DE469628C - Geteilte Form zum Pressen von Glasgegenstaenden - Google Patents

Geteilte Form zum Pressen von Glasgegenstaenden

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DE469628C
DE469628C DESCH72790D DESC072790D DE469628C DE 469628 C DE469628 C DE 469628C DE SCH72790 D DESCH72790 D DE SCH72790D DE SC072790 D DESC072790 D DE SC072790D DE 469628 C DE469628 C DE 469628C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/06Construction of plunger or mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Geteilte Form zum Pressen von Glasgegenständen Die Erfindung bezieht sich auf eine geteilte Form zum Pressen von Glasgegenständen. Es sind bereits Formen zum Pressen von Glasgegenständen bekannt, bei welchen ein unterhalb der Form und gleichachsig damit angeordneter auf und nieder gehender Kolben die Formteile auseinander- und zusammenbewegt und den Formboden nebst Preßstück hebt und senkt. Das Auseinanderziehen der Formteile erfolgt bei bekannten Ausführungen beispielsweise dadurch, daß die Formteile durch den Kolben gehoben und dabei mit schlittenartigen Ansätzen in schwalbenschwanzförmigen, schräg ansteigenden Nuten geführt sind.
  • Diesen bekannten Ausführungen haften eine Reihe von wesentlichen Nachteilen an. Schwalbenschwanzführungen bieten im Betriebe von Formen zum Pressen von Glas vielfach Schwierigkeiten, weil infolge der hohen Temperatur der Form leicht Klemmungen eintreten, wodurch die Gängigkeit der erhitzten Form in Frage gestellt ist. Ferner leidet die Gleichmäßigkeit und Genauigkeit der Bewegung der Form unter den erwähnten Schwierigkeiten.
  • Ein weiterer Nachteil der bekannten Formen besteht darin, daß die Formteile beim Öffnen der Form nur um einen kleinen Betrag auseinander gezogen werden. Hierdurch erhält der Arbeiter nicht die Möglichkeit, die Form genügend zu kontrollieren und zu reinigen. Es können daher Glastropfen in die Form fallen und in ihr erstarren, ohne daß sie durch den Arbeiter entfernt werden können. Die Folge ist, daß entweder die Form nicht hinreichend geschlossen werden kann, oder daß die Preßlinge Fehler aufweisen.
  • Alle diese erwähnten Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Formteile um wagerechte Achsen drehbar angeordnet sind. Erfindungsgemäß erfolgt das Auseinanderziehen der Formteile vollkommen zwangläufig, ohne daß infolge der hohen Temperatur der Form irgendwelche Klemmungen eintreten können. Auch sind keinerlei Reibungswiderstände an empfindlichen Führungsstellen zu überwinden. An Stelle von flachen oder schwalbenschwanzförmigen Führungsflächen werden erfindungsgemäß zylindrische Lagerflächen verwendet. Als Bewegungselemente werden an den Formteilen sitzende Zahnsegmente verwendet, welche mit dem als Zahnstange ausgebildeten Kolben in Eingriff stehen und die Erreichung einer großen Genauigkeit gestatten. Dabei sind die Zahnsegmente außerhalb der Form angeordnet, so daß--sie nicht der unmittelbaren Hitze ausgesetzt sind.
  • Ein weiterer Vorteil des Gegenstandes der Erfindung besteht darin, daß die Formteile vollständig auseinandergeschwenkt und freigelegt werden, so daß eine gründliche Wartung und Reinigung ohne weiteres möglich ist. Die neue Anordnung erleichtert ferner das Auswechseln der Form und den Einbau einer anderen Form, weil alle Teile bei der Ausstoßbewegung des Preßlings jedesmal freigelegt werden.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in einer Ausführungsform veranschaulicht. Es zeigt: Abb. i einen senkrechten Schnitt durch die Preßform und den diese betätigenden Mechanismus, wenn die Form geschlossen ist und wenn der Preßkolben in der unteren Hubstellung sich befindet; Abb. 2 ist ein Grundriß der Form bei entferntem Preßkolben und entfernter Deckplatte; Abb. 3 ist ein Schnitt ähnlich Abb. i, der die geöffnete Form mit der zum Abnehmen fertigen Ware zeigt, und Abb. 4 ist eine Ansicht ähnlich der Abb. 2, nur ist hier eine zweiteilige Form an Stelle der in Abb.2 dargestellten vierteiligen benutzt.
  • Die Preßform ist für die Verwendung in irgendeiner der verschiedenen Typen von selbsttätigen Preßmaschinen geeignet, die jetzt weit verbreitet sind und die im allgemeinen einen drehbaren Tisch besitzen, auf welchem mehrere Formen angebracht sind.
  • In den Zeichnungen bedeutet 5 den gewöhnlichen Formträger oder den Tisch einer solchen selbsttätigen Maschine. Über der Öffnung 6 im Tisch ist eine Grundplatte oder ein Grundring 7 befestigt. Auf dem Ring 7 sind in geeigneten Zwischenräumen Paare von nach aufwärts stehenden Lappen 8 angeordnet (Abb.2). Es sind vier solche Paare von Lappen dargestellt. .
  • Zwischen jedem Paar von Lappen ist auf einem durchgehenden Zapfen 9 ein einen Formteil tragendes Glied io angeordnet, das etwa die Form eines Kniehebels hat. Dieser Hebel besitzt einen vertikalen Arm i i und eine horizontale Verlängerung 12, welch letztere gegen die Mitte der Öffnung:6 gerichtet ist.
  • Auf jeder horizontalen Verlängerung ist ein Zahnradsegment 13 angeordnet. Mit jedem Arm ii ist ein Formteil 14 fest verbunden. Die Befestigung geschieht z. B. mit einem Bolzen 15, der durch den senkrechten Arm ii des angelenkten Trägers hindurchgreift. Mit Hilfe dieser Anordnung können auswechselbare Formteile verwendet und die Maschine kann leicht geändert werden, um Formen für die Herstellung verschieden geformter Artikel aufzunehmen.
  • Unterhalb der Öffnung 6 dieses Tisches ist eine rohrförmige Führung angeordnet, in welcher ein Hubkolben 17 senkrecht hin und her sich bewegt. Dieser Kolben 17 ist ähnlich jenem, der heute bei Maschinen dieser Art benutzt wird, er besitzt aber eine ringförmige oder sonst geeignet geformte Zahnstangenverzahnung 18 an ihrem oberen Ende, die mit den Zähnen 13 auf den segmentartigen Verlängerungen 12 des Halters io kämmt. Auf dem Oberteil dieses Kolbens ist der übliche auswechselbare Unterteil i9 der Gießform eingesetzt.
  • Eine Rolle 2o kann am Ende eines Zapfens 21 vorgesehen sein, der vom Hubkolben 17 getragen wird und durch einen Schlitz 22 in der rohrförmigen Führung 16 vorsteht. Diese Rolle arbeitet mit dem Daumenhebel A zusammen, der an Maschinen dieser Art für das Heben des Kolbens und für dessen Halten in der gehobenen Stellung allgemein verwendet Wird. Ein zweiter Daumen B (Abb. i) kann an einer geeigneten Stelle in dem Wege der Gießform vorgesehen werden, um den Hubkolben nach abwärts zu drücken und damit das Schließen der Gießform zu sichern. Die Daumen und der diese betätigende Mechanismus sind nicht Teile der vorliegenden Erfindung; es wird auf sie nur Bezug genommen, um die Betätigung der Gießform klar verständlich zu machen.
  • Der Preßkolben ist mit C bezeichnet und in Abb. i so dargestellt, wie er in der Form zentriert ist. Mit dem Kolben in Verbindung steht eine Deckplatte D, die vor dem Preßkolben gesenkt wird und die eine Ausnehinung hat, um die oberen Enden der Formteile zu umgreifen.
  • Der Ring 7 auf dem Formtisch ist so eingerichtet, daß beim Schließen der Form sich die segmentartigen Teile 12 des Formträgers dagegen legen und dadurch die senkrechte Verlängerung i i des Gliedes und damit die Formteile am Schwingen nach einwärts über die senkrechte Stellung hinaus verhindern.
  • Im Betriebe wird die Aufwärtsbewegung des Hubkolbens 17 bewirkt, nachdem der Preßkolben seine Arbeit vollendet hat und aus der Form herausgezogen worden ist. Wenn der untere Hubkolben sich nach aufwärts bewegt, werden die Formteile in die in Abb. 3 dargestellte Lage gebracht, weil die Zahnstangenverzahnung am Kolben mit den Zahnsegmenten in Eingriff kommt. Gleichzeitig wird die fertige Ware mit dem Boden der Gießform gehoben.
  • Die Gießform wird durch die abwärts gehende Bewegung des Hubkolbens in ähnlicher Weise geschlossen. Das Sperren der Formteile hindert die Deckelplatte D.
  • Wenn eine zweiteilige Form statt einer vierteiligen verwendet werden soll, so werden zwei einander gegenüberliegende Träger io für die Formteile entfernt, und ein Formteil 14 von der verlangten Art wird auf jeden. der verbleibenden beiden Träger angeordnet, wie aus Abb.4 ersichtlich ist. Wenn eine dreiteilige Form verlangt wird, so müßte ein anderer Ring 7 verwendet werden, bei welchem die Lappenpaare geeignet angeordnet sind. Dies würde auch für eine fünfteilige Form gelten.
  • Man sieht, daß alle Formteile gleichartig bewegt werden, und daß die Abnutzung bei jedem einzelnen Teil in der Hauptsache gleich groß sein wird. Ausbesserungen können schnell durchgeführt werden, ebenso das Auswechseln von Formen. Man kann Änderungen an der Bauweise innerhalb des Geltungsbereiches der Erfindung und der folgenden Patentansprüche vornehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Geteilte Form zum Pressen von Glasgegenständen, bei welcher ein unterhalb der Form und gleichachsig damit angeordneter, auf und nieder gehender Kolben die Formteile auseinander- und zusammenbewegt und den Formboden nebst Preßstück hebt und senkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Formteile (14) um wagerechte Achsen (g) drehbar sind. a. Form nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubkolben (17) als Zahnstange ausgebildet ist, welche in Zahnsegmente (13) der angelenkten Formteile eingreift. 3. Form nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnsegmente (13) an besonderen, die eigentlichen Formteile lösbar tragenden Platten (ii) angeordnet sind.
DESCH72790D 1925-01-24 1925-01-24 Geteilte Form zum Pressen von Glasgegenstaenden Expired DE469628C (de)

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