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Krampe Bislang wurde das Umzäunen von Viehweiden u. dgl. mit Zaundraht
in der Weise vorgenommen, daß man die Umgrenzung der Weide mit in Abstand voneinander
stehenden Pfählen.besetzte, das Ende des Zaundrahtes an einem der Pfähle als Ausgangspunkt
festlegte, darauf den Draht wie eine Waschleine von Pfahl zu Pfahl zog und ihn in
gespannter Läge mittels, gewöhnlicher U-förmiger Krampen an die einzelnen Pfähle
annagelte, bis die ganze Weide umspannt war. Solche Drahtumspannungen werden in
mehreren Lagen übereinander an den Pfählen vorgesehen. Das Abbauen einer solchen
Drahtumzäunung, welches wünschenswert bzw. erforderlich wird, wenn der Weideplatz
mit einem anderen gewechselt werden soll, ist umständlich, zeitraubend und kostspielig,
da, um die ausgespannten Drähte abnehmen und aufwickeln zu können, die sämtlichen
Krampen einzeln aus den Pfählen herausgezogen werden müssen. Bei dem Herausziehen
der Krampen kommen auch häufig Beschädigungen der Pfähle, Drähte und Krampen, wie
auch Bruch und Verlust der letzteren vor. Solche zu Boden gefallenen Krampen oder
Bruchstücke derselben können, wie die Erfahrung gezeigt hat, besonders von den Kühen
mitverschluckt werden und das Leben der Tiere gefährden.
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Die geschilderten Übelstände werden durch die vorliegende Erfindung
beseitigt, indem an Stelle der bekannten. starren U-förmigen Krampe zum Halten der
Zaundrähte eine Krampe Verwendung finden soll, die sich aus einem wagerecht am Zaunpfahl
zu befestigenden Stiel oder Nagel mit einem starr davon nach unten hin abzweigenden
Arm und einem schwingbar an den Nagel angehängten bügelförmigen Arm zusammensetzt,
dessen freies Ende zwecks Bildung einer geschlossenen Krampenöse an den starren
Arm herangeschwungen und zwecks öffnens derselben von diesem wieder hinweggeschwungen
werden kann, wobei die Sicherung des schwingbaren Armes in der Schließlage durch
Spannen des lose in die geöffnete Krampenöse eingelegten Zaundrahts erfolgt.
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Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der starre Arm
durch einen ebenfalls schwingbar am Nagel angehängten, aber dem anderen schwingbaren
Bügelarm entgegengesetzt -gerichteten bügelförmigen Arm ersetzt, die sich beide
in der Schließlage in an sich bekannter Weise zu einer Krampenöse ergänzen.
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Die der Erfindung gemäß eingerichteten Krampen lassen sich nach dem
Einschlagen in den Pfahl öffnen imd schließen, so daß der über die ganze zu umzäunende
Strecke abgerollte ungespannte Draht leicht und schnell eingelegt und wieder herausgenommen
werden kann, ohne die Krampe *jedesmal einschlagen bzw. wieder herausziehen zu müssen.
Schon bei mäßigem Straffziehen oder Spannen des eingelegten Drahtes werden. durch
den frei in der neuen Krampe liegenden Draht die Krampenteile so geschlossen
gehalten,
daß es nicht mehr möglich ist, den Draht aus den Krampen zu entfernen. Zum Versetzen
eines mit den neuen Krampen ausgerüsteten Zaunes an eine andere Stelle braucht man
nur den einzelnen gespannten Draht an seiner Spannstelle zu lösen, worauf er aus
jeder sich wieder öffnen lassenden Krampe herausgenommen werden kann. Die einzelnen
Krampen verbleiben also, nachdem sie einmal im oder am zugehörigen Pfahl befestigt
sind, stets mit diesem verbunden. Die Pfähle sind also nach Entfernen der Drähte
ohne weiteres wieder verwendbar für ihre neuen Plätze.
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Die Vorteile, welche die neue Krampe gewährt, bestehen demnach darin,
daß: die Pfähle an einem anderen als. ihrem Verwendungsort und zu einer arbeitsstilleren
Zeit (im Winter) fertiggemacht werden können, daß die Krampen nur einmal an den
Pfählen angebracht zu werden brauchen, was sonst bei jeder neuen Zäunung zu geschehen
hat, daß kein Abnehmen der Krampen an den Pfählen beim. Umsetzen bzw. Entfernen
des Zaunes erforderlich ist und daß kein Bruch oder Verlust von Krampen eintritt,
also nur eine einmalige Anschaffung derselben nötig ist.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen
veranschaulicht. Abb. i bis 5 zeigen die eine und Abb. 6 und 7 die andere Ausführungsform.
Abb. i, a und 3 stellen das eine Ik-,rampenmodell in geschlossener Stellung in.
seitlicher, vorderer bzw. oberer Ansicht mit eingelegtem gespanntem Draht dar; Abb.
q. ist eine der Abb7. z ähnliche Ansicht, die die Krampe in geöffneter Lage zum
Einlegen oder Herausnehmen eines ungespannten Drahtes, zeigt; die Abb. 5 zeigt in
kleinerem Maßstab einen Teil eines der Erfindung gemäß eingerichteten Drahtzaunes
und erläutert, wie die beiden oberen ungespannten Drähte in die geöffneten Krampen
eingelegt sind und in diesen hängen und wie der unterste bereits gespannte Draht
in den geschlossenen Krampen liegt. Abb. 6 und 7 entsprechen den Abb. i und z und
veranschaulichen das andere Krampenmodeü.
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Gemäß Abb. i bis. 5 besteht die Krampe aus einem in den Zaunpfahl
p einzuschlagenden Haken, dessen starr mit dem Schaft oder Stiel k verbundener Arm
k1 den einen Krampenschenkel bildet, während der andere Krampenschenkel von einem
auf dem Stiel k drehbar sitzenden Arm k2 gebildet wird, der als Bügelteil. der Krampe
ausgebildet ist und bei geschlossener Krampe sich mit seinem abgeschrägten freien
Ende gegen eine entsprechende Abschrägung des Schenkels k1 stützt und am seitlichen
Hoch- oder Aufklappen (Öffnen der Krampe) durch den eingelegten gespannten Zaundraht
d gehindert wird. Um, ein knickfreies Einlegen oder Herausnehmen des ungespannten
Zaundrahtes zu erleichtern, kann der Hakenstiel k, k1 mit einer Abschrägung k0 versehen
sein.
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Nachdem die Pfähle mit den darin eingeschlagenen Aufklappkrampen (bei
dem in Abb.5 gezeigten Beispiel sind drei in Abstand übereinander befindliche Krampen
an jedem Pfahl vorgesehen) um die einzuzäunende Weide herumgesetzt sind, werden
die einzelnen Drähte von der Tragerolle übler die ganze Zaunstrecke hinweg abgerollt
und der Reihe nach in losem, d. h. ungespanntem Zustande in die hochgeklappten (geöffneten)
Krampenbügel k2 in der besonders aus Abb. q. ersichtlichen Weise eingehängt. Der
einzelne auf diese Weise um die Weide geführte und lose in den Krampen hängende
Draht wird dann mit den Enden zusammengeführt (Spannstelle) und hier mit Hilfe einer
Spannvorrichtung straff gespannt, wobei durch den in die gestreckte Spannlage gebrachten
Draht (s. den untersten Draht d der Abb. 5) die Krampenbügel k2 gegen den feststehenden
Krampenschenkel k1 niedergedreht und die Krampen geschlossen werden. Der straff
gespannte Draht liegt dann im Bügel des Dreharms k2. Es leuchtet ein, daß schon
bei einer geringen Spannung des Drahtes die Krampen sich -selbsttätig - so schließen,
daß es, nicht mehr möglich ist, den Draht aus den Krampen zu entfernen. Das Abnehmen
eines; Drahtes von den Pfählen, d. h. das, Herausnehmen desselben aus den Krampen,
kann daher nur nach Lösen seiner Spannstelle erfolgen.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 und 7 besteht die Aufklappkrampe
aus einem in den Pfahlp einzuschlagenden Nagel a, auf dessen Stiel zwei drehbare
Bügelarme 3 und q. sitzen, die sich mit ihren abgeschrägten Enden beim Spannen des
eingelegten Drahtend zu einer Krampe zusammenschließen.
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Statt Holzpfähle können auch alte Eisenschienen oder Gasrohre verwendet
werden, an denen dann die Stiele der aufklappbaren Krampen in geeigneter Weise zu
befestigen wären.
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Die aufklappbarer Krampen körnen natürlich auch zum Verlegen von anderen
Drähten und Leitungen benützt werden.