DE394191C - Verfahren und Vorrichtung zum Kopieren kinematographischer Filme - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kopieren kinematographischer Filme

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DE394191C
DE394191C DEP44496D DEP0044496D DE394191C DE 394191 C DE394191 C DE 394191C DE P44496 D DEP44496 D DE P44496D DE P0044496 D DEP0044496 D DE P0044496D DE 394191 C DE394191 C DE 394191C
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B27/00Photographic printing apparatus
    • G03B27/02Exposure apparatus for contact printing
    • G03B27/04Copying apparatus without a relative movement between the original and the light source during exposure, e.g. printing frame or printing box
    • G03B27/08Copying apparatus without a relative movement between the original and the light source during exposure, e.g. printing frame or printing box for automatic copying of several originals one after the other, e.g. for copying cinematograph film

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 15. APRIL 1924
R E ICH S PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVi 394191 -KLASSE 57c GRUPPE 11
(P
Pathe Cinema Anciens Etablissements Pathe Freres in Paris.
Verfahren und Vorrichtung zum Kopieren kinematographischer Filme.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juli 1922 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 1. Juli 1921 beansprucht.
Es ist bekannt, daß Negative ohne Kon- j Kopie kinematographischer Filme Vorrichtungen
traste und skizzierte Negative genügende Wir- 1 mit automatischem Lichtwechsel, welche die kungen bei einer einzigen Entwicklungszeit Vereinigung der Negative und daher den Fortgeben, wenn jedes Positiv eine angemessene fall der Zurichtung der Positive ermöglichen,
Belichtung empfangen hat, wogegen bei der ■ besondere Vorteile gewähren.
Um diese Vorteile aber vollkommen zu gewinnen, müßte man nicht immer gezwungen sein, die Titel in den Negativfilmen jedes Mal zu ändern, wo man sie in anderer Sprache wiedergeben will, oder die Titel gesondert abzuziehen, um sie danach später anzubringen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abziehen oder zur Wiedergabe kinematographischer Filme zwecks xo Erzeugung positiver Filme, auf denen die Titel des negativen Originals durch andere Aufschriften, beispielsweise ihre Übersetzung in eine andere Sprache, ersetzt sind.
Nach diesem neuen Verfahren läßt man einerseits den Negativfilm mit dem aufnehmenden Positivfilm darüber an einem Belichtungsfenster vorbeigehen, dessen Licht während des Vorbeiganges der Titel des Negativs abgefangen wird, und andererseits den positiven Film mit einem negativen Hilfsfilm oder einem anderen Hilfsmittel der Art, das die gewünschten neuen Titel trägt, an einem zweiten Belichtungsfenster vorbeigehen, dessen Licht während des Vorbeiganges der bereits aufgenommenen Bilder oder Szenen des positiven Films abgefangen wird.
Die Einzelvorgänge dieses Verfahrens und seine technische Ausführung werden im nachfolgenden eingehend erläutert. Auf der Zeichnung ist die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung beispielsweise in einer Ausführungsform dargestellt. Es ist
Abb. ι eine Vorderansicht der Vorrichtung, einige Teile fortgelassen,
Abb. 2 die Ansicht eines zur Vorrichtung, gehörenden Schlittens,
Abb. 3 ein Längsschnitt nach Linie A-A, Abb. 4 ein solcher Schnitt nach Linie B-B, Abb. 5 ein Querschnitt nach Linie C-C der Abb. 6, einige Teile fortgelassen,
Abb. 6 ein wagerechter Schnitt nach Linie G-G der Abb. 3,
Abb. 7 eine Darstellung des von der Führung entfernten Fensters,
Abb. 8 und 8 a Vorder- und Seitenansicht der Anordnung einer der Melderollen,
Abb. 9 und 9 a Ansicht und Grundriß des ; Exzenters aus der Vorrichtung zum Nähern ί und Entfernen des negativen Films gegenüber dem positiven Film,
Abb. 10 eine Ansicht des Reglers, Abb. 11 eine Ansicht der Hemmung, Abb. 12 und 12 a Ansicht und Schnitt verschiedener Teile,
Abb. 13 eine Ansicht eines Exzenters oder Daumens und
Abb. 14 eine Ansicht einer Scheibe derselben Vorrichtung,
Abb. 15 ein negativer Hauptfilm mit bleibenden Titeln und '
Abb. 16 eine Rolle negativer Hilfsfilm mit Zusatztiteln.
Die dargestellte Vorrichtung besitzt zwei Laternen 200, 201 mit elektrischen Glühbirnen 202, 203 an gemeinsamer senkrechter Wand 63 (Abb. 6). Zwischen den beiden Laternen liegt die Antriebswelle 1 mit Riemen-I scheiben 2, 3, und an der Wand 63 sitzen vor der Laterne 200 zwei Träger 210 (Abb. 4) mit einem Filmführer 62, der mit der üblichen, in Scharnieren angelenkten Verschlußkappe 621 über dem Fenster F versehen ist. Ein Rohr 211 verbindet das Fenster mit der Laterne 200.
Durch den Führer 62 geht von oben nach unten der negative Hauptfilm A (Abb. 4) von dem man eine Abbildung nehmen will, sowie der leere Film, der die Abbildung aufnehmen soll. Der schematisch in Abb. 15 dargestellte Negativfilm besteht beispielsweise aus einem Vorstück 0, einem Haupttitel t, einem ersten Untertitel t1, einer ersten Szene oder Bild s, einem zweiten Untertitel tz, einer zweiten Szene oder Bild s1, einem dritten Bild s2 und einer Marke fi. Er zeigt an seinen Kanten Kerben α bis g, deren Zweck noch weiter unten angegeben werden wird.
Der von einer nicht dargestellten Spule kommende Negativfilm A geht über eine Trommel 4 (Abb. 4) mit Führungszähnen, deren Bewegung durch Kegeltriebe 5 bis 10 auf Wellen 11 bis 13 von der Welle 1 abge- ; leitet wird. Für Trommeln mit 20 Zähnen vermindern die Kegelräder 5 bis 8 die Drehgeschwindigkeit der Welle 1 im Verhältnis von ι zu 5, so daß sich die Welle 13 fünfmal langsamer als die Welle 1 dreht. Eine unten angeordnete Trommel 14 empfängt ihre Bewegung von der Welle 13 durch Vermitt- * lung der Kegelräder 15 bis 18 und Wellen 19, 20. Auf die Welle 20 ist eine Schnurscheibe 21 für den Antrieb der nicht weiter dargestellten anderen Endspule aufgekeilt.
Der Leerfilm B wird ebenfalls von einer mit Zähnen versehenen Führungstrommel oder Rolle 22 (Abb. 4) abgezogen, die ihre Bewegung von der Welle 19, Kegeltriebe 23 bis 26 und Wellen 27, 28 erhält. Das Kettenrad 29 auf der Welle 28 überträgt die Be wegung mittels seiner nicht dargestellten Kette auf das Kettenrad 31, dessen Welle 32 (Abb. 1) und die untere Trommel 30 (Abb. 1). Die beiden Filme A, B werden gleichzeitig vermittels einer zwischen der Führung 62 und der Wand 63 angeordneten Vorrichtung durch die Führung hindurch fortgeschaltet. Diese Vorrichtung arbeitet mit Stiften 220, die in die Führungslöcher der beiden Filme zugleich eingreifen und wird von der 'Welle 1 durch ein Zahnradgetriebe 64 bis 66 (Abb. 1 und 4) angetrieben, dessen Mittelrad 65 auf der Welle des Exzenters für die Seitenbewegung der
Stifte und das Rad 66 auf der Welle des Exzenters für die Auf- und Abwärtsbewegung der Stifte sitzt.
Nach dem Ablaufe von der Trommel 14 geht das Negativ A über eine Rolle 112 (Abb. 4) die in einem durch eine Stellschraube 113 gegenüber der Trommel 14 einstellbaren Ständer 112 a gelagert ist. Auf der Seite des Films, wo sich die Kerben h, i, j, k befinden, ist ein kurzer Hebel 1x4 angeordnet, der unter der Wirkung einer Fede · in die Kerben einfällt. Dieser Hebel sitzt auf einer Welle 230, deren Arm 231 einen elektrischen Unterbrecher 232 zu einem noch weiter unten anzugebenden Zwecke auslöst. Ein zweiter kurzer Hebel gleicher Art, der in Abb. 1 links vom Film schematisch angedeutet ist, klinkt ebenfalls in die Kerben h, i, j, k ein, und zwar auch unter Beeinflussung eines gleichartigen elektrischen Unterbrechers. Diese Unterbrecher können in beliebigem Abstande vom Film angeordnet sein. Ein dritter Hebel der Art 115 (Abb. 1) der in die Kerben α bis g auf der anderen Seite des Films eingreift, bedient eine beliebige, geeignete Vorrichtung zum Ändern der Beleuchtung, d. h. zur Änderung der Lichtstärke für die Wiedergabe der Bilder des Films A auf dem Film B.
Nach dem Vorbeigehen an der Laterne 200 tritt der positive Film B vor die zweite Laterne 201, wobei er durch eine Führung 58 (Abb. 3) geleitet wird, die auf einem Schlitten ruht, der durch einen Handgriff 210 auf seiner Bodenplatte 211 gegenüber der Laterne 201 verstellt werden kann. Der Film B läuft zuerst über die gezahnte Trommel 41 (Abb. 3) die im Schlitten 209 gelagert ist und ihre Bewegung von der Welle 1 durch die Zahnräder 42, 43, Welle 44, Räder 45, 46 und Kette 47, Welle 48, Kegelräder 49,50 und die Welle 51 erhält, auf welch letztere die gezahnte Trommel 52 und das Zahnrad 53 aufgekeilt sind, welches mit einer nicht weiter dargestellten Kette das auf die Welle 55 der Welle 41 aufgekeilte Rad 54 mitnimmt. Die Räder 45, 46, 49, go setzen die Geschwindigkeit der Welle ι ebenfalls im Verhältnis von 1 zu 5 herab, so daß sich die Trommeln 41 und-52 gleichfalls fünfmal langsamer drehen, als die Welle i. Auf der Welle 51 sitzt eine Schnurscheibe 56, die die nicht dargestellte rechtsseitige Aufwickelspule antreibt. Das Zahnrad 42 (Abb. 6) sitzt achsial verschiebbar auf der Welle i, greift aber mit einer Warze o. dgl.
in eine Längsnut der Welle, so daß sie der Verstellung des Schlittens 209 zwar folgen kann, aber mit der Welle fest gekuppelt bleibt.
Auf dem Schlitten 209 ist die Vorrichtung zum Fortschalten des positiven Films B angeordnet. Die mit Stiften 221 arbeitende Vorrichtung wird durch die Zahnräder 59, 60
; (Abb. 3 und 6), von denen das eine auf die
: Welle 44, das andere angetriebene Rad 60 auf die Welle 61 aufgekeilt ist,., in Bewegung gesetzt. Die Welle 44 fragt das Exzenter für die Seitenbewegung der Stifte, die Welle 61 das Exzenter für die Auf- und Abwärtsbewe-
; gung der Stifte. Der negative Hilfsfilm C, (Abb. 16) zum Aufbringen der gewünschten neuen Titel auf das Positiv besitzt ein Vorstück 0, einen schwarzen Teil 5, einen Titel T, beispielsweise in englischer Sprache als
; Übersetzung des beispielsweise französischen Titels t im Hauptnegativ, einen Untertitel T1, einen schwarzen Teil S1, einen Untertitel T2, einen schwarzen Teil S2 und ein Endstück P. Dieser von einer Wickelspule kommende Film C geht über die Trommel 33 (Abb. 3), die an der Wand 63 angeordnet und auf eine mit der Welle 13 zwangläufig durch eine Kupplung 35 (Abb. 1) verbundene Welle 34 aufgekeilt ist. Die untere Trommel 36 empfängt
; die Bewegung der Welle 34 durch die Kettenräder 37, 38 (die Kette ist nicht weiter dargestellt) und die Welle 39, die die Schnür-
; scheibe 40 für den Antrieb der entsprechenden Endspule trägt.
Dieser negative Hilfsfilm C läuft durch eine Führung 84 (Abb. 3), die bei 205 an einen Anguß 204 der Platte 63 angelenkt ist und ein Fenster F1 besitzt, das mit dem Räume hinter der Wand 63 durch ein Rohr 207 verbunden ist. Auf der Führung ist ein kleiner, dem
j Hebel 114 gleicher Hebel 1x7 (Abb. 3) ange-
! ordnet, der in die Kerben I bis η des Films C eingreift, um die notwendigen Lichtwechsel selbsttätig herbeizuführen.
Das Negativ C wird absatzweise zugleich mit dem Positiv B durch die Stifte 221 fortgeschaltet. Um es zu bestimmten Zeitpunkten diesen Stiften entziehen zu können, ist die Führung 84 nach rechts (Abb. 7) ausschwingbar angeordnet. Dazu dient ein mit Rolle bewehrter Finger 83 (Abb. 1 und 9) an einem Schieber 8i, der unter der Wirkung eines Exzenters 80 in seinem Träger 82 verschiebbar ist. Das Exzenter dreht sich frei um eine wagerechte Achse 100 und ist mit einem Kurvennutzzylinder 85 (Abb. 1) starr ver- n0 bunden, in dessen Nut der Hebel 86 spielt, der die Kupplung 35 zum zeitweisen Kuppeln der Welle 34 mit der Welle 13 herbeiführt. Der Zylinder 85 ist seinerseits mit einer Regelungsscheibe 87 (Abb. ι und 10) starr ver- n5 bunden, deren diametral liegende Daumen 87", 87* an einem Sektor 123 (Abb. 1) auf der Welle der Fortschallvorrichtung angreifen, so daß die Scheibe 87 nur dann sich drehen kann, wenn die Daumen 87*, 87* an dem Sektor vorbeikommen können. Die Regelungsscheibe 8y ist ihrerseits mit einem Hemmungs-
rade 88 (Abb. ι) starr vereinigt, mit dessen vier Zähnen ein auf einer wagerechten Welle ιοί sitzender Winkelhebel 89, 95 (Abb. 1 und 6) in Eingriff tritt. Die Teile 80, 85, 87, 88 drehen sich in ihrer Gesamtheit unter der Wirkung einer Spiralfeder 90 (Abb. 1) die einerseits an eine mit dem Rade 88 verbundene Scheibe, andererseits an ein Sperrad 91 angeschlossen ist. Dieses Rad dreht sich in der
to Richtung des Pfeiles in Abb. 12 zwecks Aufziehens der Feder unter der Wirkung einer Klinke 92" der Scheibe 92, die sich ebenfalls um die Welle 100 dreht. In einer Nase der Scheibe 92 sitzt ein verschiebbarer Zapfen 94, der durch den Arm 95 des Winkelhebels gegen die Achse und durch einen Daumen 96 (Abb. 13) der Welle 100 gegen den Umfang getrieben wird. Wird er gegen den Umfang getrieben, so greift er an eine Blattfeder 98 (Abb. 14) auf der Scheibe gya der Schnurscheibe 97, deren Schnur zur Scheibe 99 auf der Welle 13 (Abb. 1) führt.
In der Laterne 200 sind zwei Drehverschlüsse 76, 78 zum Schließen des Fensters F (Abb. 5 und 6) vorgesehen. Der Verschluß 76 sitztfestaufeinerWelle74und stellt den üblichen KinematographenVerschluß dar; der Verschluß
78 sitzt dagegen mit Reibung drehbar auf der Welle 74 und dreht sich absatzweise, indem er seinen Antrieb von der Welle 1 durch Vermittlung der Schneckenräder 67, 68 (Abb. 5) der Welle 29 und der Kegelräder 70, 71 empfängt. Zwei ebensolche Verschlüsse 77,
79 sind vor dem Fenster F1 der Laterne 201 angeordnet. Deren Welle 75 erhält den Antrieb von der Welle 69 durch die Kegelräder 72, 73. Die Reibungsverschlüsse 78, 79 besitzen ein halbkreisflächiges Fenster 78**, 79'' und zwei Paare Hemmungszapfen 78*, 79*, die an kurze Hebel 109, 110 und 105, 106 (Abb. 5) angreifen. Die Hebel 109, 110 sitzen an einer senkrechten Welle in, deren Arm
118 unter der Wirkung eines Elektromagneten 107 steht. Die Hebel 105, 106 sitzen an einer gleichen Welle 104 mit einem der Wirkung eines Elektromagneten 107 ausgesetzen Arm 119. Federn 120, 12ο·1 (Abb. 5) halten die Arme 118,
119 außer Eingriff mit den Magneten, von denen der, eine, 118, in einem von dem kurzen Hebel 116 geregelten, der andere, 107, in einem von dem kurzen Hebel 114 (Abb. 4) überwachten Stromkreise liegt.
Die durch den Magneten 107 beeinflußte senkrechte Welle 104 nimmt überdies durch Schneckenräder 102, 103 (Abb. 6) die senkrechte Welle 101 mit, auf der der erwähnte Winkelhebel 89, 95 sitzt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Man bringt das Hauptnegativ A wie in Abb. 4 ein und legt das kopierende Positiv B in der Führung 62 darüber. Den Schlitten 209 hat man zurückgezogen, um das vordere Ende des Positivs B einführen zu können, das von der Trommel 41 (Abb. 3) kommt und durch die Führung 58 geht, und weiter hat man das Hilfsnegativ C, das, wie angenommen, die Titel in englischer Sprache führt, eingeführt, indem man es über die Trommel 33 und durch die schwingbewegliche Führung 84 (Abb. 3) geleitet hat. Die Länge des Films A zwischen dem Fenster F und dem Hebel 114 muß d.e gleiche Anzahl Bilder fassen wie das Stück Film B zwischen den beiden Fenstern F und F1. Diese Filmlänge wird ein für allemal bestimmt, so daß man auf dem Vorstück jedes Films zwei Teilzeichen anbringen kann, deren eins ins Fenster F, das andere ins Fenster F1 gesetzt wird. Der negative Hilfsfilm C wird so angestellt, daß sein erstes Schwarzbild S (Abb. 16) sich gerade im Fenster F befindet. Man vergewissert sich dann, daß die Führung 84 von der Führung 58 in Abstand und der Reibungsverschluß 79 geschlossen ist.
Sobald das erste Bild (Titel i) des Films A im Fenster F niederzugehen beginnt, wirkt die Kerbe α auf den Hebel 115 ein, um die für den Haupttitel t passende Lichtstärke zu geben; da aber die Kerbe h auf den Hebel 116 (Abb. 1) einwirkt, so wird der Elektromagnet 108 erregt und zieht den Hebel 118 (Abb. 6) an, der dann die Klappe 78 eine halbe Umdrehung machen und das Fenster schließen läßt. Der Film B bleibt somit leer in dem entsprechenden Teile im Titel t. Beim Übergange der Kerbe b über den Hebel 115 findet auch ein Lichtwechsel statt, allein die Klappe 78 hält das Fenster F geschlossen, und der Titel i1 wird daher ebenfalls nicht wiedergegeben. Trifft die Kerbe i auf die Hebel 116, so wird der Elektromagnet 108 wiederum erregt, die Klappe 78 dreht sich sonach um einen Halbkreis und gibt das Fenster F frei. Gleichzeitig bewirkt die auf den Hebel 115 wirkende Kerbe c die verlangte Lichtstärke, und die Bilder s werden daher auf dem Positiv wiedergegeben. Wenn die Kerben d, j auf die entsprechenden Hebel zur Einwirkung kommen, so tritt dieselbe Wirkung wie bei den Kerben a, h ein, d. h. die Klappe 78 schließt sich, und der damit eintretende Lichtwechsel hat keine Wirkung. Der Untertitel t2 wird also nicht wiedergegeben und so fort. Beim dritten Bilde s2 ändert die Kerbe f einfach die Lichtstärke, und die Kerbe tut dasselbe für die Marke p.
Währenddessen spielt sich in der Laterne folgendes ab.
Trifft die Kerbe α auf den Hebel 114, so tritt der Teil des Positivs B, auf dem der englische Titel T des Hilf-films C erscheinen
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soll, vor das Fenster F1. In diesem Augenblicke schließt der Hebel 114 (Abb. 4) den Stromkreis des Elektromagneten 107, der dann den Hebel 119 anzieht. Die senkrechte Welle 104 kommt daher in Schwingung, wobei der Winkelhebel 89, 95 in Tätigkeit tritt. Der Hebelarm 89 entfernt sich und läßt die Hemmung 88 eine viertel Drehung machen, so daß das Exzenter 80 eine Drehung erfährt und die Führung 84 der Führung 58 näherbringt, d. h. das Negativ C auf das Positiv B (Abb. 7 und 3) setzt. Durch diese momentane Bewegung kommt der Kurvenzylinder 85 dazu, vermittels des Hebels 86 die Achse 34 anzukuppeln, εο daß das Hilfsnegativ C unter der Wirkung der Stifte 221 in der Führung 84 niedergehen kann. Gleichzeitig lassen die Arme 105, 106 der Welle 104 die Reibungsklappe 79 eine halbe Umdrehbewegung ausführen, so daß das Fenster frei wird.
Die Führung 84 darf an die Führung 58 nur herantreten während des Aufstiegs der Stifte 221, d. h. während sie in das Innere der Führung 58 zurückgezogen sind. Dies wird durch die Regelungsscheibe 8 γ vermittelt, die mit der Hemmung 88 fest verbunden ist und selbst sich nur^drehen kann, wenn der mit den Stiften geregelte Sektor 123 sie vorbeiläßt.
Ist die Führung 84 dann an die Führung herangetreten, so ziehen die Stifte 221 beim Abwärtsgehen das schwarze Bild 5 mit, das sodann durch den ersten englischen Titel T ersetzt wird. Gleichzeitig gibt die auf den Hebel 117 einwirkende Kerbe des Films C die gewollte Lichtstärke. Damit wird der Titel T an gewünschter Stelle auf dem Positiv 5 wiedergegeben.
Da der Strom beim Auftreten der Kerbe a auf den Hebel 114 aufhört, so gibt der Elektromagnet 107 den Hebel 119 frei, der sodann unter der Wirkung der Feder 120 in seine Ausgangsstellung zurückgeht. Der Winkelhebel 89, 95 kommt dabei in seine erste Stellung zurück und läßt die Hemmung 88 eine weitere viertel Drehung machen, doch dabei bleibt die Führung 84 gleichwohl neben der Führung 58.
Bei dieser Bewegung greift der Arm 95 an den Zapfen 94, der von der Blattfeder 98 der Scheibe 97 mitgenommen wird, bis der Daumen 96 den Zapfen auslöst. Die den Zapfen tragende Scheibe 92 nimmt so durch ihre Klinke 92" das Sperrad 91 mit, das mit einem Ende der Feder 90 verbunden ist. Die Feder wird somit um eine halbe Umdrehung aufgezogen und gewinnt daher die für die Betätigung der Hemmung 88 aufgewendete halbe Drehung wieder, so daß sie stets dieselbe Spannung beibehält. Klinken 12τ, i22 halten die Scheibe 92 und das Rad 91 bei deren Umkehrbewegung zurück.
Der dem Titel T auf dem Film B unmittelbar folgende Untertitel T1 wird sofort danach wiedergegeben, indem sich die beiden Filme B und C zusammen verstellen. Gleichwohl hat die auf den Hebel 117 wirkende Kerbe m zur Wiedergabe des Untertitels T1 die Lichtstärke geändert. Wenn die Kerbe i auf den Hebel 114 trifft, so schließt dieser von neuem den Stromkreis des Elektromagneten, die Welle 104 schwingt, das Exzenter dreht sich, wie schon angegeben, aber es hat dieses Mal die Wirkung, daß sich die Führung 84 von der Führung 58 entfernt. Der Film C ist damit dem Zugriff der Stifte 221 entzogen und bleibt stehen, so daß sein sich dann im Fenster F1 befindendes schwarzes Bild G1 daselbst verbleibt. Gleichzeitig wird die Welle 34 entkuppelt, und die Klappe 79 sperrt das Licht ab. Der die Szene s führende Teil des Films B kann somit vor das Fenster F1 treten. Kommt die Kerbe / an den Hebel 114, so beginnt der beschriebene Vorgang der Wiedergabe des Titels T2 auf dem Film B von neuem und so weiter fort.
Erfährt das Positiv B im Laufe des Abziehens eine Unstimmigkeit, so gibt eine der Melderollen 124 bis 127, deren Anordnung die Abb. 8 andeutet, sofort Mitteilung.
■Indem man den kurzen Hebel 116 mit einem Anschlag versieht und eine Aufrollspule zur Aufnahme des Positivs am Ausgange der Führung 62 vorsieht, anstatt es zum Fenster F1 gehen zu lassen, erhält man zwei einfache Vorrichtungen, und wenn man das Negativ A nach der Führung 62 auch noch die Führung 84 durchziehen läßt, so erhält man eine Doppelvorrichtung für zwei Wiedergaben. Die gezahnten Trommeln werden mit nicht weiter dargestellten, kleinen Druckrollen ausgestattet.
Man kann auch die »bleibenden Titel« des Negativs A durch gleiche Filmlängen mit vorzugsweise schwarzen Bildern ersetzen, und in dem Falle erfolgen alle Abzüge mit den »angefügten Titeln«, die das Hilfsnegativ C trägt.
Bei Verwendung von Titeln auf Platten würde die Vorrichtung links (Laterne 200), wie berchrieben, sein und rechts (Laterne 201) eine entsprechende Änderung erhalten, bei der die Platten selbsttätig weggenommen werden.
Für Titel auf Kartons würde die Vorrichtung links ebenfalls wie beschrieben und rechts eine Vorrichtung zum Kinematographieren der Titel mit selbsttätiger Wegnahme der Kartons sein.
In beiden Fällen fiele die Einrichtung zur Ausrückung oder Entkupplung fort, der kurze
Hebel 114 würde hier nur zur Bedienung des Verschlusses 79 gebraucht werden.
Man könnte aber auch die Vo. richtung in einer Mischform anordnen mit drei oder selbst vier Fenstern, um nach Belieben Hilfstitel verwenden zu können.

Claims (8)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung kinematographischer Filme unfer Ersatz der Titel durch andere, beispielsweise in anderer Sprache gehaltene Titel, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits der Negativfilm mit darübergelegtem, den Abzug aufnehmenden Positivfilm an einem Belichtungsfenster vorbeigeführt wird, dessen Licht während des Vorbeiganges der Titel des Negativs abgefangen wird, andererseits der Positivfilm mit einem die neuen anzubringenden Titel führenden negativen Hilfsfilm o. dgl. an einem zweiten Belichtungsfenster vorbeigeführt wird, dessen Licht während des Vorbeiganges der Bilder oder Szenen des Positivfilms abgefangen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsnegativ mit dem Positiv nur während des Vorbeiganges der Titel an dem entsprechenden Belichtungsfenster mitgeschaltet wird, während des Vorbeiganges der Bilder oder Szenen am Fenster aber stillsteht, so daß die Titel auf dem Negativ nur durch kurze undurchsichtige Längen getrennt zu sein brauchen.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit zwei je einen eigenen Verschluß besitzenden Laternen, dadurch gekennzeichnet, daß der aufzunehmende Film (ß) schrittweise an jeder der beiden Laternen (200, 201) vorbeigeht, zwei den Laternen entsprechende Filmschaltvorrichtungen (220, 221), deren eine (220) gleichzeitig das abgebende Negativ [A) und den aufnehmenden Film (B), die andere (221) dagegen gleichzeitig den aufnehmenden Film (B) und ein die neuen Titel tragendes 'Hilfsnegativ (C) o. dgl. fortschaltet, eine Wegnahmevorrichtung (80, 84) zur selbsttätigen Entfernung des Hilfsfilms aus dem Wirkungsbereich der Schaltvorrichtung (221) während bestimmter Zeiträume, wobei der Verschluß (78) der einen Laterne deren Licht während des Vorbeiganges der Titel des Hauptnegative (A) abfängt, und der Verschluß ; (79) der anderen Laterne deren Licht während des Vorbeiganges der Bilder oder Szenen abfängt, während die Wirkung der Wegnahmevorrichtung und der Verschlüsre durch Kerben oder Öffnungen (h, i, j, k) in negativen Hauptfilmen (^4) geregelt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Positiv (B) an der zweiten der Aufnahme der neuen Titel dienenden Laterne (201) durch eine Schaltvorrichtung (221) vorbeigeschaltet wird, die auf einem der Laterne gegmüber verstellbaren Schlitten (209) ruht, während das Hilfsnegativ (C), das von derselben Vorrichtung geschaltet werden kann, durch eine gelenkbewegliche Führung (84) geht, die das Negativ zu gewünschten Zeitpunkten der Schaltvorrichtung entzieht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Verschlüsse (78, 79) im Reibungs vet bande auf der Welle eines gewöhnlichen Verschlusses (76, 77) angeordnet ist und ein halbkreisflächiges Fenster sowie Hemmungszapfen besitzt, die auf Hebel (109, 110, 105, 106) der Schwingwellen (in, 104) wirken, welche unter dem Einfluß von Elektromagneten (108, 107) stehen, deren Stromkreise durch von den Kerben oder Öffnungen des Hauptnegativs (A) gesteuerte Drehhebel (116, 114) kontrolliert werden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Wellen (104) einen Hemmungshebel (89, 95) in Tätigkeit setzt, der einerseits die Drehbewegung eines die schwingbewegliche Führung (84) des Hilfsnegativs (C) bedienenden Exzenters (80), andererseits die Drehbewegung eines Exzenters (85) regelt, das eine die Fortschaltung dieses Negativs regelnde Kupplung (35) bedient, wobei beide Exzenter unter der Wirkung einer Feder (90) arbeiten.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hemmungshebel (89, 95) einen Zapfen (94) steuert, um die Spiralfeder (90) periodisch durch den Antrieb der Vorrichtung wieder aufziehen zu lassen.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegung des die Schwingführung (84) steuernden Exzenters (80) durch einen Sektor (123) geregelt wird, der von der einen Fortschaltvorrichtung (221) angetrieben wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DEP44496D 1921-07-01 1922-07-01 Verfahren und Vorrichtung zum Kopieren kinematographischer Filme Expired DE394191C (de)

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