DE47889C - Verfahren und Maschine zum Wasserdichtmachen von Geweben. • - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Wasserdichtmachen von Geweben. •Info
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Classifications
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- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
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- D06B3/10—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
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- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 2. October 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
ein neues Verfal ren und eine zur Ausführung desselben diene tde Maschine, um Gewebe
wasserdicht oder wasserabstofsend zu machen.
Nach diesem Verfahren werden die Appreturmittel, welche das Gewebe wasserabstofsend
machen sollen, m festem und nicht in aufgelöstem Zustande angewendet, und es können
deshalb alle wasserabstofsenden Materialien, welche in festor geeigneter Form hergestellt
werden können, Anwendung finden, wie z. B. Stearin, Wallrath, Erdwachs, Paraffin, Wachs,
Japanwachs und ähnliche Substanzen; dieselben müssen jedoch in einer Temperatur schmelzen,
welche dem Gewebe keinen Schaden thut, und sie können entweder einzeln oder in Verbindung
mit einander angewendet werden. Nachdem das Material in festem, d. h. unaufgelöstem
Zustande aufgetragen ist, wird das Gewebe einer genügenden Hitze ausgesetzt, um das
Material zu schmelzen.
In der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch die Maschine, in welcher
das wasserabstofsende Material in Form einer Platte angewendet wird. Diese Maschine wird
vorzugsweise in Verbindung mit einer gewöhnlichen Cylindertrockenmaschine angewendet, in
welcher das Gewebe nach dem Auftragen des wasserabstofsenden Materials erhitzt wird.
Fig. 2 ist ein Grundrifs der Maschine, in welchem ein Theil der Platte und der dieselbe
haltenden Vorrichtung weggebrochen ist, um die darunter befindlichen Theile zu zeigen.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt einer Einrichtung zur Anwendung des Materials in cylindrischer
Form.
Fig. 4 und 5 sind Modifikationen der vorbenannten Einrichtungen, und Fig. 6 und 7
zeigen eine Platte des wasserabstofsenden Materials im Grundrifs und in Vorderansicht.
In Fig. ι und 2 ist A die das Gewebe B
tragende Rolle, welche in Lagern C der Seitenrahmen D montirt ist.. Auf der anderen Seite
ist ein hohler, mit Wasser gefüllter, vorzugsweise ohne Welle hergestellter Gummicylinder E
auf der Rolle F und zwischen den Rollen G H montirt. In dem Halter K befindet sich eine
Platte wasserdichten Materials /, deren unterer Rand auf dem Cylinder E ruht. Der Halter K
ist auf beiden Seiten mit in Führungen des Rahmens D sich bewegenden Vorsprüngen L
versehen und das Gewicht- des Halters drückt die Platte J gegen den Cylinder E. Dieser
Druck kann erhöht werden, indem Gewichte auf die oben auf dem Halter K angebrachte
Platte N gelegt werden.
Das Gewebe wird in der in den Zeichnungen angegebenen Weise (gebrochene Linie B) durch
den-Apparat geführt und an einem durch die Cylindertrockenmaschine gehenden Tuch befestigt.
Durch diese Cylindertrockenmaschine O wird das Gewebe B von der Rolle A über
und unter die verstellbaren Spannrollen P unter der Rolle F zwischen den Rollen F und E
und um letztere herum unter der Platte J hinweg über die Rolle Q um die Cylinder R der
Trockenmaschine gezogen.
Durch die Reibung des Gewebes an der Platte J wird die letztere abgenutzt und das
wasserabstofsende Material auf dem , Gewebe abgesetzt. Während der Passage durch die
Trockenmaschine wird das Gewebe durch die
Cylinder R dermafsen erhitzt, dafs das wasserabstofsende Material schmilzt und das Gewebe
bedeckt oder durchdringt.
Die Menge des auf dem Gewebe abzusetzenden Materials kann durch den Druck der
Platte J durch Vergröfsern oder Vermindern des Gewichtes regulirt werden.
Schrauben T gehen durch den Obertheil des Halters K hindurch, um die Platte J weiter
hinausstofsen zu können, wenn dieselbe abgenutzt ist.
Da der Cylinder E hohl und mit Wasser gefüllt ist, ist derselbe aufserordentlich elastisch
,und infolge dessen wohl geeignet, das Gewebe gleichmäfsig gegen die vielleicht unregelmäfsig
abgenutzte Platte J zu drücken. Derselbe ist auch lehr geeignet, Falten glatt zu legen und
das Gewebe . gerade zu führen.
Die Platte J wird etwas länger wie die Breite des Gewebes gemacht, um kleine seitliche
Abweichungen des letzteren zu erlauben, und da die Enden der Platte nicht derselben
Reibung ausgesetzt sind wie die Theile derselben, welche fortwährend mit dem Gewebe
in Berührung sind, werden die Enden S vorzugsweise abgeschrägt, so dafs dieselben sich
leichter abnutzen.
Die Stangen P sind in den Coulissen U verstellbar, zum Zwecke, die Spannung des Gewebes
reguliren zu können.
In der in Fig. 4 angegebenen Abänderung ist der Cylinder E. weggelassen und die Platte J
ruht auf einem geeigneten Punkte zwischen den Cylindern F und Q auf dem Gewebe. In
diesem Falle wird die Menge des abzusetzenden Materials durch das Gewicht der Platte J und
die Spannung des Gewebes bedingt.
In Fig. 3 ist ein aus wasserabstofsendem Material hergestellter Cylinder α anstatt der Platte J
angewendet. Dieser Cylinder ist um einen gerippten oder anderweitig geformten Kern b so
herumgegossen, dafs derselbe sich .mit letzterem dreht.
Der Cylinder wird durch das auf dem Kern b montirte Zahnrad c gedreht, welch letzteres
durch .das Doppelrad g h mit dem auf der Triebwelle montirten Zahnrade d verbunden
ist. Die Räder g h sind auswechselbar, so dafs durch die Gröfse dieser Räder die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Cylinders a regulirt werden kann. Der Cylinder i ist vermittelst der Schrauben
m stellbar, welch letztere mit den in Coulissen j des Gestelles D geführten Achslagern k
verbunden sind.
Auch in diesem Falle ist eine Cylindertrockenmaschine angewendet, um das Gewebe B
durch den Apparat zu ziehen. Das Gewebe läuft also von der Rolle A über und unter
den Stangen P über den Cylinder α unter der Rolle i und über die Rolle Q nach der
Trockenmaschine. Die Spannung des Gewebes und die Umdrehungsgeschwindigkeit des Cylinders
α im Verhältnifs zur Bewegung des Gewebes bedingen die Reibung des letzteren gegen
das wasserabstofsende Material und somit die Menge des abzusetzenden Materials.
Der Cylinder α ist vorzugsweise länger als die Breite des Gewebes, und um die Enden
gleichmäfsig mit den übrigen Theilen des Cylinders abzunutzen, wird eine Schabeklinge angebracht,
welche gegen den Cylinder anliegt und alle hervorstehenden Theile abschabt. Diese Klinge u ist an der Stange r befestigt,
welch letztere vermittelst der Schrauben t in den an dem Gestell angebrachten Führungen χ
verstellbar ist.
Die in Fig. 5 dargestellte Abänderung ist ähnlich der eben beschriebenen, nur dafs hier
noch der hohle, mit Wasser gefüllte Cylinder E zwischen den seitlichen Rollen G H auf dem
Cylinder α ruht und durch sein Gewicht die Reibung erhöht.
Es ist selbstverständlich, dafs die hier beschriebene Maschine auch ohne die Trockenmaschine
angewendet werden kann, indem das Gewebe auf andere Weise durch die Maschine gezogen und erhitzt werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Verfahren, Gewebe wasserdicht zu machen, darin bestehend, dafs' das zur Verwendung gelangende Appreturmittel in fester Form dadurch auf das Gewebe aufgetragen wird, dafs es an einem aus dem Appreturmittel gebildeten Körper (Platte, Cylinder u. s. w.) vorbeigeführt und hierauf einer Temperatur ausgesetzt wird, welche höher ist als der Schmelzpunkt des Appreturmittels.
- 2. Zur Ausführung des unter 1. angegebenen Verfahrens eine Maschine, bei welcher ein hohler, elastischer Cylinder (E, Fig. 1, 2 und 5) das Anpressen des Gewebes an das Appreturmittel bewirkt und gleichzeitig zum Glatthalten des Gewebes dient.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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