DE482006C - Sicherheitseinrichtung fuer Eisenbahnuebergaenge - Google Patents

Sicherheitseinrichtung fuer Eisenbahnuebergaenge

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DE482006C
DE482006C DET34158D DET0034158D DE482006C DE 482006 C DE482006 C DE 482006C DE T34158 D DET34158 D DE T34158D DE T0034158 D DET0034158 D DE T0034158D DE 482006 C DE482006 C DE 482006C
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Germany
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contact
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signaling
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L29/00Safety means for rail/road crossing traffic
    • B61L29/24Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
    • B61L29/28Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning electrically operated
    • B61L29/288Wiring diagram of the signal control circuits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Die Schranken an Eisenbahnübergängen haben bekanntlich schon vielfach zu Verkehrsunglücken beigetragen, da es bei Dunkelheit für den Führer eines schnell fahrenden Wagens ohne besondere Hilfsmittel oft nicht möglich ist, die Schranke rechtzeitig genug zu erkennen, um seinen Wagen zum Stehen zu bringen.
Es ist nun bereits bekannt, eine Signaleinrichtung vorzusehen, die direkt in Abhängigkeit von der Schrankenstellung gesteuert wird. Eine derartige Einrichtung reicht jedoch nicht in allen Fällen aus; es kann z. B. vorkommen, daß die Schranke infolge Versagens trotz des Herannahens eines Zuges in der Offenstellung bleibt; in diesem Falle würde auch die Signaleinrichtung die Durchfahrt freigeben, so daß ein Zusammenstoß erfolgen kann.
Ferner ist es bekannt, außer der in Abhängigkeit von der Schrankensteüung ansprechenden Signaleinrichtung noch eine zweite vorzusehen, die in Abhängigkeit von Schienenkontakten anspricht, die durch den Zug gesteuert werden. Bei einer derartigen Steuerung der zweiten Signaleinrichtung mittels Schienenkontakten muß jedoch erst der Zug in den zu sichernden Streckenabschnitt eingefahren sein, ehe die Signaleinrichtung ansprechen kann.
Weiterhin sind Einrichtungen bekannt, bei denen beim Blockieren der Strecke ein rotes Blockfeld in ein weißes verwandelt wird. Diese Einrichtungen dienen jedoch nicht zur Warnung der Passanten, sondern als Rückmeldung für die Blockstelle. Sie zeigen an, daß sich die Schranken, ordnungsgemäß verriegelt, in der Geschlossenstellung befinden; ihr Zweck ist also eine Überwachung der Schranken. <p
Gemäß der Erfindung wird nun eine weitgehende Sicherung der Übergänge dadurch erreicht, daß die zweite Signaleinrichtung, welcher außer der in Abhängigkeit von der Schrankenstellung ansprechenden Signalein- +5 richtung noch vorhanden ist, in der Offenstellung der Schranke durch von dem Blockwerk ausgesandte Stromstöße derart gesteuert wird, daß sie durch die Blockungsstromstöße eingeschaltet und durch die Entblokkungsstromstöße wieder ausgeschaltet wird.
Bei einer solchen Steuerung durch die Blockströme erfolgt die Einsc'haltung der zweiten Signaleinrichtung bereits, ehe der Zug auf die zu sichernde Strecke gelangt. Außerdem ist die Steuerung der zweiten Signaleinrichtung durch die Blockströme billiger als durch Schienenkontakte, da die Blockleitungen bereits vorhanden sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist das* Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
ι ist die Schranke, die in der Geschlossenstellung gezeichnet ist. In der Nähe des Drehpunktes der Seihranke sind die Reihe Kontaktbeläge 2, 3 und 4 angeordnet. Die zusammengehörigen Beläge sind miteinander elektrisch verbunden und auf aus Isolier-
material bestellenden Platten 5, 6 und 7 befestigt. Auf den Kontaktbelägen schleifen Kontaktfedern 9 bis 14, die auf einem Träger 8 isoliert angeordnet sind. Die Kontaktvorrichtung 34 dient zum Steuern der Signallampengruppen 15, 16 und 17. Die Lampengruppe 15 ist rot, die Gruppe 16 gelb und die Gruppe 17 grün. Die Lampen sind an einem Träger 18 befestigt. Dieser wird an sieht barer Stelle über der Straße in einer solchen Entfernung von der Schranke aufgehängt, wie sie etwa dem Bremsweg eines Automobils entspricht. Die Lampen werden von einer Stromquelle 19 aus über die Sicherungen 20, eine Kontrollampe 21 und die Kontaktvorrichtung 34 gespeist. Zu der Schaltung gehört ferner noch ein Kontaktrelais 33. Dieses besteht aus zwei Elektromagneten 27 und 28, die über einen Schalter 30 an die als Blockleitungen dienenden Wechselstromleitungen 31 angeschlossen sind. Die Elektromagnete 27 und 28 steuern einen um den Punkt 32 drehbaren Anker 22, dessen Hubbewegung durch die Anschläge 29 begrenzt ist. Auf dem Anker 22 ist isoliert ein Kontaktanschlag 35 befestigt, der mit zwei Gegenkontakten 25, 26 zusammenarbeitet, von denen der Kontakt 25 im Stromkreis des Elektromagneten 27 und der Kontakt 26 im Stromkreis des Elektromagneten 28 liegt. Außerdem steuert der Anker 22 noch einen Kontakt 24, der in die Speisestromkreise der Lampengruppe 16 eingeschaltet ist. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Ruhestellung des Ankers 22 der gezeichneten Stellung entspricht.
Die Wirkungsweise der Schaltanordnung ist folgende: Es sei zunächst angenommen, daß sich sämtliche Organe in der gezeichneten Stellung befinden, d. h. die Schranke j ist geschlossen. Infolgedessen sind die Kontaktfedem 9 und 12 auf die ihnen zugeordneten Kontaktbeläge 4 aufgelaufen, so daß der Stromkreis der roten Lampengruppe 15 geschlossen ist. Der Stromkreis verläuft von der Stromquelle 19 aus über die Sicherung 20, die Kontrollampe 21, die Lampengruppe 15, Kontaktfeder 9, Kontaktbeläge 4, Kontaktfeder 12 und die Sicherung 20 zurück zu der Stromquelle 19. Die roten Lampen brennen also.
Sobald nun die Schranke nach dem Passieren des Zuges geöffnet wird, verlassen (nachdem ein vorbestimmter Teil des Schrankenweges zurückgelegt ist) die Kontaktfedern 9 und 12 die Kontaktbeläge 4, so daß die roten Lampen 15 erlöschen; gleichzeitig oder kurz vorher laufen die Kontaktfedern und 13 auf die Kontaktbeläge 2 und die Kontaktfedern 11 und 14 auf die Kontaktbeläge 3 auf. Das Auflaufen der im Stromkreis der gelben Lampen 16 liegenden Kontaktfedern bleibt zunächst wirkungslos, da der Stromkreis der Lampen 16 noch an den Kontakten 24 unterbrochen ist. Dagegen wird der Stromkreis der grünen Lampen 17 geschlossen, welcher von der Stromquelle 19 aus über die Sicherung 20, die Kontrollampe 21, die grünen Lampen 17, Kontaktfeder 10, die Kontaktbeläge 2, die Kontaktfeder 13 und die Sicherung 20 zurück zur Stromquelle 19 verläuft.
Sobald dann die Schranke 1 wieder geschlossen wird, erlischt nach einer gewissen Schrankenbewegung die grüne Lampe, und die rote Lampe leuchtet wieder auf, so daß der Fahrzeugführer jederzeit bereits aus größerer Entfernung die Stellung der Schranken erkennen kann.
Die Kontrollampe 2,1 wird zweckmäßig an dem Bahnwärterhause oder an einer sonstigen geeigneten Stelle angeordnet, so daß der Bahnwärter jederzeit erkennen kann, ob die Speisestromkreise der Lampen in Ordnung sind. 8S
Es kann nun unter Umständen vorkommen, daß· die Schränke aus irgendeinem Grunde versagt und trotz des Herannahens eines Zuges in der Offenstellung bleibt. Um auch, in diesem Falle den Fahrzeugführer rechtzeitig zu warnen, sind die gelben Lampen 16 und das Kontaktreläis 33 vorgesehen, welches folgendermaßen wirkt:
Bekanntlich wird jede Eisenbahnstrecke vor dem Durchfahren eines Zuges geblockt. Zu diesem Zwecke werden mehrere kurze Wechselstromstöße über die Blockungsleitungen 31 geschickt. Durch den ersten Stromstoß wird der Elektromagnet 27 erregt, dessen Stromkreis von den Leitungen 31 aus über den ioo Schalter 30, den Kontaktpunkt 23, die Kontakte 35 und 25 und die Magnetspule zurück zu den Leitungen 31 verläuft. Der Magnet 27 zieiht infolgedessen den Anker 22 an, so daß die Kontakte 35 und 25 geöffnet und die Kontakte 24 und 26 geschlossen werden. Durch Schließen des Kontaktes 24 werden die Lampen 16 eingeschaltet, deren Stromkreis von der Stromquelle 19 aus über die Sicherung 20, die Kontrollampe 21, die Lampen ιό, den Anschlußpunkt 32, den Anker 22, den Kontakt 24, die Kontaktfeder 11„ die Kontaktbeläge 3, die Kontaktfeder 14 und die Sicherung 20 zurück zur Stromquelle 19 verläuft. In diesem Falle brennen also bei .115 offener Schranke außer den grünen Lampen noch die gelben Lampen.
Ferner wird durch Öffnen des Kontaktes der Stromkreis des Magneten 27 -unterbrochen und durch Schließen des Kontaktes der Stromkreis des Elektromagneten 28 geschlossen.
Wenn nun nacJi dem Vorbeifahren des
Zuges der Entblockungsstromstoß einsetzt, zie'ht der Elektromagnet 28 den Anker 22 an, so daß dieser in die gezeichnete Stellung zurückkehrt. Der Stromkreis der gelben Lampen ist also wieder an dem Kontakt 24 unterbrochen, und es brennen nur noch die grünen Lampen.
An Stelle der gezeichneten Kontaktvorrichtung können auchQuecksilberkippkontakte votr-· gesehen werden, von denen der Strom mittels Spiralfedern von der Achse der Schranke her abgeleitet wird, so daß sich die Anordnung von Schleifkontakten erübrigt.
Ferner kann man auch an Stelle der besonderen gelben Lampengruppe die rote Lampe direkt umschaltbar anordnen, so daß sie selbsttätig durch die über die Blockleitung geschickten Stromstöße an Stelle der grünen Lampe eingeschaltet wird, sobald die Schranke aus irgendeinem Grunde trotz Heranna'hen des Zuges in der Offenstellung verbleibt. Bei einer derartigen Anordnung müssen für die rote Lampe zwei voneinander unabhängige Stromkreise vorgesehen werden, von denen der eine von den Blockleitungskontakten aus und der andere von den Schrankenkontakten aus gesteuert wird.
Der Schalter 30 ist so auszubilden, daß das Kontaktrelais 33 gänzlich von den Bloekleitungen 31 getrennt werden kann. Zweckmäßig wird der Schalter in einem verschließbaren Gehäuse untergebracht und so mit dem Schloß des Relaisschutzkastens verbunden, daß man den Kasten nicht öffnen kann, ohne die Blockleitung abzuschalten.
Bei Eisenbahnübergängen, bei' denen kein besonderer Wärter vorhanden ist, kann man in die Steuerstromkreise der Signallampen ein Zeitwerk einschalten, welches die die Lampen steuernde Kontaktvorrichtung nur während einer vorbestimmten Zeit in Tätigkeit treten läßt.
Schließlich sei noch erwähnt, daß man an Stelle der Kontrollampe 21 auch eine andere Überwachungseinrichtung, z. B. eine akustische, vorsehen kann.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Sicherheitseinrichtung für Eisenbahnübergänge, bei denen außer einer in der Nähe der Schranke angeordneten, in Abhängigkeit von der Schrankenstellung ansprechenden Signaleinrichtung (Signallampe) noch eine zweite Signaleinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Signaleinrichtung (Signallampe 16) in der Offenstellung der Schranke durch vom Blockwerk ausgesandte Stromstöße derart gesteuert wird, daß sie durch die Blockungsstromstöße eingeschaltet und durch die Entblockungsstromstöße wieder ausgeschaltet wird.
  2. 2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die zweite Signaleinrichtung (16) steuernde Kontaktrelais (33) aus zwei Elektromagneten (27, 28) bestellt, deren gemeinsamer Anker (22) beim Einsetzen des ersten Blockstromstoßes in diejenige Endstellung gezogen wird, in der er die im Stromkreis der zweiten Signaleinrichtung (16) liegenden Kontakte (24) und den Stromkreis des einen Elektromagneten (28) schließt und beim Einsetzen eines weiteren Blockstromstoßes wieder in die Anfangsstellung zurückkehrt, in der er den Stromkreis des anderen Elektromagneten (27) schließt.
  3. 3. Sicherheitseinrichtung nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kontaktvorrichtung (34), welche die in Abhängigkeit von der Schrankenstellung ansprechende Signaleinrichtung (15, 17) steuert, außer den die Signaleinrichtung steuernden Kontaktbelägen (2,4) noch weitere Beläge (3) und mit diesen zusammenarbeitende Gegenkontakte (11, 14) vorgesehen sind, die sich bei offener Schranke berühren, so daß nach dem Einsetzen des ersten Blockstromstoßes der Stromkreis der Signaleinrichtung (16) bei offener Schranke geschlossen ist.
  4. 4. Sicherheitseinrichtung nach den An-Sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Speisestromkreise der in Abhängigkeit von der Schrankenstellung ansprechenden Signaleinrichtung (15, 17) eine besondere Kontrollvorrichtung (Lampe 21) eingeschaltet ist, die an einer dem Streckenwärter sichtbaren Stelle angeordnet ist und anspricht, sobald die Signaleinrichtung ordnungsgemäß arbeitet.
  5. 5. Sicherheitseinrichtung nach den An-Sprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitwerk vorgesehen ist, welches ein Ansprechen der beiden Signaleinrichtungen nur während einer bestimmten einstellbaren Zeit freigibt. no
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DET34158D 1927-11-01 1927-11-01 Sicherheitseinrichtung fuer Eisenbahnuebergaenge Expired DE482006C (de)

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