DE47775C - Reblausmittel - Google Patents

Reblausmittel

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DE47775C
DE47775C DENDAT47775D DE47775DA DE47775C DE 47775 C DE47775 C DE 47775C DE NDAT47775 D DENDAT47775 D DE NDAT47775D DE 47775D A DE47775D A DE 47775DA DE 47775 C DE47775 C DE 47775C
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DENDAT47775D
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E. SCHMIDT in Wien IV., Paniglgasse 2
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof
    • A01N65/08Magnoliopsida [dicotyledons]
    • A01N65/16Ericaceae [Heath or Blueberry family], e.g. rhododendron, arbutus, pieris, cranberry or bilberry
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A01N65/08Magnoliopsida [dicotyledons]
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren und auf die zur Durchführung desselben erforderlichen Mittel zur Vertilgung der Reblaus und ähnlicher Parasiten.
Während die bisher gebräuchlichen Verfahren zur Erreichung desselbenZweckes daraufgerichtet waren, die Reblaus von aufsen anzugreifen und zu tödten, indem man dieselbe entweder zu ersäufen oder durch Erzeugung einer nicht athembaren Atmosphäre zu ersticken trachtete, zielt das vorliegende neue Verfahren darauf ab, durch vollkommene Aenderung der Nahrung dieses Insectes, nämlich des in den Weinstöcken circulirenden Saftes, den Tod desselben herbeizuführen.
Zu diesem Zwecke werden dem Safte der Weinstöcke solche Stoffe beigebracht, welche, ohne den Organismus derselben zu stören, den in den Wurzeln und Reben kreisenden Saft für die Reblaus tödtend machen.
Dies geschieht in folgender Weise:
In jeden von der Reblaus befallenen oder davon bedrohten Weinstock wird möglichst nahe der Wurzel ein oder mehrere Löcher gebohrt, in welche .ein kleiner Trichter aus Weifsblech, Messingblech oder ähnlichem Materiale ca. 5 bis 8 mm tief eingeschraubt wird, und zwar in solcher Weise, dafs die Ausflufsöffnung des Trichters in die Hauptsaftkanäle unterhalb des Bastes oder der Rinde einmündet. Dieser Trichter ist ca. 80 mm lang, hat an dem breiten Ende einen Durchmesser von ca. 15 mm, während die Ausflufsöffnung einen Durchmesser von ca. 1 mm hat. An seiner Spitze ist er mit " einem Gewinde versehen, welches die Ausflufsöffnung freiläfst.
Je nach der Gröfse bezw. dem Alter des Weinstockes wird in diesen Trichter eine Menge von 10 bis 40 g einer der nachfolgenden Flüssigkeitsmischungen gefüllt, und zwar: Mischung No. i, bestehend aus: ι Gewichtstheil Methylalkohol, V10 - Thieröl (Hirschhornöl),
Y2 - Koloquintentinctur oder
Absud, oder anstatt des letzteren Y4 . - Wintergreenöl (ätherisches
Gaultheriaöl). Mischung No. 2:
ι Gewichtstheil Methylalkohol, 1A Thil
1Ao V8
Thieröl,
Terpentinöl oder anstatt
dieses
Petroleum. Mischung No.' 3:
2 Gewichtstheile Methylalkohol, V4 Gewichtstheil Bilsenkrautextract,
Y4 - ioproc. Carbolsäure oder
anstatt dieser
V4 - ioproc. Phosphorsäure.
Mischung No. 4:
ι Gewichtstheil Methylalkohol,
Y4 - Salmiakgeist,
Y Koloquintentinctur,
ioproc. Carbolsäure. Mischung No. 5:
ι Gewichtstheil Methylalkohol,
Y5 - Schwefelkohlenstoff,
Y5 - Wintergreenöl oder anstatt
dieses
V2 - Koloquintentinctur.
Es ist von Wichtigkeit, dafs die vorbezeichneten, den Impfstoff bildenden Mischungen dünnflüssig genug hergestellt, gleichmäfsig gelöst und filtrirt werden, um rasch in den Saft der Reben überzutreten und die Saftkanäle nicht zu verstopfen; es werden daher jeder der Mischungen noch ι bis ι Y2 Gewichtstheile Methylalkohol von 6o° Tralles beigesetzt.
Sobald die eine oder andere der vorbeschriebenen Mischungen in die Trichter eingebracht ist, werden dieselben mittelst eines Pfropfens gut abgeschlossen, um die Verdunstung zu vermindern. Nach 6 bis 12 Stunden ist die betreffende Mischung gänzlich in den Saft des Weinstockes übergetreten, man schraubt dann die Trichter ab, verstopft das Bohrloch mit Baumwachs und verwendet die Trichter aufs neue.
Der Erfolg dieses neuen Verfahrens ist am sichersten in den Herbstmonaten, weil während dieser Zeit der Saft nach den Wurzeln zurücktritt und deshalb' der Impfstoff den Parasiten am schnellsten zugeführt wird, doch kann auch während der Frühjahr- und Sommermonate eine günstige Wirkung erzielt werden.
Es ist zu empfehlen, die nach diesem Verfahren behandelten Weinstöcke sogleich mit einer kräftigen Düngung zu versehen, einestheils um ihr Wurzelleben, welches durch die vorhergegangenen Angriffe der Reblaus stark beeinträchtigt wurde, wieder zu kräftigen, anderentheils um sie dadurch in den Stand zu setzen, etwaige durch das Einimpfen der Mischung hervorgerufene Störung in ihrem Organismus rasch zu überstehen.
Wo erneute Angriffe der Reblaus zu befürchten sind, empfiehlt es sich, das vorbeschriebene Verfahren alljährlich anzuwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Reblausmittel, welches mit Hülfe eines Trichters in das Innere des anzubohrenden Weinstockes eingeführt wird und etwa folgende Zusammensetzung hat:
    a) ι Gewichtstheil Methylalkohol,
    V10 - Thieröl,
    Y2 - Koloquintentinctur oder
    Absud, oder anstatt des letzteren
    Y4 - Wintergreenöl, oder
    b) .1 Gewichtstheil Methylalkohol,
    Y10 - Thieröl,
    Y8 - Terpentinöl oder Petro
    leum, oder
    c) 2 Gewichtstheile Methylalkohol,
    Y4 Gewichtstheil Bilsenkrautextract,
    Y4 - loproc. Carbolsäure oder
    Phosphorsäure, oder
    d) ι Gewichtstheil Methylalkohol,
    Y4 - Salmiakgeist,
    Y2 - Koloquintentinctur,
    Y4 - loproc. Carbolsäure, oder
    e) ι Gewichtstheil Methylalkohol,
    Y5 - Schwefelkohlenstoff,
    Y5 - Wintergreenöl oder anstatt
    dieses
    Y2 - Koloquintentinctur.
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