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Aspirator aus elastischem Gummischlauch. Die Erfindung betrifft eine
weitere Ausbildung des durch das Patent 44:2234 geschützten Schlauches. Erfindungsgemäß
ist der Schlauch dergestalt eingerichtet, daß er mit Hilfe seiner Wülste so festgelegt
werden kann, daß die Schlauchenden ohne Spannung in die Richtung der an ihrem Ende
befindlichen, z. B. in eine Blutader eingesetzten Hohlnadeln gelegt werden können,
und daß die Schlauchenden so ineinandergesteckt «erden können, daß der Schlauch
in aseptischem Zustand aufbewahrt werden kann.
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Dieser Zweck wird der Erfindung gemäß dadurch erreicht, daß die Wülste
des Schlauches schräge Anlageflächen für eine Rufspannplatte besitzen, und daß einer
der Wülste in einen kleinen Wulst endigt, der als Pfropfen für das andere Ende des
Schlauches dienen kann.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. 1 die Seitenansicht eines Schlauches in gekrümmter Lage, zum
Teil im Längsschnitt, Abb.2 den Schlauch in der Gebrauchsstellung aufgespannt (die
Enden sind weggebrochen) und Abb. 3 den Schlauch in zusanunengestecktem Zustand.
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Der Schlauch besteht im wesentlichen aus einem mittleren Teil a, der
von zwei Wülsten b und c- begrenzt ist und auf der Seite des Wulstes b in einen
Schlauch d gleichen Durclunessers wie a, auf der Seite des Wulstes c aber in einen
Schlauch e kleineren Durchmessers als a endigt. Diese Wülste b und c, die zum Aufspannen
des mittleren Teiles a auf einer festen Unterlegplatte g dienen können (Abb. 2),
besitzen schräge Anlageflächen b1 bzw. cl; diese dienen dazu, den Enden d und e
bei fester Anlage an die Rufspannplatte g eine solche Richtung zu geben, daß sie
schräg von der Platte abstehen. Die Schräglage der Schlauchenden d und e hat den
Vorteil, daß durch einfaches Verdrehen des Wulstes b bzw. c gegen die Platte g :die
Richtung des Schlauchendes d bzw. e geändert werden kann. Ein Schlauchende,
das zum Zwecke der Bluttransfusion eine Hohlnadel trägt, müßte, wenn es nicht von
vornherein die richtige Richtung hat, an die Vene herangebogen werden; hierbei kann
es vorkommen, daß das gekrümmte Schlauchenrl.e sich während der Operation entspannt,
so daß die an ihr sitzende Hohlnadel die Vene verletzt. Erhält dagegen in diesem
Falle das Schlauchende durch Drehen des Wulstes b oder c die richtige Richtung,
so befindet sich die Hohlnadel von vornherein in der Ruhelage.
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Der eine Wulst, c, endigt in einem Wulst kleineren Durchmessers f,
dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des
Schlauchendes d
entspricht. Diese Anordnung gestattet, das dünnere Schlauchende e in das dickere
Ende d einzuschieben (Abb. 3), und zwar so, daß der Wulstteil f als Pfropfen für
das Ende d dient und mithin einen luftdichten Abschluß für den Innenraum des Schlauches
bildet. Der Schlauch kann auf diese Weise nachdem Auskochen- in einfacher Weise
dicht abgeschlossen werden, so daß .er in aseptischem Zustand aufbewahrt werden
kann und somit jederzeit gebrauchsfertig ist; außerdem nimmt er in diesem Zustand
einen kleineren Raum ein. Gleichzeitig kann die Wulststelle f aber auch zum Festhalten
des Schlauches mit den Fingern der einen Hand dienen, wenn der zwischen den Wülsten
b und c befindliche Schlauchteil a ohne Benutzung einer Aufspannplatte g
mit den Fingern der anderen Hand ausgestrichen werden soll.
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Die Platte g hat den Zweck, den mittleren Teil a des Schlauches während
der Operation unbeweglich festzulegen, damit das Überführen der Flüssigkeit vom
Schlauchteil d her in der Richtung nach dem Schlauchteil e bequemer durchführbar
ist. Der mittlere Schlauchteil a wird zu diesem Zweck in an den hochgebogenen Rändern
der Platte g vorgesehene Ausnehmungen eingesetzt, worauf ein auf der Platte g einstellbar
angeordneter Riegel so weit vorgeschoben wird, daß er den Schlauchteil a an einer
Stelle abknickt; gleichzeitig werden hierdurch aber auch die Wülste b und c fest
an die Platte g herangezogen. Das Überführen der Flüssigkeit geschieht dann in der
Weise, daß mit dem Daumen oder Handrücken der mittlere Schlauchteil a in der Nähe
des linken Randes (Abb. 2) der Platte g auf die Platte niedergedrückt und .der Daumen
oder- Handrücken dann unter Fortsetzung des ausgeübten Druckes bis an den Riegel
Bewegung wird; infolge :des bei dieser Bewegung im Schlauch entstehenden Überdruckes
dehnt sich- die Wandung des Schlauches an der Knickstelle, so daß die Flüssigkeit
an dieser Stelle nach rechts hin überströmen kann. Sobald der Druck aufhört, bildet
der Schlauch am Riegel wieder eine Knickstelle, die die Verbindung zwischen den
rechts und links dieser Stelle liegenden Schlauchteilen unterbricht. Die Einrichtung
soll hauptsächlich bei der Bluttransfusion Verwendung finden; hierbei werden an
den Enden des Schlauches Hohlnadeln befestigt, die in eine Vene von Spender und
Empfänger eingeführt werden.
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An Stelle der Wülste b und c kann man auch an dem glatten Schlauch
verhärtete Stellen vorsehen, auf denen man dann die mit einer schrägen Anlagefläche
versehene Haltevorrichtung durch Aufklemmen o. dgl. anbringt. Ferner ist es nicht
erforderlich, daß der Wulstteil f an den Wulst c anschließt; er kann ebensogut an
einer beliebigen anderen Stelle, also auch am äußersten Ende des Schlauchteiles
e angeordnet sein. Auch kann er, ebenso wie die Wülste b und c, etwa durch einen
aufgeschobenen Ring gebildet werden. Eine den Schlauchinhalt angebende Skala o.
:4-l. kann auf dem mittleren Teil a des Schlauches angebracht sein.