DE45996C - Neuerungen an Sandstrahlgebläsen. - Google Patents
Neuerungen an Sandstrahlgebläsen.Info
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24C—ABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
- B24C3/00—Abrasive blasting machines or devices; Plants
- B24C3/18—Abrasive blasting machines or devices; Plants essentially provided with means for moving workpieces into different working positions
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 32: Glas.
Die Neuerungen betreffen die Einrichtung und Bewegung des Zuführungstisches, die Abdichtung
des Gehäuses gegen' die äufsere Luft und die Anordnung der Aufspann- und Bewegungsvorrichtungen
für die zu behandelnden Objecte. Die Zeichnungen stellen diese Neuerungen dar.
Danach besteht das Sandstrahlgebläse im wesentlichen aus der Düse α und dem um
eine senkrechte Achse n> rotirenden Tisch b. Den Tisch b bildet der cylindrische Theil c,
welcher, die Aufspannvorrichtungen für das Hohlglas und die dazugehörigen Bewegungsmechanismen enthält. Die Aufspannvorrichtungen
sind in den beiden glockenförmigen Körpern c und e gelagert, die concentrisch miteinander
verbunden sind. Die beiden Körper c und e tragen mehrere (hier in der Zeichnung
acht Stück) Aufspannvorrichtungen, die ihrerseits wieder in der ersten Ausführung, Blatt I,
aus folgenden Theilen bestehen. Aus den Wellen f, den fest auf diesen Wellen f sitzenden
konischen Zahnrädchen g", den lose auf
den Wellen f sitzenden Hülsen h, welche den
äufseren Hebel tragen, dem Räderschutzdeckel k, den auf den Hülsen h festsitzenden konischen
Zahnrädchen i, den zugehörigen Federn / und Federkappen m. Die äufseren Hebel, welche
an' der Hülse h sitzen, bilden mit der Kappe k die aufsen sitzenden Räderschützkasten, in diesen
sitzen die konischen Rädchen η fest auf den Wellen f und die konischen Rädchen 0 in den
Schutzkasten selbst lose laufend. Diese letzteren konischen Rädchen 0 haben in der Nabe
ein viereckiges Loch oder eine runde Bohrung mit Nuth für Federkeil.
Je nach der Art der Hohlgläser, die mattirt oder dessinirt werden sollen, steckt nun in der
Nabe der konischen Rädchen ο ein Aufspanndorn nach Fig. i, 8, 13, 14, 15 und 18 für
Lampenglocken. Eine Körnerspitze nach Fig. 11 für auf der Brust zu blasende Flaschen oder
endlich die konischen Rädchen 0 werden gar nicht benutzt, wie nach Fig. 12 für Becher und
auf dem cylindrischen Theil zu mattirende oder dessinirende Flaschen. ■
Die Drehung des Tisches (hier besser gesagt »Schaltung«) erfolgt ruckweise, und zwar in
dem gezeichneten Falle um Y8 des Umfanges,
so dafs immer gerade eine Aufspannvorrichtung mit dem entsprechenden Hohlglas dem Sandstrahl
ausgesetzt ist. . :
■ Die Schaltung des· Tisches wird bewirkt durch -den unter dem Tisch sitzenden Zahnkranz
s und die Schaltklinke p. Unter den glockenförmigen Körpern c und e sitzt auf der
Tischachse w die lange Hülse t, welche sich nicht dreht, sich aber auf- und abschieben läfst
und welche oben ein Excenter trägt, Fig. 10. Der Excenterarm ist so gestellt, dafs die dem
Arbeiter zugekehrten Aufspannvorrichtungen aufser Eingriff gerückt sind, also stillstehen.
Durch die Stellvorrichtung Fig. 9 kann die Hülse t, wie Fig. 11 . zeigt, aufser Wirkung gesetzt
werden. Die Hülse t dient zugleich als Lagerung für die hohle Welle v, welche die
konischen Räder q und r, das Schneckenrad \ und den Schaltteller χ trägt, und zwar alle
fest aufgekeilt.
Das Schneckenrad ^ wird durch Schnecke und diese ihrerseits durch Wechselräder stetig
angetrieben. Aus Fig. 8 ist ersichtlich, dafs die aufgespannte Lampenglocke eine doppelte
Drehung macht, einmal um den Aufspanndorn y als Achse und zu gleicher Zeit um die
Achse der Welle f.
In Fig. 11 macht die aufgespannte Flasche nur eine Drehung um ihre Achse, da das konische
Zahnrad r (auf Federkeil sitzend) heruntergerückt und der äuisere Hebel durch das konische
Rädchen i mittelst Stellschraube in seiner Lage fixirt ist.
Ebenso machen in Fig. 12 die Theile nur
eine Drehung um eine Achse.
Die Schaltklinke ρ trägt an ihrem Gegengewicht die Rolle u, welche auf dem Rande
des Schalttellers χ läuft. Der Rand des Schalttellers χ hat nun Aussparungen, in dem gezeichneten
Falle zwei Stück. Läuft die Rolle auf dem hohen Rande, so ist die Schaltklinke aufser Eingriff gehoben, wie Fig. 19 zeigt,
kommt aber eine der Randaussparungen unter die Rolle, so senkt sich dieselbe, bezw. der
Schalthebel hebt sich und kommt damit zum Eingriff, der Tisch wird also um Y8 gedreht.
Die Schaltklinke ρ bewegt sich nun mit gleichmäfsiger Tourenzahl hin und her, der
Schaltteller χ aber dreht sich bei grofsen Glocken langsam, bei kleinen schnell (durch
Wechselräder); es kommt also bei kleineren Lampenglocken, Tulpen etc. schneller
eine Randvertiefung (Aussparung des Tellers x) unter die Rolle u, wie bei grofsen Glocken;
es wird also durch die Rolle u und den Schaltteller χ die Zeitdauer des Blasens bezw. des
Drehens einer Aufspannvorrichtung unter der Düse nach der Gröfse der Lampenglocken
regulirt, während die Zeit, die nöthig ist zum Schalten des Tisches selbst, für alle Grofsen
constant ist. Z. B. das Schneckenrad ^ und damit der Schaltteller χ drehe sich pro Minute
Y6 mal, die Kurbelscheibe pro Minute zweimal, so kommt, da zwei Randvertiefungen da sind,
alle 3 Minuten eine Randvertiefung unter die Rolle; denn in 3 Minuten hat sich der Schaltteller
χ Y2 mal gedreht.
Auf eine Schaltung geht, da zwei Hin- und zwei Herbewegungen der Schaltklinke pro Minute
erfolgen, Y4 Minute. Der Tisch wird also in diesem Falle 23/4 Minuten stillstehen und
dann in der nächsten '/4 Minute bewegt werden
um Y8 des Umfanges, und während der 23/4 Minuten wird die unter der Düse befindliche
Lampenglocke mattirt oder dessinirt, und der Arbeiter wechselt die ihm zugekehrte
Lampenglocke um gegen eine neue, also alle 3 Minuten findet eine Schaltung statt; oder
das Schneckenrad mit dem Schaltteller drehe sich pro Minute Y4 mal; in diesem Falle wird
bei zwei Randvertiefungen des Schalttellers alle 2 Minuten eine Vertiefung unter die Rolle
kommen, da der Teller sich in 2 Minuten Y2 mal dreht. Es findet also hier alle 2 Minuten
eine Schaltung statt, und zwar steht der Tisch 13/4 Minuten still, und Y4 Minute wird auf die
Schaltung verbraucht.
In den Fig. 1 bis 7 ist die Maschine als einfach wirkende Maschine gezeichnet. Vor dem
Tisch bei G steht der Arbeiter und hinter dem Tisch bei H ist der Sandelevator, der den
Sand wieder nach oben in die Düse wirft. Die Wechselräder sitzen in dem Sehutzkasten M,
und die Bewegung der Schaltklinke erfolgt von der Kurbelscheibe K aus. Das Gehäuse der
Maschine bildet bei der einfachen Maschine in Fig. ι bis 7 ein Prisma mit Kreisabschnitt als
Basis mit an der gebogenen Rückwand befestigtem Elevator. Die Düse ist dieselbe, die
bereits durch das Patent No. 42301 geschützt ist. Die Windleitschaufeln sind hier in zwei
durch eine Wand getrennten Systemen ausgeführt, so dafs auf beiden Seiten der Wand
eine ungleiche Anzahl Schaufeln sitzt. Die Sandabsperrung erfolgt durch drehbare Hähne
mittelst Handrades. Auf dem Rotationstisch sitzen zwischen den einzelnen Aufspannvorrichtungen
Blech- oder Holzwände, und bilden dieselben mit der Gehäusewand bei -R Abdichtungen,
die durch überreichende Gummilappen oder Lederlappen hergestellt sind. Die verbrauchte
Luft entweicht durch die Staubrohrstutzen P, aus welchen auch ein Exhaustor die Luft absaugen kann. Der Eintritt der geprefsten
Luft erfolgt durch die Stutzen N.
In Fig. 15, 16 und 17, Blatt II, ist dieselbe
Maschine als Zwillingsmaschine gezeichnet. Es sitzen hier zwei Düsen A und A1 einander
gegenüber. Bei G und G1 steht je ein Arbeiter. Wenn der Tisch sich in der Pfeilrichtung
dreht, so nimmt der Arbeiter bei G die auf der Düse A1 fertig geblasenen Glocken etc.
heraus und spannt neue ein, die dann unter der Düse A geblasen werden und vor den
Arbeiter bei G1 kommen, welcher sie herausnimmt und andere dafür aufspannt, welche
dann unter der Düse A geblasen werden. Bei diesem Zwillingsgebläse mufs an den beiden
Stellen G und G1, wo die Arbeiter stehen, der Bewegungsmechanismus ausgerückt sein.
Zu diesem Zwecke erhält die Hülse t oben zwei excentrische Nasen, wie Fig. 17 zeigt.
Der Bewegungsmechanismus für die Aufspannvorrichtungen kann nun auch noch auf andere Art, wie dieselbe in Fig. 8 bis 12 gezeichnet
ist, ausgeführt werden.
Diese konischen Räder qr giu und 0 können z. B. einfache Frictionsräder sein. Ferner kann
die Bewegung durch den Antrieb nach Fig. 1 3, 14 oder 18 erfolgen. In diesen drei Fällen
ist keine Ausrückung erforderlich, da immer
nur eine Aufspannvorrichtung angetrieben ist. Für die Zwillingsmaschine müssen also in
diesem Falle zwei Rä'dervorgelege T gemacht werden.
In Fig. 13 sind konische Zahnräder gezeichnet,
es können aber auch Frictionsräder sein; in Fig. 14 und 18 müssen Frictionsräder
.angebracht sein.
Wird der Tisch grofs genug gemacht, so lassen sich auch drei und mehr Düsen anwenden,
wo immer zwischen je zwei Düsen ein Arbeiter zum Bedienen steht.
Der Tisch selbst kann auch anstatt mittelst Schaltklinke durch unrunde Zahnräder (wie
Fig. 21 zeigt) oder unrunde Riemscheiben, Fig. 22, gedreht werden. Es steht nur in
diesen beiden Fällen der Tisch nie ganz still, sondern, während sich die Aufspannvorrichtung
unter der Düse befindet, ist die Winkelgeschwindigkeit des Tisches eine ganz geringe, und ist
das Stück geblasen, dann ist die Winkelgeschwindigkeit gröfser. Ebenso kann der
Tisch direct durch eine unrunde Scheibe nach Fig. 23 angetrieben werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
An einer Aufspannvorrichtung zu Sandstrahlgebläsen zwecks Erreichung gleichzeitiger Rotation des Werkstückes um zwei Achsen die Anwendung eines konischen Räderpaares, deren Achsen sich unter einem spitzen Winkel schneiden und von denen das eine konische Rad fest auf seiner Achse . sitzt und von dieser die drehende Bewegung erhält, während das zweite konische Rad seine drehende Bewegung durch einen lose auf der Achse des ersten Rades sitzenden Hebel erhält, welcher Hebel gleichzeitig als Schutzhaube für das konische Räderpaar ausgebildet sein kann.
Die Anwendung mehrerer nach Anspruch 1. geschützter Aufspannvorrichtungen an einem um eine Achse sich drehenden Cylinder, in dessen Innenraum der Antrieb für die Aufspannvorrichtungen liegt.
Die Einrichtung von Hubpausen in der sich gleichmäfsig periodisch drehenden Bewegung des die Aufspannvorrichtungen tragenden Cylinders.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45996C true DE45996C (de) |
Family
ID=321135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45996D Expired - Lifetime DE45996C (de) | Neuerungen an Sandstrahlgebläsen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45996C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0248096A1 (de) * | 1986-05-30 | 1987-12-09 | Werner Hunziker | Verfahren zum Entgraten von Werkstücken sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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- DE DENDAT45996D patent/DE45996C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0248096A1 (de) * | 1986-05-30 | 1987-12-09 | Werner Hunziker | Verfahren zum Entgraten von Werkstücken sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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