DE47166C - Sicherheitsschlofs - Google Patents

Sicherheitsschlofs

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DE47166C
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DE
Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT47166D
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English (en)
Original Assignee
J. E.FIEDLER in Dresden N., Görlitzerstrafse 2
Publication of DE47166C publication Critical patent/DE47166C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B37/00Permutation or combination locks; Puzzle locks
    • E05B37/0031Locks with both permutation and key actuation
    • E05B37/0037Locks with both permutation and key actuation with a key requiring successive operations, e.g. different mechanisms in a predetermined order

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  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 68: Schlosserei.
Vorliegende Erfindung hat die Anordnung eines Sicherheitsschlosses zum Gegenstand, welches das Oeffnen seitens Unbefugter entweder mit Hülfe eines Nachschlüssels, Sperrhakens u. dergl. oder auch selbst mit dem zum Schlofs gehörigen richtigen Schlüssel verhüten soll, so dafs nur Derjenige, welcher mit der Reihenfolge der für das Oeffnen nöthigen Bewegungen der einzelnen Schlofstheile vertraut ist, das Schlofs zu öffnen vermag.
Fig. ι zeigt die innere Einrichtung eines solchen Schlosses in geschlossenem,
Fig. 2 in halbgeöffnetem und
Fig. 3 in geöffnetem Zustande.
Fig. 4 ist eine Ansicht der mit dem Schlofs verbundenen Alarm- und Spritzvorrichtung,
Fig. 5 ein Querschnitt dazu.
Fig. 6 und 7 zeigen ä'ufsere Ansichten der mit dem Schlofs versehenen Thür.
V Fig. 8 zeigt den Schlüssel.
Ein solches Schlofs besteht aus zwei Abtheilungen: einer Vexirabtheilung und einer Oeffnungsabtheilung in Verbindung mit .einer Alarm- und Spritzvorrichtung. Die Vexirabtheilung dient dazu, das Schlüsselloch k der Oeffnungsabtheilung zu verdecken, und besteht aus dem mit der an der Thür aufsen angebrachten verschiebbaren Deckleiste i fest verbundenen Riegel h, welcher durch die Zuhaltung e festgestellt wird, während diese durch die Zuhaltung b festgehalten wird. Die beweglichen Angriffe c und f der Zuhaltungen b und e liegen in verschiedenen Ebenen, und zwar so, dafs durch die Drehung des ins Schlüsselloch α eben bis hinter das Schlofsblech eingeführten Schlüssels (Schnitt A-B) die Zuhaltung b mittelst des Angriffes c aus der Stellung Fig. 1 in die Stellung'Fig. 2 verschoben wird. Hierdurch wird der Stift g der Zuhaltung e frei, so dafs nunmehr diese durch den etwas tiefer eingeführten Schlüssel (Schnitt C-D) mittelst des beweglichen Angriffes / aus der Stellung Fig. 2 abwärts in die Stellung Fig. 3 bewegt wird. Jetzt giebt die Zuhaltung e den Riegel h frei, so dafs einer in der Pfeilrichtung Fig. 6 von aufsen mit der Hand vorzunehmenden Verschiebung der mit h verbundenen Deckleiste i nichts mehr im Wege steht, und somit das eigentliche Schlüsselloch k frei wird (Fig. 7).
Nun stehen aber die Zuhaltungen b und e unter der Einwirkung von Federn, welche bestrebt sind, diese Zuhaltungen immer wieder in die Verschlufsstellung Fig. 1 zurückzuführen. Dies ist jedoch nicht möglich, so lange die Leiste i dia. Stellung Fig. 7 bezw. der Riegel h die Stellung Fig. 3 einnimmt, weil sich hierbei der Stift / des Riegels h vor den Arm m der Zuhaltung e und deren Stift g wieder vor die Zuhaltung b legt. Man kann daher, ohne eine Wiederverdeckung des Schlüsselloches k befürchten zu müssen,· den Schlüssel aus dem Schlüsselloch α herausziehen und zur Bethätigung der eigentlichen Oeffnungsabtheilung vom Schlüsselloch k aus verwenden. Will man danach letzteres wieder ' verschliefsen, so genügt dazu die Verschiebung der Deckleiste i in die Stellung Fig. 6, denn dann legt sich infolge der Federwirkung sofort der Arm m der Zuhaltung e mit seinem Ausschnitt über den Haltestift / und die Zuhaltung b vor den Haltestift g der Zuhaltung e.
Nun könnte aber immer noch die Zuhaltung e während des Schliefsens in dem Moment, wo der. Schlüsselbart in der Stellung Fig. 2 ,ihren Angriffe verläfst, von ihrer Feder in die Stellung Fig. ι zurückgedrängt werden, bevor die Zuhaltung b abwärts bewegt ist. Um das zu verhüten, ist die rechte untere Ecke b1 der Zuhaltung b so weit herabgeführt, dafs sie bei der Bewegung durch eine ringförmige Einfeilung des Schlüsseldornes al hindurchgeht, was nur möglich ist, wenn der Schlüsselbart bezw. das Schlüsselrohr nicht bis in die Ebene .von b vordringt (Schnitt A-B). Wenn aber der Schlüssel behufs Bewegung der Zuhaltung e tiefer eingeführt wird (Schnitt C-D), so legt sich das Schlüsselrohr vor die Kante b1 und hindert so das Zurückschnellen von b.
Damit nun einem mit der Schlofsconstruction Unbekannten das unerlaubte Oeffnen auch mit dem rechten Schlüssel möglichst erschwert wird, sind in der Vexirabtheilung verschiedene Vorrichtungen angebracht. Zunächst hat die Zuhaltung b neben der Ecke bl einen Ausschnitt, der bei der Stellung Fig. ι concentrisch zum Schlüsselloch steht, so dafs dem Unbefugten die Möglichkeit gegeben ist, von vornherein den Schlüssel zu tief einzuführen. Wenn aber der Schlüssel wirklich richtig eingeführt ist und durch richtige Drehung die Zuhaltung b zur Seite geschoben hat, so kann er nicht weiter wirken, bevor er nicht genügend tiefer eingeschoben ist, weil sonst b wieder zurückschnellt. Wird er jedoch zu tief eingeführt, so gelangt der Schlüsselbart in das Schlüsselloch des an der hinteren Schlofsdecke befindlichen Kastens s und kann, so lange er nicht ganz in den Kasten eingetreten ist, überhaupt nicht mehr gedreht werden. Drückt man ihn noch tiefer ins Schlofs hinein (Fig. 3a), so kann er zwar wieder gedreht werden, nimmt aber dabei das Sternrad u, zwischen dessen Ansätze fi1 er gerathen ist, mit herum (Fig. 4 und 5). Die Folge davon ist, dafs die Glocke n> durch den Hammer ν zum Ertönen gebracht wird und dadurch anzeigt, dafs ein Unbefugter am Schlofs beschäftigt ist.
Statt des Läutewerkes oder in Verbindung mit diesem kann auch eine an der Hinterseite der Schlofsdecke befindliche Spritzvorrichtung angebracht werden. Dieselbe besteht aus zwei unter einander verbundenen .Cylindern xy, von denen der erstere, mit"Kolben und Spiralfeder ausgestattet, als Spritze dient, der zweite mit einer ätzenden, färbenden oder stark riechenden Spritzflüssigkeit angefüllt ist. Beim Drehen des zu tief eingesteckten und durch Ansätze ίί1 gefangen gehaltenen Schlüssels wird beim Vorbeigehen eines jeden Zahnes an dem in der Wand des Cylinders χ geführten Querstift x1 der Kolben gehoben und durch die Feder niedergedrückt, und bei jedem Kolbenhub bei ^ ein kleiner Flüssigkeitsstrahl gegen den vor dem Schlofs unbefugt Beschäftigten gespritzt, um event, dessen Ermittelung zu erleichtern.
Sobald "nun der Schlüssel einmal zu tief eingeführt ist, so dafs er in das Schlüsselloch des Kastens s eintritt, kann er nicht wieder in die richtige Stellung zurückgeführt werden, weil der Hebel d, welcher vermöge seiner vor dem Schlüsselloch angebrachten Abschrägung (Fig. ia und 3 a) niedergedrückt war, hinter dem Schlüssel wieder hochschnellt. Zu dem Zweck liegt der Hebel d derart gegen die unter Federdruck stehende Riegelzuhaltung e an, dafs er von ihr beständig nach oben gedrückt wird, aber nach der Abwärtsbewegung der letzteren in die Stellung Fig. 3 herabfällt, so dafs der Schlüsselbart bequem herausgezogen werden kann, wenn die Vexirabtheilung geöffnet ist.
Nach der Freilegung des Schlüsselloches k kommen die Organe der Oeffnungsabtheilung in Thätigkeit. Dieselben bestehen aus den beiden Fallen wo, die durch Drehung der in das Schlüsselloch k eingeführten und über die winkelförmigen Ansätze ρ ρ' an den inneren Enden der Fallen übergreifenden Schlüsselraute gegen einander bewegt werden, so dafs dann das Schlofs vollständig geöffnet ist. Unterhalb eines jeden Ansatzes ρ p1 ist eine sich mit diesen bewegende Sicherungsplatte q und r mit Längsschlitz angebracht, welche beim Schliefsen der Fallen an. einander vorbeigehen und sich überdecken, wodurch ein Aufsperren des Schlosses mittelst Sperrhakens möglichst erschwert wird, weil sich beim Oeffnen der Fallen die Platten q r gegen den Sperrhaken stemmen.
Die Falle 0 trägt aufser dem Blech r noch eine drehbar auf ihr befestigte Platte 0l mit dem Dorn o2, der nur zum Schein in das Schlüsselloch k hineinragt, um in dem das unbefugte Oeffnen des Schlosses Versuchenden die Meinung aufkommen zu lassen, dafs zum Oeffnen des Schlosses ein hohler Schlüssel nöthig ist, während in Wirklichkeit der Dorn o2 mit Hülfe der Schlüsselraute (s. Schnitt C-D) derart beim Einführen derselben bei Seite zu drängen ist, dafs die als Zuhaltung dienende Platte ausgehoben wird.
Zur Sicherung der Falle η dient noch ein an der Zuhaltung e sitzender Stift e1, welcher ein Zurückdrängen der Falle η vor die Oeffnung der Vexirabtheilung verhindern soll.
Das Oeffnen des Schlosses erfolgt in folgender Weise:
Der in Fig. 8 ersichtliche Schlüssel wird nur so weit in das Loch α eingeführt, dafs der Bart direct hinter der vorderen Schlofsdecke zu stehen kommt (Schnitt A-B); hierauf wird der Schlüsselbart in der Richtung des Pfeiles 1 nach oben gedreht, bis er hinter dem beweglichen
Angriff b einschnappt (Fig. i). Eine nunmehr in der Richtung des Pfeiles 2 erfolgende Schlüsseldrehung bringt eine Verschiebung der Riegelzuhaltung b nach rechts hervor (Fig. 2). Hierauf ist der. Schlüssel um so viel tiefer ins Schlofs hineinzudrücken, dafs der Bart gerade in die Ebene des beweglichen Angriffes f der Zuhaltung e gelangt (Schnitt C-D), wobei das Schlüsselrohr das Zurückgehen der Zuhaltung b in ihre Ausgangslage verhindert. Bei weiterem Drehen darf der Schlüssel weder weiter hineingedrückt noch hervorgezogen werden, da er im ersteren Falle arretirt werden (Fig. ia und 3a), und im letzteren die Zuhaltung b in ihre geschlossene Stellung zurückgehen würde. Das weitere Drehen des Schlüsselbartes erfolgt zunächst in der Richtung des Pfeiles 3, bis derselbe über den beweglichen Angriff am Riegel e hinweggegangen ist (was sich durch ein leises Geräusch bemerkbar macht), dann wird langsam in Richtung des Pfeiles 4 zurückgedreht, bis der Schlüsselbart am Angriffjf wieder eingesetzt hat (strichpunktirte Stellung Fig. 2), und endlich drückt man wieder in Richtung des Pfeiles 5 auf den Schlüssel, wodurch der Zuhaltungsriegel e in Richtung des Pfeiles (Fig. 2) abwärts bewegt wird, um dann den mit der äufseren Leiste i verbundenen Riegel h in Richtung des horizontalen Pfeiles (Fig. 3) zu verschieben. Dies hat ein Freilegen des Schlüsselloches k zur Folge (Fig. 7).
Das Oeffnen der Fallen η ο geschieht durch die Schlüsselraute, zu welchem Zwecke der Schlüssel aus dem Schlüsselloch α herausgezogen wird, um zunächst in der im Schnitt C-D strichpunktirt angegebenen Stellung in das Schlüsselloch k eingeführt zu werden. Diese schräge Einführung hat das Heben der den blinden Dorn ο2 tragenden Platte o1 zum Zwecke, die hierdurch in die strichpunktirte Stellung Fig. 1 gelangt, worauf die Schlüsselraute in das Schlüsselloch k eingeführt werden kann. Hierauf dreht man den Schlüssel wie bei einem gewöhnlichen Fallenschlofs einhalbmal nach rechts herum, infolge dessen die beiden Fallen no aufgeschlossen werden, das Schlofs also geöffnet ist.
Das Schliefsen des Schlosses erfolgt in der Weise, dafs man zunächst die Fallen mit dem Schlüssel zurückschliefst und dann die Thür zumacht, den Schlüssel abzieht und die äufsere Leiste i wieder zurückschiebt.
Der etwa zu tief eingesteckte Schlüssel (Fig. 1 a und 3 a) kann leicht dadurch aus dem Schlüsselloch herausgezogen werden, dafs mit Hülfe eines Messers oder spitzen Gegenstandes der Arretirhebel d von aufsen her niedergedrückt wird.
Zu bemerken ist, dafs die Pfeilrichtungen in Fig. 6, in welchen beim Oeffnen des Schlosses der Schlüssel bewegt werden mufs, zu den in Fig. r bis 3 angegebenen Richtungen entgegengesetzt gerichtet sind, da letztere Figuren das Schlofs von der Hinterseite aus zeigen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Sicherheitsschlofs mit in der Hauptsache aus zwei Riegeln (b e) bestehender Vexirabtheilung, welche Riegel in verschiedenen Ebenen liegen und durch nach einander erfolgendes Drehen des Schlüsselbartes in zwei verschiedenen Ebenen zum Zwecke der Offenlegung eines zweiten Schlüsselloches (k) verschoben werden.
2. An dem zweiten Schlüsselloch k der im Anspruch 1. gekennzeichneten Einrichtung die Anordnung eines verschiebbaren Dornbleches o1 mit dem blinden Dorn ο2, der mittels der beim Oeffnen der Fallen η und ο als Schlüsselbart dienenden Schlüsselraute erst angehoben werden mufs, bevor die letztere zu den Fallen gelangen kann.
3. In Verbindung mit den unter 1. und 2. patentirten Einrichtungen:
a) die Anordnung des auf den nach oben federnden Riegel e sich stützenden Hebels d, welcher beim Einführen des Schlüssels vermöge einer schrägen Einfeilung abwärts gedrückt wird und vor dem Schlüssel bei tieferem Einstecken, als zum Schliefsen nöthig ist, einschnappt (Fig. ia), sowie der Alarmvorrichtung ν ψ mit oder ohne die Spritzvorrichtung xy % derart, dafs der zu tief eingeführte Schlüssel in das Antriebrad u eindringt und die Vorrichtungen in Gang setzt;
b) die Anordnung der Ringnuth α1 am Dorn des Schlüsselloches α zum ungehinderten Vorschieben des Riegels b derart, dafs der in die Ebene des Riegels e vorgeschobene Schlüssel den Riegel b in geöffneter Stellung hält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT47166D Sicherheitsschlofs Expired - Lifetime DE47166C (de)

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