DE466452C - Motoranordnung fuer elektrische Lokomotiven mit Einzelachsantrieb und hochgelagertem Motor - Google Patents

Motoranordnung fuer elektrische Lokomotiven mit Einzelachsantrieb und hochgelagertem Motor

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DE466452C
DE466452C DEA47746D DEA0047746D DE466452C DE 466452 C DE466452 C DE 466452C DE A47746 D DEA47746 D DE A47746D DE A0047746 D DEA0047746 D DE A0047746D DE 466452 C DE466452 C DE 466452C
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown AG
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BBC BROWN BOVERI and CIE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/38Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement Of Transmissions (AREA)

Description

Die Einführung des Einzelachsantriebes bedeutet einen namhaften Fortschritt für den Bau elektrischer Lokomotiven. Bei der seitherigen Bauart desselben, die in baulicher Hinsieht einfach und in betriebstechnicher Hinsicht zuverlässig ist, wird ein zur Triebachse exzentrisch liegendes Zahnrad und eine einfache Zahnradübersetzung verwendet.
Die vorliegende neue Bauart ermöglicht, das Anwendungsgebiet für den Einzelachsantrieb noch wesentlich zu erweitern und gleichzeitig auch eine Reihe weiterer baulicher und betriebstechnischer Vorteile zu erzielen.
Bei derartigen Antrieben war es nämlich bisher sehr schwierig, an den Motor selbst heranzukommen, insbesondere ihn zwecks Ausbesserung oder Auswechselung auszubauen. Zwar hat man bei schmalspurigen Zahnradbahnen bereits die Motoren vollständig außer-
ao halb der beiden Triebradebenen angeordnet, wobei man schmale, langsam laufende Motoren verwenden mußte. Dies bringt zwar eine hervorragende Zugänglichkeit der Motoren mit sich, bedingt aber eine so kleine Leistung, wie
B5 sie für reine Adhäsionsbahnen nicht in Frage kommt, zumal wenn es sich um Fahrzeuge mit Normalspur handelt. Diese Aufgabe wird jedoch nach der Erfindung gelöst, bei welcher der Raum sowohl zwischen den Triebradebenen als auch außerhalb derselben für die Unterbringung des Motors nutzbar gemacht ist. Der Motor wird also von der Triebradebene mindestens einer Fahrzeugseite geschnitten und ist außerhalb des von den Umfangen der Triebräder begrenzten Raumes derart angeordnet, daß er als Ganzes nach Entfernung der ihn am Rahmen festhaltenden Teile nach der Seite aus dem Fahrzeug ausgebaut werden kann, ohne daß dabei ein Anheben oder Absenken desselben erforderlich ist.
Als Beispiel einer Ausführung der neuen Bauart ist in der Zeichnung der Antrieb für eine Lokomotive mit drei Triebachsen dargestellt. Abb. ι zeigt in einem Schnitt senkrecht zur Längsachse der Lokomotive die Anordnung der Teile des Antriebes für eine Triebachse, Abb. 2 dieselben von der Seite gesehen. Abb. 3 zeigt von der Seite gesehen die Antriebe der drei Triebachsen und Abb. 4 in teilweisem Querschnitt durch das Fahrzeug, in welcher Weise die Motoren aus dem Fahrzeug herausgenommen werden können.
Wie aus Abb. 1 hervorgeht, sind die Motoren a auf dem aus Längsträgern b und Querträgern c gebildeten abgefederten Fahrzeugrahmen derart angeordnet, daß sie vollständig außerhalb des zwischen den Triebrädern k, I befindlichen und von deren Umfang begrenzten Raumes liegen. Dadurch wird ermöglicht, die Motoren aus der Mitte des Fahrzeuges über die Ebene der Triebräder k hinausgeschoben auf der einen Seite zu lagern und auf diese Weise durch ihre Massen einen Ausgleich der Massen des Zahnradgetriebes zu erreichen. Das auf der
andern Seite an der Motorachse befestigte Ritzel«! kommt dabei samt seinem zugehörigen Zahnrad & auf die Innenseite des Triebrades ι zu liegen. Auf der Welle dieses Zahnrades, welche beiderseitig in g und h auf dem Fahr· zeugrahmen gelagert ist, sitzt außerhalb des Triebrades r ein zweites Zahnrad f. Dieses greift in ein einseitig im Rahmen gelagertes, mit dem Triebrad annähernd konzentrisch ίο liegendes Zahnrad i ein, das, durch eine allseitig bewegliche Kupplung mit dem Triebrad verbunden, die Triebachse antreibt.
Diese Bauart des Einzelachsantriebes von elektrischen Fahrzeugen bietet in konstruktiver und betriebstechnischer Hinsicht eine Reihe von Vorteilen. Für den Konstrukteur kommt als wesentlich in Betracht, daß ihm hier die Mittel geboten sind, die Übersetzung bis zu einer sechsfachen zu steigern. In jedem Teil des Getriebes bietet sich genügend Platz für neue zweckmäßige Gestaltung der Konstruktion und bequemen Zugänglichkeit aller Teile. Als Fahrzeugrahmen können Barrenrahmen verwendet werden. Durch die seitliche Verlegung des Motors aus. der Mittellage wird ein vollständiger Gewichtsausgleich gegenüber dem Zahnradgetriebe erzielt. Ein weiterer Gewichts- bzw. Massenausgleich läßt sich bei Fahrzeugen mit mehreren einzeln angetriebenen Achsen dadurch erzielen, daß die Antriebsvorgelege abwechselnd auf verschiedenen Fahrzeugseiten angeordnet werden. Die Abmessungen des Motors hinsichtlich Länge und Durchmesser können frei von Beschränkungen gewählt werden. Außerdem können Zwillingsmotoren für jede Triebachse eingebaut werden. So bietet sich die Möglichkeit, die Leistung des Motors bis zu der durch den jeweils zugelassenen Ächsdruck bestimmten Grenze zu steigern.
Für den Betrieb aber ergibt die neue Bauart wesentliche Vorteile aus der erhöhten Schwerpunktslage des Fahrzeuges und der leichten Zugänglichkeit aller Teile, insbesondere des Kollektors zum Abschleifen desselben an Ort und Stelle. Je nach der Wahl des Übersetzungsverhältnisses läßt sich der neue Antrieb für Güter- oder Schnellzuglokomotiven verwenden. Abb. 3 zeigt in Seitenansicht die Anordnung des Antriebes in einer Lokomotive von 4500 PS mit drei Triebachsen, von denen jede durch ein Motorenpaar α α! über ein Doppelvorgelege ie.fi angetrieben wird. Die entsprechenden Teile sind hier mit denselben Buchstaben bezeichnet wie in den Abb. 1 und 2.
Für den Ein- und Ausbau der Motoren aus dem Fahrzeug sind keine besonderen Gebäulichkeiten oder Vorrichtungen erforderlich. Denn vermöge ihrer Anordnung außerhalb des von den Triebrädern umfaßten Raumes können die Motoren, wie in Abb. 4 punktiert angedeutet ist, ohne weiteres seitlich aus dem Fahrzeug herausgenommen bzw. eingesetzt werden, ohne daß über ihnen befindliche Teile der Fahrzeugsausrüstung ausgebaut werden müssen.

Claims (2)

.Patentansprüche:
1. Motoranordnung für elektrische Lokomotiven mit Einzelachsantrieb und hochgelagertem Motor, der mit dem abgefederten Fahrzeugrahmen fest verbunden ist und über eine allseitig bewegliche Kupplung auf die Triebachse wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor als Ganzes lediglieh nach Entfernung der Befestigungsteile zwischen Motor und Fahrzeugrahmen nach der Seite durch bloße Horizontalverschiebung aus dem Fahrzeug ausgebaut werden kann.
2. Motoranordnung nach Anspruch 1 für Lokomotiven mit mehreren einzeln angetriebenen Achsen, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorgelege abwechselnd auf verschiedenen Fahrzeugseiten liegen und die Motoren daher abwechselnd nach verschiedenen Fahrzeugseiten ausgebaut werden müssen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
. GkbRüCKT in der
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