DE471618C - Krampfaderstrumpf und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Krampfaderstrumpf und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- D04B—KNITTING
- D04B1/00—Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
- D04B1/10—Patterned fabrics or articles
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- D04B1/24—Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes specially adapted for knitting goods of particular configuration wearing apparel
- D04B1/26—Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes specially adapted for knitting goods of particular configuration wearing apparel stockings
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein das Bein zusammenpressender Krampfaderstrumpf.
Bekanntlich müssen derartige Strümpfe an Stelle des Absatzes eine Öffnung besitzen, damit die Pressung gerade an
der in Betracht kommenden Stelle kräftig wirksam wird.
Gerade um die Hackenöffnung herum wird ein solcher Krampfaderstrumpf besonders stark
beansprucht. Diesem Umstand Rechnung tragend weist der Strumpf gemäß vorliegender
Erfindung um die Hackenöönung herum eine doppelte Gewirklage auf, die zweckmäßig nur
an der Strumpfhinterseite vorhanden ist.
Die beiden Ränder der Öffnung können durch einen längslaufenden Gewirkstreifen vereinigt sein.
Die beiden Ränder der Öffnung können durch einen längslaufenden Gewirkstreifen vereinigt sein.
Gemäß vorliegender Erfindung wird die Hackenöffnung nicht mehr wie bisher von
Hand an dem fertiggestrickten Strumpf angebracht, was eine Sicherung der beiden Ränder
durch eine überwendliche Naht erforderlich macht, die zu unangenehmen FaltenbiT
düngen führen kann. Die erforderliche Öff nung für den Absatz wird vielmehr auf der
Strick- oder Wirkmaschine selbst erzeugt, und zwar in der Weise, daß die vordere und hintere
Fläche des Strumpfes in der Hackengegend nacheinander gestrickt werden, derart,
daß die hintere Fläche als Schlauchware erzeugt wird, die an ihren beiden Enden geschlossen
ist und in die in der Mitte eine Queröffnung eingearbeitet wird, während die
vordere Fläche hierauf als flaches Band nachgearbeitet wird, worauf die beiden Flächen
durch seitliche Nähte miteinander vereinigt werden.
Das erwähnte, die Hackenöffnung überspannende Band kann in der Weise hergestellt werden, daß während des Strickens
der hinteren Strumpfseite zunächst gemindert und dann die Schlauchware als schmales Band
von entsprechender Länge weitergearbeitet wird, bis schließlich nach Beendigung des
Bandes die Strickarbeit wieder auf der gesamten Breite der hinteren Fläche fortgeführt
wird.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung in einigen Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es bedeutet
Abb. ι schematisch einen Krampfaderstrumpf;
Abb. 2 zeigt eine Strumpföffnung, wie sie bisher erzeugt wurde,
Abb. 3 die Öffnung, wie sie gemäß \'orliegender Erfindung erzielt wird, '■
Abb. 4 eine schematische Darstellung eines
die Öffnung besitzenden· Strumpfes,
Abb. 5'einen Schnitt nach Linie A-A der
Abb. 3,
Abb. 6 die schemätische Seitenansicht eines gemäß vorliegender Erfindung ausgeführten
Strumpfes im halbfertigen Zustande und
Abb. 7 die Hinteransicht im Grundriß gemäß Abb. 6, wobei angenommen ist, daß das
ίο Gewirk an der Stelle C-C gemindert und an der Stelle D-D in voller Breite wieder gearbeitet
worden ist.
Der gewirkte Krampfaderstrumpf bildet bi· kanntlich eine Art Schlauch, mit einer üiinung
ι für den Hacken 2 (Abb. i). Diese
Öffnung wurde bisher, wie aus Abb. 2 ersichtlich, mit der Hand durch Ausschneiden des
Gewirkes erzeugt, wobei man die entstehenden Ränder 3 und 4 mit einer überwenidlichen
Naht umnähte.
Der gemäß vorliegender Erfindung hergestellte Strumpf weist einen Schlitz 5 (Abb. 3)
auf, der direkt auf der Strickmaschine erzeugt wird und daher keine überwendliche
Naht oder irgendeine ähnliche Vorkehrung besitzt. Um den Schlitz herum ist aber der
Stoff durch eine zweite Stofflage 6 (Abb. 4) verstärkt, und zwar ragt diese Verstärkung
über beide Seiten des Schlitzes hinaus und auch einige Zentimeter nach oben und unten
mit Bezug auf den Schlitz.
Zur Herstellung des Strumpfes (Abb. 5) { zusammenzuhalten.
durch man den verstärkten Hackenteil mit der Öffnung 5 und den beiden Gewirklagen 6
und 8 erzielt.
Sobald man an der Stelle 10 angekommen ist, hängt man die auf der vorderen Fontur
hängenden Mascheni auf die hintere Fontur und hängt wieder die noch auf dem Kamm
befindlichen Maschen für die vordere Strumpffläche auf die Nadeln der vorderen Fonüur
auf, worauf man mit den Nadeln der Vorderen Fontur jetzt allein so lange weiterarbeitet,
bis auch für die vordere Strumpflage genügend Maschenreihan vorhanden sind, damit
von der Stelle i'o aus wieder wie bei der gewohnlichen
Strumpflänge mit der vorderen und hinteren Fontur in üblicher Weise weitergearbeitet
werden kann.
Zur Fertigstellung des Strumpfes genügt es, die Vorderseite 11 mit der hinteren Seite 6
bis 8 zu vernähen.
Der gemäß Abb. 6 und 7 hergestellte Strumpf ist dem bereits beschriebenen ähnlich,
mit dem Unterschiede; daß ein Gewirkstreifen 12 vorgesehen ist, der die Öffnung 5 in
zwei Teile zerlegt und genügend lang ist, um um den Hacken herumzugreifen, ohne daß dadurch
der Strumpf in störender Weise verzogen wird.
Dieser Streifen 12 könnte auch an einem
Strumpf gemäß Abb. 1 bis 5 vorgesehen sein, um die beiden Ränder 3 und 4 der Öffnung 5
' verfährt man folgendermaßen: Gestrickt wird
im Sinne des Pfeiles auf einer gewöhnlichen Flachstrickmaschine oder Wirkmaschine, indem
man zunächst wie bei der Herstellung einer gewöhnlichen Strumpflänge unter Verwendung
der vorderen und hinteren Fontur auf der Flachstrickmaschine einen einfachen Schlauch erzeugt. Ist -man an der Stelle 7
angekommen, dann unterbricht man die Arbeit, indem man die auf der vorderen Nadelreihe
hängenden Maschen von den Nadeln mit Hilfe eines Kammes abnimmt und von
der Stelle 7 aus die vordere und hintere 'Fontur gleichzeitig zur Herstellung eines Schlau
ches benutzt, um die in der Nähe des Hacken teiles gewünschte Gewirkdoppellage 6 und 8
zu erzielen. Man strickt nun den Schlauchteil 6 und 8 so weit, bis man die Stelle 9.
erreicht, an der die Öffnung 5 entstehen soll.
Hierauf sprengt man die Maschen von den
der Öffnung entsprechenden Nadeln ab und bildet bei der nächsten Maschenreihe auf
diesen Nadeln eine Anschlagreihe. Die Schlauchteile an den Rändern des Schlitzes
werden durch eine Naht verbunden.
Nach Bildung der Öffnung 5 läßt man wieder die Nadeln der vorderen und hinteren
Fontur zur weiteren Bildung der Schlauchware bis zur Stelle ro weiterarbeiten, wo-Dieser
Streifen wird auf der Strickmaschine in folgender Weise hergestellt:
! Es wird auch in Pfeilrichtung bis zur ■ Stelle 19 gestrickt, worauf man so weit mindert,
daß auf der Rückseite nur das schmale Band 12 erhalten wird, welches in der gewünschten
Länge gearbeitet werden kann. Dabei wird der Streifen auch als Schlauchware
unter Verwendung beider Fonturen ausgeführt, ähnlich wie dies mit Bezug auf die verstärkte Stelle des Hackens gemäß der Ausführungsform
der Abb. 1 bis 5 beschrieben wurde. Nach Fertigstellung des Bandes wird,
wie aus Abb. 7 ersichtlich, wieder in voller Breite gearbeitet. Die Maschen C werden
darauf mit den neuen Maschen D vereinigt, worauf man die aus Abb. 6 ersichtliche Ware
emelt.
Die Abb. 6 und 7 zeigen noch eine Anzahl Linien 13, die die Maschenlinien andeuten,
welche die beiden Hauptstoffteile, die die Rückenseite (Abb. 7) bilden, zusammenhalten.
Diese Verbindungen bewirken eine zufriedenstellende Vereinigung der beiden- Stofflagen
und vermeiden eine störende Faltenbildung. Es sei noch darauf hingewiesen, daß die
dargestellten Ausführungsbeispiele das Wesen der Erfindung keineswegs erschöpfen. Man
kann z. B., ohne vom Wesen der Erfindung
abzuweichen, die verschiedensten Änderungen vornehmen. Z. B. könnte man die Vorderseite
(Abb. 5) vor der Rückseite 6 bis 8 herstellen. Der Hacken kann aus einfachen Maschen
5 oder auch aus doppelten Maschenreihen gebildet werden.
Claims (5)
- Patentanspruch ε:ίο ι. Krampfaderstrumpf, dadurch gekemizeichnet, daß der Strumpf um die Hacken Öffnung herum eine doppelte Gewirklage aufweist.
- 2. Krampfadesstrumpi^nach Anspruch i, L5 dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung durch ejitffaopoelte Gewirklage sich nur an 4»r Strumpflünterseite befindet.
- 3. Krampfaderstrumpf nach Anspruch i, dadurch gekeimzeichnet, daß die beidenso Ränder der Öffnung durch einen längslaufenden Gewirkstreifen (12) vereinigt sind.
- 4. Verfahren zur Herstellung eines Krampfaderstrumpfes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet., daß die vordere imd hintere Fläche in der Hackengegend nacheinander gestrickt werden, derart, daß die hintere Fläche als Schlauchware erzeugt wird, die an ihren beiden Enden geschlossen ist und in die in der Mitte eine Queröffnung eingearbeitet wird, und daß die vordere Fläche hierauf als flaches Band nachgearbeitet wird, worauf die beiden Flächen durch seitliche Nähte miteinander vereinigt werden.
- 5. Verfahren zur Herstellung eines Krampfaderstrumpf es nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die Hacken Öffnung überspannende Band (12) dadurch hergestellt wird, daß während des Strikkens der hinteren Strumpfseite zunächst gemindert und dann die Schlauchware als schmales Band von entsprechender Länge weitergearbeitet wird, bis schließlich nach Beendigung des Bandes die Strickarbeit wieder auf der gesamten Breite der hin te ren Fläche fortgeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungenzur Patentschrift 471 618 Klasse 25a Gruppe 18·Das Patent 471 618 ist durch rechtskräftige Entscheidung des Reichspatentamts vom 26. Juni 1930 dadurch teilweise für^terpSn1SsPr^h 1 folgende Passung erhalten Hat, «Auf der Wirkmaschine hergestellter Krampfaderstrumpf mit verstärktem land ti? HackeSffnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Strumpf um die Hackenöffnung herum eine bei seiner Herstellung erzeugte doppelte Gewirklage (Schlauch) aufweist", 2, der Patentanspruch 2 gestrichen ist.
Applications Claiming Priority (4)
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| FR471618X | 1927-04-11 | ||
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|---|---|---|---|---|
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