DE477613C - Verfahren zur Eindeckung von holzverschalten Daechern von Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnwagen - Google Patents

Verfahren zur Eindeckung von holzverschalten Daechern von Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnwagen

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DE477613C
DE477613C DEF55723D DEF0055723D DE477613C DE 477613 C DE477613 C DE 477613C DE F55723 D DEF55723 D DE F55723D DE F0055723 D DEF0055723 D DE F0055723D DE 477613 C DE477613 C DE 477613C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D17/00Construction details of vehicle bodies
    • B61D17/04Construction details of vehicle bodies with bodies of metal; with composite, e.g. metal and wood body structures
    • B61D17/12Roofs

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Alle Dächer von Eisenbahnwägen und anderen Fahrzeugen mit Holzverschalung sind sowohl den schädlichen Wirkungen der feuchten Witterung als auch der Sonne in gleicher Weise ausgesetzt. Bisher hat man aber die zerstörende Wirkung der Sonne fast ganz unbeachtet gelassen und sich nur darauf beschränkt, die Eindeckung derartiger Dächer wasserdicht zu machen. Die zerstörende Wirkung der Sonnenstrahlen kann aber durch irgendwelches wasserdichtes Eindeckungsmaterial nicht verhindert werden.
Man kann ein tatsächlich wetterfestes Dach rein theoretisch nur dann erzielen, wenn man die Dächer gleichzeitig sowohl vor den Einwirkungen des Regens als auch vor der Wirkung der Sonnenbestrahlung schützt. Diese doppelte Einwirkung oder Wechselwirkung kann man, wenn auch nicht ganz verhindern,
ao so doch dadurch ganz bedeutend mindern, daß man die Dachverschalung, also das Holz, gegen Temperaturunterschiede möglichst unempfindlich macht, das heißt also, das Leben des Holzes möglichst zu beschränken sucht.
as Zu dem Zwecke muß einerseits schon die Oberfläche der Dachverschalung vor dem Aufbringen des Deckmaterials so wasserdicht wie möglich gemacht werden, wodurch verhindert wird, daß das Holz Wasser aus der Luft aufnehmen, also quellen kann, andererseits muß aber durch eine Wärmeisolierschicht die Temperatur gleichmäßig gehalten werden, so daß auch ein Austrocknen und Schwinden des Holzes möglichst vermieden wird.
Man erreicht diesen Endzweck, wenn man so vorgeht, daß jeder einzelnen nachteiligen Einwirkung getrennt nach Möglichkeit entgegengearbeitet wird, und zwar in folgender Weise:
Die Dachverschalung, zu welcher zweckmäßigerweise Holz mit aufrechtstehenden Jahresringen Verwendung finden sollte, wird beispielsweise nach dem Verfahren Patent 337 260 zuerst mit einer Celluloselösung und darauf mit einer fetten Flüssigkeit (Öl) gestrichen und dadurch wasserdicht gemacht. Hierauf wird zur Abhaltung der Einwirkung der Sonnenstrahlen auf die Dachverschalung eine Isolierschicht in breiigem Zustande und dünner Schicht gelegt, welche aus Kieselgur, Kork, Asbestisoliermasse ο. dgl. bestehen kann, und erst auf diese wird dann der wasserdichte Dachstoff aufgebracht, welcher, wenn er aus Pflanzenfasergewebe, Leinen, Hanf, Jute o. dgl. besteht, wieder erst mit Celluloselösung gedichtet und dann mit Deckenfirnis, Standölfarbe o. dgl. gestrichen oder in anderer Weise wasserdicht gemacht werden muß. ■
Auf diese Weise erreicht man, daß der Eindeckungsstoff vollkommen dicht hält, daß die Wärmestrahlen durch die Isolierschicht von der Dachverschalung abgehalten werden und daß die nicht abzuhaltende Luftfeuchtigkeit, zwischen Holz- und Isolierschicht, kei- nenfalls in das Holz eindringen kann, daß
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vielmehr diese kleine Menge sich etwa niederschlagender Feuchtigkeit von der Isolierschicht selbst absorbiert wird. Dieses Verfahren macht somit die Dacheindeckung nicht nur wasserdicht, sondern zugleich mögHehst unempfindlich gegen Temperaturunterschiede infolge der Sonnenbestrahlung.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    r. Verfahren zur Eindeckung von holzverechalten Dächern von Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachbretter zuerst mit einem wasserdicht haltendenAnstrich, darauf mit einer Isolierschicht aus schlechten Wärmeleitern, z. B. Kieselgur, Asbest, Kork oder ähnlichen Massen, in breiigem Zustand und in dünner Schicht belegt werden und schließlich mit wasserdichten Dachstoffen eingedeckt wenden, die z. B. aus rohem Pflanzenfasergewebe, Leinen, Hanf, Jute o. dgl. bestehen und zuerst mit einer Celluloselösung und darauf mit einer fetten Flüssigkeit (öl) gestrichen werden.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachte Isoliermasse iselbst wetterfest ist, so daß die Aufbringung eines wasserdichten Dachstoffs gespart werden kann.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachte Isoliermasse durch Einlagen von Geweben, Draht o. dgl. verstärkt wird.
    . GEDRUCKT IN DER
DEF55723D 1924-03-20 1924-03-20 Verfahren zur Eindeckung von holzverschalten Daechern von Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnwagen Expired DE477613C (de)

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