DE457775C - Werkzeug zum Abschneiden des Latex von Kautschukbaumstaemmen - Google Patents

Werkzeug zum Abschneiden des Latex von Kautschukbaumstaemmen

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DE457775C
DE457775C DEU8907D DEU0008907D DE457775C DE 457775 C DE457775 C DE 457775C DE U8907 D DEU8907 D DE U8907D DE U0008907 D DEU0008907 D DE U0008907D DE 457775 C DE457775 C DE 457775C
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cutting devices
cutting
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EMIL UNTERWAGNER DIPL ING
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G23/00Forestry
    • A01G23/10Tapping of tree-juices, e.g. caoutchouc, gum
    • A01G23/12Knives or axes for tapping

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Ecology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Tyre Moulding (AREA)

Description

Zum Abschneiden der dünnen Streifen von Latex von Kautschukbaumstämmen werden gewöhnlich Werkzeuge verwendet, die aus einer oder mehreren Schneidvorrichtungen, einer Führungsvorrichtung, die auf der abzuschneidenden Latexschicht gleitet, und einer Haltvorrichtung bestehen. Hierbei können jedoch die Schneidvorrichtungen immer nur zum Schneiden benutzt werden und nicht auch als Führungsvorrichtungen, was den Nachteil hat, daß beim Stumpfwerden der einen Schneidvorrichtung, mit welcher der Arbeiter beispielsweise in der Schubrichtung arbeitete, die andere Schneidvorrichtung nur in derselben oder nur in der Ziehrichtung Verwendung finden konnte. Dies hat zur Folge, daß die Kräfte des Arbeiters durch das Arbeiten immer nur nach einer Richtung rasch ermüden und die Leistungsfähigkeit schnell abnimmt. Außerdem ist das Schleifen bei diesen Werkzeugen umständlich, da hierzu das Auseinandernehmen der einzelnen Bestandteile des Werkzeuges erforderlich ist. Sodann ist man durch die bekannten Werkzeuge immer noch von der Geschicklichkeit des Arbeiters abhängig, da der Schlitz, der zwischen der Schneid- und Führungsvorrichtung besteht, stets nur von Hand eingestellt werden kann und sich nicht selbsttätig der bald dickeren, bald dünneren Schicht Latex anpassen kann. Bei dickerer Schicht Latex muß man daher mehrere Male den Stamm umf ahren,-um die größtmöglichste Menge Latex zu gewinnen. Bei dünnerer Schicht Latex aber schneidet das Werkzeug bereits beim ersten Schnitt in das Cambium ein, wodurch der Baum schwer beschädigt und für das weitere Abzapfen des Kautschuks unbrauchbar gemacht wird. Denn bekanntlich wird durch das Eindringen des Werkzeuges in das Cambium ein abermaliges Öffnen der den Latex spendenden Poren unmöglich gemacht. Auf diesen Umstand ist aber gerade die größte Sorgfalt zu verwenden, um die Lebenskraft des Baumes zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile. Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß zwei oder mehr Schneidvorrichtungen vorgesehen sind, die sowohl gegenüber der Haltvorrichtung wie auch gegenseitig verstellbar sind, so daß jeweils die eine von ihnen als Führung für die andere dient, solange diese in Druck- oder Schubstellung schneidet. Die Anordnung kann hierbei so getroffen werden, daß die Haltvorrichtung gegenüber den Schneidvorrichtungen so beweglich gelagert ist, daß eine oder mehrere Schub- und Druckstellungen möglich sind. Weiterhin können die Haltvorrichtungen so gelagert sein, daß sie sowohl um ihre Achse schwenkbar als auch um einen in diese Achse eingreifenden Querzapfen drehbar sind. Die Schneidvorrichtungen selbst sind zweckmäßig gegeneinander so beweglich, daß jede Schneidvorrichtung abwechselnd zum Abschneiden des Kautschuks benutzt werden kann. Zu
dem Zweck werden vorteilhaft an den Schneidvorrichtungen Zwischenstücke angeordnet, die eine Bewegung der Haltvorrichtung gegenüber den Schneidvorrichtungen gestatten. Die Schneidvorrichtungen mögen daher zwei mit senkrechten und wagerechten Schneiden versehene Rahmen erhalten: Die Hebung des einen Rahmens bewirkt die Senkung des anderen Rahmens, so daß durch einfache ίο Änderung der Höhenlage des einen Rahmens ein doppelter Höhenunterschied der beiden Rahmen entsteht. Um ein selbsttätiges Anpassen der Schneidvorrichtungen an die Dicke des Latex zu gewährleisten, können eine oder beide Schneidvorrichtungen federnd gelagert sein. Zu dem Zwecke werden eine oder mehrere Federn vorgesehen. Die einzelnen Schneidvorrichtungen sowie auch die Haltvorrichtung können in einfacher Weise zerao legt werden. Zweckmäßig sind die die Haltvorrichtung mit den Schneidvorrichtungen verbindenden Zwischenstücke mit Aussparungen versehen, in welche federnde Feststellstifte zum Festlegen der Haltvorrichtung gegenüber den Zwischenstücken bzw. den Schneidvorrichtungen eingreifen.
Das Werkzeug nach der Erfindung gestattet bei der Einfachheit und Stabilität der Ausführung eine bedeutende Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Eingeborenen, vermeidet ein zu tiefes Einschneiden in die Kautschukmasse durch selbsttätige Anpasr sung an die jeweilige Schichtdicke und ermöglicht eine lange Benutzungsdauer. Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens.
Abb. ι bis 4 sind schaubildliche Ansichten des Werkzeuges in der einen Ausführungsform in verschiedenen Schub- oder Druck-Stellungen.
Abb. 5 veranschaulicht die beispielsweise Anordnung der Feder.
Abb. 6 ist ein Schnitt in der Richtung A-B nach Abb. 4.
Abb. 7 ist eine Vorderansicht des Werkzeuges in einer anderen Ausführungsform. Abb. 8 ist eine Seitenansicht hierzu. Das flache Ende eines Halters oder Stieles a ist mit einer hülsenartigen Verdickung b versehen, welche mittels eines Zapfens in seitlichen Zwischenstücken c und c' gelagert ist, die die Verbindung zwischen Haltvorrichtung und Schneidvorrichtung herstellen. Um diesen Zapfen kann der Halter α geschwenkt werden. Zum Festlegen desselben gegenüber den Zwischenstücken bzw. der Schneidvorrichtung sind Aussparungen d konzentrisch um den Zapfen in den Zwischenstücken c, c' vorgesehen, in welche auf den schmalen Seitenflächen des Halters α angeordnete Feststellstifte e eingreifen können. Die Feststellstifte e werden beispielsweise von Blattfedern getragen, so daß sie leicht aus den Aussparungen d herausgehoben werden können. Sie können auch noch durch das Zwischenstück hindurch in eine Aussparung der Seitenfläche des Stieles a eingreifen, so daß der Halter doppelt am Zwischenstück gesichert ist.
An den unteren Enden der Zwischenstücke c bzw. c' sind die Rahmen / und g der Schneidvorrichtung bei h und i gelagert. Die gegenüberliegenden unteren, wagerecht verlaufenden Kanten der Rahmen sind mit Schneiden versehen, die an dem Rahmen/ mit k, I und an dem Rahmeng· mit m, η bezeichnet sind.
Die Schneiden verlaufen ein kurzes Stück an der linken und rechten Seitenwand der Rahmen aufwärts. Die wagerecht verlaufenden Flächen können gegen ihre Schneidkanten zu vorteilhaft nach abwärts gebogen sein, um ein Einschneiden in die Kautschukmasse zu ermöglichen.
Die zur Verbindung der Rahmen / und g mit den Zwischenstücken c und c' dienenden Zapfen h, i sind mit Hebeln q, r versehen, deren nach innen gebogenen Enden in Aushöhlungen s, t je nach der Lage der Zwischenstücke c, c' eingreifen.
Um ein selbsttätiges Anpassen der Schneidvorrichtung an die Dicke der abzuschälenden go Streifen zu ermöglichen, ist zweckmäßig eine Feder an dem Zapfen h, i angeordnet. Zu dem Zwecke kann mit dem Zapfen k, i ein Stift u, ν innerhalb der Zwischenstücke c, c' verbunden oder in den Zapfen gleitbar angeordnet sein. Über oder unter den Zapfen befinden sich Federn w, x, denen die Stifte 11, ν als Führung dienen. In den Abbildungen sind die Federn oberhalb der Zapfen angeordnet.
Die Abb. 1 zeigt das Werkzeug in der Druckstellung. Der Rahmeng" liegt höher als der Rahmen/ und gleitet auf der oberen Fläche des Baumes, während der andere Rahmen/ mit seiner Schneidkante/ in der erforderlichen Stärke den Latex abschneidet. Die Federn sind hierbei so stark bemessen, daß die untere Schneide nicht in das Cambium eindringen kann, wenn auch ein noch so starker Druck von dem Halter aus ausgeübt wird. Die Federn können selbstverständlich auch verschieden stark bemessen sein, ebenso kann auch nur eine Feder angeordnet sein.
Die Abb. 2 zeigt das Werkzeug in der Ziehstellung. Der Feststellstift e greift hierbei in eine andere Aussparung d des Zwischenstückes c, C'. Im übrigen bleibt die Lage der Schneidkanten unverändert, ebenso die Lage der Hebel q, r.
Die Abb. 3 zeigt das Werkzeug wiederum in der Drucklage. Die Schneidkanten sind nunmehr vertauscht,»d.h. der Rahmen/ liegt
jetzt höher als der Rahmen g, und die Schneidkante m ist wirksam. Der Hebel/" greift in die untere Aushöhlung t ein, während der Hebel q in die obere Aushöhlung gelangt. In der Abb. 4 (Ziehstellung) befinden sich die Rahmen /, g und die Zwischenstücke c, c' in derselben Stellung wie in der Abb. 3, nur die Lage des Halters hat sich geändert. Die Änderung der Lage des Halters gegenüber den Zwischenstücken wird nach den Abbildungen durch einfaches Herausheben des Hebels e aus der Aussparung d, Umlegen des Halters und Einschnappenlassen des Hebels in eine andere Aussparung bewirkt.
Die Abb. 7 und 8 zeigen eine Ausführungsform mit drehbarem Halter. Zwischen den beiden Zwischenstücken c, c' ist eine Achse y angeordnet. In der Mitte dieser Achse befindet sich eine Durchbohrung. In diese greift ein am Ende des Halters vorgesehener Querzapfen ζ von oben ein. Die Verbindung zwischen beiden kann lösbar oder fest sein. Nach der Abbildung geschieht die Verbindung durch Schrauben. Bei dieser Ausführungsform können die federnden Feststellstifte e in Wegfall kommen und die Änderung der Lage des Halters gegenüber den Schneidvorrichtungen lediglich durch Verschwenken des Halters in die gewünschte Lage bewirkt werden.
Wie aus der Abb. 6 ersichtlich ist, ist die
untere Fläche der Rahmen ο bzw. ρ gegen die Schneidkante zu abgeschrägt, wodurch ein Schrägstellen der Schneidkanten entbehrlich gemacht ist.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Werkzeug zum Abschneiden dünner 1 Streifen aus weicher Masse, insbesondere des Latex von Kautschukbaumstämmen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Schneidvorrichtungen vorgesehen sind, die sowohl gegenüber der Haltvorrichtung wie auch gegenseitig verstellbar sind, so daß jeweils die eine von ihnen als Führung für die andere dient, solange diese in Druck- oder Schubstellung schneidet.
  2. 2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halt vor richtung gegenüber den Schneidvorrichtungen so beweglich angeordnet ist, daß eine oder mehrere Schub- und Druckstellungen möglich sind.
  3. 3. Werkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltvorrichtung sowohl um eine Achse (y) schwenkbar als auch um einen in diese Achse eingreifenden Querzapfen (2) drehbar ist (Abb. 7 und 8).
  4. 4. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltvorrichtung (a) mit den Schneidvorrichtungen (/, g) durch Zwischenstücke (c, c') verbunden ist, die ihre Bewegung gegenüber den Schneidvorrichtungen gestatten.
  5. 5. Werkzeug nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtungen aus zwei mit senkrechten und wagerechten Schneiden versehenen Rahmen bestehen, die so an den Zwischenstücken (c, c') angeordnet sind, daß sich der eine Rahmen hebt, wenn der andere gesenkt wird.
  6. 6. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Schneidvorrichtungen federnd gelagert sind, so daß ein selbsttätiges Anpassen an die Schichtdicke des Latex gewährleistet ist.
  7. 7. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die rahmenartigen Schneidvorrichtungen (/, g) tragenden Zwischenstücke (c, c') sowohl mit der Haltvorrichtung (a) als auch mit den Schneidvorrichtungen (/, g) durch lösbare Zapfen (b bzw. h, i) verbunden sind.
  8. 8. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen (o, p) der Schneidvorrichtungen gegen die wagerecht liegenden Schneidkanten zu nach abwärts geneigt sind.
  9. 9. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die Halt vor richtung (a) mit den Schneidvorrichtungen (/, g) verbindenden Zwischenstücke (c, c') mit Aussparungen (d) versehen sind, in welche federnde Feststellstifte (e) zum Festlegen der Haltvorrichtung gegenüber den Zwischenstücken bzw. den Schneidvorrichtungen eingreifen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEU8907D 1925-07-08 1925-07-08 Werkzeug zum Abschneiden des Latex von Kautschukbaumstaemmen Expired DE457775C (de)

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