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Regenerativgasgleichstromofen Das Hauptpatent 418 799 betrifft einen
Regenerativgas-Gleichstromofen mit unmittelbarer Beheizung der beiden, durch Kanäle
miteinander verbundenen Wärmespeicher, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die bekannten
drei Brennstellen. von denen die eine für den Ofenraum dauernd und gleichgerichtet
brennt, während die beiden anderen wechselweise und gleichlaufend in der Luftrichtung
jeweilig einen der Wärmespeicher aufheizen. mit getrennten und für sich regelbaren
Gaszuführungen versehen sind. Der Erfindungsgedanke des Hauptpatentes ist dort an
einem Durchstoßofen zum Wärmen von Blöcken dargestellt. Diese Ofenart genügt aber
nicht in allen Fällen den Anforderungen; wenn es sich um die Erwärmung von Blöcken
mit großem Querschnitt handelt, zieht man den Durchstoßöfen die in einen Schweiß-
oder Rollherd endenden Stoßöfen vor, weil derartige Blöcke in diesem Ofen besser
durchwärmt werden als im Durchstoßofen.
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Die vorliegende Erfindung will nun die Aufgabe lösen. den Erfindungsgedanken
des Hauptpatentes -1i8 799 auf derartige Roll-und Stoßöfen in besonders zweckmäßiger
Weise zu übertragen.
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Es würde naheliegen. den Durchstoßofen des Patentes .1.i8 799 in einfacher
Weise in einen Stoßofen umzuwandeln, dadurch, daß man die Rückwand bzw. die Öffnung
des Ofens, durch welche beim Durchstoßen die Blöcke herausfallen, -,-erschließt,
die Gleitschienen entsprechend verkürzt und dann vor den beiden seitlich am Ofen
angeordneten, senkrecht aufsteigenden Luftschächten in dem Schweiß- oder Rollherd
Ziehöffnungen anbringt. Diese Lösung ist aber mit einer Mehrzahl erheblicher Nachteile
verbunden. Dadurch, daß die Öffnungen (licht neben den aus der.Ofenflucht herausspringenden
Luftkanälen liegen, würde die Rollarbeit stark behindert werden, und zwar nicht
nur durch die räumliche Beschränkung, sondern auch durch die erhebliche Wärmeausstrahlung,
die sowohl von den Umfassungswänden der Luftschächte wie von der Ofenmauerung ausgehen,
so daß in dem Winkel, in den der Ofenbedienungsmann bei der Rollarbeit arbeiten
muß, eine durch zweiseitige Wärmeausstrahlung erhebliche Belästigung «-ird eintreten
müssen.
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Mit der, vorliegenden Erfindung ist es nun gelungen, denErfindungsgedanken
desHauptpatentes bei Roll- und Stoßöfen ztt verwerten, ohne einen der vorher genannten
Nachteile mit in Kauf nehmen zu müssen. Dieser Erfolg wird dadurch erreicht. daß
der die beiden Wärmespeicher miteinander verbinclende Kanal und die beiden in diesen
Kanal
mündenden aufsteigenden Luftschächte quer vor dem Schweißherd
angeordnet werden, und zwar derart, daß der waagerechte Verbindungskanal unterhalb
der für die Beheizung dienenden Gasdüsen liegt. Das Gaswechselventil für die beiden
abwechselnd dieWärmespeicher aufheizenden Brennstellen wird dann zweckmäßig möglichst
niedrig hinter den Verbindungskanal der beiden Wärmespeicher gelegt, so daß die
zur abwechselnden Aufheizung der beiden Wärmespeicher dienenden Gaszuführungen nicht
mehr wie bei dem Hauptpatent in den waagerechten Verbindungskanal zwischen (lern
Wärmespeicher. sondern unmittelbar in die von dem Wärmespeicher zu diesem Kanal
aufsteigenden Luftschächte münden. Daraus ergeben sich verschiedene wertvolle Vorteile.
In erster Linie wird die Bauart des Ofens sehr viel gedrängter wie nach dem Hauptpatent.
denn seitlich aus der rechteckigen Ofenflucht vorspringende h1auerwerkteile sind
weggefallen. Wärmeverluste sind infolge der- hier vorgeschla,-enen Anordnung der
senkrechten Luftschächte und des waagerechten Verbindungskanals nahezu vollkommen
vermieden, so (Maß also auch die Bedienung des Ofens wesentlich vereinfacht und
erleichtert ist.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
(las Luftwechselventil für die Wärmespeicher. das bei den' Hauptpatent in üblicher
Weise unter-.halb des Ofens liegt, finit dem gemäß der Erfindung vor dem Ofenkopf
bzw. (lein waagerechten Verbindungskanal liegenden Gaswechselventil in der Weise
vereinigt. daß das Luftwechselventil unter dem Gaswechselventil angeordnet ist.
Dadurch wird nicht allein der Bau der Ventile vereinfacht, sondern es wird eine
erhebliche Ersparnis an Kosten erzielt, dadurch, daß die für die Anlage des Lufiwechselventils
unter dem Ofen erforderlichen Ausschachtungsarbeiten. Eiusteigöffnungen, Abdeckung
usw., fortfallen. Ferner wird auch der Betrieb wesentlich vereinfacht, insofern,
als die beiden Ventile, die nunmehr iibereinanderliegen, in einfachster Weise miteinander
gekuppelt werden können, so daß die Umstellung beider Ventile durch einen Hebel
erfolgen kann und Fehler in der Umschaltung der beiden Ventile unmöglich gemacht
werden.
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Die Zeichnungen veranschaulichen den vorliegenden Erfindungsgedanken
in verschiedenen Ausführungsformen.
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Abh. t zeigt einen Schnitt durch den Kopf eines Ofens -einäß vorliegender
Erfilidunh, in der Längsachse des Ofens genonnnen.
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Abb.2 zeigt in gleicher`Darstellttng eine etwas Ausführungsform des
Ofens. Abb. 3 ist ein Schnitt nach Linie C-C der Abb. 2.
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Abb.4 ist eile Schnitt durch einen Ofen, der eine weitere Ausführungsform
der Erfindung darstellt.
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Abb.'ä ist ein Schnitt nach Linie A-A der Abb. :4.
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Abb. G zeigt das hei der Ausfiihrungsform nach Abb. 4. verwendete
Gas- und Lufrivechselventil in ver`rößertetn lMaßstabe.
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Bei der Ausfiihrinigsforin der Abb. t ist mit a der Rollherd des Roll-
und Stoßofens angedeutet. aus (lern die Blöcke durch die Tür b herausgezogen «-erden.
wenn sie die erforderliche Temperatur erreicht haben. Die Beheizung des Rollherdes
a erfolgt mit Hilfe der Gaszuleitung c, die finit einer 'Mehrzahl von Gasdüsen d
in Verbindunz steht, welche in schräger Richtung in den Ofen bzw. den Brennerkopf
münden.
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Die beiden unterhalb des Ofens liegenden Wärmespeicher e münden mit
ihren beiden nebeneinanderliegenden geknickten. .aufsteigenden Luftschächten j in
den. die beiden Wärmespeicher miteinander verbindenden waagerechten Kanal g. der
oben nach dein Brenner bei g1 sich öffnet. S(1 daß die jeweils aus dem einen Speicher
c aufsteigende, vorgel#värmte Luft sich mit deal aus den Düsen d ausströmenden Gas
mischen und eine Flamme bilden kann, die in der Pfeilrichtung in den Rollherd a
strömt. 'Mit h ist die die beiden aufsteigenden Luftschächte f trennende Mauer angedeutet.
Vor clüni Ofenkopf bzw. dem Verbindungskanal a ist (las Gaswechselventil i für die
Kaininerbeheizung vorgesehen. den' (las Gas durch eine Leitung k zugeführt wird.
Die Gaszuführungen L welche von dem Gaswechselventil ausgehen, rltütlfien, wie die
Abbildung zeigt. unmittelbar in die aufsteigenden Luftschächte f der Wärmespeicher
c unterhalb der Oberkante der diese Luftschächte trennenden Zwischenwand h.
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Die Ausfiihrtingsform der Erfindung nach den Abb. 2 ulld 3 unterscheidet
:ich von der erstbeschriebenenAusfiihrungsforin imGrunde genommen lediglich dadurch,
daß die aufsteigenden Luftschächte f nicht geknickt sind, sondern senkrecht -erade
sind. Das Gaswechselventil i wird (tann nicht mehr von dem Mauerwerk der Wärmespeicher
getragen, sondern liegt vor dem Mauerwerk des Ofens. Der waazerechte Verbindungskanal
a, für die beiden Wärmespeicher liegt hier in der gleichen Weise unterhalb der Gasdüsen
d für den Ofe nraiun. aber über den Gasvutilllrililgetl-I für die Kamirierbeheizting
und iiffnet sich unmittelbar in den ei-entlichen Brenner, der nach Abb. 3 in an
sich bekannter Weise durch Zwischenwinde in eine 'Mehrzahl verliältnisniiißig enger
Kanäle, entsprechend
der Zahl der Gasdüsen, eingeteilt sein kann.
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Das Luftwechselventil, Glas zur Bedienung der Wärmespeicher dient,
ist in den Abb. 1 bis 3 nicht veranschaulicht; es liegt bei diesen Ausführungsformen
der Erfindung in der üblichen Weise unterhalb des Ofens an dein anderen, -hier nicht
dargestellten Ende der LVärmespeicher.
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Bei der Ausführungsform der Erfindung nach den Abb. .4 bis 6 ist das
Luftwechselventil der Wärmespeicher mit dem Gaswechselventil für die Wärmespeicherbeheizung
vereinigt, und zwar derart, daß das Luftwechselventil unter dem Gaswechselventil
angeordnet ist. Die Anordnung der von den Wärmespeichern e aufsteigenden Luftschächte
f und des diese verbindenden waagerechtenKanalsg ist hier die gleiche wie bei den
bisher beschriebenen Ausführungsformen. Die Abb. 5 läßt deutlich erkennen, daß dieseLuftschächte
mit dem waagerechten Kanal zusammen einen umgekehrt U-förmigenKanal bilden, in dessen
Scheitel die Gasdüsen d für die Ofenraumbeheizung einmünden. Die abwechselnde Gaszuführung
für die Beheizung der Wärmespeicher erfolgt hier von dem Gaswechselventil i aus
durch dieSchlitzel, die annähernd in der Höhe der die senkrechten Luftschächte
f trennenden Wand h, also unterhalb der für die Ofenraumbeheizung dienenden
Gasdüsen d, münden. Unterhalb des in an sich bekannter Weise ausgebildeten Gaswechselventils
i (vgl. Abb. ¢ und 6) ist bei dieser Ausführungsform der Erfindung das in seiner
Ausgestaltung ebenfalls an sich bekannteLuftventilnz, angeordnet, das mit einer
Luftzuführungsöffnungn versehen ist und die Luft durch die Kanäle o abwechselnd
in die Wärmespeicher gehen läßt, deren Abgase dann bei entsprechender Stellung des
Luftwechselventils m in den 'Zug p und damit zum Kamin entweichen.
Die Drehzapfen der beiden Wechselventile liegen bei dieser Ausführungsform senkrecht
übereinander, so daß sie also, da die Ventile entgegengesetzt zueinander betätigt
werden können, durch irgendeine beliebige, an sich bekannte Einrichtung, einen#,gekreuzten
Riemen oder Zahnkettenantrieb, Zahnräder o. dgl., miteinander verbunden werden können
und durch Umlegen eines Hebels beide Ventile gleichzeitig in dem gewünschten Sinne
umgesteuert werden können. Der Betrieb des Ofens, der sich in keiner Weise von demjenigen
des Hauptpätentes unterscheidet, ergibt :ich aus Vorstehendem ohne weiteres.