DE456872C - Vorrichtung zum Erzielen des Gleichlaufs zwischen Bild und Musik bei Filmvorfuehrungen - Google Patents
Vorrichtung zum Erzielen des Gleichlaufs zwischen Bild und Musik bei FilmvorfuehrungenInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Es ist bekannt, Kdnovorführungen in der
Weise mit Tonvorführungen zu verbinden, daß der Film und ein Notenband gleichlaufend
ablaufen und nach dem Notenband die von diesem vorgeschriebene Musik durch Personen
ausgeführt wird. Das Notenband rollt dabei vor einer Marke (Zeiger) vorbei. Die Kinoprojektion
und die Antriebsvorrichtung für. das Notenband sind dabei in irgendeiner
xo Weise auf Gleichlauf gekuppelt. Es ist ferner bekannt, daß ohne zwangläufigen Gleichlauf
der Noten mit dem Bildband der Leiter der Musik das Tempo für diese beliebig wählen
und danach von seinem Platze aus die Ablaufgeschwindigkeit des Films regeln kann.
Bei Verwendung der Vorrichtung nach der Erfindung soll auch bei zwangläufig gesichertem
Gleichlauf zwischen dem Notenband und dem Kinoprojektor von dem Leiter der Musik
ao das Tempo für diese seinem künstlerischen Empfinden entsprechend gewählt werden können,
ohne daß der Gleichlauf gestört wird. Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß eine
Kennmarke (Zeiger) verstellbar und gleichzeitig mit dem Antrieb des Projektors und des
Notenbandes so verbunden, daß die Verstellung der Marke gleichzeitig die Geschwindigkeit
des Antriebes der beiden beeinflußt. Die erwähnte Kennmarke, z. B. der Zeiger, ist
in der Leserichtung der Noten verschiebbar und betätigt einen im Stromkreise des Motors
des Vorführungsapparates liegenden Vorschaltwiderstand derart, daß bei seinem Verschieben
in der einen oder anderen Richtung dem Antriebsmotor des Vorführungsapparates mehr oder weniger Strom zugeführt wird.
Nimmt z. B. der Dirigent das Tempo einer Musikstelle schneller, als der im gleichen
Augenblick mit einer bestimmten Tourenzahl laufende Vorführungsapparat es verlangen
würde, so bemerkt die die Vorrichtung bedienende Person, daß die gerade erklingende
Note nicht in dem Augenblick zu Gjehör kommt, wenn sie am Zeiger vorbeigeht. Der
Beobachter hat alsdann den Zeiger so zu bewegen, daß in den Stromkreis des Vorführungsmotors
mehr oder weniger Widerstand eingeschaltet und dadurch die Bildvorführung verlangsamt oder beschleunigt wird, derart,
daß stets diejenige Note des laufenden Notenbandes, die der Dirigent gerade zum Erklingen bringt, sich im Augenblick des
Erklingens an der Kennmarke vorbeibewegt. Damit der Zeiger nicht zu plötzlich verstellt
werden kann, was einen schroffen, gegebenenfalls zu Beschädigungen des Films, zu
dessen Flimmern oder zum Schließen der Feuerschutzklappe führenden Tempowechsel nach sich ziehen könnte, wird er zweckmäßig
mit einer geeigneten Bremsvorrichtung, z. B. einer pneumatischen Hemmung, verbunden.
Der Vorschaltwiderstand kann, anstatt. im Stromkreise des Motors für den Vorführungsapparat zu liegen, auch in den Stromkreis
einer elektrischen Bremse geschaltet sein, die den Motor mehr oder weniger bremst. An
die Stelle des Vorschaltwiderstandes kann ferner eine vom Zeiger beeinflußte, den Mo-
tor des Vorführungsapparates mechanisch bremsende oder beschleunigende pneumatische
Vorrichtung treten. Die Vorrichtung. kann so ausgebildet sein, daß die durch das Verschieben
des Zeigers hervorgerufene Wirkung schwächer oder stärker ist, indem die Drosselung z. B. nach einem bestimmten, gestuften
Übersetzungsverhältnis erfolgt, was bei Verwendung des Vorschaltwiderstandes durch
to entsprechende Abstufung desselben leicht erreichbar ist.
Durch Verschieben des Zeigers in seine eine Endlage wird der kinematographische
Vorführungsapparat ausgeschaltet oder stillgesetzt. Um aber jederzeit auch ein augenblickliches
Ausschalten oder Stillsetzen sowie eine Wiedereinschaltung des Vorführungsapparates
bewirken zu können, ist mit dem verschiebbaren Zeiger ein besonderer, z. B. elektrischer,
Unterbrecher verbunden, der den Antriebsmotor des Vorführungsapparates aus- und einschaltet. Ein gleicher Unterbrecher
befindet sich im Handbereich des Vorführers, damit auch dieser im Notfalle die Vorfiihrungsmaschine
ausschalten kann.
Damit die Vorrichtung bei Beginn der Vorführung oder auch während dieser auf die entsprechenden
Noten und zugehörigen - Bilder eingestellt und bei etwa gerissenem Film, nachgestellt werden kann, ist der Zeiger für
sich derart verstellbar, daß eine Einwirkung auf den Motor 'des Vorf ührungsapparates nicht
stattfindet. Dies läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß Zeiger und Drosselvorrichtung
gegeneinander verschiebbar angebracht werden. Zu letzterem Zweck kann der
Zeiger an einer Laufschiene sitzen, die mit einer Verzahnung versehen ist und mittels
eines Zahnrädchens bewegt wird.
Das Notenband enthält außer den Noten ganz genaue Bildbezeichnungen, derart, daß
entweder im projizierten Bild sichtbare Kennzeichen in genauer Übereinstimmung auf dem
Notenbande sich befinden oder auch lediglich das Bild allein im Notenbänd genau gekennzeichnet
ist, damit bei Unstimmigkeit ein Neueinstellen möglich wird, und zwar während der Vorführung. Außerdem kann das synchrone
Notenband an den Stellen, die im
5" Bildband fortgefallen sind (z. B. durch Ausschneiden
nach dem Reißen des Films) selbsttätig wirkende Kennzeichen erhalten, zu
dem Zwecke, das Übersetzungsverhältnis zwischen Vorführungsmaschine und Notenstreif en
— z.B. mit Hilfe eines elektrisch geschalteten Wechselgetriebes o. dgl. zwischen dem Motor
des Notenbandes und letzterem — für eine bestimmte Dauer selbsttätig zu - ändern, um
auf diese Weise zu ermöglichen, daß die Musik das Bild wieder einholt, d.h. mit diesem
wieder in Übereinstimmung gebracht wird. Dabei kann auch der Zeiger selbsttätig
nachgestellt werden, so daß er stets die zum Bild gehörigen Noten (im Verhältnis des
»Einholens«) zeigt. Es kann z. B. entsprechend der Länge der Noten zu einer ausgeschnittenen
Zahl von Filmbildern im Notenbänd ein andersfarbiger Streifen angebracht
werden, der mit einer Selenzelle zusammenwirkt, oder eine Perforation, die mit Druck-
oder Saugluft wirkt, einen Stromschluß !ermöglicht oder Licht durchläßt.
Zum leichteren Ablesen kann das laufende Notenband als negatives Bild ausgeführt werden,
d. h. es zeigt helle Noten auf dunklem Grunde. Die Noten sind transparent und
werden von innen durchleuchtet.
Um ein leichtes Neueinstellen während des Laufes auf andere als „die oben angegebene
Art zu ermöglichen, erhält die Äntriebswalze des Notenbandes eine Freilaufvorrichtung, die
■mit einer Kurbel für Handbetrieb oder einer anderen -Vorrichtung dahin zusammenwirkt,
das Band mit größerer als der synchronen Geschwindigkeit abzurollen.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Abb. ι zeigt die Vorrichtung im Aufriß und Abb.τ 2am- Grundriß.
Abb. 3 zeigt-eine Einzelheit-im vergrößerten
Maßstäbe.
Abb. 4 und 5 stellen im Grundriß und Aufriß eine Einrichtung zur Verstellung der
Zeigerspitze dar.
In der Zeichnung ist α das von der Walze δ
ablaufende und auf die'· Walze c auflaufende Notenband. Über ihm -liegt der Zeiger d, der
an einer Büchse/ befestigt ist, die auf einer metallischen Führung e - verschoben werden
kann. Ein Fortsatzg der Büchse/ schleift mit einer Gabel h auf einem Widerstand I,
der in besonderer Weise gewickelt sein kann. An die eine Stützet der Führunge und an
das Ende/ra des Widerstandes/ sind die Enden
eines mittelbar oder unmittelbar den Antriebsmotor für den Vorführungsapparat beeinflussenden
elektrischen Stromkreises angeschlossen. In die Büchse/ ist ein elektrischer Ausschalter«
eingebaut. Der elektrische Strom läuft von der Stützet durch die Führung ν no
zur Büchse/ und durch den Ausschalter« zu dem Fortsatz g, um alsdann durch die
Gabel h in den Widerstand i einzutreten und diesen durch - die Klemme m - zu verlassen!.
Durch öffnen des Schalters η kann der Stromkreis
unterbrochen werden.
Um gewisse Einstellungen des Zeigers d vornehmen zu können, ohne dabei gleichzeitig
durch Änderungen am Vorschaltwiderstand / den VorführungslnotDr ,zu beeinflussen, ist
gemäß Abb. 1 und 2 der Widerstand/ auf einem Schlitten ο angebracht und kann· in
einer Schwalbenschwanzführung ρ ο. dgl. der
Grundplatte^ zugleich mit dem Zeigerd verschoben
werden. Eine andere Ausführungsform zur Verschiebung des Zeigers d über dem
Notenbande ohne gleichzeitige Beeinflussung des Stromkreises des Vorführungsapparates
ist in vergrößertem Maßstabe in Abb. 4 und 5
veranschaulicht. Hier ist in einer Führung r der Büchse/ eine Stanges verschiebbar gelagert,
die den Zeiger d trägt. Diese Stange ist mit einer Verzahnung t versehen, in die
ein in Abb. 5 punktiert angedeutetes Zahnrad« eingreift, das auf der ebenfalls punktiert
angedeuteten Welle w eines drehbaren Knopfes λ: befestigt ist. Durch Drehen dieses
Knopfes λ: von Hand kann der Zeiger d nach
Bedarf nach rechts und links verschoben werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Erzielen des Gleichlaufs zwischen Bild und Musik bei Filmvorführungen
unter Benutzung eines zu dem Film synchron an einer Kennmarke vorbeilaufenden Notenbandes, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kennmarke verstellbar ist und beim Verstellen die Geschwindigkeit des Vorführungsapparates fortlaufend
beeinflußt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Leserichtung
der Noten verstellbare Kennmarke bei ihrer Verstellung auf einen Vorschaltwiderstand oder eine Bremsvorrichtung
für den Antriebsmotor oder den Vorführungsapparat einwirkt oder auch den letzteren still- oder in Bewegung setzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die .verschiebbare
Kennmarke dergestalt wirkt, daß ein synchrones Vorführen des Films erhalten wird, wenn die sie bedienende Person
die Marke ununterbrochen auf die Note einstellt, die im Augenblick zum Erklingen
kommt.
4. Vorrichtung nach Anspruch. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennmarke
bei ihrer Bewegung zur Beeinflussung" der Schaltvorrichtung durch eine z. B. pneumatische
Hemmung gebremst wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennmarke
ohne Beeinflussung der Schaltvorrichtung verstellbar ist, indem sie z. B. mit der
Vorrichtung als Ganzes verstellt oder gegen diese verschiebbar angebracht ist.
6. Vorrichtung nach. Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbare
Kennmarke mit einer Einrichtung zum sofortigen Stillsetzen oder Wiedereinschalten
der Filmvorführungsmaschine, z. B. einem elektrischen Schalter, versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch. 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebswalze des Notenbandes mit einer solchen Freilaufvorrichtung versehen ist, daß das
Notenband durch einen zweiten Antrieb mit größerer als der Synchrongeschwindigkeit
bewegt werden kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Notenband
an Stellen, die Ausschnitten im Film entsprechen, mit Zeichen versehen ist, die infolge ihrer Ausbildung als andersfarbige
Streifen, Perforation o. dgl. auf eine z. B. elektrisch oder pneumatisch betriebene
Vorrichtung, etwa ein Wechselgetriebe, einwirken, welche die Geschwindigkeit des
Notenbandes im Sinne des Einholens des Bildes durch die Musik selbsttätig beeinflußt
oder die Kennmarke, gegebenenfalls gleichzeitig, selbsttätig neu einstellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB108721D DE456872C (de) | 1923-03-09 | 1923-03-09 | Vorrichtung zum Erzielen des Gleichlaufs zwischen Bild und Musik bei Filmvorfuehrungen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEB108721D DE456872C (de) | 1923-03-09 | 1923-03-09 | Vorrichtung zum Erzielen des Gleichlaufs zwischen Bild und Musik bei Filmvorfuehrungen |
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|---|---|
| DE456872C true DE456872C (de) | 1928-12-01 |
Family
ID=6992262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB108721D Expired DE456872C (de) | 1923-03-09 | 1923-03-09 | Vorrichtung zum Erzielen des Gleichlaufs zwischen Bild und Musik bei Filmvorfuehrungen |
Country Status (1)
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|---|---|
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-
1923
- 1923-03-09 DE DEB108721D patent/DE456872C/de not_active Expired
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