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Schraubengetriebe mit Vorgelege, insbesondere für Klappdavits. Gegenstand
der Erfindung ist eine Verbesserung und weitere Ausbildung des Schraubengetriebes
nach dem Hauptpatent. Bei dieser Anordnung hat es sich als störend herausgestellt,
daß die das Drucklager für die Schraubenspindel enthaltende Buchse keine seitliche
Unterstützung hat, so daß die Gefahr besteht, daß die Buchse schwingende Bewegungen
ausführt und die Schraubenspindel auf Biegung beansprucht, wodurch Betriebsstörungen
und Beschädigungen eintreten können.
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Diesem -Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch abgeholfen, daß
der das Antriebszahnrad für die Schraubenspindel tragende und mit dieser verbundene
Hohlkörper selbst als Buchse für das Drucklager der Schraubenspindel ausgebildet
ist. Um die Drehunder Schraubenspindel gegen das Vorgelege zuermöglichen, ist die
Anordnung hierbei so getroffen, daß die Schraubenspindel nicht bis in die Buchse
hineinreicht, sondern in ihr Ende ein Bolzen eingesetzt ist, der in der Schraubenspindel
und der Buchse drehbar ist und durch dessen Kopf die Vorgelegewelle hindurchgeht.
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Weiter kann gemäß der Erfindung die Anordnung so getroffen werden,
daß auf beiden Seiten der Vorgelegewelle ein Schraubentrieb liegt, wodurch man eine
schnellere Wirkung erzielen kann.
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In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen von Schraubengetrieben
gemäß der Erfindung dargestellt. So zeigt Abb. i einen Längsschnitt nach der Linie
A-A in Abb. 3, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie B-B in Abb. i und Abb. 3 eine
Seitenansicht, die die Verwendung des Getriebes bei einem Bootsdavit erkennen läßt.
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Die Teile, die denen der Vorrichtung nach dem Hauptpatent entsprechen,
sind mit denselben Bezugszeichen wie dort bezeichnet.
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Ebenso wie nach der Vorrichtung nach dem Hauptpatent ist die Schraubenspindel
i in einer Hülse a beweglich, in die eine mit Muttergewinde versehene Buchse 3 eingeschraubt
ist. Die Hülse :2 ist mittels eines Auges d., durch das ein Bolzen hindurchgesteckt
werden kann, an Deck um eine wagerechte Achse drehbar gelagert.
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Auf der Schraubenspindel ist ein Hohlkörper 5 in geeigneter Weise,
z. B. durch Verschraubung, Keil o. dgl., befestigt. Der Hohlkörper trägt einen Zahnradkranz
8, der in ein entsprechendes Zahnrad 9 des Vorgeleges eingreift. Die Zahnräder sind
bei der dargestellten
Ausführungsform wieder als Kegelräder ausgebildet;
natürlich können auch andere Zahnradformen benutzt werden.
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Der Hohlraum des Hohlkörpers 5 bildet die Buchse für das als Drucklager
für die Schraubenspindel dienende Kugellager ii. Durch die Buchse hindurch geht
ein Bolzen 25, der in der Buchse und in einer Ausnehmung der Schraubenspindel drehbar
ist und in letzterer mittels eines Spurzapfens 26 Führung hat. Auf diesen Bolzen
ist ein Ring 27 aufgeschraubt, der in geeigneter Weise, z. B. durch einen Stift
28, gegen Drehung gesichert ist und das Drucklager auf der einen Seite festhält.
Auf der anderen Seite des Drucklagers ist in die Buchse ein mit entsprechenden Packungen
versehener Dichtungsring 29 hineingeschraubt, der auch als Lager dient. Beim Hineinschrauben
der Spindel in die Mutter 3 legt sich das Kugellager i i gegen den Dichtungsring
29, beim Herausschrauben legt es - sich - gegen den Ring 27.
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An seinem freien Ende ist der Bolzen 25 mit einem Kopf 30 versehen,
durch den die Vorgelegewelle 17 hindurchgeht tuad der zugleich die Lagerbuchsen
bildet, mittels deren die Vorgelegewelle beiderseits des Schraubentriebes in Ansätzen
18 des Davitarmes i9 o. dgl. gelagert ist. Die Vorgelegewelle trägt an einem Ende
das Kegelrad 9, am anderen Ende kann eine Handkurbel 2o aufgesetzt werden. Die Vorgelegewelle
kann auch einen gegebenenfalls reit dem Kegelrad 9 verbundenen Innenzahnkranz 31
tragen, in den ein Ritzel 32 eingreift, das auf einer in geeigneter Weise am Davitarm
gelagerten Welle 33 sitzt, so daß man, wenn man die Handkurbel 2ö auf den Vierkant
der Welle 33 aufsetzt, eine weitere Übersetzung erhalten und so. die Arbeit erleichtern
kann.
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Das Innere des Hohlkörpers 3 kann mit Hilfe eines Schmiergefäßes
21 mit Schmiermittel gefüllt werden.
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In Abb. 3 ist die Anwendung der Einrichtung bei einem Bootsdavit ersichtlich.
Das Auge 4 der Hülse des Schraubentriebes ist im Bock 22 an Deck drehbar 'gelagert.
Beim Drehen der Kurbel 2o bewirkt das Vorgelege eine Drehung der Schraubenspindel,
durch die sie aus der Hülse 2 herausgeschraubt wird. Der Kopf 3o bildet hierbei
die Gelenkverbindung zwischen Getriebe und Davitarm, die es zusammen mit der Gelenkverbindung
bei 22 ermöglicht, daß der Schraubentrieb entsprechend der Bewegung des Davitarmes
seine Schräglage in die Vorgelegewelle der Drehachse ändert. Im übrigen ist die
Wirkungsweise dieselbe wie bei der Vorrichtung nach dem- Hauptpatent. Zum Schutz
des Schraubengetiebes beim Herausschrauben der Spindel i ist wieder eine Hülse 23
vorgesehen.
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Natürlich könnte auch im vorliegenden Fälle die Einrichtung umgelehrt
getroffen Lind die Hülse 2 mit dem Davitarm gelenkig verbunden, die Vorgelegewelle
dagegen in einem Bock an Deck gelagert werden.