DE46629C - Neuerung an Schornsteinanlagen - Google Patents

Neuerung an Schornsteinanlagen

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DE46629C
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Germany
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chimney
smoke
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cleaning
pipe
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Expired - Lifetime
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DENDAT46629D
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English (en)
Original Assignee
— A. ROST in Franhfurt, Oder
Publication of DE46629C publication Critical patent/DE46629C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J3/00Removing solid residues from passages or chambers beyond the fire, e.g. from flues by soot blowers
    • F23J3/02Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys
    • F23J3/026Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys cleaning the chimneys

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
A. ROST in FRANKFURT a. Oder. Neuerung an Schornsteinanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Mai 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung in der Anlage von Schornsteinen, durch welche die Entfernung des in den letzteren sich ansammelnden Rufses von einer Centralstelle aus in einfachster und leichtester Weise und ohne dafs ein Besteigen des Daches erforderlich ist, ermöglicht wird. Das Wesen der vorliegenden Neuerung besteht einerseits in der Anordnung von verticalen doppelröhrigen Schornsteinzügen, bei welchen, das eine Rohr ausschliefslich zum Anschlufs an die Feuerstellen (Oefen, Herde etc.) dient, während das andere Rohr ausschliefslich zur Abfuhr der Verbrennungsproducte und des entstandenen Rufses in einen unten belegenen Sammelkanal, aus welchen der letztere leicht entfernt werden kann, benutzt wird, und andererseits in den Mitteln, vermittelst welcher der Anschlufs der Feuerstellen an diese verticalen, doppelröhrigen Schornsteinzüge bewirkt, und den Mitteln, durch welche ein vollständiges Reinigen der letzteren ermöglicht wird.
Abweichend von der bisher gebräuchlichen Anordnungsweise, den Rauch von einer, höchstens zwei Feuerungen in ein' russisches Rohr zu leiten und das letztere bis über das Dach hinauszuführen, werden bei der vorliegenden Neuerung sämmtliche neben und über einander befindliche Feuerungen in ein entsprechend weites Rohr S1 geleitet, neben dem ein zweites gleich weites Rohr S2 angebracht wird, in welchem der Rauch nach abwärts in einen Rauchkanal R N geführt wird. Von diesem Kanal R aus gelangt derselbe in den an einer passenden Stelle angelegten, wie gewöhnlich dimensionirten und besteigbaren Schornstein P, der bei einer Schornsteinanlage nach der vorliegenden Erfindung allein bis über die Dachfläche errichtet wird und zur Bedeckung eine Kappe K erhält.
Die Doppelröhren S1S2 werden von dem Sammelkanal R aus bis zum Fufsboden des Dachbodens vertical ansteigend, errichtet; dieselben erhalten an dieser oberen Stelle eine derartige Abdeckung, dafs durch Entfernung derselben die beiden Doppelrohre behufs einer event. Reparatur zugänglich sind. Bei der gezeichneten Anordnung werden hierfür beispielsweise zwei in Lehm verlegte starke Chamotteplatten (A B, Fig. 1 und 2) benutzt, von denen die untere A etwas ausgerundet, die obere B eine Aushöhlung enthält; beide sind mit doppelten Dachsteinschichten umgeben und abgedichtet. Im Rauchkanal R (s. Fig. 9, Schnitt nach a-b-c-d-e-f) wird diejenige Röhre S1, in welche sämmtliche Feuerungen einmünden, mit einer gut schliefsenden Thür versehen, dagegen bleibt das andere Rohr S2 zur Abführung des Rauches stets offen.
Der Rauch von den Oefen und Kochmaschinen wird, wie gewöhnlich, durch gufseiserne Ofenrohre M, Fig. 3, 4, 6 und 6 a, in den Schornstein geleitet; die gufseisernen Ofenrohre liegen hier in gufseisernen Kästen t von beliebiger, am besten länglich viereckiger Gestalt, deren untere Seite n, Fig. 6, behufs Abfallens des angesammelten Rufses abgeschrägt und deren innere, dem Schornsteinrohr S1 zugekehrte Seite g offen ist. Auf dieser Seite befindet sich eine um den in dem Kasten t festsitzenden Bolzen \ drehbare und mit dreieckigen Seitentheilen versehene Platte k, welche
sich nach dem Innern des Schornsteinrohres S1 etwas auslegen kann. Diese Platte dient zur Verhütung des Einrauchens und zur Regulirung der Strömungen in den Schornsteinen.
Behufs Reinigung dieser Doppelröhren S1 S2 sind oberhalb derselben dicht an der Chamotteabdeckung gufseiserne Rollen q (s. Fig. ι und 2) angebracht, über welche schmiedeiserne Ketten gehängt sind, welche bis hinunter in den Kanal reichen und an welche der in Fig. 5 und 5 a gezeichnete Reinigungsbesen befestigt wird. Dieser Besen besteht, wie Fig. 5 zeigt, aus einem hölzernen Kegel /21 von dem Querschnitt der Rohre S1S2 entsprechendem Querschnitt mit darüber angebrachten, horizontal gerichteten Borsten m und einem biegsamen Borstenkegel p. Der Holzkegel hat den Zweck, beim Niedergang des Besens die Auslegeplatten k zurückzudrücken; die horizontal gerichteten Borsten m^ welche zwischen zwei ebenfalls dem Querschnitt der Doppelröhren S1S2 entsprechend geformten Eisenplatten eingeklemmt sind, dienen zur Reinigung der senkrechten Seitenwände des Schornsteines, während der spitz zulaufende obere Besen ρ die Reinigung der Rolle, sowie der Unterfläche der zur Abdeckung der Doppelröhren S1S2 dienenden Chamotteplatte zu verrichten hat.
Die Reinigung selbst geschieht von dem unteren Sammelkanal R aus, in welchen der Schornsteinfeger durch einen Einsteigeschacht x, Fig. 8, gelangt und woselbst dieser den Reinigungsbesen an den Ketten mittelst Haken befestigt. Beim Heraufziehen des Besens werden die Auslageplatten k von diesem zurückgedrückt; das Aufdrücken derselben, wenn sie nicht von selbst zurückfallen, wird vom Zimmer aus durch den Stift o, Fig. 4 und 6 bewirkt.
Die beschriebene Schornsteinanlage ist in beiliegender Zeichnung in den Fig. 7, 8 und 9 durch zwei Grundrisse und einen Schnitt an einem Gebäude zur Veranschaulichung gebracht.
In dieser Anlage sind beispielsweise zwei besteigbare Schornsteine P angeordnet, einer für das Vorderhaus, der zweite für das Seiten- und Hinterhaus, weil hier die Feuerungen weit aus einander liegen. Die im Kellergeschofs (Fig. 8) schraffirt bezw. dunkel angelegten Räume T bedeuten die unter dem Kellergeschofs befindlichen Rauchkanäle; χ ist der Einsteigeschacht, welcher Verschlufsthüren oberhalb und zur Seite bei y erhält. Bei Oeffnung dieser beiden Thüren findet ein vermehrter Abzug statt. V sind Vorplätze vor den Rohrmündungen zur Hantirung des Schornsteinfegers,. W Schutzvorlagen gegen hinterliegende Rauchströmungen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Zur Reinigung von Schornsteinen die Anordnung einer Kettenrolle mit Kette zum Anhängen der Reinigungswerkzeuge in der am oberen Ende durchbrochenen Scheidewand zweier neben einander liegender verticaler Schornsteinröhren S1S2, von denen
. die aufsteigende Röhre zur Aufnahme der Feuergase aus den in verschiedenen Höhen befindlichen Feuerstellen, die absteigende Röhre zur Abführung des Rauches und Rufses in einen gemeinschaftlichen Sammelkanal dient.
2. In der unter 1. gezennzeichneten Schornsteinanlage die in Kasten t mit abgeschrägter Sohlplatte η um den Bolzen ^ sich drehenden, mit Zugknopf ο versehenen Klappen k.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46629D Neuerung an Schornsteinanlagen Expired - Lifetime DE46629C (de)

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