DE459252C - Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern

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DE459252C
DE459252C DEA43492D DEA0043492D DE459252C DE 459252 C DE459252 C DE 459252C DE A43492 D DEA43492 D DE A43492D DE A0043492 D DEA0043492 D DE A0043492D DE 459252 C DE459252 C DE 459252C
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Germany
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nitric acid
vegetable fibers
vapors
treating vegetable
treating
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DEA43492D
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English (en)
Inventor
Dr Alfons Bayerl
Dr Heinrich Heimann
Dr Irnfried Petersen
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/58Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with nitrogen or compounds thereof, e.g. with nitrides
    • D06M11/64Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with nitrogen or compounds thereof, e.g. with nitrides with nitrogen oxides; with oxyacids of nitrogen or their salts
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06M11/65Salts of oxyacids of nitrogen

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern. Bei den bisher üblichen Verfahren der Behandlung von Cellulose mit Salpetersäure wurde die Säure in flüssiger Form angewendet. Dabei erfolgte je nach der. Bedingungen der Verfahren eine N'itrierung der Celltilose oder eine Veredelung, derart, daßder Faser unter Schrumpfung ein wollähnliches Aussehen- verliehen wurde. Man hat auch bereits vorgeschlagen, Salpetersäuredämpfe, die aus Salpeter und Schwefelsäure unter ge,vöhnlicheni Druck oder durch Verdampfen von konzentrierter Salpetersäure unter Vakuum entwickelt werden, zii verwenden. Bei diesen Verfahren handelt es sich urn unverdünnte Dämpfe, wie sie bei der Destillation erhalten \rerdeti.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß gleiche oder ähnliche Ei;iwirkun-en erzielt werden, weim man die Faser mit Salpetersäuredämpfen, die mit Luft oder inerten Gasen verdünnt sind, behandelt. Geht diese Einwirkung bei gewöhnlicher Temperatur unter Verwendung einer hochkonzentrierten Salpetersäure vor sich, so erfolgt eine S itr ier ung der Cellulose, während durch die Dämpfe, welche eine etwa 8oprozentige Salpetersäure bei gewöhnlicher Terriperatur bildet, die Faser nicht nitriert wird, sondern unter Schrumpfung einen wolligen bzw. seidigen Griff erhält. Die Faser erfährt dabei eine beträchtliche Steigerung ihrer Festigkeit und zeigt eine größere Aufnahmefähigkeit für Farbstoffe als im unbehandelten Zustand. Das neue Verfahren zeichnet sich durch besondere Einfachheit der Durchführung aus, denn es ist offensichtlich, da<, die Behandlung der Faser, gleichgültig in welchem Zustande der Bearbeitung, mit Dämpfen «-eitaus einfacher und leichter ist als mit flüssiger konzentrierter Salpetersäure oder deren unverdünnten Dämpfen im Vakuum. Hierdurch zeigt das Verfahren einen unverl;ennbaren technischen Fortschritt. Beispiel z. Baumwollgarn wird etwa 2o Minuten lang bei 2o° C mit einer mit Dämpfen von 98prozentiger Salpetersäure gesättigten Luft behandelt. -Nach dein auswaschen mit Wasser, Ammoniakwasser oder Sodalösung und nach dem Trocknen erweist sich der Faden als nitriert, was an der -lebhaften Verbrennung beim Anzünden und an seinem Verhalten gegen substantive Farbstoffe ohne weiteres festzustellen ist. Beispiel e. Durch eine Kammer, in der sich Baumwollgewebe befindet, und einen vorgeschalteten Turm, der mit 8oprozentiger Salpetersäure berieselt wird, wird Luft im Kreislauf geleitet. Nach 30 Minuten wird das Gewebe entfernt, mit alkalihaltigem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Das Gewebe ist durch Schrumpfung wesentlich dichter geworden und hat einen wolligen bis seidigen Griff erhalten. Die Dehnbarkeit ist um ein Mehrfaches gestiegen, die Reißfestigkeit wesentlich höher geworden.
  • Ähnlich verhalten sich mercerisierte Baumwolle, die ihre seidenartige Beschaffenheit beibehält, Leinen, Jute und andere Pflanzenfasern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Einwirkungsprodukten der Salpetersäure auf Pflanzenfasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Salpetersäure ohne oder unter Anwendung eines unerheblichen Vakuums unter Verdünnung mit Luft oder inerten Gasen zur Anwendung gelangt.
DEA43492D 1924-11-14 1924-11-15 Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern Expired DE459252C (de)

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