DE458770C - Petroleumgaskocher - Google Patents
PetroleumgaskocherInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft einen Petroleumgaskocher mit einem oder mehreren Brennerköpfen,
einem Brennstoffvergaser und einem Brennstoffbehälter und bezweckt bei einem derartigen Petroleumgaskocher die Erzielung
einer vorteilhaften, praktisch einwandfreien Regelung der Brennstoffzufuhr während des
Betriebes mit einfachen Mitteln. Bei den meisten bisher bekannt gewordenen Ausführungsformen
von Petroleumgaskochern kann die Brennstoffzufuhr insbesondere deswegen nur ungenügend geregelt werden, weil nur der
Durchgangsquerschnitt für den Brennstoff nach dem Vergaser, nicht jedoch auch der
Druck des unvergasten Brennstoffes auf den Brennstoffdampf und damit der Brennstoffdampfdruck
während des Betriebes verändert werden kann. Die Möglichkeit der Veränderung
des Brennstoffdampfdruckes gestattet es
ao aber, eine oder mehrere Heizstellen von der gleichen Stelle aus mit Hilfe nur eines einzigen
Vergasers mit Brennstoffdämpfen zu beschicken und an den einzelnen Heizstellen eine
verschieden große Hitze zu entwickeln sowie ferner den Brennstoffdampf nicht nur außer
Druck zu setzen, sondern auch den in der Leitung befindlichen Brennstoff nach dem Brennstoffbehälter
zurückzutreiben.
Diese Regelung der Brennstoffzufuhr und des Brennstoffdampfdruckes wird nun dadurch
erreicht, daß der Brennstoffbehälter in der bei Spiritusgaskochern zwecks Regelung der
Flammengröße bereits vorgeschlagenen Art in seiner Höhenlage veränderbar ausgebildet
und außerdem erfindungsgemäß durch ein ganz oder teilweise spiralig oder schraubenförmig
gewundenes Zuleitungsrohr an den Brennstoffvergaser angeschlossen ist. Durch diese Anordnung wird nicht bloß eine einfache,
beliebig einstellbare Regelung der Brennstoffzufuhr und des Brennstoffdampfdruckes
während des Betriebes durch Höheroder Tieferlegen des Behälters ermöglicht, sondern es ist auch eine plötzliche, ungünstige
Einwirkung der durch die Lagenänderung des Brennstoffbehälters hervorgerufenen Druckänderung auf den Brennstoffdampf infolge
der Spiral- oder Schraubenwindungen der zwischen Behälter und Vergaser liegenden
Brennstoffleitung verhindert.
Die Zeichnung zeigt den Petroleumgaskocher nach der Erfindung beispielsweise in
zwei Ausführungsformen. Abb. 1 zeigt eine teilweise geschnittene Vorderansicht "und
Abb. 2 den zugehörigen Grundriß der einen Bauart, wobei der Brennstoffbehälter in der
tiefsten Lage dargestellt ist, während Abb. 3 die Seitenansicht mit vollständig angehobenem
Behälter wiedergibt; Abb. 4, 5 und 6 veranschaulichen in Vorderansicht, Drauf-
sieht und Seitenansicht die zweite Ausführungsform, und Abb. 7 zeigt in kleinerem
Maßstabe den Brennstoffbehälter in seiner Hochlage.
Gemäß Abb. ι bis 3 ist die Grundplatte 1
durch die Längsrippe 2 in ein vorderes und ein hinteres Becken geteilt. Über dem hinteren
Becken ist der mit dem Füllstutzen 4 und dem Brennstoffstandanzeiger 5 versehene
ίο Brennstoffbehälter 3 an der um den Zapfen 6
schwenkbaren Stange 7 angeordnet. Zum Ausschwenken des Behälters 3 dient die am freien Ende zu einer Gabel 8 ausgebildete
Stütze 9, welche von der Welle 10 ausgeht, die in den Lagern 11 und 12 drehbar ist und
an ihrem vorderen Ende das Sperrad 13 sowie den Stellhebel 14 trägt. In die Verzahnung
des Sperrades 13 greift die Klinke 15 ein.
Der Behälter 3 steht mit dem Vergaserrohr 17 mittels des rechtwinklig gebogenen Rohres
16 in Verbindung, das an der Biegungsstelle zu einer Spirale 18 ausgebildet und mit
dem einen Schenkel an dem im vorderen Becken der Grundplatte 1 befestigten Fuß
19 des Vergaserrohres 17 mittels der Mutter
20 angeschlossen ist. Das Vergaserrohr 17, das in die Düse 21 endet, ist an seinem oberen
Ende unter einem Winkel von 900 nach innen gebogen und hier von einem unten offenen
Gehäuse 22 umschlossen, unter dem das Vorwärmegefäß 23 am Vergaserrohr 17 sich befindet.
Das Gehäuse 22 und das Vorwärmegefäß 23 können fest oder in der Höhe verstellbar
am Vergaserrohr 17 angebracht sein. Die unter sich durch das Rohr 29 verbundenen
Brennerköpfe 25, 26 sind auf den im vorderen Becken der Grundplatte 1 vorgesehenen
Trägern 27, 28 befestigt und oben
+0 durch je ein zwischen zwei Platten 30, 31 bzw. 32, 33 von kleinerem Durchmesser liegendes
Sieb 34 bzw. 35 abgeschlossen. Die Platten sowie die Siebe stützen sich in ihrer
Mitte auf Verlängerungen der Träger 27, 28, und die Siebe 34, 35 sind an ihrem Umfange
zwischen den Brennerköpfen und den Pfannenträgern 36, 37 eingeklemmt.
Der Brennerkopf 25 ist mit einem der Düse
21 angenähert gleichachsig gelagerten Mischrohr
38 ausgestattet, in das der aus der Düse 21 austretende Brennstoffdampf überströmt,
wobei er Luft mitreißt, mit der er sich im Mischrohr mischt. Unterhalb des Mischrohres
38 ragt der z. B. aus Aluminium hergestellte Vorwärmestutzen 39 so weit in das
Gehäuse 22 hinein, daß die aus seinen Löchern austretenden Brennstoffdämpfe nach Entzünden
insbesondere den oberen Teil des Vergaserrohres 17 erwärmen und den Brennstoff
im Vergaserrohr zur Verdampfung bringen. Im Brennerkopf 25 ist eine dachförmige Führung
41 für die Brennstoffdämpfe vorgesehen, durch die ein Teil der Dämpfe nach
unten geleitet wird und die seitlich austretenden Dämpfe durcheinandergewirbelt werden,
so daß eine gleichmäßige Verteilung der Dämpfe im Brennerkopf 25. erreicht und der
Eintritt der Dämpfe in den Stutzen 39 erleichtert wird. Das Kegelventil 42, das mittels
des Griffes 44 und der Schraube 43 verstellt werden kann, gestattet es, den Zutritt
von Brennstoffdämpfen nach dem Brennerkopf 26 zu regeln und nötigenfalls abzuschließen.
Bei der Anordnung nach Abb. 4 bis 7 sind in der auf den Füßen 45 ruhenden Herdplatte
46 die. oben durch ein Sieb und durch Platten abgeschlossenen Brennerköpfe 47, 48 ausgebildet,
welche mittels eines durch ein verstellbares Ventil 78 mit Handgriff 50 abschließbaren
Rohrstutzens 49 unter sich verbunden sind. An dem Brennerkopf 47 ist beim Durellbruch 53 das Mischrohr 51 mittels
Schrauben 52 befestigt, während über dem Brennerkopf 47 das am einen Ende durch die
Schraube 59 abgeschlossene Vergaserrohr 54 angeordnet ist, das mit der Brennerdüse 55
gegen die Eintrittsöffnung des Mischrohres 51 hin gerichtet und von dem gleich weiten,
dazu senkrechten Steigrohr 56 getragen ist; dieses letztere ist an dem vom Brennerkopf
47 ausgehenden Arm 57 durch die Schraube 58 in verschiedenen Höhenlagen feststellbar.
Das Vergaserrohr'54 ist bei dieser Ausführungsform
der Erfindung krümmungslos ausgebildet und kann daher nach Abnahme der Düse 55 und der Verschlußschraube 59 durch
ein eingeführtes Gerät seiner ganzen Länge ■?
nach leicht gereinigt werden.
Am unteren Ende des Steigrohres 56 ist mittels der Mutter 61 die Brennstoffleitung
60 festgeklemmt, deren anderes Ende durch die .Überwurfmutter 61' an den Brennstoffbehälter
62 angeschlossen ist, der eine von einem Deckel 63 abgeschlossene Füllöffnung
aufweist. Der Behälter 62 ist an der Sechskantsäule 64 mittels zweier diese umschließender
Hülsen 65, 66 längsverschieblich geführt und an einer Schnur 67 aufgehängt, die über die am oberen Säulenende drehbar gelagerte
Rolle 68 läuft und auf der Trommel 69 auf- und abgewickelt werden kann. Die Trommel 69 sitzt fest auf der Achse 70, die in
den unter der Herdplatte 46 vorgesehenen Lagern 71 drehbar gelagert ist und am andern
Ende ein mit einer Sperrklinke 74 versehenes Sperrad 72 " und eine Drehkurbel 73 trägt.
Der Teil 75 des Mischrohres 51 ist abheb- ■
bar, um zur Reinigung der Düse 55 eine Nadel in die Düsenbohrung einführen zu
können. Die den Brennerkopf teilweise überdeckende tellerförmige Platte yy dient zur
Aufnahme von Brennstoff für die Vorwärmung .;
des Vergaserrohres 54. Die Brennstoffleitung 60 ist zum Teil als Spirale 76 ausgebildet,
die beim Heben des Behälters 62 zu einer Kegelschraube ausgezogen werden kann,
wie Abb. 7 zeigt.
Die Petroleumgaskocher nach Abb. 1 bis 3 und Abb. 4 bis 7 werden in der Weise benutzt,
daß beim Vorwärmen der Vergaserrohre 17 bzw. 54 die Brennstoffbehälter 3
bzw. 62 in ihrer tiefsten Lage gehalten werden, so daß sich ihr Brennstoffspiegel unterhalb
des wagerechten Teiles des Vergaserrohres 17 bzw. 54 befindet. Nach dem Vorwärmen
des Vergaserrohres wird der Brenn-Stoffbehälter 3 bzw. 62 mittels der Handkurbel
14 bzw. 73 in seine Höchstlage gebracht, wo er durch die Sperrklinke 15 bzw.
74 festgehalten bleibt, so daß Brennstoff durch die Leitung 16 bzw. 60 in das Vergaserrohr
eintritt und dort verdampft wird. Der dabei entstehende Druck bewirkt das mit Luftansaugung
verbundene Ausströmen von Brennstoffdampf durch die Vergaserdüse und das
Mischrohr in den an das Mischrohr angeschlossenen Brennerkopf. Wird die Höhenlage
des Brennstoffbehälters verändert, so ändert sich der Druck des Brennstoffes auf
den im A'ergaserrohr befindlichen Brennstoffdampf und damit auch der Druck des Brennstoffdampfes
selbst, so daß bei höher gelegenem Behälter die Brennstoffzufuhr in das Vergaserrohr und der Abfluß des Brennstoffdampfes
unter Vergrößerung der Dampfaustrittsgeschwindigkeit und der Flamme vermehrt wird. Die mit Luft vermischten
Brennstoffdärapfe treten aus dem Brennerkopf durch den freien Ringteil des Brennerkopfsiebes
aus und dienen nach Entzündung zum Kochen sowie außerdem auch zum dauernden Erhitzen des Vergaserrohres. Wenn
das Ventil 42 bzw. 78 geöffnet wird, können sie auch nach dem zweiten Brennerkopf überströmen
und diesen ebenfalls nach dem Anzünden beheizen.
Bei beiden Ausführungsformen der Erfindung nach Abb. 1 bis 3 und Abb. 4 bis 7
dienen die Spiralen 18 bzw. 76 der Rohrleitungen 16 bzw. 60 dazu, bei Höhenveränderung
des Brennstoffbehälters plötzliche Einwirkungen auf den Druck der Brennstoffdämpfe
in den Vergaserrohren zu vermeiden, so daß weder ein plötzliches Auslöschen der Flammen noch eine plötzliche Stichflammenbildung
eintreten kann. Anderseits gestatten diese Spiralen, vom Einlegen eines Füllstoffes
in die Vergaserrohre Abstand zu nehmen, so daß im Falle der Außerbetriebsetzung des
Herdes ein vollständiges Entleeren des Vergaserrohres durch Senken des Brennstoffbehälters
bewirkt werden kann und auch die aus den Gasen sich etwa niederschlagenden Brennstoffteile an einen Ort unterhalb des
Vergaserrohres zurückfließen können. Die Flammen löschen bei diesem Abstellen des
Kochers, da sie infolge der Siebe nicht in den Brennerkopf zurückschlagen können, nicht
aus, bevor nicht sämtliche Brennstoffdämpfe aus den Bremierköpfen ausgetreten sind, so
daß eine Verunreinigung der Luft durch unverbrannte Brennstoffdämpfe vermieden ist.
Claims (2)
1. Petroleumgaskocher mit einem oder mehreren Brennerköpfen, einem Brennstoffvergaser
und einem Brennstoffbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß der in an sich bekannter Weise in seiner Höhenlage
veränderbare Brennstoffbehälter (3, 62) durch ein ganz oder teilweise spiralig oder schraubenförmig gewundenes
Zuleitungsrohr (16, 18, 60, 76) an den Brennstoffvergaser (17, 54) angeschlossen
ist, um eine plötzliche Einwirkung der durch die Lagenänderung des Brennstoffbehälters
hervorgerufenen Druckänderung auf den Brennstoffdampf zu verhindern.
2. Petroleumgaskocher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
der Brennstoffbehälter (62) mittels Zugseiles (67) und Rolle (68) hebbar und go senkbar ist und die spiraligen oder
schraubenförmigen Windungen (76) der Brennstoffleitung (60) auseinandergezogen werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
IiEIiI-LV. GEBIU.'CKT IN' DER
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
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- 1926-01-30 DE DEB123777D patent/DE458770C/de not_active Expired
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