DE477201C - Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnuere mittels eines Bandes, Schnur-einfassung nach dem Verfahren und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnuere mittels eines Bandes, Schnur-einfassung nach dem Verfahren und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens

Info

Publication number
DE477201C
DE477201C DEU9039D DEU0009039D DE477201C DE 477201 C DE477201 C DE 477201C DE U9039 D DEU9039 D DE U9039D DE U0009039 D DEU0009039 D DE U0009039D DE 477201 C DE477201 C DE 477201C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cords
tape
cord
needles
edging
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU9039D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Special GmbH
Original Assignee
Union Special GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Special GmbH filed Critical Union Special GmbH
Priority to DEU9039D priority Critical patent/DE477201C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE477201C publication Critical patent/DE477201C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B35/00Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
    • D05B35/06Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for attaching bands, ribbons, strips, or tapes or for binding
    • D05B35/062Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for attaching bands, ribbons, strips, or tapes or for binding with hem-turning

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnüre mittels eines Bandes, Schnureinfassung nach dem Verfahren und"Einrichtung'zur Ausübung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens, um Schnüre o. dgl. gleichzeitig mit Hilfe eines Nähvorganges einfassen zu können. Das neue Verfahren besteht darin, daß zunächst das Einfaßwerkstück, z. B. Band, einem Falter zugeführt wird, der das Band beim Vorschub etwa rohrförmig formt, wobei während des Vorschubes die einzufassenden Schnüre eingeführt, alsdann der rohrförmige Teil. an der Stichseite, d. h. neben den eingefaßten Schnüren, flachgedrückt wird, um hierauf vernäht zu werden.
  • Die neue Schnureinfassung besteht in diesem Falle darin, daß die beiden Schnüre von den Enden eines Bandes je für sich umschlungen und die so eingefaßten Schnüre derart beiderseitig nach einwärts umgelegt sind, daß die eingefaßten Schnüre nebeneinander verlaufen und auf dem mittleren Teil. des Bandes liegen, mit dem sie vernäht sind.
  • Weiterhin. ist erfindungsgemäß eine Ein richtung zur Ausübung des Verfahrens vorgesehen, wobei zum Umlegen der Seiten des Bandes und zum Einführen der Schnüre ein Falter Verwendung findet, der als Vorführung dient, während als Endführung ein Formstück zur Anwendung kommt, welches das von der Vorführung in eine vorläufige Form gebrachte Band in die endgültige Form bringt. Zweckmäßigerweise bestehen der für die Vorführung dienende Falter und Glas für die Endführung geeignete Formstück aus zwei getrennten Teilen, und zwar dabei das Formstück aus einem vollen Körper, der auf der Innenseite mit entsprechenden Führungsnuten für die eingefaßte Schnur und die Seitenteile ,des geformten Bandes versehen ist.
  • Sodann ist das Formstück unmittelbar vor den Nadeln. gelegen, so daß beim Hochgang der Nadeln das Formstück das zu mähende mit den eingelegten Schnüren versehene Band an der Nadeleinstichstelle festhält, was den Vorteil hat, daß das Formstück außerdem als Drückerfuß wirkt und somit ein feststehender Drückerfuß in Wegfall kommen kann, wodurch einesteils ermöglicht wird, daß der obere Stoffschieber unmittelbar hinter den Nadeln das Arbeitsstück angreifen kann, und andernteils ein Stauen und somit Verändern der Form des Arbeitsstückes vermieden wird. Die Nadeln. bewegen sich meinem von dem Formstück und dem oberen Stoffschieber gebildeten schmalen Zwischenraum. Endlich weist der obere Stoffschieber im Querschnitt eine ähnliche Form auf wie das Ausgangsende des als Endführung dienenden Formstückes, so daß der obere Stoffschieber zur Beibehaltung der Form der Schnureinfassung beiträgt, bis diese durch die zwei Nahtlinien festgebunden wird.
  • Auf den Zeichnungen ist die neue Schnureinfassung und die Einrichtung zur Ausübung .des Verfahrens zur Herstellung derselben. in einem Ausführungsbeispiel zur Darstellung gebracht. Abb. i zeigt in schaubildlicher Ansicht die Einrichtung an einer Nähmaschine, während Abb. 2 eine Teäldraufsicht darstellt; Abb. 3 und q. lassen zwei Querschnitte nach den Linien eB und C-D der Abb. 2 und 6 erkennen; Abb. 5 stellt eine Einzelansicht im Grundriß dar; Abb. 6 zeigt das Formstück von unten gesehen während Abb. 7,eine mit,der Einrichtung hergestellte Schnureinfassung in schaubildlicher Ansicht vergrößert darstellt, und zwar im Schnitt nach Linie E-F der Abb. 2.
  • Nach dem neuen Verfahren sollen zwei Schnüre i, i von einem Band 2 eingefaßt werden, wozu die Einrichtung nach Abb. i dient. Hiernach wird das Band. --, nachdem es über einen mit Öl getränkten Schwamm 3 gezogen ist, durch die Führung q. einem Falter zugebracht, .der aus den beiden rohrförmig gebogenen Teilen 5, 5 und einem Leitblech 6 besteht, so @daß beim Vorschub des Bandes 2 in Richtung gegen die Nadeln 7 das Band 2 nach und nach seine ,etwa rohrförmige Gestalt erhält. Dieser Falter 5 kann insofern als Leitkanal angesprochen werden, als er den Zweck hat, das Band z für die weitere Bearbeitung vorzubereiten. Mit der Ausbildung des Bandes 2 zu zwei rohrförmigen Teilen. werden gleichzeitig die beiden Schnüre i, reingeführt, so daß sich also die beiden Bandseiten 8 gewissermaßen um die Schnüre i, i winden (Abb. i und 7),.
  • Bei einem weiteren Vorschub des Bandes 2 durch den Falter 5 bzw. den Leitkanal gelangt der vorgearbeitete Bandteil in ein Formstück 9, das lösbar mit einer Platte io des Falters 5 verbunden ist. Wie aus den. Abb. 3, q. und 6 zu ersehen ist, weist das als Endführung dienende Formstück 9 an - der Schnittstelle nach Linie GD, also am:Eingang desselben, einen Querschnitt auf, der zwei große bogenförmige Nuten i i darstellt, welche die beiden von der Vorführung 5 gebildeten Wulste mit Schnureinlage i, i . aufnehmen. Nach und nach verjüngen sich aber diese großen Nuten i i einesteils in kleine bogenförmige Nuten 12 und andernteils in Seitennuten 13, so daß naturgemäß die beiden aus der Vorführung 5 heraustretenden rohrförmigen Teile des Bandes 2 heim Durchlaufen des als Endführung dienenden Formstückes 9 nach und nach so geformt werden, daß zwei runde Rippen 14 nebst Schnureinlage i mit seitlich flachgedrückten Teilen 15 entstehen (Abb.2 und. 7).
  • In. diesem Zustand verläßt die Schnureinfassung .das Formstück 9, und,da die Nadeln 7 unmittelbar hinter dem Formstück 9 liegen., stechen. die Nadeln 7 an dieser Stelle unmittelbar in die flachgedrückten 'feile 15 ein, so daß dort eine Naht 16 gebildet wird. Um zu verhindern, daß. beim Hochgang der Nadeln 7 das Werkstück, d.. h. die fertige Schnureinfassung, mit hochgezogen wird, ist ein besonderer Drückerfuß., dessen Aufgabe dies sonst ist, nicht notwendig, da das Formstück g die z- Zigenschaft eines DrückerfuBes hat bzw.- als--Sälcher wirkt.
  • Zum Vorschub .des Werkstückes dienen die bekannten Stoffschieber, von denen einer, nämlich ein oberer Stoffschieber 17, erfindungsgemäß so nahe an die Nadeln 7 herangerückt ist, daß die Nadeln .7 sich in einem kleinen Zwischenraum 18 bewegen. Außerdem weist der obere Stoffschieber 17 einen ähnlichen Querschnitt auf wie derjenige des Formstückes q in Abb. 3, so daß demnach der obere Stoffschieber 17 zur Beibehaltung der Form der Schnureinfassung beiträgt.
  • Die Neuerung eignet sich z. B. für die Herstellung von soggenannten Rundköderplattschnüren, wie solche beim Karosserlebau Verwendung finden, doch läßt sich die Schnureinfassung auch für andere Zwecke verwenden. Ferner ist :es von untergeordgeter Bedeutung, woraus die Schnur besteht, z. B. aus Metall, Leder, Hanf o. dgl., @ebenso wie der Querschnitt derselben ist, ob voll oder hohl, rund., oval, kantig o. dgl,-

Claims (6)

  1. PATENTAN5PRÜCI3E: i. Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen. zweier Schnüre mittels eines Bandes, dadurch gekennzeichnet, daß um jede der nach der Mitte des Bandes nebeneinanderliegend zugeführten Schnüre die zugehörige Seitenkante des Bandes hin- und zurückgeschlagen, wird; worauf die seitlich der Schnüre entstehenden. Stofflagen zusammengedrückt und miteinander vernäht werden.
  2. 2. Schnureinfassung nach dem Verfahrensanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längsseiten (8) des Bandes (2,) je zweimal umgelegt sind und so zwei Faltstellen bilden, wobei die in der Mitte des Bandes liegenden Faltstellen die Schnüre (i, i) umfassen.
  3. 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einesteils zum Umlegen .der Längsseiten (8): und Einführen der Schnüre (i); und andernteils zur Formbildung der Schnureinfassung ein Falter (5). und ein von diesem getrenntes Formstück (9) Verwendung findet. q..
  4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück aus einem vollen Körper besteht, der auf der Innenseite mit Führungsnuten (I I, 12 und 13) für die eingefaßte Schnur (i) und die Seitenteile (15) des geformten Bandes versehen ist.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekemizeichnet, daß die Mündung des Formstückes (9) unmittelbar vor den Nadeln (7) liegt, so daß beim Hochgang der Nadeln (7) das Formstück (9) das zu nähende, mit den- eingelegten Schnüren (i) versehene Band (z) an der Nadeleinstichstelle festhält und somit als Drückerfuß wirkt.
  6. 6. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß hinter den Nadeln (7) ein in an sich bekannter Weise gesteuerter oberer Stoffschieber (17) liegt, so daß sich die Nadeln. (7) in einem von dem Formstück (9). und dem oberen Stoffschieber (17) gebildeten schmalen Zwischenraum (18) bewegen.
DEU9039D 1925-11-13 1925-11-13 Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnuere mittels eines Bandes, Schnur-einfassung nach dem Verfahren und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens Expired DE477201C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEU9039D DE477201C (de) 1925-11-13 1925-11-13 Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnuere mittels eines Bandes, Schnur-einfassung nach dem Verfahren und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEU9039D DE477201C (de) 1925-11-13 1925-11-13 Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnuere mittels eines Bandes, Schnur-einfassung nach dem Verfahren und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE477201C true DE477201C (de) 1929-06-03

Family

ID=7566636

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU9039D Expired DE477201C (de) 1925-11-13 1925-11-13 Verfahren zum gleichzeitigen Einfassen zweier Schnuere mittels eines Bandes, Schnur-einfassung nach dem Verfahren und Einrichtung zur Ausuebung des Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE477201C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2746426A1 (de) * 1977-10-15 1979-04-19 Hans Seitz Verfahren und mehrnadelnaehmaschine zur herstellung von reliefborten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2746426A1 (de) * 1977-10-15 1979-04-19 Hans Seitz Verfahren und mehrnadelnaehmaschine zur herstellung von reliefborten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3202233C2 (de) Vorrichtung zum Umschnüren von Ballen
DE3628934A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum annaehen eines bundes an ein kleidungsstueck
DE2118096C3 (de) Verfahren zur Befestigung eines Taschenteils an dem Ende einer Krawatte und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE69220772T2 (de) Positionierungsvorrichtung in Nähmaschinen zum Schliessen des Zehenteils von Strümpfen oder dergleichen
DE807294C (de) Fadenfangvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen
DE494980C (de) Vorrichtung zum Zunaehen gefuellter Saecke
DE2922061A1 (de) Vorrichtung zur bildung eines doppelkettenstichs auf einer naehmaschine
CH405057A (de) Tragtasche und Verfahren zu deren Herstellung
DE2811455C2 (de) Verfahren zur Bildung einer Überwendlichnaht mittels einer Zickzack-Nähmaschine
DE518377C (de) Verfahren zur mechanischen Herstellung eines Kopf- und Bodenverschlusses fuer Saeckeund nach dem Verfahren hergestellter Sackverschluss
DE2949353A1 (de) Arbeitsstueckfuehrung fuer naehmaschinen
DE502009C (de) Verfahren zur Herstellung von Polstern aller Art
DE2829854A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen herstellen von kordelketten
DE533738C (de) Verfahren und Vorrichtung zum stumpfen Aneinandernaehen von Spitzen und Stoffen
DE545774C (de) Knotenhuelse fuer Selbstbinderkrawatten
DE102005037063B3 (de) Vorrichtung zur Herstellung des Eckbereichs einer haubenförmigen Abdeckung und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1121913B (de) Vorrichtung fuer Naehmaschinen zur Herstellung eines Bundes aus Schlauchware
DE180174C (de)
DE417246C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Umspinnen oder Abbinden von insbesondere langgestreckten Gegenstaenden, z. B. Wuersten
DE1803353A1 (de) Verfahren und Maschine zum Anbringen einer Fadenschlaufe an einem in Falten zusammengelegten Ende eines Wurstdarmabschnitts
DE2305580A1 (de) Verfahren zum herstellen und einnaehen von taschen fuer bekleidungsstuecke auf ueblichen haushaltnaehmaschinen
DE583239C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Buchblocks aus Karten, Bildern, Bogen u. dgl.
AT141916B (de) Vorrichtung zur Herstellung eines Zigarettenstranges mit ovalem Querschnitt.
DE622917C (de) Naehmaschinendrueckerfuss
DE10135131B4 (de) Verfahren zum automatischen Einfädeln des Schiffchenfadens in Schiffchen einer Schiffchenstickmaschine und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens