager angebrachten Ringes.
Fig. 4 ist eine Vorderansicht einer Nähmaschine, welche mit dem neuen Greifer nebst
Mitnehmer urid dem gewöhnlichen Wheeler & Wilson'schen Fadengeber versehen ist.
Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen in gröfserem Mafsstabe den Greifer, den Mitnehmer und die
Nadel in denjenigen Stellungen, welche diese Theile während der Bildung eines Stiches einnehmen.
In Fig. 4 bezeichnen A die Stirnplatte des Maschinenkopfes, B die Nadelstange und B1
die Nadel, C die Drückerstange mit dem Fufs C1, D die Grundplatte mit der Stichplatte D1. 2? ist
der Greifer, welcher in senkrechter Richtung in dem Lager F arbeitet, und G der Mitnehmer,
welcher an dem Ende der in der Längsrichtung der Maschine unter der Grundplatte gelagerten und passend angetriebenen
Hauptwelle sitzt. H ist der gewöhnliche Wheeler & Wilson-Fadengeber und H1 die
gewöhnliche Fadenspannvorrichtung.
Alle eben genannten Theile haben ,mit den nachstehenden Ausnahmen die gewöhnliche
Wheeler & Wilson-Construction.
Der Greifer E ist wie üblich mit Aussparung und Ansatz zur Aufnahme des Mitnehmers und
auch mit einem Steg E1 versehen. Dadurch, dafs dieser Steg angewendet wird, ist es unnöthig,
die Einrichtung des Fadengebers zu verändern, was sonst erforderlich sein würde.
2?2 ist das gegabelte Schwanzstück, dessen
äufsere Zinke, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich,
kurz gehalten ist, damit sie die Schlinge blos einen Augenblick, während die Nadel
durch dieselbe herabgeht, offen hält und dann abgleiten läfst, so dafs die Schlinge nun aus
dem Wege der vorschreitenden Nase des Greifers gezogen werden kann. Die innere Zinke. der Gabel ist dagegen so weit verlängert,
dafs sie etwas hinter die Nase greift, und das äufsere Ende dieser Zinke ist verjüngt, Fig. 2,
und schwach excentrisch gestaltet. Diese Verlängerung der Zinke hat den Zweck, die alte
Schlinge in solcher Lage zu erhalten, dafs die äufsere Hälfte der Schlinge mit dem oben erwähnten
Bügel des Mitnehmers in Berührung kommen und von diesem Bügel über die Nase des Greifers gehoben werden mufs, so dafs die
letztere nicht in die alte Schlinge eintreten kann.
G1, Fig. 3, ist der Bügel oder Vorsprung, welcher auf dem Umfang des Mitnehmers G
vorgesehen ist. Dieser Bügel ist so angeordnet, dafs er bei fertig montirter Maschine in schräger
Richtung zwischen der Nase und der langen inneren Zinke des Greifers steht, wie in den
Fig. 5, 6 und 7 gezeigt ist. Dieser Bügel erstreckt sich nach aufwärts und ragt etwas über
die Nase und die lange Zinke des Greifers vor, so dafs die äufsere Hälfte der Schlinge
von dem Bügel seitwärts geworfen und aufserhalb des Bereiches der Bahn der Greifernase
geführt wird. Es werden also durch die Anordnung der verlängerten Zinke und des Bügels
die oben erwähnten Uebelstände vermieden.
F1, Fig. 3 a, 3 b und 3 c, ist der den Greifer
in seinem Lager erhaltende Ring, welcher an dem ringförmigen Lager F durch Schrauben
F2 F2 befestigt ist. F3 ist der eingekerbte
Steg, in dessen Kerbe der äufsere Theil der Schlinge von der kurzen Zinke während der
Drehbewegung des Greifers so zu sagen eingeklemmt wird, wodurch die Schlinge so lange,
bis die Nadel in dieselbe eingetreten ist, ausgedehnt erhalten und somit jeder Gefahr des
Entschlüpfens der Schlinge unter der Nadel vorgebeugt wird.
Die verschiedenen Lagen des Fadens bei der Stichbildung sind in den Fig. 5 bis 7 dargestellt.
Die Fig. 5 zeigt in Vorderansicht und Grundrifs den Greifer, den Mitnehmer und die
Nadel in. der Stellung, welche diese Theile einnehmen, wenn die vorhin gebildete Schlinge
durch den gegabelten Schwanz des. Greifers geöffnet ist, um die zur Bildung einer heuen
Schlinge herabgehende Nadel aufzunehmen. Diese Stellung der Theile ist in den Fig. 3 b
und 3 c ebenfalls gezeigt, in den Fig. 5 ist der Ring F1 des Greiferlagers jedoch nicht dargestellt.
Es mag hier bemerkt werden, dafs der Steg F3 des Ringes F1 nur dann nöthig ist,
wenn die Maschine mit einer so grofsen Geschwindigkeit getrieben werden soll, dafs sie
über 2000 Stiche in der Minute macht.
Die Fig. 6 zeigt in Vorder-, Seiten- und Oberansicht dieselben Theile zu der Zeit, wo
die Nadel sich nach dem Herabgang in ihre tiefste Stellung wieder hinreichend gehoben
hat, um eine neue Schlinge auszuwerfen. Die zuvor gebildete Schlinge ist zu dieser Zeit noch
auf der inneren Zinke des Greifers und nimmt von dem Nadelloch der Stichplatte ab eine
nach seitwärts und rückwärts geneigte Lage ein. Aus diesen Figuren ist ersichtlich, dafs
die Schlinge durch den Bügel oder Vorsprung G1 des Mitnehmers gehoben worden
ist, so dafs sie zu dieser Zeit aufserhalb der Bewegungslinie der Greifernase liegt, welche
letztere im Begriffe steht, in die neue, von der Nadel ausgeworfene Schlinge einzutreten. Auf
diese Art ist die Möglichkeit ausgeschlossen, dafs die alte Schlinge von der Nase erfafst
werden kann.
. Fig. 7 zeigt in Vorderansicht den Greifer in der Stellung, in welcher er die Schlinge (mit
Hülfe des Steges) auf ihre gröfste Länge ausgedehnt hat. Der Fadenaufnehmehebel steht jetzt
im Begriff, in Thätigkeit zu treten, er zieht die Schlinge, welche nun durch die fernere Drehbewegung
des Greifers schlaff wird, hoch (während der Greifer die in den Fig. 5 und 6 gezeigten Stellungen passirt), bis sie von der
inneren Zinke des Greifers abgezogen ist. Jetzt findet die Vorschiebung des Stoffes wie gewöhnlich
statt, und durch den nächsten Herabgang der Nadel wird das An- und Festziehen des Stiches vollendet, indem hierbei die frei
gewordene Schlinge durch die Stichplatte nach oben gegen die Unterseite des Stoffes gezogen
wird.
Claims (2)
1. Eine Kettenstichnähmaschine der durch das Patent No. 44432 geschützten Art, sofern
bei derselben eine regelmäfsige Stichbildung dadurch gesichert ist, dafs die innere Zinke
des gegabelten Schwanzes des Greifers sich bis zur Nase des letzteren oder noch jenseits
derselben erstreckt, der Greifer einen Steg E1 hat und der Mitnehmer auf seinem
Umfang einen Vorsprung G1 trägt, der in schräger Richtung zwischen die Nase und
das Ende der langen Zinke hineinragt.
2. Bei der Kettenstichnähmaschine, Anspruch 1., falls dieselbe mehr als 2000 Stiche pro
Minute machen soll, die Anordnung eines mit Kerbe versehenen Steges F3 an dem
den Greifer in seinem Lager erhaltenden Ring F1, zum Zweck, das Entschlüpfen der
Schlinge vor dem Eintritt der Nadel in dieselbe zu verhüten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48534C true DE48534C (de) |
Family
ID=323511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48534D Expired - Lifetime DE48534C (de) | Kettenstich - Nähmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48534C (de) |
-
0
- DE DENDAT48534D patent/DE48534C/de not_active Expired - Lifetime
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