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Doppeldrehgelenk, beispielsweise für Tragarme elektrischer Lampen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Doppeldrehgelenk, beispielsweise für Tragarme
elektrischer Lampen, bei welchem die in zwei sich kreuzenden Ebenen gegeneinander
verstellbaren beiden Gelenkteile bzw. Tragarinteile durch zwei Lenker miteinander
verbunden sind. Der Erfindungsgegenstand unterscheidet sich von den bekannten Gzlenken
dieser Art durch größere Festigkeit und Starrheit vermöge Verwendung massiver Lenker
mit Rinnen, welche Raum zum Einschließen von zwei dicken Leitern schaffen, und ferner
durch die Verdrehung der beiden Lenker um ihre Längsachse in der Weise, daß die
Ringlagerstirnflächen seiner beiden Gelenkaugen in zwei sich rechtwinklig kreuzenden
Ebenen liegen. Bei den bekannten Doppellenkerausführungen bestehen die Lenker aus
Blech und besitzen keine Rinnen für die Leitungsdrähte.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Doppeldrehgelenkes werden
u. a. folgende Vorteile erzielt: i. gute Einstellbarkeit der Anlage der Lagerflächen
und ihres Reibwiderstandes gegen Bewegung, 2. vollständige Umbildung der Leitungen,
Schaffung von Raum zum Umschließen starker Leitungen, 3. vollständige Einkapselung
der Leiter im Drehgelenk, .1. gute Zugänglichkeit zum Gelenkinnern und leichter
Zusammenbau seiner einzelnen Teile dank Gleichheit der beiden Lenker sowie kräftiger
Bau des ganzen Drehgelenkes. In der Zeichnung ist ein Ausfiihrungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt, welcher sich dadurch von den bekannten Doppeldrehgelenken
mit zwei Lenkern unterscheidet, daß die Lenker massiv ausgebildet, mit Rinnen zur
Aufnahme der Leitungen versehen und um ihre Längsachsen verdreht sind.
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Abb. i ist ein Aufriß, Abb. 2 eine rechte Seitenansicht der Abb. i,
Abb. 3 ein Schnitt nach Linie 3a-311 der Abb. 2 in größerem M aßstabe.
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Abb. d. und 5 sind Schaubilder der Verbindungslenker.
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Abb.6 ist eine Ansicht des Kopfes eines der zu verbindenden Teile
und Abb. 7 ein Schnitt nach Linie 7a-711 der Abb. i.
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Die beiden Lampenarmteile sind mit io und i i bezeichnet und deren
Verbindungsköpfe mit 12 und 13. Jeder dieser Teile 12, 13 besitzt eine ringförmige
Lagerfläche i4.. Durch die Mitten der Lagerflächen i`;. führt eine Queröffnung 15
hindurch, die mit dem Innenraum oder der Bohrung 16 des betreffenden Hauptteils
in Verbindung steht, sofern dieser die Form einer Röhre hat. Zwischen
jeder
Lagerfläche 14 und dem Nachbarende der Öffnung 15 ist ein quer vorragender Flansch
17 zum Zentrieren des Gelenkauges des zugehörigen Lenkers 18 angebracht.
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Die Verbindungsköpfe 12 und 13 sind um go° gegeneinander verdreht
und durch die beiden Lenker 18 miteinander verbunden, deren jeder an seinen beiden
Enden eine Ringlagerfläche ig izum Zusammenwirken mit den Lagerflächen 14 der Köpfe
12, 13 hat. Die Lenker sind erfindungsgemäß derart um ihre Längsachsen verdreht,
daß .die Ringlagerflächen ig seiner beiden Gelenkaugen 2o in zwei sich rechtwinklig
kreuzenden Ebenen liegen. Jeder Lenker 18 wird mit seinem einen Ende gelenkig mit
einer seitlichen Lagerfläche 14 des einen Kopfes 12 oder 13 und mit seinem anderen
Ende mit einer seitlichen Lagerfläche 14 des anderen Kopfes 12 oder 13 verbunden.
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Jeder Lenker 18 ist bei 2o in der Mitte seiner Lagerflächen ausgehöhlt.
Mit 21 sind die üblichen Bolzenlöcher in den Lenkerenden bezeichnet, von .denen
eins in jedem Lenker ein Gewinde für das Ende des Drehbolzens 23 .besitzt. Jeder
Lenker 18 besitzt erfindungsgemäß einen die Innenräume der beiden Gelenkaugen miteinanderverbindendenLängskanal
22 für die Leitungen 24.
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Die Lenker 18 werden mit den Köpfen 12 und 13 so zusammengesetzt,
daß ihre Lagerflächen ig .an die der Köpfe 12 und 13 durch die Bolzen 23 angepreßt
werden, wobei jeder Bolzen 23 durch ein Gelenkauge 2o des einen Lenkers 18, durch
eine Öffnung 15 und durch das andere Auge des anderen Lenkers hindurchgeht, in welches
er gleichzeitig mit seinem Gewindeende eingeschraubt wird. Die Seitenflanschen 17
der Köpfe 12 und 13 passen in die Vertiefungen 2o der Lenker 18, zentrieren die
Gelenkaugen der Lenker 18 und halten alle Gelenkteile in richtiger gegenseitiger
Lage. Ein fortlaufender, zur Aufnahme der Leitungsschnüre 24 dienender Kanal erstreckt
sich von der Öffnung 15 und der Bohrung 16 des einen der beiden Lampenar mteile
i o, I i .durch die Ausnehmung 2o und den Kanal 22 der Lenker i8 über ,die Ausnehmungen
2o am anderen Ende der Lenker 18 in .den anderen Lampenarmteil To oder ii.
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Die Leitungsdrähte werden infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung
des Gelenkes in letzterem in ihrer richtigen Lage und gleichzeitig voll eingekapselt,
geschützt und unsichtbar untergebracht und in einem ununterbrochenen Wege durch
das Gelenk hindurchgeführt. Der Erfindungsgegenstand ist außer für elektrische Lampen
auch für viele andere Zwecke brauchbar, ist leicht zugänglich, hat geringes Gewicht
und gutes Aussehen.