DE47037C - Verfahren zur Darstellung von Kaliumcarbonat durch Umsetzung von Natriumcarbonat und Kaliumsulfat in der Kälte - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kaliumcarbonat durch Umsetzung von Natriumcarbonat und Kaliumsulfat in der Kälte

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DE47037C
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potassium
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salt
cold
sodium carbonate
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DENDAT47037D
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Dr. F. W. DUPRE in Stafsfurt
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/02Preparation by double decomposition

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Kaliumsulfat in der Kälte.
Die Umsetzung von Kaliumcarbonat mittelst Natriumsulfats (Glaubersalz) in Natriumcarbonat und Kaliumsulfat ist eine bekannte Thatsache (Lunge, Soda-Industrie, IL, S. 294); die unter den meisten Verhältnissen gröfsere Unlöslichkeit des Kaliumsulfats gegenüber dem Glaubersalz bedingt wohl diese Umsetzung.
Bei einer Temperatur von ungefähr — sind Kaliumsulfat und Glaubersalz aber von gleicher Löslichkeit, unterhalb dieser Temperatur wird das Glaubersalz sogar das unlöslichere Salz, yon der Bildung von Kryohydraten dabei abgesehen.
Eine Umsetzung obiger Salze müfste also bei solch niedriger Temperatur, wenn überhaupt, in umgekehrter Richtung stattfinden, d. h. Natriumcarbonat und Kaliumsulfat sich zu Kaliumcarbonat und Glaubersalz umsetzen, und ist dies auch wirklich der Fall.
Wird eine bei ca. o° gesättigte Lösung äquivalenter Mengen (im Liter 85 g Na2 C O3 und 139 g K2SO4) von Kaliumsulfat und Natriumcarbonat vorsichtig weiter erkältet, so findet, eine Ausscheidung von Glaubersalz statt und die Lösung enthält jetzt Kaliumcarbonat. Eine erhöhte Löslichkeit des Kaliumsulfats in Sodalösung ist dieser Bildung von Glaubersalz noch besonders günstig.
Die Unlöslichkeit des neutralen Natriumcarbonats bei niederer Temperatur, die Neigung dieses Salzes, in der Kälte sich mit 15 und auch noch mehr Molecülen Krystallwasser zu unter den Entstehungsbedingungen unlöslichen Salzen zu verbinden, erschwert aber die praktische Ausführung dieser Umsetzung, die ganze Lösung erstarrt leicht zu einer Krystallmasse obiger Salze, sogenannter Kryohydrate. Durch sehr langsames Erkalten der Lösung, noch leichter bei Gegenwart eines kleinen Krystalls von Glaubersalz in der Lösung, wird die Bildung von Glaubersalz ' aber sichergestellt. Leicht und glatt geht diese Umsetzung von Natriumcarbonat und Kaliumsulfat in Kaliumcarbonat und Glaubersalz aber vor sich bei der Zuhülfenahme von Kohlensäure, als freie Kohlensäure in die Lösung eingeleitet, oder auch bei Verwendung von primärem Natriumcarbonat (-bicarbonat) ganz oder zum Theil, wodurch die Bildung obiger, Krystallwasser haltender Salze erschwert oder gänzlich verhindert wird; auch ist das primäre Natriumcarbonat von unter -f- 30 ab überhaupt ein löslicheres Salz als das neutrale Carbonat. Die Ausscheidung von Glaubersalz erfolgt schon wenige Grade unter ο ° und . nimmt mit dem Grade der Erkältung zu. So erhält man z. B. von ι cbm einer Lösung von ca. 140 -kg Natriumbicarbonat und 140 kg Kaliumsulfat bei dem Erkalten auf ca. — 6° schon bis 200 kg reines Glaubersalz (0,20 pCt. K2O, Spuren von CO2 enthaltend), entsprechend der Umsetzung von über7OpCt. des angewandtenNatriumbicarbonats in Kaliumbicarbonat. Bei — io° ist die Ausscheidung noch erheblich beträchtlicher, die Bildung von Kryohydraten aber leicht störend. Bei der Darstellung von Kaliumcarbonat im Grofsbetrieb ist die Erzielung möglichst con-
centrirter Laugen von Kaliumcarbonat von Wichtigkeit, wiederholte Sättigung der zur Glaubersalzbildung erkalteten Laugen mit immer neuen Mengen von Kaliumsulfat und Natriumcarbonat — innerhalb oder aufserhalb. des Erkältungsapparates — also vortheilhaft und nothwendig.
Ob künstliche oder natürliche (Winter-) Kälte zur Verwendung kommt, ist bei der Ausführung des Verfahrens ja auch zu berücksichtigen. Die Trennung der Laugen von dem ausgeschiedenen Glaubersalz läfst sich leicht und sicher durch Ausschleudern bewerkstelligen.
Durch Eindampfen (auch Ausfrieren) u. s. w. der gewonnenen Laugen wird die reine Potasche erhalten.
Das gewonnene Glaubersalz kann zur Wiedergewinnung der verbrauchten Soda dienen oder findet sonst Verwendung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Kaliumcarbonat (neutralem oder primärem) mittelst durch Kälte bewirkter Umsetzung von Kaliumsulfat und Natriumcarbonat (neutralem oder primärem) in Kaliumcarbonat und Glaubersalz.
DENDAT47037D Verfahren zur Darstellung von Kaliumcarbonat durch Umsetzung von Natriumcarbonat und Kaliumsulfat in der Kälte Expired - Lifetime DE47037C (de)

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