DE480211C - Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an Mehrfarbentiefdruckmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an MehrfarbentiefdruckmaschinenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F13/00—Common details of rotary presses or machines
- B41F13/08—Cylinders
- B41F13/24—Cylinder-tripping devices; Cylinder-impression adjustments
- B41F13/34—Cylinder lifting or adjusting devices
- B41F13/36—Cams, eccentrics, wedges, or the like
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Description
- Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an 1VIehrfarbentiefdruckmaschinen Bei den bisher bekannten mehrfarbigen Tiefdruckmaschinen werden die Musterwalzen mittelsEinstellspindeln einzeln vonHandgegen den Gegendruckzylinder eingestellt.- Sie stehen samt den Spindeln unter Belastung durch Gewichtshebel. Die Pressung, welche die Musterwalzen gegen die um den Gegendruckzylinder herumlaufende Papier- oder Stoffbahn ausüben, ist um so mehr von Einfluß auf den Farbton der Musterung, je feiner die Gravur der Muster ist. Am deutlichsten zeigt sich die Wirkung des Anpressungsdruckes auf den Farbton, wenn die Gravuren der Musterwalzen auf photochemischem Wege hergestellt sind oder wenn die Übergänge von dunkel zu hell mittels feiner Rasterpunkte erzielt werden müssen. Es verlangt schon die ganze Aufmerksamkeit des Druckers beim Einstellen des Musters nach der Vorlage, den Anpressungsdruck jeder einzelnen Musterwalze richtig einzustellen.
- Kommen nun beim Druckprozeß Störungen vor, z. B. durch Zerreißen einer zu bedruckenden Papierbahn, dann müssen alle Musterwalzen bisher einzeln von Hand wieder vom Gegendruckzylinder abgestellt werden, um die Papier- o. dgl. Bahn neu in die Maschine einzuziehen, anzukleben o. dgl. Meist wickelt sich die abgerissene Ware auch noch um die der Reißstelle zunächstgel;egene Musterwalze herum, und es gibt dann viel Arbeit und Zeitverlust, bis die Maschine wieder druckfähig ist. Nun muß der Drucker erneut den richtigen Farbton des Musters durch Einregulieren des Anpressungsdruckes der Musterwalzen suchen, und weil er dabei lediglich auf die von Hand zu betätigenden Einstellspindeln angewiesen ist, so geht dabei wiederum Zeit und Ware verloren.
- Man hat bereits versucht, durch Anheben des Gegendruckzylinders (Presseurs) oder durch ähnliche Mittel diese Arbeit zu erleichtern, aber ohne Erfolg; denn dann wirken die Belastungshebel vortreibend auf die Einstellspindeln und Musterwalzen, sobald der Gegendruckzylinder angehoben wird, und dieser müßte die Musterwalzen zurückdrücken, wenn er gesenkt wird. Dabei ist aber' die Gefahr des Wiederabreißens der Ware sehr groß, auch wird damit der frühere Anpressungsdruck nicht wieder erreicht.
- Es sind ferner Rotationsdruckmaschinen, bekannt, bei denen die Musterwalzen oder Bildzylinder mit exzentrischen Lagerungen versehen wurden, die untereinander durch Hebel und Gestänge derart verbunden waren, daß sämtliche die Musterteile tragenden Zylinder von einer oder mehreren Stellen der Maschine aus abgehoben werden konnten. Bei diesen Rotationsmaschinen stehen aber die Musterwalzen nicht unter dem hohen, elastischen Druck von Gewichtshebeln, weil es sich dabei nicht um Tiefdruck, wie bei der vorliegenden Erfindung, sondern um Rotationsgummidruck, Flachdruck oder Reliefdruck handelt. Diese letzteren Druckarten bedingen keine erhebliche Pressung zwischen Musterwalze und Gegendruckzylinder, diese würde sogar schädlich sein. Man kann also hierbei das Abheben der Musterwalzen durch exzentrische Verdrehung ihrer Lagerungen bewirken.. Beim Tiefdruck ist dies nicht möglich. Hier kommt die Bildwirkung erst dadurch zustande, daß die zu bedruckende Ware mit sehr großer Pressung gegen die Musterwalzen gedrückt wird, damit sie auch die feinsten Einzelheiten der Tiefgravur aufnehmen kann, und es ist dabei unmöglich, das Abheben der Musterwalzen von Ware und Gegendruckzylinder mittels exzentrischer Verdrehung der Lagerungen oder durch ähnliche Mittel zu bewirken. Wie aber schon ausgeführt, ist durch die fortgeschrittene Technik in der Walzentiefgravur die Notwendigkeit entstanden, an den Mehrfarbentiefdruckmaschinen die gleichzeitige Abhebung aller Musterwalzen so zu bewirken, daß der für die Bildwirkung richtige Anpressungsdruck dabei nicht verändert wird und daß diese Abhebung aller Musterwalzen trotz der Einwirkung der Hebelbelastungen möglich ist. Dies geschieht nach der Erfindung dadurch, daß das Abheben der Musterwalzen erst nach Entlastung des Gestänges erfolgt, durch welches beim normalen Druckvorgang die Belastungshebel die beim Tiefdruck notwendige hohe Pressung auf die Musterwalzen ausüben. Es ist dies besonders wichtig, um beim Abheben der Musterwalzen mit geringen Kräften auskommen zu können. Der Vorgang ist folgender: Treten beim normalen Druckvorgang Störungen, durch Abreißen des Papiers o. dgl. bzw. sonstige Arbeitsunterbrechungen ein, so werden durch eine von Hand oder Kraft betriebene Vorrichtung zuerst die bekannten Belastungshebel der Musterwalzen angehoben. Dadurch wird das Belastungsgestänge .entlastet. Danach bewirkt die gleiche Vorrichtung in ihrer weiteren Bewegung, daß sämtliche Musterwalzen so. weit abgehoben werden, daß sie den 'Gegendruckzylinder nicht mehr berühren, ohne daß aber beim Abheben die Stellung der Einstellspindeln der Musterwalzen die geringste Veränderung erfährt. Beim Wiederingangsetzen der Druckmaschine werden durch die gleiche zentraf wirkende Vorrichtung erst die Belastungshebel freigegeben und die Musterwalzen danach in .ihre richtige Lage zurückgebracht. Weil nun bei diesen Bewegungen die Einstellspindeln keinerlei Veränderung erfahren, so ist auch der frühere Anpressungsdruck der Musterwalzen unverändert geblieben, und das Muster druckt wieder in der richtigen Tönung. Der Gegenstand der Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung in den Abb. i und 2 dargestellt. Abb. i zeigt die Ansicht einer vierfarbigen Walzendruckmaschine. Abh.2 zeigt eine Gestenwand dieser Maschine im Schnitt. i ist der Gegendruckzylinder (Presseur), der, wie bekannt, ohne eigenen Antrieb ist und nur durch den Druck der angetriebenen Musterwalzen 2, 3, 4, 5 in Umdrehung versetzt wird. Die zu bedruckende Ware läuft zwischen dem Zylinder i und den Musterwalzen 2 bis 5 um ersteren herum. Die Musterwalzen 2, 3 usw. werden in bekannter Weise durch die Spindeln 6 gegen den Gegendruckzpl.inder i eingestellt und durch die Hebel 7, 8, 9, 10, 11 mit Gewichten; 12 belastet. Müssen nun bei eintretenden Arbeitsunterbrechungen die Musterwalzen vom Gegendruckzylinder abgehoben werden, so geschieht dies im Ausführungsbeispiel durch Drehen einer Handkurbel 18, welche durch Zahnräder 17, 16, 15, 14 eine Welle 13 antreibt. Diese kann gleichzeitig die Drehpunkte der Belastungshebel i i aufnehmen. Auf der Welle 13 sitzt fest aufgekeilt das Kettenrad i9 mit dem Mitnehmer 2o, .ferner sitzt lose auf der Welle 13 und nur -gegen seitliche Verschiebung gesichert das Kettenrad 21 mit dem Mitnehmer 22. Vom Kettenradig treibt eine Kette 23 das Vorgelege 24welches für- jeden Belastungshebel i i der Druckmaschine .ein fest aufgekeiltes Exzenter 25 trägt. Bewegt sich nun durch Drehen der Kurbel 18 die Kette 23 in der Pfeilrichtung, so treten die Exzenter 25 unter die Hebel i i und heben diese und die Belastungsgewichte i2 an. Damit ist für sämt liehe Musterwalzen die Pressung aufgehoben. Um nun die Musterwalzen 2 bis 5 weiter vom Zylinder i zu entfernen, sind im Ausführungsbeispiel die Drehpunkte 26 der Winkelhebel9 exzentrisch. auf den in der Gestellwand gelagerten Bolzen 27 angeordnet. Diese Bolzen 27 tragen an der inneren Seite der Gestenwand Kettenräder 28, die auf konzentrischen Zapfen der Bblzen 27 fest aufgekeilt sind. Diese in den Lagern 29 drehbaren Bolzen 27 sind mittels der Kettenräder 28 durch eine gemeinsame Kette 30 verbunden, die auch über das lose auf der Welle 13 sitzende Kettenrad 2,1 läuft und somit die Verbindung aller Belastungshebel für sämtliche Musterwalzen 2 bis 5 darstellt.
- Es ist bereits erwähnt, daß durch Drehen der Handkurbel 18 zunächst die Entlastung aller Gewichtshebel zugleich erfolgt. Beim weiteren Drehen der Handkurbel 18 " drückt der Mitnehmer 2o des Kettenrades i9 gegen den Mitnehmer 22 des Kettenrades 21 und setzt dieses und gleichzeitig die Kette 30 in Bewegung, wobei die Kette 30, in der Pfeilrichtung laufend, die Drehpunkte 26 sämtlicher Hebel 9 nach außen verschiebt. Hierdurch werden gleichzeitig die Musterwalzen 2 bis 5 gemeinsam mit ihren Farbwerken 31 vom Gegendruckzyl.inder entfernt, da diese. durch die Druckspindeln 6 und die Hebel 7 und 8 mit den Winkelhe@beln.9 starr verbunden sind und: sich mitbewegen müssen, wenn die Hebel 9 im ganzen nach außen verschoben werden. Bei diesen Bewegungen bleiben die Spindeln 6 in ihrer Einstellung zu den Musterwalzen und damit auch der früher richtig eingestellte Anpressungsdruck unverändert. Soll nun die Maschine wieder in Gang gesetzt werden, so wird nur die Kurbel 18 im umgekehrten Sinne gedreht. Die Exzenter 25 geben dann zuerst die Hebel i i wieder frei, wonach beim Weiterdrehen auch das Kettenrad 2,1 in Bewegung kommt und durch die Kette 3o die Bolzen 27 drehst und- damit die Winkelhebel 9 in ihre ursprüngliche Lage zurückbringt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum gleichzeitigenAbheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an Mehrfarbentiefdruckmasch.inen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Hand- oder Kraftantrieb zunächst die Belastungshebel (i i) für sich angehoben werden und dadurch das Belastungsgestänge (8, 9, io) entlastet wird und beim Weiterdrehen der Abhebevorrichtung Mitneh:mer (2o, 22) in Eingriff kommen, die die exzentrisch gelagerten Drehzapfen (26) von Winkelhebeln (9) des Belastungsgestänges über einen Kettentrieb so verstellen, daß die Musterwalzen vom Gegendruckzylinder abgehoben werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF62086D DE480211C (de) | 1926-09-15 | 1926-09-15 | Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an Mehrfarbentiefdruckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF62086D DE480211C (de) | 1926-09-15 | 1926-09-15 | Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an Mehrfarbentiefdruckmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE480211C true DE480211C (de) | 1929-07-30 |
Family
ID=7109439
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF62086D Expired DE480211C (de) | 1926-09-15 | 1926-09-15 | Vorrichtung zum gleichzeitigen Abheben der durch Gewichtshebel belasteten Musterwalzen an Mehrfarbentiefdruckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE480211C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879535C (de) * | 1950-07-07 | 1953-06-15 | Philibert Deck | Vorrichtung zum Anpressen der gravierten Formzylinder an den Gegendruckzylinder in Druckmaschinen fuer Gewebe u. dgl. |
| DE1089356B (de) * | 1957-08-05 | 1960-09-22 | James Reid Johnson | Walzendruckmaschine |
| DE1129446B (de) * | 1957-05-14 | 1962-05-17 | Oskar Posch Dr Ing | Vorrichtung zum Bedrucken laufender Stoffbahnen |
-
1926
- 1926-09-15 DE DEF62086D patent/DE480211C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879535C (de) * | 1950-07-07 | 1953-06-15 | Philibert Deck | Vorrichtung zum Anpressen der gravierten Formzylinder an den Gegendruckzylinder in Druckmaschinen fuer Gewebe u. dgl. |
| DE1129446B (de) * | 1957-05-14 | 1962-05-17 | Oskar Posch Dr Ing | Vorrichtung zum Bedrucken laufender Stoffbahnen |
| DE1089356B (de) * | 1957-08-05 | 1960-09-22 | James Reid Johnson | Walzendruckmaschine |
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