DE463517C - Verfahren zur Herstellung von kernmercurierten Oxyarylalkylketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kernmercurierten Oxyarylalkylketonen

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DE463517C
DE463517C DEA39182D DEA0039182D DE463517C DE 463517 C DE463517 C DE 463517C DE A39182 D DEA39182 D DE A39182D DE A0039182 D DEA0039182 D DE A0039182D DE 463517 C DE463517 C DE 463517C
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mercured
oxyaryl
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alkyl ketones
nucleus
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/12Aromatic substances containing mercury

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von kernmercurierten Oxyarylalkylketonen
    Es ist bereits bekannt, daß bei der Ein-
    wirkung von Mercuriacetat auf Acetophenon
    das Quecksilber in eine aliphatische Seiten-
    kette eintritt unter Bildung einer labilen
    Verbindung (vgl. Berichte 35 119o2], S.2869
    unten und S.2870).
    Es wurde nun gefunden, daß im aromati-
    schen Kern durch eine oder mehrere Hydr-
    oxylgruppen substituierte Arylalkylketone bei
    Behandlung mit Mercurierungsmitteln unter
    milden Bedingungen, wie bei Verwendung von
    mäßigen, zumeist unter ioo° C liegenden. Tem-
    peraturen; kernmercurierte Verbindungen Ue-
    fern.
    Bringt man z. B. p-Oxyacetophenon mit
    Quecksilberacetat unter mäßiger Erwärmung.
    z. B. biss auf etwa 70° C, oder bringt man z. B.
    m-Oxyacetophenon mit Quecksüberacetatlö-
    sung von etwa 75° C zusammen, so erfolgt in
    rascher Reaktion die Bildung bisher unbe-
    kannter Quecksilberverbindungen, in denen
    das Metall. stark maskiert ist, und welche
    die für kernmercurierte Verbindungen eigen-
    tümlichen Reaktionen. zeigen.
    Ebenso wie die genannten, einfach zusam-
    mengesetzten Monooxyketone verbalten sich
    auch kompliziert zusammengesetzte und im
    aromatischen oder im fetten Rest oder bei-
    den Resten substituierte Ketone.
    Als geeignete Mercurierungsmitbel kommen
    Quecksilbersalze, vorzugsweise solcher schwa-
    cher Säuren, _ wie z. B. Quecksilberacetax-Cya-
    ni.de oder Sulfit, in Betracht.
    Da Oxyarylketene leicht zugänglich. sind (vgl.
    z. B. Berichte 48 [r915], S. I I22), so ist nach
    dem Verfahren die Möglichkeit gegeben, eine
    große Reihe neuer Quecksilberverbindungen
    herzustellen.
    Da bekannt ist, daß Acetophenon bereits
    durch milde Oxydationsmittel, z. B. Ferricyan-
    kalium, oxydiert wird, und daß die Oxydier-
    barkeit der fettcyklischen Ketome bei .den
    Monooxyketonen und noch in stärkerem Maße
    bei den Polyoxyketonen znnm"nt, war zu be-
    fürchten, daß die zu verwendenden. Oxyketone
    bei Behandlung mit dien bekanntlich auch
    oxydierend wirkenden Msrcurierungsmi!tteln
    einer Oxydation anheimfallen würden. Wie
    gefunden wurde, erhält man aber kernmercu-
    rierte Verbindungen, welche das Quecksilber
    in sehr fester Bindung enthalten.
    Die nach der Erfindung herstellbaren
    Quecksilberverbindungen sollen in der The-
    rapie Verwendung finden.
    Beispiele.
    i. Darstellung des i-Oxy-2-chlor-q.-acetyl:,
    6-n-iercuribenzolchlorids und -acetats.
    1,7 g 2-Chlor-i-oxy-q.-acetylbenzol werden
    mit 3,18g Mercuriacetat innig vermischt und
    fein pulverisiert, etwa 11/2 Stunden zwischen
    70° und 9o° erhitzt, wobei man die Schmelze
    möglichst gut durchrührt. Nun wird. das Re-
    aktionsprodukt mit einer genügenden Menge
    Alkohol warm aufgenommen, wodurch gege-
    benenfalls unveränderte Anteile des Ketons
    und Nebenprodukte in Lösung gebracht wer-
    den. Der %n Alkohol -unlösliche Anteil. wird
    nach dem Absaugen und Trocknen aus 6opro-
    zentiger Essigsäure mehrmals umkristallisiert.
    Dieses Acetat, das man in einer Ausbeute
    von über 8o % erhält, zeigt eänen scharfen
    Schmelzpunkt nicht, sondern. zersetzt sich
    gegen 174' unter Aufblähen und Dunkel-
    färbung.
    Aus dem Acetat läßt sich ein kristallisiertes
    Chlorid leicht erhalten, wenn man das erstere
    in Eisessig löst und die Lösung vorsichtig
    unter Rühren m eine Kochsalzlösung einträgt.
    Nach Neutralisation mit Natronlauge erhält
    man das Chlorid in Kristallnädelchen, die
    aus 5oprozentiger Essigsäure umkristallisiert
    werden können. Der Schmelzpunkt des Chlo-
    rids liegt bei igg°. Das mercurierts Oxyketon
    ist in Alkalien löslich und gibt mit Schwefel-
    ammonium erst nasch längerem Erhitzen eine
    Fällung von Quecksütbersulid.
    2. Darstellung des 2-Oxy-3-chlor-i-aoetyl
    5-mercuribenzolchlorids und -aoetats.
    1,7 g 3-Chlor-2-oxy- t-acetylbenzol werden
    in gleicher Weise wie im Beispiel i mit 3, 18 g
    Mercuriacetat bei Wasserbadtenperatur zur
    Reaktiion gehrecht. Die durch heißen Alkohol
    in Lösung gebrachte Reaktionsmasse gibt
    nach dem Filtrieren auf Zusatz von Wasser
    eine kristallinische Fällung von Acetat dies
    mercurierten Chloroxyketons. Das Chlorid,
    erhält man in analoger Weise wie in Bei-
    spiel i durch Fällen. der Acetatlösung mit
    Natriumchlorid. Das C1hlorid schmilzt bei
    235°. Das Produkt ist in Alkalien löslich
    und gibt mit Schwefelammonium. .erst in der
    Hitze sein Quecksilber als Sulfid ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von kern- mercurierten Oxyarylalkylketonen, dadurch gekennzeichnet, daß man im aromatischen Kern durch eine oder mehrere Hydroxyl- gruppen substwtuieri>G Arylalkylk.etoneunter schonenden Bedingungen, wie Einhaltung mäßiger Temperaturen, vorzugsweise ioo° nicht wesentlich übersteigender, mit mer- curierenden Mitteln behandelt.
DEA39182D 1923-01-13 1923-01-13 Verfahren zur Herstellung von kernmercurierten Oxyarylalkylketonen Expired DE463517C (de)

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