DE457763C - Verfahren zur Herstellung von wasserabstossenden UEberzugsmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserabstossenden UEberzugsmassen

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DE457763C
DE457763C DEF58968D DEF0058968D DE457763C DE 457763 C DE457763 C DE 457763C DE F58968 D DEF58968 D DE F58968D DE F0058968 D DEF0058968 D DE F0058968D DE 457763 C DE457763 C DE 457763C
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Germany
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DEF58968D
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Inventor
Dr Karl Daimler
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D193/00Coating compositions based on natural resins; Coating compositions based on derivatives thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserabstoßenden Überzugsmassen. In dem Patent ,1z9 875 ist zur Herstellung von wasserabstoßenden, dichtenden und zu ähnlichen Zwecken dienenden. Lrberzugsmassen oder Cberzugen die Verwendung von Thallöl beschrieben. Das -Thallöl entsteht bekanntlich als dem Harzgehalt der dem Natronzellstoffverfahren unterworfenen Hölzer durch Zersetzung in der Hitze.
  • Es ist nun gefunden worden, daß das als Ausgangsmaterial verwendete Thallöl sich mit Vorteil durch das genetisch und seiner chemischen Zusammensetzung nach verwandte Kopalöl ersetzen läßt. Dieses stellt ebenfalls ein Industrieabfallprodukt dar und fällt bekanntlich bei der sogenännten Kopalschmelze als flüssiges, eigenartig riechendes Destillat ab, und zwar in Mengen von io bis .1o Prozent des angewendeten Kopals. Es besteht ähnlich wie das Thallöl aus sauren und nichtsauren Ölen und Harzen mit Doppelbindungen.
  • Beispiele. 1. 7o Teile Kopalöl (Jodzahl etwa 114), i8o Teile Kolophonium werden geschmolzen und mit i oo Teilen Salmiakgeist und i 5o Teilen Wasser und i oo Teilen Sprit behandelt. Das Produkt dient als außerordentlich billiger Lack. Derselbe kann mit organischen Solventien oder mit wäßrigem Spiritus, wäßrigem Aceton u. dgl. stärker verdünnt, auch. gefärbt oder mit Pigmentfarben angerührt werden. Setzt man der Masse desinf1-zierende oder giftige Substanzen zu, z. B. Kupferoxyd oder Kupferosydul, so erhält man einen preiswerten Holz- und Schiffsanstrich. Einen Schwarzlack erhält man aus obigem Lack durch Zugabe von Nigrosin fettlöslich.
  • 2. Durch Verschmelzen von 3o Teilen Fichtenharz, 21 Teilen Thallöl, 4. Teilen Kopalöl, 2o Teilen Salmiakgeist, 9 Teilen Wasser und 16 Teilen Sprit -erhält man einen Lack, dessen Überzüge langsamer trocknen bzw. klebriger bleiben, so daß er sich besonders eignet als Gleitschutzmittel, z. B. zur Behandlung von "Treibriemen, Tauen usf., aber auch bei entsprechend stärkerer Verdünnung als Versteifungs- und Appretiermittel für Gewebe, Filz, Watte usf., oder als Spritzmittel zum Zwecke der Bekämpfung von Schnaken, Blattläusen, Raupen usf., die infolge Verklebung von Tracheen, Haaren, Flügeln und Füßen bald eingehen müssen. Zusätze von Arsenik oder von Atemgiften, wie Pyridin, Methylenchlorid usw. können gegebenenfalls erfolgen.
  • 3. Man vermischt Kopalöl mit Salmiakgeist, bis ein iii Wasser klar lösliches Produkt entsteht. Auflösungen dieses Produktes können zur Überziehung von Gegenständen aller Art mit einem desinfizierenden Anstrich, z. B. durch Besprühen, dienen, der nach dem Trockenwerden unlöslich wird. Wenn man statt Salmiakgeist Ätzkali nimmt, erhält man analog verwendbare Produkte, damit hergestellte Überzüge bleiben jedoch wasserlöslich. Die emulgierende Kraft beider Produkte ist beträchtlich, es können daher Öle aller Art mit einverleibt werden.
  • q.. ioo Teile gebrannter, pulverisierter Kalk werden mit 2ooo Teilen Kopalöl unter Rühren auf 8o bis ioo" gehalten bis zur Auflösung. Die mit Benzol o. dgl. entsprechend verdünnte Masse dient als billiger Lack.
  • 5. In einer Kugelmühle läßt man zu 13o kg gebranntem, pulverisiertem Kalk portionsweise die 3o bis 6o' warme Masse zulaufen, die man durch Erwärmen von q.o kg Kopalöl, q.o kg Wasser und 2o kg Natronlauge erhalten hat und kugelt weiter, bis derLöschprozeß vollendet ist. Man erhält so ein Kalkpulver, dessen einzelne Körnchen mit einem klebrigen Überzug versehen sind, daher auf Unterlagen, z. B. Blättern, sehr gut haften und von den Atmosphärilien langsamer entfernt bzw. langsamer in die weniger wirksame Karbonatform übergeführt werden. Je nach dem Zweck können dem Kalkpulver andere Giftsubstanzen zugemischt werden, die die bereits vorhandene Giftwirkung des Kalkes bzw. des Kopalöles modifizieren.
  • 6. Aus Kopalöl und io bis 2o Prozent Chlorschwefel erhält man einen für Überzugszwecke usf. brauchbaren Faktis; zusammen mit Wachsen, Harzölen usw. kann derselbe als Isolier- und Kabelmasse 'dienen.
  • 7. 2o Teile Savonetteöl (= gereinigtes Thallölj, 6o Teile Kopalöl und io Teile Sprit werden bei 5o° mit io Teilen einer 66prozentigen Ätzkalilösung vermischt. Das mit Wasser eine Milch gebende Produkt hat insektizide Eigenschaften, eignet sich daher zur Überziehung von verseuchten Ställen u. dgl., ferner von Läusekolonien' usw. mit einem abtötend wirkenden Überzug auf dem Wege des Verspritzens der 2- bis 3prozentigen Lösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren nach Patent 429 875, dadurch gekennzeichnet, daß. hier an Stelle von Thallöl Kopalöl zur Verwendung gelangt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747419C (de) * 1938-11-16 1944-09-25 Wilhelm Eberlein Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Farbenbindemitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747419C (de) * 1938-11-16 1944-09-25 Wilhelm Eberlein Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Farbenbindemitteln

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