DE4652C - Ackergrabemaschine - Google Patents
AckergrabemaschineInfo
- Publication number
- DE4652C DE4652C DE18774652D DE4652DD DE4652C DE 4652 C DE4652 C DE 4652C DE 18774652 D DE18774652 D DE 18774652D DE 4652D D DE4652D D DE 4652DD DE 4652 C DE4652 C DE 4652C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- machine
- spade
- earth
- drum
- blades
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B35/00—Other machines for working soil
- A01B35/16—Other machines for working soil with rotating or circulating non-propelled tools
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
1877.
Dr. med. MEYER sen. in WISMAR. Ackergrabemaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1877 ab.
Diese auf beiliegenden Zeichnungen dargestellte Maschine wirkt im allgemeinen dadurch,
dafs an den beiden Rändern einer um eine Axe -beweglichen Trommel Spaten angebracht
sind, welche, wenn die Trommelin Bewegung gesetzt bezw. vorwärts gezogen wird, in die
Erde eindringen, die Erde lostrennen, heben und wieder auf eine andere Stelle fallen lassen.
In beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Seitenansicht dieser Maschine.
Fig. 2 Grundrifs derselben.
Fig. 3 Spaten mit Welle, Lager, Büchse und Wender.
Fig. 4 Lager der Spatenwelle.
Gleiche Buchstaben bedeuten gleiche Theile.
Die ganze Maschine ruht vermittelst der schmiedeisernen Axe d auf dem eisernen Gestell
c, dieses trägt die Deichsel e und vorn an der Deichsel eine, sowie hinten zwei verticale
Stangen, welche die Räder tragen. Die schmiedeiserne Axe d ist unbeweglich und an
beiden Enden mit kantigen Zapfen versehen, um zu verhindern, dafs dieselbe sich dreht.
Die Axe d trägt die schmiedeiserne Blechtrommel α, welche an ihren äufseren Rändern
mit so vielen Stiften besetzt ist, als Schaufeln vorhanden sind. Diese Stifte verhindern eine
ungünstige Umdrehung der Schaufeln g, wenn die Maschine sich in Thätigkeit befindet. Am
Rande der beiden inneren Seiten der Trommel werden vier oder drei eiserne Winkel so befestigt,
dafs an den freien concentrischen Lappen der Winkel auf jeder Seite der Trommel ein
eisernes Kreuz mit den vier bezw. drei Armen befestigt werden kann, dessen Mitte die Nabe
abgiebt.
In die beiden Seiten der Trommel α passen genau zwei durchbrochene starke Blechscheiben b,
auf welchen so viele gufseiserne Lager concentrisch mit je zwei Senkschrauben befestigt
werden, als Schaufeln vorhanden sind.
Die Lager haben in ihren beiden im rechten Winkel gebogenen Enden runde Oeffnurigen,
um die Spatenwellen durchzulassen, und reichen in der Länge von dem äufseren Rande der
Scheibe bis zu dem Punkte der Mitte, wo die Wender sich noch frei umdrehen können. Die
Breite und Stärke dieser Lager ist beliebig.
Die Spaten bezw. Schaufeln g, deren Anzahl vom Umfange der Trommel abhängt, sind
mittelst Scharnieren mit den Schaufelwellen verbunden, um beim Eingreifen in die Erde
die zugehörige Stellung gewinnen zu können.
Diese Scharniere sind so eingerichtet, dafs die Schaufeln am Vorderende der Maschine
beim Eindringen in das Erdreich eine winklige Biegung mit der Schneide nach unten zulassen,
am hinteren Ende der Maschine beim Ausheben der Erde jedoch eine Biegung nicht gestatten.
Die Schaufeln haben diejenige Länge, welche erforderlich ist, um die gewünschte Tiefe der
Ackerkrume zu gewinnen. Die Breite der Schaufel wird durch die Trommel bestimmt;
sie darf niemals so grofs sein, dafs die Kanten oder Ecken der Schneiden der beiderseitigen
Schaufeln eine Berührung zulassen. Aufserdem dürfen dieselben auch nicht zu leicht gearbeitet
sein, weil sie zum Eingreifen in das Erdreich die knieförmige Biegung sich durch ihre eigene .
Schwere zu geben haben. Bei sehr hartem Boden können die Schneiden der Schaufeln je
nach Belieben tief gekerbt sein, wie dieses an einzelnen Schaufeln in der Zeichnung gezeigt
ist.
Dicht oberhalb des Scharniers haben die Spatenwellen einen Ansatz, um ein Aufgleiten
im Lager zu verhindern und an dem Wendeende eine kleine Oeffnung für einen Splint, um
ein Abwärtsgleiten nicht zuzulassen.
Oben auf die Spatenwellen sind die Wender h aufgeschoben und daselbst befestigt. Sie bestehen
in einer auf dem Centrumende der Spatenwelle befestigten trapezförmigen eisernen
Platte; dieselbe dient einerseits dazu, die Schaufeln zum Eindringen in die Erde zu
stellen und andererseits, um durch Umdrehen der Schaufeln den Abwurf der Erde zu beschaffen.
An diesen Wendern wird also die Wendung der Schaufeln bewerkstelligt, indem beim Fortbewegen der Maschine die Wender
gegen die Mitnehmer gedrückt und überwunden werden. Zur Richtigstellung der Schaufeln vor
dem Eindringen in die Erde dient die Mitnehmerplatte 2, zum Umkippen der Schaufeln,
wenn dieselben aus dem Erdreich gekommen sind, die Mitnehmerplatte k.
Die Mitnehmerplatten sind an der Axe d befestigt und rotiren daher ebenso wenig als
letztere.
Um ein Ausgleiten der in die Erde einzudringenden.
Schaufeln zu verhindern, sind zwei am unteren Ende mit Rollen versehene Streben/
angebracht und berühren diese das Erdreich beim Fortbewegen 'der ganzen Maschine nicht.
Im Innern der Trommel ist noch eine besondere Einrichtung m angebracht. Dieselbe
besteht aus einem schweren radartigen Gewicht, welches zwischen zwei an der Axe der Maschine
befestigten Armen in einem länglichen Zapfenloch auf zwei Zapfen rollt, und zwar
gerade auf der Stelle, wo die Spaten in die Erde zu dringen haben, und ist vorhanden, um
den Schwerpunkt der Maschine nach vorn zu verlegen, dadurch den Gang der Maschine zu
erleichtern und ein Umfallen zu erschweren. Beim Gange der Maschine rollt dieses Gewicht
unaufhörlich und bleibt dabei stets in derselben Stellung.
Das ganze Gewicht der Maschine mit Einschlufs des in der Trommel rollenden Gewichts
mufs so schwer sein, dafs beim Andrängen der Maschine die Schaufeln bezw. Spaten sich
in das Erdreich eindrücken.
Wird beabsichtigt, ein Stück Acker umzugraben, so wird die in ihrem Gestell hoch
gestellt ruhende Maschine auf den umzugrabenden Acker befördert und an Stelle des Beginnens
unterhalb der noch über dem Erdreich stehenden Maschine mittelst eines anderen Spatens eine
Vertiefung gegraben, welche die untersten Schaufeln der Maschine aufnehmen kann. Alsdann
werden die beiden hinteren Räder f an dem Handgriff nach innen untergelegt und das
Vorderrad durch Umdrehen der Spindel so weit in die Höhe geschraubt, bis die Trommel
anf dem Erdreich ruht.
Sobald die Thiere anziehen, dreht die Trommel sich wie ein Rad um ihre Axe und
dabei drückt sich derjenige Spaten an der Vorderseite der Maschine, welcher vermöge
seines Scharniers durch seine Schwere sich mit seiner Schneide senkrecht auf das Erdreich
gestellt hat, durch das Darüberweggehen der Trommel tief in den Acker. Hier bleibt der
betreffende Spaten so lange stehen (da das Scharnier nachgiebt), bis derselbe senkrecht
unter dem Centrum der Trommel steht. Von diesem Moment an beginnt erst der bezügliche
Spaten in einer sehr günstigen Hebestellung die vor ihm stehende Erde zu lösen und zu
heben. Nun erst, wenn dieser Spaten mit seiner Schneide über dem Erdboden angelangt
ist, wird durch die Fortbewegung der Maschine und durch eine weitere Umdrehung der Trommel
der auf der Spatenwelle befestigte Wender gegen den betreffenden an der Maschinenaxe
befestigten Mitnehmer k gedruckt. Durch diesen Akt erfolgt eine Umdrehung und infolge dieser
der Abwurf der auf dem Spaten befindlichen Erde.
In dieser an dem hinteren Ende der Maschine erreichten Stellung wird dieser Spaten
so lange erhalten, bis ein zweiter an der Vorderseite der Maschine, ebenfalls an der Maschinenaxe
befestigter Mitnehmer i gegen eine zweite Seite des bezüglichen Wenders drückt, ihn
überwindet und dadurch den Spaten in die gehörige Stellung bringt, seine Arbeit aufs neue
beginnen zu können.
Bei Benutzung dieser Maschine wird sich das Rundgraben empfehlen, weil das Längsgraben
ein öfteres Zeit raubendes Wenden nothwendig machen würde.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die ganze beschriebene und in den Zeichnungen näher erläuterte Construction einer Ackergrabemaschine, speciell der bei Inbetriebsetzung der Maschine verwendete selbsttätige Mechanismus, durch welchen die Spaten in die Erde gesenkt, wieder gehoben und von der auf ihnen liegenden Erde befreit werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4652T | 1877-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4652C true DE4652C (de) | 1879-02-25 |
Family
ID=34608186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18774652D Expired DE4652C (de) | 1877-07-05 | 1877-07-05 | Ackergrabemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4652C (de) |
-
1877
- 1877-07-05 DE DE18774652D patent/DE4652C/de not_active Expired
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