DE48310C - Sicherheitsschlofs - Google Patents

Sicherheitsschlofs

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Publication number
DE48310C
DE48310C DENDAT48310D DE48310DA DE48310C DE 48310 C DE48310 C DE 48310C DE NDAT48310 D DENDAT48310 D DE NDAT48310D DE 48310D A DE48310D A DE 48310DA DE 48310 C DE48310 C DE 48310C
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DE
Germany
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lock
key
tooth
locking
disk
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48310D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. sedläk in Grofsdorf bei Braunau, Böhmen
Publication of DE48310C publication Critical patent/DE48310C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00Locks or fastenings with special structural characteristics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. V^N
KLASSE 68: Schlosserei.
SicherheitsschloPs.
Zweck des den Gegenstand dieser Erfindung bildenden Sicherheitsschlosses ist, jedem Unberufenen das Oeffhen des Schlosses mit den dazu gehörigen Schlüsseln oder mit Hülfe von Nachschlüsseln unmöglich zu machen. Dazu ist das Schlofs mit einer Vexirabtheilung versehen, welche mit einem besonderen Schlüssel richtig eingestellt sein mufs, bevor mit dem eigentlichen Schlüssel ein Zurückziehen des Riegels stattfinden kann. Wesentlich ist dabei, dafs durch einen Schliefsversuch vor der richtigen Einstellung der Vexirabtheilung diese derart versperrt wird, dafs ihre Auslösung nur mit Hülfe besonderer Instrumente und Manipulationen herbeigeführt werden kann.
Fig. ι zeigt den eigentlichen Schlofsmechariismus in geöffnetem Zustande,
1 Fig. 2 bei Beginn des Zusperrens;
. Fig. 3 ist ein Schnitt nach x-x, Fig. 2;
: Fig. 4 und 5 sind Innenansichten der Vexirabtheilung des Schlosses;
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie χλλ,
Kg· 5,
' Fig. 7 ein Verticalquerschnitt durch das vollständige Schlofs;
: Fig. 8 bis 17. zeigen Einzelheiten;
■ Fig. 18 und 19 stellen in Ansicht und Querschnitt (nach x2-x2, Fig. 18) die Vorrichtungen zum Auslösen der Sperre dar;
Fig. 20 und 21 sind Ansicht und Querschnitt (nach x3-x3, Fig.'20) einer Modification des Schlosses.
Das Schlofsgehäuse ist durch eine verticale Zwischenwand B, Fig. 7, in zwei Abtheilungen getheilt, von welcher die hintere, Fig. 1, ein gewöhnliches Riegelschlofs und die vordere, Fig. 5, das Vexirschlofs enthält. Für jedes dieser beiden Schlösser ist ein besonderer Schlüssel vorhanden, und beide stehen mit einem Arretirmechanismus derartig in Verbindung, dafs das Vexirschlofs in einem bestimmten Falle unbeweglich gemacht wird. Dieser Arretirmechanismus wird durch die Vexirscheibe C functionsbereit gemacht, und beim ersten Versuche von fremder Hand, das Schlofs zu öffnen, durch eine Zuhaltung des Riegelschlosses in Thätigkeil versetzt.
Beim normalen Oeffnen des Schlosses wird der Arretirmechanismus durch die Vexirscheibe aus dem functionsbereiten Zustande in den Ruhezustand gebracht.
Zum Sperren des Riegelschlosses, Fig. 1 und 2, dient der in Fig. 14 dargestellte Schlüssel, welcher mit seinem Bart α bei seiner Linksdrehung die Zuhaltungen α1 α2 hebt und auf bekannte Weise das Vorschieben des Riegels A veranlalst.
Der Riegelstift as reicht über die Zuhaltungen α1 α2 hinaus, durch einen Schlitz b, Fig. 4, in der Scheidewand B hindurch und in eine Diametralnuth c der Vexirscheibe C, Fig. 5, 8 und 9, hinein. Letztere ist mit einer ungeraden Zahl Zähne c1 versehen und innerhalb einer an der Scheidewand B befestigten Ringwand b1 drehbar. Der Rand der Vexirscheibe trägt eine Nase c2, welche, wenn die Diametralnuth c der Scheibe C in der Bewegungsrichtung des-Riegelstiftes a3 steht, auf eine Rolle d drückt. Dadurch wird die Platte d1, an welcher die Rolle d sitzt, so weit zurückgedrückt, dafs der auf der Platte d1 geführte Schieber d2 von dem umgebogenen Rande a* der hinteren Zu-
haltung α1, Fig. ι und 7, nicht erfafst werden kann.
Durch dieses Niederdrücken der Platte d1 mit dem Schieber df1 und der Rolle d wird die weiter unten beschriebene Sperre in solcher Lage gehalten, dafs sie nicht in Function treten kann. Um das Drehen der Vexirscheibe C nach dem Zusperren des Riegelschlosses zu ermöglichen, besitzt diese Scheibe eine Ring-. nuth c3, in welche der Riegelstift α3 nach dem Passiren der Diametralnuth c zu stehen kommt.
Das Oeffnen des Schlosses, Fig. 1, mit dem Schlüssel a, Fig. 14, wird nun dadurch verhindert, dafs man die Diametralnuth c der Scheibe C durch Drehen der Scheibe um einen beliebigen, von 3600 verschiedenen Winkel aus der Bewegungsrichtung des Riegelstiftes as bringt. Hierzu benutzt man den in Fig. 15 dargestellten Schlüssel, dessen Bart e in die Zahnlücken c4 der Scheibe eingreift und die Scheibe bei jeder Schlüsselumdrehung um einen Zahn c1 weiterschiebt. Hierbei tritt ein voller Wandtheil der Ringnuth c3 vor den Riegelstift as und verhindert dadurch das Zurückschieben des Riegels A mittelst des Schlüssels a, Fig. 14. Damit die Scheibe C nach jeder Drehung um einen Zahn stehen bleibe, greift von einer Zuhaltung F, Fig. 4, 5 und 10, ein Zahn/ beständig in eine Zahnlücke ein. Diese Zuhaltung wird durch den Schlüssel immer gehoben, bevor der Schlüsselbart e auf einen Zahn der Scheibe C drückt. Wird die Scheibe C nur um einen Zahn gedreht, so entfernt sich die Nase c2 von der Rolle d der Platte d1, und diese wird durch die Kraft einer Feder d3 oder durch eine besondere Anordnung, z. B. die in Fig. 16 und 17 gezeigte, gehoben. Das hat zur Folge, dafs der Arretirmechanismus functionsbereit gemacht wird, nämlich mit der Zuhaltung a1 in Verbindung kommt ('s. Fig. 2 und 13). In welcher Richtung die Scheibe C gedreht wird, ist gleichgültig, nur hat man sich genau zu merken, um wie viel Zähne bezw. Schlüsselumdrehungen man die Scheibe nach rechts oder links gedreht hat; denn genau um so viel Zähne mufs die Scheibe vor dem Aufsperren des Schlosses zurückgedreht werden, damit die Diametralnuth c wieder in die Bewegungsrichtung des Riegelstiftes α3 und die Nase c2 über die Rolle d gebracht werde, um das Verschieben des Riegels d^ durch die Zuhaltung al unmöglich zu machen.
Dafs die Diametralnuth c schon bei einer Drehung der Scheibe C um i8o° wieder in die Bahn des Riegelstiftes as kommen kann, .ist durch die ungerade Anzahl der Zähne vermieden. Ist die Scheibe C nicht in ihre richtige Stellung gebracht, so würde beim geringsten Versuch, das Schlofs mit dem Schlüssel a, Fig. 14, zu öffnen, unfehlbar der Sperrzahn der Sperre in eine Zahnlücke c4 der Vexirscheibe C einfallen, wodurch diese gesperrt und somit ihre Drehung zum Zwecke der entsprechenden Einstellung der Diametralnuth c unmöglich gemacht wird. Diese Sperre besteht aus einem von einer Platte G getragenen Zahn g, Fig. 5, 11 und 12, welcher vor der Scheibe C derartig beweglich angebracht ist, dafs er bereit, steht, unter der Wirkung der auf G drückenden Feder i (Fig. 3 und 6) in eine Zahnlücke c4 einzufallen. Die im Rahmen b2 der Scheidewand B geführte Platte G stützt sich jedoch mit dem Ansatz g1 des Plattenträgers g2 auf die Nabe ft, Fig. 1, 3 und 6, eines Daumens ft1, der seinerseits durch den Schieber i2 der Platte rf1 bewegt werden,kann. Der hülsenförmige Plattenlager g2 durchdringt die Scheidewand B in der Oeffnung &3, Fig. 4. Sobald bei unrichtiger Stellung der Scheibe C die Zuhaltung al durch den Schlüssel α gehoben wird, drückt sie mit ihrem umgebogenen Rande α* (s. Fig. 2) auf den in die Bahn der Zuhaltung a1 vorgedrückten Schieber d'2, und letzterer dreht den Daumen h1 um seine Achse h'2, auf welche auch der Plattenträger g'2 aufgeschoben ist. Hierdurch wird der in der Daumennabe angebrachte Ausschnitt /i3 mit dem Ansatz g1 des Plattenträgers g2 in eine correspondirende Lage gebracht, somit dem Ansatz g1 die Unterstützung entzogen, so dafs derselbe nun in den Ausschnitt hs eintritt.
Das Verschieben der Platte G hat zur Folge, dafs der Sperrzahn g in eine Zahnlücke c* der Scheibe C eintritt. Wenn der Sperrzahn g in die Vexirscheibe C einfällt, ist jede Bewegung der Scheibe C und des Riegels A unmöglich , und es kann das Schlofs auch mit den zugehörigen Schlüsseln nicht mehr geöffnet werden.
In diesem Falle mufs man sich, um das Schlofs wieder aufsperren zu können, der aus Fig. 18 und 19 ersichtlichen Auslösevorrichtung für die Sperre G g bedienen. 'Die Zeichnung zeigt zwei Formen dieser Vorrichtung. Bei der einen Form ist einfach in den Sperrzahn g ein mit Schraubengewinden versehenes Loch / gebohrt, von welchem ein enger Kanal Z1 nach der Vorderseite der das Schlofs tragenden Holzwand führt. In diesen Kanal I1, dessen Ausmündung unter normalen Verhältnissen von einer Befestigungsschraube des Schlüssellochschildes m überdeckt ist, kann man nach dem Ausschrauben der Schraube den am Ende mit Schraubengewinden versehenen Drahtschlüssel η einführen, um ihn in den Zahn g zu schrauben und den Zahn auszuheben, so dafs die Vexirscheibe C wieder in ihre Normalstellung gebracht werden kann. Bei der anderen Form ist die Platte G mit einem zweiarmigen Hebel 0 verbunden, dessen rahmenförmiger unterer Arm durch eine Feder o1 beständig nach vorn gedrückt wird. Vor dem rahmenförmigen Hebel-
arme geht wieder ein Kanal Z1 durch die das Schlofs tragende Holzwand in solcher Stellung ab, dafs seine Ausmündung durch eine Befestigungsschraube des Schlüssellochschildes m verdeckt wird. Nach Entfernung dieser Schraube kann man einen Draht ρ in den Kanal 11 einführen, um den rahmenförmigen Hebelarm niederzudrücken und dadurch den Sperrzahn g auszulösen. Wie leicht begreiflich, ersetzt die Feder o1 gleichzeitig auch die früher erwähnte, auf die Platte G drückende Feder i.
Statt die Platte d1 mit dem Schieber d2 durch Federkraft nach vorn drücken zu lassen, kann man die Vor- und Zurückbewegung derselben auch direct durch die Scheibe C hervorbringen, wozu die Scheibe C mit einer Excenternuth k, Fig. 16, versehen ist, in welche ein an der Führungshülse k'2 der Platte d1 angebrachter Stift k1, Fig. 16 und 17, eingreift.
In Fig. 20 und 21 ist statt des Schlüssels zum Sperren des eigentlichen Schlosses eine bleibend in das Schlofs eingesetzte Welle q dargestellt, an welcher der Schlüsselbart α sitzt, und der Schlüsselbart e zum Verstellen der Vexirscheibe C ist an einer die Welle q umschliefsenden Hohlwelle r angebracht. Zum Drehen der Welle q ist ein Knopf q1 vorhanden und zum Drehen der Hohlwelle r eine Kurbel r1, und beide Wellen können mittelst eines in Durchlochungen derselben eindringenden Schiebers s am Drehen gehindert werden. Der Schieber s selbst fixirt sich in Lage durch Einfallen
vorgeschobener
Feder sl hinter
einer
einen
,1
Absatz
an demselben
und diese Feder s1 mufs vor dem Zurückziehen des Schiebers s durch Niederdrücken eines Stiftes s2 ausgelöst werden, dessen Kopf in Form eines Schraubenkopfes hergestellt ist.
Da noch mehrere ähnliche Schraubenköpfe vorhanden sind, kann ein Uneingeweihter nicht leicht auf die Vermuthung kommen, dafs einer der Schraubenköpfe einen besonderen Zweck habe.

Claims (2)

Pa te nt-An sp rüche:
1. Ein Sicherheitsschlofs, dadurch gekennzeichnet, dafs aufser den Chubb-Zuhaltungen a1 noch die durch einen besonderen Schlüssel e einzustellende Vexirscheibe C angebracht ist, bei deren falscher Stellung nicht nur der Riegelstift aB gesperrt, sondern auch die Bewegung des Schlüssels a bezw. der Zuhaltung a1 dazu benutzt wird, mittelst des Schiebers d"2· die Stütze h des Sperrzahnes g so zu drehen, dafs dieser durch eine Feder in eine Lücke von C hineingedrängt wird, so dafs nunmehr eine Drehung von C und somit die Oeffhung des Schlosses unmöglich ist, bis der Zahn g mittelst des Drahtes I1 (eventuell unter Benutzung des Hebels 0) wieder ausgelöst ist, während die Sperrscheibe bei richtiger Stellung den Riegelstift c passiren läfst und mittelst des Daumens c2 den Schieber d2 aus dem Bereiche der Zuhaltung a1 bringt.
2. Bei einem Schlosse der unter 1. angegebenen Einrichtung der Ersatz der Schlüssel durch eine Welle q und eine dieselbe umschliefsende Hohlwelle r, von welchen erstere einen Knopf q1, letztere eine Kurbel r1 trägt, wobei beide Wellen durch einen in correspondirende Durchlochungen derselben eingeschobenen Schieber s fixirt werden können und der vorgeschobene Schieber sich selbst durch eine Federsperre fixirt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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