DE45950C - Apparat zum Reinigen von Wolle - Google Patents

Apparat zum Reinigen von Wolle

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DE45950C
DE45950C DENDAT45950D DE45950DA DE45950C DE 45950 C DE45950 C DE 45950C DE NDAT45950 D DENDAT45950 D DE NDAT45950D DE 45950D A DE45950D A DE 45950DA DE 45950 C DE45950 C DE 45950C
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wool
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conveyor belt
heated
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Application number
DENDAT45950D
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Original Assignee
CH. ROBESON in Philadelphia, V. St. A
Publication of DE45950C publication Critical patent/DE45950C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B3/00Mechanical removal of impurities from animal fibres
    • D01B3/04Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres
    • D01B3/08Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres with longitudinal movement of either wool or liquid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 76: Spinnerei.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Reinigen und Entschweifsen von Wolle. Dieses Reinigen und Entschweifsen geschieht ohne jede Anwendung von Alkalien .oder anderen chemischen Substanzen in der Weise, dafs sowohl der aus der Wolle entfernte Wollschweifs sowie das Wollfett ohne Weiteres wiedergewonnen werden können, als auch das Fasermaterial selbst in solcher Beschaffenheit erhalten wird, dafs es gekämmt, gekratzt und gesponnen werden kann, ohne dafs man nöthig hätte, es, wie bisher, durch Einölen geschmeidig zu machen.
Bisher war es allgemein üblich, Wolle mit Hülfe von Wasser und scharfen Alkaliseifen zu reinigen, zu welchem Zweck man die verschiedensten Vorrichtungen und Methoden anwendete. Man hat_ auch zur Wollreinigung die Anwendung von Naphta-, Steinöl- oder Petroleumdämpfen vorgeschlagen. Die Anwendung von Wasser und Seife zeigt den Hauptübelstand, dafs das Alkali die Wollfaser angreift und hart macht, so dafs dieselbe vor dem Krempeln und Spinnen einer Behandlung mit OeI unterworfen werden mufs. Die Anwendung der Naphta- oder Kohlenwasserstoffdämpfe hat aufser anderen Uebelständen besonders den der grofsen Feuergefährlichkeit. Bei dem vorliegenden Apparat wird die Entfernung der fremden Bestandtheile aus der Wolle durch Anwendung von Feuchtigkeit, Wärme und Druck bewirkt.
Versuche haben ergeben, dafs, wenn unreine Schurwolle, wie dieselbe z. B. gleich nach der Schur beschaffen ist, mit Wasser etwas angefeuchtet und dann einer Temperatur von ungefähr 570 C. unterworfen wird, Wollfett und Wollschweifs weich und so flüssig gemacht werden, dafs sie vermittelst mechanischen. Druckes leicht und vollständig oder nahezu vollständig von der Faser getrennt werden können. Demgemäfs wird die Wolle zuerst mit Wasser schwach angefeuchtet, dann diese feuchte Wolle der Einwirkung der Wärme bei ungefähr 570C. unterworfen, welche Temperatur auch Aenderungen erfahren kann, und endlich mechanisch geprefst, um die aufgeweichten fettigen Bestandtheile zu entfernen.. Die so behandelte entfettete und ehtschweifste Wolle wird in Wasser gewaschen, geprefst und getrocknet, worauf dieselbe zur weiteren Verarbeitung, zum Kämmen und Verspinnen geeignet ist, ohne dafs sie bei richtiger Regulirung des zum Pressen angewendeten Druckes eingefettet bezw. eingeölt zu werden braucht.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Apparat im Längsschnitt veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι den für die Entschweifsung und Entfettung, Fig. 2 den für die Waschung und Fig. 3 den für die Trocknung der Wolle bestimmten Theil des Apparates.
Die unreine Wolle wird auf den Tisch A gelegt, von wo sie durch ein endloses Transportband B oder eine ähnliche Vorrichtung weiter befördert wird. Dieses endlose Band führt zunächst durch einen Behälter C, der mit zwei Ventilatoren cc1 ausgestattet ist, von welchen der eine über, der andere unter dem Transportband B sich befindet, und welche Luft auf bezw. durch die Wolle treiben, um letztere dadurch zu lockern und von Staub etc. zu befreien. Die Ventilatoren sind durch
Siebe c2 cs geschützt, durch welche eine Vertheilung der Luft bewirkt und zugleich verhindert wird, dafs Wollfasern in die Ventilatorkammern gelangen. An dem oberen Theil des Behälters C ist ein Rohr C x zum Absaugen von Staub aus der oberen Kammer des Ventilatorbehälters C angeordnet. Das Transportband B führt die Wolle durch den Ventilatorbehälter oder die Staubreinigungskammer C und dann von den Rollen bb gestützt und geführt in die Anfeuchtungs-, Heizoder Dämpfkammer F.
An der Stelle, an welcher das Band B in diese Kammer F eintritt, ist ein Rohr D angeordnet, durch welches Wasser in Form von Strahlen oder eines Sprühregens auf die Wolle geleitet wird. Das überschüssige Wasser kann sofort in den Behälter d abfliefsen und von hier mittelst Hahnes d1 nach dem unteren Theil des Behälters C geführt werden, von wo es zusammen mit den hier angesammelten Unreinigkeiten durch das Rohr d'2 weggeleitet wird.
Die Menge der der Wolle mitzutheilenden. Feuchtigkeit hängt ganz von der Beschaffenheit der Wolle ab und mufs jedesmal durch Versuch festgestellt werden. Sehr schmutzige Wolle mufs ganz oder nahezu mit Wasser gesättigt werden, während weniger unreine Wolle weniger Wasser bedarf.
Zur Heizung der Heiz- oder Dampfkammer F sind in derselben oberhalb bezw. unterhalb des Transportbandes B Heizrohre E bezw. E1 angeordnet, welche mit geeigneten Regulirvorrichtungen als Hähnen, Ventilen etc. behufs Regulirung der Temperatur ausgestattet sind. Eine Temperatur von ungefähr 570C. hat sich in vielen Fällen als zweckmäfsig erwiesen; einige Wollarten bedürfen nur einer Temperatur von ungefähr 43 ° C., andere dagegen einer solchen von 60 ° C. Die genaue Temperatur mufs in jedem einzelnen Falle bestimmt werden, und zwar derart, dafs dieselbe hinreicht, das Wollfett in der feuchten Wolle zu erweichen. Ebenso richtet sich die. Dauer der Wärmeeinwirkung nach der Beschaffenheit der zu behandelnden Wolle. Für viele Fälle genügen 5 bis 7 Minuten.
Ein mit Oeffnungen versehenes Rohr E'2 ist unterhalb des Transportbandes B in der Kammer F angeordnet und dient dazu, gegen die auf dem Transportband befindliche Wollmasse Dampf oder heifse Luft strömen zu lassen, um die Wolle aufzulockern und die ganze Masse während des Durchganges durch die Kammer F von der Feuchtigkeit durchdringen zu lassen. Wird Dampf hierzu angewendet, so erhöht derselbe gleichzeitig die Feuchtigkeit in der Wolle und übt so gleichzeitig noch eine besondere Wirkung auf dieselbe aus. Ein" in der Kammer F angeordneter Ventilator f dient dazu, die Luft etc. in derselben in Bewegung bezw. Circulation zu versetzen. . .
Das Transportband B führt schliefslich die Wolle aus der Kammer F über einen mit Gitterdeckel versehenen Behälter G, durch dessen Deckel vermittelst am Boden angeordneten Rohres g' warmes Wasser durch und gegen das Transportband B und die darauf befindliche Wolle geleitet wird, so dafs es die letztere lockert. Auf dem Gitterdeckel g befindet sich eine von innen geheizte Walze G1, welche mit einer auf der' Führung g2 mittelst Schlitten G2 gleitenden, durch Kurbel G3 und Kurbelstangen ga bewegten Schubstange bethätigt wird, so dafs die Walze auf der Wolle sich hin und her bewegt und die Wolle unter Verhinderung des Zusammenfilzens gestreckt und zusammengeprefst wird.
Vermittelst eines biegsamen Rohres oder Schlauches G4, welcher mit einem mit der Walze Gx sich mitbewegenden Hahn G5 ausgestattet ist, fliefst ein Strahl heifsen Wassers auf die Walze, um die Oberfläche derselben rein und die Wolle feucht und warm zu halten.
Das Transportband B geht dann über eine weitere Führungsrolle bl , und dann abwärts geneigt über eine Führungsrolle b2, oberhalb welcher sich eine Stachel- oder eine gezahnte Walze H befindet, welche die Wolle lockert, löst und nach den Prefswalzen II1 befördert. Diese mit Garn oder dergleichen überzogenen Walzen sind derart angeordnet und belastet, dafs sie gegen einander pressen und dieser Druck gleichzeitig regulirt werden kann.
Ueber der oberen Prefswalze / ist ein Hahn i angeordnet, durch welchen warmes Wasser auf die Prefswalzen fliefst, um dieselben von dem aus der Wolle ausgepreisten Fett etc. zu befreien. Dieses Wasser fliefst durch den Trichter K nach einem mit k k1 bezeichneten Apparat, in welchem die Trennung des Wassers von dem Fett etc. bewirkt wird, welches letztere dann weitere technische Verwendung finden kann. Dieser Trichter K wird geheizt z. B. vermittelst eines Rohres A:2, um das Festwerden des Wollfettes etc. in dem Trichter bezw. in der Leitung zu verhindern.
Die Wolle verläfst die Prefswalzen 111 frei bezw. fast vollständig frei von fettigen Stoffen, so dafs dieselbe nur noch gewaschen und getrocknet zu werden braucht, um dann sofort gekämmt und versponnen zu werden.
Zu diesem Zweck kann jede geeignete Waschbezw. Trockenvorrichtung angewendet werden; als besonders zweckmäfsig haben sich folgende Vorrichtungen erwiesen, welche durch Fig. 2 bezw. Fig. 3 veranschaulicht sind.
Die Wolle verläfst die Prefswalzen II1 und gelangt durch ein Abfallrohr L, welches mit Hahn / für lauwarmes Wasser behufs Be-
schleunigung der Herabbewegung der Wolle in diesem Abfallrohr ausgestattet ist, nach der Waschkammer L l, in welcher ein Becher oder Gefäfse tragendes endloses Transportband oder eine solche Transportkette oder dergleichen M angeordnet ist, um die aus dem Abfallrohr L herabfallende. Wolle aufzunehmen und durch die Wasch kammer L x hindurchzuführen. Diese Becher oder Transportgefäfse m sind derart eingerichtet, dafs sie die Wolle sicher aufnehmen und dem zulaufenden Wasser völlig freien Eintritt gewähren können. Das Waschwasser wird in die Waschkammer L' durch zwei perforirte Rohre NN1 eingeführt, welche derart angeordnet sind, dafs sich das eine oberhalb des Becherwerkes, das andere innerhalb desselben befindet; die Perforationen des oberen Rohres sind nach unten, die des unteren Rohres nach oben gerichtet, so dafs die zwischen beiden Rohren hindurchgeführte Wolle von beiden Seiten Wasser empfängt. Rührwellen oder Flügelräder iV2 N'2 erhalten das in der Kammer L1 befindliche Wasser in Bewegung; vermittelst eines am unteren Theil dieser Kammer angeordneten Hahnes I1 kann das unreine Wasser abgelassen werden. Das Wasser mufs in der Waschkammer L ' so hoch stehen, dafs die unteren Transportgefäfse. m in dasselbe eintauchen.
Das Becherwerk befördert die Wolle zwischen zwei unterhalb der höchsten Stelle desselben angeordnete, mit Garn oder dergleichen überzogene Prefswalzen O O1 , mittelst deren das Wasser ausgedrückt wird, welches in die Waschkammer zurückfliefst, während die ausgepreiste Wolle weiter durch ein Abfallrohr ο auf eine in der Trockenkammer P, Fig. 3,' angeordnete Transportvorrichtung, z. B. ein Becherwerk Q, auffällt. Durch Lufteinlafsöffnungen. JR R1, welche mit Ventilatoren rr ausgestattet sind, wird Luft in die Trockenkammer und durch die Wolle hindurchgetrieben, so dafs letztere von der Feuchtigkeit befreit wird. Zur besseren Vertheilung der Luft in der Kammer können die Ventilatoren mit perforirten Gehäusen r1 r1 umgeben sein. Die getrocknete Wolle wird durch das Becherwerk in einen Raum oder Kanal S geschüttet, aus welchem sie mit Hülfe eines Saugewerkes T herausbefördert werden kann.

Claims (1)

  1. Pa te nt-An SP ruch:
    Ein Apparat zum Reinigen und Entschweifsen der Wolle, sofern bei demselben die Wolle zunächst mittelst Ventilatoren (c cl) aufgelockert und von Staub befreit, sodann in einer Heizkammer (F) angefeuchtet und behufs Erweichens des Wollfettes erwärmt, darauf behufs Entfettung über einen perforirten Tisch (g) geführt wird, auf welchem die Wolle mit warmem Wasser angefeuchtet und mittelst hin- und herbewegter erwärmter Walze (G1) zusammengeprefst wird, worauf die Wolle schliefslich von einem Walzenpaare (I I1) ausgeprefst wird, über welches sich zur Befreiung desselben von dem aus der Wolle ausgepreisten Fett ein Wasserstrahl ergiefst, der von einem beheizten Trichter (K) aufgefangen wird.
    Hierzu ι Blatt .Zeichnungen.
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