DE469233C - Verfahren zur Darstellung haltbarer Jodoele - Google Patents

Verfahren zur Darstellung haltbarer Jodoele

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DE469233C
DE469233C DEM93978D DEM0093978D DE469233C DE 469233 C DE469233 C DE 469233C DE M93978 D DEM93978 D DE M93978D DE M0093978 D DEM0093978 D DE M0093978D DE 469233 C DE469233 C DE 469233C
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Germany
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Expired
Application number
DEM93978D
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English (en)
Inventor
Dr Erich Kornick
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Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

  • Verfahren zur Darstellung haltbarer Jodöle Aus den Patentschriften 96495, 135836 und 159748 geht hervor, daß man aus ungesättigten fetten Ölen einerseits und Monochlorjod oder Jodwasserstoff andererseits nur dadurch haltbare Jodöle erhalten kann, daß man Jod in einer zur Sättigung theoretisch unzureichenden '-Menge anwendet. Nach dieser Arbeitsweise gelingt :es aber nicht, Jodöle mit so hohem Jodgehalt herzustellen, wie es für klinische und diagnostische Z,#vecke neuerdings erwünscht ist. Läßt man dagegen Jod beispielsweise in der Form von Jodwasserstoff in der theoretisch erforderlichen. Menge auf ein öl mit hoher Jodzahl, z. B. Mohnöl, einwirken, dann sättigen sich auch die in diesen Ölen enthaltenen Glyceride der Linolensäure, welche pro Säurerest drei Doppelbindungen haben, völlig mit Jodwasserstoff ab. Die entstehenden Verbindungen sind zwar hochjodierte öle, doch spalten sie beim Aufbewahren langsam Jod ab, "unter starker Braun- bis Schwarzfärbung, so daß sie infolge ihrer geringen Haltbarkeit nicht zu verwenden sind. Nach der Patentschrift 199 549 werden haltbare Jodöle erhalten, indem man nur Fettkörper mit niedriger Hüblscher Jodzahl (nicht über 45) verwendet und diese bis zur Sättigung jodiert. Selbstverständlich erhält man auf diese Weise nur niedrigprozentig.e Jodöle. Die nach diesem Verfahren behandelten Öle mit hoher Hüblscher Jodzahl zeigen keine Lagerbeständigkeit.
  • Es wurde nun gefunden, daß man aus Ölen mit hoher Hüblscher Jodzahl haltbare hochprozentige Jodöle bekommt, wenn man bis zur Sättigung in bekannter Weise jodiert und den geringen Anteil des Jods, der bei diesen Ölen nur locker gebunden und Ursache der Unbeständigkeit der hochjodierten Öle ist, mit geeigneten Mitteln abspaltet und entfernt.
  • Zur Entfernung des leicht abspaltbaren Jods kann z. B. eine Behandlung des rohen Jodöles mit reduzierenden Mitteln, wie Jodwasserstoff, Schwefelwasserstoff o. dgl., dienen, die etwa nach folgendem Schema wirken: In ,ähnlicher Weise lassen sich auch Agenzien, wie Bisulfit oder Thiosulfat, zur Eliminierung des Jods verwenden, wobei man durch Erwärmen- des -,rohen hochjodierten öles die Abspaltung des Jods beschleunigt.
  • Die auf diese Weise erhaltenen Jodöle besitzen noch einen überraschend hohen Jodgehalt, beispielsweise bei Verwendung von Mohnöl als Ausgangsmaterial etwa 40 %, bei Leinöl etwa ¢5 %. Sie sind, falls sie vor Licht und Luft geschützt aufbewahrt werden, vollkommen haltbar. Beispiele I. 3 Teile Mohnöl werden an einem Tage mit 3 Teilen gasförmigen Jodwasserstoffs, am zweiten Tage mit einem q.. Teil Jodwasserstoff gesättigt. Das braune Produkt wird entfärbt durch Schütteln mit Bisulfitlösung, neutralisiert durch Schütteln mit'Bicarbonatlösung, mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und schließlich filtriert. Es resultiert ein hellbraunes, zähes Öl mit etwa 4o % Jodgehalt.
  • z. 3 Teile Mohnöl werden mit 2 Teilen gasförmigen Jodwasserstoffs gesättigt. Darauf leitet man noch i Stunde lang einen mäßigeil-Strom Schwefelwasserstoff durch das öl. Aufarbeitung und Beschaffenheit des Produktes wie in Beispiel z.
  • 3- 3 Teile Mohnöl werden mit a Teilen gag,-förmigen Jodwasserstoffs gesättigt und wie im Beispiel i aufgearbeitet. Das 91 wird dann mit i Teil ioprozentiger Thiosulfatl@sung i Stunde lang bei 50° turbiniert, mit Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat getrocknet und filtriert. Beschaffenheit des Produktes wie im Beispiel i.
  • 4.. In 3 6 .Teilen Salzsäure (D : i, i 9 ) werden durch Rühren 18 Teile Jod suspendiert und unter Kühlen 5 Teile Chloreingeleitet. Unter Bildung von Monochlorjod tritt klare Lösung ein. Diese wird in 7,7 Teile Öl eingerührt. Die wässerige Flüssigkeit wird abgetrennt und das Jodöl mit Bicarbonatlösung gewaschen und alsdann mit 9 Teilen i oprozentiger Thiosulfatlösung i Stunde lang bei 5o' turbiniert, mit Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat getrocknet und filtriert. Es resultiert ein 36prozentiges Jodöl.
  • 5. 5 Teile Leinöl werden mit 6 Teilen gasförmiger jodwasserstoffsäure gesättigt. Tags darauf leitet man noch i Teil Jodwasserstoff ein. Weitere Aufarbeitung wie Beispiel i. Das Produkt hat etwa ¢3 % Jod.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung haltbarer Jodöle aus Ölen mit hoher Hüblscher Jodzahl, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die ungesättigten Öle die zu ihrer Sättigung theoretisch erforderliche Menge an Jod bzw. Jodverbindungen einwirken läßt und aus dem Rohprodukt das locker gebundene Jod durch geeignete Mittel abspaltet und entfernt. -
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0198344A1 (de) * 1985-04-13 1986-10-22 MERCK PATENT GmbH Stabilisierte Jodfette und Verfahren zu deren Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0198344A1 (de) * 1985-04-13 1986-10-22 MERCK PATENT GmbH Stabilisierte Jodfette und Verfahren zu deren Herstellung

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