DE46015C - Apparat zum Entfetten von Wolle und anderen Textilmaterialien, Oelsamen etc - Google Patents

Apparat zum Entfetten von Wolle und anderen Textilmaterialien, Oelsamen etc

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DE46015C
DE46015C DENDAT46015D DE46015DA DE46015C DE 46015 C DE46015 C DE 46015C DE NDAT46015 D DENDAT46015 D DE NDAT46015D DE 46015D A DE46015D A DE 46015DA DE 46015 C DE46015 C DE 46015C
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carbon disulfide
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J. SINGER und M. W. JODELE in Adelaide (Süd-Australien); Vereter: H. & W. PATAKY in Berlin SW., Königgrätzerstr. 41. Vom 23; März 1888 ab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/10Production of fats or fatty oils from raw materials by extracting

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 23: Fettindustrie.
(Süd -Australien).
Die nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf einen neuen Apparat zum Reinigen von Wolle, Textilmaterialien und anderen Producten von Fett und anderen fremden Beimischungen mittelst Schwefelkohlenstoffes oder anderer Lösungsmittel in continuirlichem Betriebe. Der Apparat ist ebensowohl für die Extraction von Oelen und Fetten aus Samen und anderen Producten anwendbar, wobei das Fett oder OeI, während es in Lösung ist und bevor es von dem Lösungsmittel getrennt wird, einer Filtration unterzogen wird. In der nachstehenden Beschreibung ist nur auf das Reinigen und Entfetten von Wolle Rücksicht genommen.
Bei dem neuen Verfahren wird die Wolle automatisch und ununterbrochen durch Schwefelkohlenstoff geführt, anstatt wie bei dem bisher bekannten Verfahren die Schwefelkohlenstofflösung über die Wolle zu giefsen. Durch das neue Verfahren werden gleichzeitig Sand und andere erdige Beimischungen während der ersten Periode des Einweichens der Wolle in Schwefelkohlenstoff sowie auch Potasche und andere in Schwefelkohlenstoff unlösliche Salze entfernt, ohne dafs es nöthig ist, ein besonderes Reinigungsverfahren zum Entfernen derselben in Anwendung zu bringen. Nachdem das Lösungsmittel mit dem Fett gesättigt ist, wird es durch ein Filter geleitet und hierauf in eine Retorte übergeführt, dort umdestillirt, und fliefst dann condensirt dem Einweichgefäfs wieder zu. Das abdestillirte Fett wird in einen Rectificirapparat übergeführt, wo die letzten Spuren des Schwefelkohlenstoffes abgetrieben werden und das Fett somit für weitere Zwecke verwendbar wird. Die Wolle wird während dieser Zeit bei ihrem Durchgange durch das Einweichgefäfs wiederholt kalt ausgedrückt, so dafs der gröfsere Theil des Lösungsmittels ausgepreist wird. Hierauf gelangt die Wolle in eine Trockenkammer, wo sie einem Gegenstrom heifser Luft ausgesetzt wird. Die aus dem Apparat herauskommende vollkommen gereinigte und trockene Wolle wird hierauf der Wirkung von rotirenden Schlägern ausgesetzt, welche den Zweck haben, fremde Stoffe, welche noch an den Wollfasern hängen geblieben sind, fortzuführen. Die Wolle wird bei diesem Verfahren in einer dünnen Lage ausgebreitet und zwischen zwei Siebtüchern aus Metall geprefst. Während die Wolle auf diese Weise durch das Macerationsgefäfs (Einweichgefäfs) geleitet wird, läuft sie der Lösungsflüssigkeit entgegen, so dafs die Wolle mit immer reinerem Schwefelkohlenstoff in Berührung kommt, bis die letzten Spuren von Fett entfernt sind. Die Wolle gelangt dann in mit Wasser gefüllte Bassins, wo die Kalisalze und andere in Schwefelkohlenstoff unlösliche Salze aus ihr gelöst werden. Dadurch, dafs die Wolle während des Einweichens (Macerirens) durch Walzen geprefst wird, wird der gröfste Theil der löslichen Substanz ausgezogen, ohne dafs es nöthig ist, die Wolle einer andauernd höheren Temperatur auszusetzen.
Von dem Augenblicke an, wo die Wolle
auf den Speisetisch aufgelegt wird, bis zu dem Zeitpunkt, wo dieselbe aus der Maschine herauskommt, kommt dieselbe mit der Hand überhaupt nicht in Berührung. Zuflufs und Abflufs der Lösungsflüssigkeit regulirt sich automatisch, und die einzelnen Zellen des Macerateurs sind so beschaffen und auf eine solche Höhe gefüllt, dafs Zuflufs und Abflufs gleich sind. Das Fett kommt filtrirt aus dem Apparat, so dafs seine spätere Behandlung wesentlich erleichtert ist.
Die Erfinder verwenden als Macerirgefäfs einen langen Trog, welcher durch Doppelwände in eine Anzahl Zellen getheilt ist, welche allmälig an Höhe zunehmen, derartig, dafs die niedrigste Zelle an der Seite des Eintrittes der Wolle liegt. Die zwei Siebtücher, zwischen denen die Wolle ausgebreitet ist, gehen zwischen zwei Rollen, die zwischen zwei Zellen angeordnet sind, und werden durch eine in der Zelle befindliche Rolle gespannt. Nachdem die Wolle durch eine Anzahl Zellen gegangen ist, welche nur Schwefelkohlenstoff enthalten, geht das Band durch zwei oder mehrere Zellen, welche mit Wasser angefüllt sind und in welchen die Kalisalze gelöst werden, hierauf durch eine verticale Passage in die Trockenkammer, wo sie, nachdem sie durch eine Reihe kalter und erhitzter Walzen hindurchgegangen ist, über eine erhitzte Fläche geführt wird und einen Gegenstrom erhitzter Luft empfängt. Durch die letzteren Mittel werden die letzten Spuren des Lösungsmittels abgetrieben, und die Wolle verläfst die Trockenkammer vollkommen frei von Fett und Feuchtigkeit. Hierauf gelangt das ,Siebtuch noch unter rotirende Schläger, welche die letzten erdigen Theilchen, die der Wollfaser noch anhaften sollten, entfernen, und schliefslich wird die Wolle auf einen Tisch abgelegt. Der mit Fett gesättigte Schwefelkohlenstoff passirt nach dem Verlassen des Macerirgefäfses ein Filter und fliefst von hier in eine Retorte ab, wo er rasch erhitzt und nach dem Passiren eines Condensators als gereinigter Schwefelkohlenstoff wieder zu dem Macerirgefäfs zurückgeleitet wird. Die aus der Trockenkammer entweichenden Dämpfe werden in eine Kühlschlange geleitet und gehen durch denselben Condensator wieder nach dem Macerirgefäfs. Das in der ersten Retorte gewonnene Fett fliefst in eine zweite oder Rectificirretorte. Hier werden die letzten Spuren des Lösungsmittels entfernt und das Fett in gereinigtem Zustande abgezogen. Das Wasser zum Lösen der Kalisalze wird, wenn nöthig, abgezogen und durch frisches ersetzt. Die ersten Wollzellen und Macerirgefäfse, welche, da die Wolle in sie eintritt, eine gröfsere Masse erdiger Bestandtheile enthalten, sind mit Becherwerken versehen, welche die festen Bestandtheile auffangen und sie in einen Kanal oberhalb der oberen Rollen führen. Dieser Kanal hat eine Transportschnecke, welche dieselben mittelst eines Transportbandes auf eine Darre führt, wo das in den Niederschlägen enthaltene . Lösungsmittel noch durch Hitze verflüchtigt wird. Die Rollen zum Führen der Siebtücher sind durch Ketten und Kettenräder mit einander in Verbindung; eine derselben wird von der Aufsenseite des Apparates angetrieben, derart, dafs der Antrieb der Rollen unter einander in das Gefäfs gelegt ist.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen ist eine Seitenansicht des Apparates,
Fig. 2 ein Grundrifs desselben,
Fig. 3 ein Längenschnitt des Macerirgefäfses und der Trockenkammer mit abgehobenem Gestell,
Fig. 4 ein Verticalschnitt desselben nach Linie Y-Z, welcher die Entfettungskammern in vergröfsertem Mafsstabe veranschaulicht.
Fig. 5 zeigt den Grundrifs des Macerationsgefäfses.
Fig. 6 und 7 zeigen den Querschnitt durch die Concentrir- und Rectificirretorte.
Fig. 8 zeigt den Querschnitt durch die Darre.
Der Metalltrog A hat eine metallene Abdeckung von Eisen, welche aus einer Anzahl Schieber besteht und durch Wasserverschlüsse i luft- und dampfdicht erhalten ist. Aufserdem ist das Dach mit Glasfenstern versehen. Durch die Doppelwände A1 A2 ist der Trog A in eine passende Anzahl Zellen 1,2, 3 u. s. w. getheilt. Diese Zellen sind dicht an dem Boden mit Rohranschlüssen versehen, welche durch Hähne absperrbar sind und zwei benachbarte Zellen mit einander verbinden. Durch diese Hähne kann der Macerateur vom Schwefelkohlenstoff entleert werden. Die Wände A1 der Zellen 1 und 2 reichen im Gegensatz zu den Wänden A2 nicht ganz bis an den Boden. In den übrigen Zellen 3,4 u. s. w. dagegen reichen die Wände A1 bis zum Boden, während . die Wände A2 etwas von demselben abstehen. B ist ein verticaler Kanal von dem Macerationsgefäfs nach der Trockenkammer C. Mit D1 und D2 sind Wellen in A und C bezeichnet, durch welche die Rollen für die Siebtücher angetrieben werden. E ist ein Arm, welcher den Kanal £ mit der Kühlschlange F verbindet. G bezeichnet den Eintritt der beiden Siebtücher in das Macerationsgefäfs A. H ist die mit der Transportschraube J versehene Rinne (Fig. 4) für den Bodensatz, welcher aus der Wolle hinter dem Eintritt derselben in das Macerationsgefäfs A gewonnen wird. Aus der Rinne wird der Bodensatz auf ein endloses Band K übergeführt und von letzterem in die Darre L (Fig. 8) geleitet. MM1 bezeichnet die beiden
endlosen Siebtücher für die Wolle. N ist die Antriebsscheibe, ΛΓ1 N2 die Betriebsscheibe für die Wellen D1 D2. O bezeichnet den Austritt der Metalltücher aus der Trockenkammer. P ist die Heizkammer in der Trockenkammer C. R bezeichnet das Kühlrohr für die Kühlschlange F. S ist ein Sammelgefäfs für den aus der Kühlschlange F gewonnenen Schwefelkohlenstoff. T, Fig. 6, ist die Concentrirretorte für den mit Fett geschwängerten Schwefelkohlenstoff; U, Fig. 7, der Rectificirapparat für das Fett; V ein Kanal, welcher die Concentrirretorte T mit dem Sammelgefäfs S verbindet. Mit α sind Walzenpaare bezeichnet, welche über den Zwischenwänden des Macerirgefäfses liegen und zwischen sich die mit Wolle belegten Siebtücher führen. Dieselben werden durch Kettenräder in Bewegung gesetzt, a1 sind Beschwerungsrollen, nahe dem Boden der Zellen liegend, zum Spannen der Siebtücher MM1 (s. Fig. 3). Durch Rohrleitung b wird das Lösungsmittel in die Macerirgefäfse übergeführt.· c bildet ein Absatzgefäfs, d ein Filter in letzterem. e führt den mit Fett geschwängerten Schwefelkohlenstoff aus dem Absatzgefäfs in die Concentrirretorte T. /ist ein Deckel auf dem Absatzgefäfs c, des erforderlichen luftdichten Abschlusses wegen mit Wasserverschlufs i1 versehen, g ist ein Ausflufshahn für das Absatzgefäfs c, gl ein 'Hahn, durch dessen Oeffhen neuer Schwefelkohlenstoff zugeführt werden kann. J1 J2 sind Seiten wände in der ersten und letzten Zelle, um einen luftdichten Abschlufs des Macerateurs A zu bewirken. kl k2 ks sind die Wellen zum Antriebe der Rührvorrichtung. Z, Fig. 3, bezeichnen Transportbänder für den Bodensatz aus der ersten Reihe der Zellen. Dieser Bodensatz tritt bei m, Fig. 8, in die Darre, wird hier von Transportbändern nl bis M8 in Richtung der Pfeile bewegt und fällt bei ο aus der Darre, ρ bezeichnet Schneckenräder zum Antrieb der Rollen für das Siebtuch, q q sind Excenter in der Trockenkammer C, J-1T2T3 ,Walzen innerhalb des Kanales jB, s1 s2 ss mit Dampf oder auf andere Weise erhitzte Walzen in der Trockenkammer, t1t2 Bänder über denselben. u bezeichnet den Dampfeintritt, u1 den Dampfaustritt für die Heizkammer P, V1V2 den Eintritt heifser Luft in die Trockenkammer, w sind Rinnen am Dach der Trockenkammer, um das Abtröpfeln von Flüssigkeit zu verhindern. Mit χ sind die rotirenden Schläger zum Entfernen der trockenen, erdigen Stoffe von der Wolle bezeichnet, nachdem dieselben die Trockenkammer passirt haben, y ist der Ablegetisch für die Wolle, \ der Ueberlauf des mit Fett geschwängerten Schwefelkohlenstoffes in die Concentrirretorte T. Um den Apparat in Gang zu setzen, füllt man sämmtliche Zellen, mit Ausnahme von 1 und 2, mit Schwefelkohlenstoff. Die Zellen 1 und 2 werden mit Wasser gefüllt, welches infolge der Anordnung der Zwischenwände A1 A2 vom Uebertritt nach den Zellen 3 und 4 zurückgehalten ist. Der Schwefelkohlenstoff, welcher entweder bei B eintritt oder aus der verticalen Kammer B herabfällt, ist schwerer als Wasser, sammelt sich in der Zelle 1, steigt zwischen den Wänden A1 A2 nach Zelle 2 und fliefst von hier in derselben Weise nach Zelle 3. In den anderen Zellen kann das abgesetzte Fett über die Wände A1 in die nächst niedrigere Zelle gelangen und tritt schliefslich in die Kammer c, wo sich also der mit Fett vollständig gesättigte Schwefelkohlenstoff ansammelt. Durch das Filter d in demselben wird jeglicher Bestandtheil von erdigen Stoffen zurückgehalten und die gereinigte Lösung wird durch Rohr e in die Retorte T übergeführt. Hier gelangt zunächst dieselbe in den Eingufs ^1 und fliefst durch' eine Oeffnung in halbrunde, oben offene Rinnen, welche über der Dampfschlange in der Concentrirretorte X1, Fig. 6, angeordnet sind. Durch die Anordnung der Rinnen auf der Dampfschlange ist eine grofse Heizfläche erzielt, und es wird somit der gröfste Theil der Lösung in Dampfform übergeführt, nach dem Condensirkanal F, Fig. 2 und 6, abgetrieben, hier condensirt, und gelangt dann in das Sammelgefäfs S. Das Fett tropft allmälig in die zweite Retorte oder den Rectificirapparat U, Fig. 7. Hier werden durch eine sich drehende Dampfschlange die letzten Reste von Schwefelkohlenstoff zum Verdampfen gebracht und das sich ansammelnde Fett durch einen Hahn abgelassen.
Der sich in dem Raum c ansammelnde Bodensatz wird zeitweise durch Hahn g abgelassen und das Filter gereinigt.
Die dem Wolleintritt am nächsten gelegene Zelle wird gewöhnlich von den übrigen abgeschlossen und beim Entfetten der Wolle (während des Arbeitens der Maschine) leer gehalten , aber sonst mit Wasser gefüllt. Die an dem Wasserabschlufs i befestigte und nach beiden Seiten hin dichtende Wand J1 taucht in das Wasser dieser Kammer und bildet so einen Wasserabschlufs, so dafs beim Stillstand der Maschine Schwefelkohlenstoffdämpfe nach vorn nicht austreten können. Eine ähnliche Wand J2 am hinteren Ende des Macerateurs A taucht in die Zelle 1 und bildet einen zweiten Wasserabschlufs. An der Wand J2 ist eine kleine Saugpumpe angeordnet, welche von der Welle aus in Thätigkeit gesetzt wird; diese saugt, wenn die Maschine in Gang gesetzt ist und also bei j1 kein Wasserabschlufs vorhanden ist, die Schwefelkohlenstoffdämpfe aus dem Macerateur A ab und verhindert auf
diese Weise, dafs dieselben bei G austreten können.
Die von den Wellen k1 k2 8 in Thätigkeit gesetzten kleinen Becherwerke (bei 13 bis 18, Fig. 3) schöpfen den Bodensatz aus den ersten sechs -Zellen ab und befördern ihn in die Rinne H. Letztere ist am Boden siebartig durchlöchert, so dafs der mitgeschöpfte Schwefelkohlenstoff wieder in die Zelle zurücktropfen kann. Die Transportschraube / fördert den Bodensatz, wie beschrieben, in den Trichter /, von wo er unter Vermittelung eines Transportbandes in die Darre L (Fig. 8) gelangt. Hier wird der noch im Bodensatz enthaltene Schwefelkohlenstoff ausgetrieben. Die Darre enthält eine Anzahl Transportbänder n1 bis n8, welche sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit drehen und durch deren Führungswalzen ein heifser Luftstrom hindurchströmt. Die Schwefelkohlenstoffdämpfe, welche sich beim Procefs entwickeln, gehen durch einen Kanal E (eine Haube) in den Condensator F und fliefsen von hier in das Macerationsgefäfs A zurück.
Die Siebtücher MM1 werden zweckmäfsig aus dünnem Kupfer- oder Zinndraht von 6 bis 13 mm Maschenweite hergestellt.
Die Wolle wird bei M in langen, dünnen Schichten aufgelegt. Sie tritt bei G in den Macerateur, wird durch das zweite Siebtuch Af1 zugedeckt, geht durch das erste Rollenpaar a a und wird dann durch die Beschwerungsrolle a1 immer in die Lösungsflüssigkeit getaucht, sowie hierauf durch das nächste Rollenpaar a a ausgeprefst, bevor sie wieder in die nächste Zelle eintaucht. In solcher Weise wird die Wolle eine Zeit lang abwechselnd in Schwefelkohlenstoff eingetaucht und wieder ausgepreist und gelangt schliefslich in die Zellen 2 und 1, welche mit Wasser angefüllt sind; beim Passiren dieser Zellen werden die in Schwefelkohlenstoff unlöslichen Salze der Wolle aus derselben gelöst; hierauf geht die Wolle im Zickzack über die Rollen λ1 in die verticale Kammer B und, nachdem dieselbe durch die ungeheizten Rollen r1 r2 r3 ausgepreist ist, tritt sie in die Trockenkammer C. Die Walzen s1 s2 ss sind hohl und werden durch Dampf erhitzt. Ueber diese Walzen sind Flanelltücher gespannt, damit letztere die Feuchtigkeit der zwischen ihnen hindurchgehenden Wolle aufnehmen. Wenn hierauf die Siebtücher mit der Wolle die Walzen S1S2S3 verlassen, so empfangen sie durch die Excenter q q über der Heizkammer eine hin- und hergehende Bewegung. Hier werden die Siebtücher durch die Rohre v1 v2 noch einem heifsen Luftstrom ausgesetzt. Vollkommen trocken verläfst die Wolle die Heizkammer bei O. Hierauf werden die trockenen, erdigen Substanzen, welche der Wolle noch anhaften könnten, durch rotirende Schlagflügel x, unterhalb deren die Wolle hindurchgeht, entfernt und hierauf auf den Ablegetisch y übergeführt. Die Heizkammer P wird mittelst Dampfes geheizt, welcher durch das Rohr u eintritt, während das hierbei gebildete Condensationswasser durch u1 ablaufen kann. Die aus den Rohren v1 v2 strömende heifse Luft führt die Schwefelkohlenstoffdämpfe nach dem Helm E in die Kühlschlange F. Die aus der Retorte T der Darre L sich entwickelnden und in der Kühlschlange F abgekühlten Dämpfe werden nach dem Sammelgefäfs S übergeführt, aus welchem die Condensationsflüssigkeit zurück nach dem Macerationsgefäfs geführt wird.. Es fliefst auf diese Weise der in Dampf umgewandelte Schwefelkohlenstoff wieder nach dem Macerationsgefäfs zurück und ist so ein Kreislauf für die lösende Flüssigkeit geschaffen. Die Menge des in die Retorte überfliefsenden Schwefelkohlenstoffes richtet sich ganz nach dem Ueberfliefsen von Schwefelkohlenstoff aus dem Sammelgefäfs S in das Macerationsgefäfs Ä. ■

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Entfetten von Wolle, Textilfasern, Oelsamen u. dergl., bestehend aus dem Macerator A (Fig. 3), d. i. einer Batterie unter einander zusammenhängender, mit Schwefelkohlenstoff gefüllter Bassins, in welche das zwischen zwei endlosen Tüchern eingeschlossene, zu entfettende Rohproduct eingetaucht und dadurch systematisch entfettet wird, ferner bestehend in der Anordnung von wenigen mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten angefüllten und unter einander verbundenen Zellen 1, 2 zum Auslaugen des Rohproductes von Potasche und anderen in Schwefelkohlenstoff unlöslichen Stoffen, weiter bestehend aus der Zickzackpassage B, den Prefs- und Druckvorrichtungen rl s1 P und der Reinigungsvorrichtung xx, bei welchem Entfettungsapparat der ablaufende, mit Fett geschwängerte Schwefelkohlenstoff in den Retorten T und U verdampft, sodann condensirt und der in der Heizvorrichtung ausgetriebene und in F gekühlte Schwefelkohlenstoffdampf wieder dem Macerator zugeführt wird, und bei welchem Entfettungsapparat die in den ersten Zellen des Macerators sich absetzenden festen Bestandtheile entfernt, gehoben und in der Darre L erhitzt werden, wobei der freigewordene Schwefelkohlenstoff ebenfalls dem Macerator wieder zugeführt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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