DE456264C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Absperrung der Gaszufuhr zu den Gasbrennern bei Ausstroemen nicht entzuendeter Gase - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttaetigen Absperrung der Gaszufuhr zu den Gasbrennern bei Ausstroemen nicht entzuendeter Gase

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DE456264C DEH107463D DEH0107463D DE456264C DE 456264 C DE456264 C DE 456264C DE H107463 D DEH107463 D DE H107463D DE H0107463 D DEH0107463 D DE H0107463D DE 456264 C DE456264 C DE 456264C
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Description

  • Vorrichtung zur selbsttätigen Absperrung der Gaszufuhr zu den Gasbrennern bei Ausströmen nicht entzündeter Gase. Es sind bereits verschiedene Vorrichtungen zur selbsttätigen Absperrung der Gaszufuhr zu den Brennern von Gaslampen, Gaskochern, Gas.öfen u. dgl. beim Ausströmen nicht entzündeter Gase bekannt. Bei diesen wird in der Regel das ausströmende Gas von einem Schirm aufgefangen, der das Gas nach einem Katalysator leitet, der dadurch zum Glühen kommt und eine über ihn gespannte Schnur, die ein Gewicht hält, durchbrennt. Durch das Fallen des nicht mehr von der Schnur gehaltenen Gewichtes. wird der mit dem Gewicht verbundene Gasbahn geschlossen.
  • Bei einer -anderen Vorrichtung wird der beim Erlöschen einer Flamme durch das Zurückkriechen derselben in die Gasleitung entstehende Explosionsdruck benutzt, einen in einem neben der Brennstelle anzubringenden, während des Brennens der Flamme mit Gas gefüllten Zylinder befindlichen Kolben zu bewegen, der seinerseits ein in der Gaszuführung eingebautes Ventil schließt.
  • Die erstgenannten Einrichtungen sind wenig vorteilhaft, da nach jedesmaliger Wirkung in die Vorrichtung eine neue Schnur eingezogen werden muß, um die Vorrichtung wieder gebrauchsfertig zu machen. Außerdem muß das Gewicht ziemlich schwer sein, um die Absperrhähne bewegen zu können, die sich in ihrem Sitz meist mit erheblicher Reibung drehen. Die zweitgenannte Vorrichtung kann nur in Wirksamkeit treten, nachdem die Flamme gebrannt hat, sie versagt also, wenn ein Gashahn versehentlich geöffnet und das ausströmende Gas nicht entzündet worden ist. Sie ist infolgedessen nur ganz beschränkt brauchbar. Außerdem ist sie ziemlich teuer und nicht von jedermann anzubringen, da sie zahlreiche Einzelteile enthält.
  • Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung weist diese Nachteile nicht auf. Sie ist einfach und leicht und kann von jedermann unauffällig direkt an der Brennstelle angebracht werden, zudem tritt sie unter allen Umständen in Wirkung, wenn nicht entzündetes Gas austritt. Bei ihr wird das nicht entzündete ausströmende Gas durch einen Schirm aufgefangen und einer katalytischen Zündvorrichtung zugeleitet. Das Neue besteht darin, daß die Zündvorrichtung innerhalb einer zvlindrischen Explosionskammer mit darin gleitendem Kolben ein auftretendes Explosionsgemenge entzündet und daß der dadurch bewegte Kolben ein Absperrorgan der Gasleitung schließt. Explosionskammern mit darin gleitendem Kolben, der durch die Explosion eines Gasgemenges bewegt wird, sind bereits bei Schlagwetterprüfern bekannt. Gegenüber diesen bekannten Einrichtungen besteht das Neue in der Nutzbarmachung dieses Prinzips für augenblicklich und selbsttätig wirkende Absperrvorrichtungen. Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in drei beispielsweisen Ausführungen dargestellt. Es zeigt-Nbb. i die Vorrichtung im Schnitt an einer Gaslampe, Abb. 2 einen Querschnitt, Abb. 3 eine Einzelheit (vergrößert), während Abb. 4 die Vorrichtung in etwas geänderter Form an einer Gaslampe und Abb. 5 die Vorrichtung an einem Gaskocher veranschaulicht.
  • Die über der Gasiampe a anzubringen& Vorrichtung besitzt einen Metall- oder Blechmantel b. der unten einen trichterförmigen Fangschirm e trägt, der sich bis ins Innere des Blechmantels, hineinzieht und in eine kleine Öffnung im Boden eines im Mantelinnern angeordneten Explosionszylinders d mündet. Im Zylinder d, welcher aus Stahlblech bestehen, aber auch mit dem Gehäuse aus einem Stück gegossen sein kann, ist ein Kolben e gut gleitend geführt, durch dessen Mitte eine Stange f geht, die auf beiden Seiten übersteht. Der obere Teil der Stange durchdringt den Boden einer in der Gaszuleitung vorgesehenen Kammer i und trägt am oberen Ende einen Absperrkeggel g, der die Gaseintrittsöffnun- /v gut abschließen kann. Für gewöhnlich ist dieses Ventil geöffnet.-Unterhalb des Ventilsitzes g, h gehen von der Kammer i zwei oder mehrere Gasrohre k, k' ab, welche beiderseits des Zylinders d nach unten zum Brenner der Gaslampe führen.
  • Das untere Ende der Stange f des Kolbens e besitzt eine einstellbare Verschlußscheibe 1, die sich mit dem Durchmesser der Gaseintrittsöffnung m im Zylinder d deckt. Unterhalb oder über der Scheibe ist ein Katalysator n angeordnet, welcher jedoch auch im Explosionszylinder d selbst angebracht sein könnte.
  • Über dein Sitz des Kegelventiles g, h ist, wie üblich, der Gasabsperrhahn o mit dein Doppelheb-el P und dem Keittenzug angebracht.
  • Die Funktion der Vorrichtung ist folgende: Das durch irgendeinen Zufa.U nicht angebrannte Gas strömt aus dem Brenner nach oben und sammelt sich in dein Auffangsschirrn o, aust dem es durch die öffnung nz, in den Zylinder d gelangt. Durch die von der Gasmenge um- und durchflutete Zündpille n wird das Gas im Zylinder d zur Entzündung gebracht, der Kolben e durch den-Explosionsdruck gehoben, wobei der damit in Verbindung stehende Absperrkegel g die Bohrung lb der Gasz;uleitung nach dem Brenner vollkommen abschließt.
  • Durch den Hub des Kolbens e werden bisher durch ihn verdeckte Löcher q im Zylinder d freigegeben, durch die die Abgase entweichen und durch Löcher r im Mantel ins Freie treten.
  • Um nach erfolgter Explosion den Absperrkegel in der Verschlußstellung zu halten, ist die Stangef zwischen Kolben und Kegel mit einer umlauf enden Wulst s versehen, die beim Aufwärtsgang der Stange in federnde K leinmbügel t am Boden des Zylinders d einschnappt und hier festgehalten wird.
  • Eine öffnung des Ventils bzw. ein Zurückziehen des Abspe#rrkegels. kann erst durch Zug an der Kette des Hebels u erfolgen, der um seinen Drehpunkt v schwenkt und eine Auslösung bewirkt..
  • Die Vorrichtung ist natürlich auch bei Gaskronen mit mehreren Flammen verwend-. bar, wobei über jedem Brenner bzw. Flamme ein Gasauffangschirm von beliebiger Form angebracht werden kann und von wo die einzelnen Ga-szuleitungen nach dem Zylinder führen. Ein Ausströmen des Gases eines einzelnen, offenstehenden Brenne-rs ist dadurch ebenfalls unterbunden.
  • Die Vorrichtung kann natürlich auch so ge-.staltet werden, daß durch die Bewegung des Kolbens e der Gashahn o betätigt wird, so daß die Vorrichtung an jeder Gaslampe ohne vorherigen Umbau derselben angebracht werden kann. Eine derartige Ausführung zeigt Abb. 4. Bei dieser sind in dem Blechmantel b zwei Zylinder d, und d, eingebaut, die durch ein etwa in der Mitte vorgesehenes Ausgleichrohr w miteinander in Verbindung stehen. Die Kolben e, und e, der Zylinder d, und d., stehen an entgegengesetzten Enden derselben und sind durch zwei Schnüre oder Ketten x, x, miteinander verbunden, von denen die ei ne über eine am Kücken des Absperrhahnes o sitzende Schnurscheibe y und die andere über am unteren Ende der Zylinder gelagerte Rollen z verläuft. Die an entgegengesetzten En-den der Zylinder stehenden Kolben e, und e, werden durch die Explosion gegenläufig beweet, wobei die Schnüre über die Rollen gezogen werden und diese drehen. Bei der Drehung der Schnurscheibey wird der Gashahn geschlossen. Beim Wiederöffnen des Gashahnes mittels des Hebels p werden die Kolben durch die Schnur wieder in die Arbeitsstellung gebracht. Zur Erzielung einer gegenläufigen Bewegung der Kolben muß das von dem Schirm c aufgefangene Gas den Zylindern auch auf verschiedenen Kolbenseiten zugeführt werden, d. h., dem einen Zy- linder oberhalb, dem anderen unterhalb des Kolbens. Aus diesem Grunde ist auch die Anordnung des Bodens und der Auspuff-Die löcher Zuleit q bei - ung beiden des Gases Zylindern nach . entgegengesetzt. dem ZD einen - Zylinder oberhalb des Kolbens erfolgt durch ein besonderes, vom Fangtrichter ausgehendes Zuführrohr A. An dessen Einmündung in den entsprechenden Zylinder ist die Zündstelle n für diesen Zylinder angeordnet. Da auch in anderen Zylindern eine Zündpille an der Gaseintrittsstelle vorhanden ist, wird unter allen Umständen eine Zündung eintreten, selbst wenn die eine Zündpille versagen sollte, da sich die in dem einen Zylinder eintretende Explosion durch den Ausgleichskanal w dem Inhalt des anderen Zylinders mitteilt.
  • Auch bei Gaskochern ist diese Vorrichtung anwendbar, wie in Abb. 5 dargestellt ist.
  • Die Absperrung des Zuleitungshahnes an Gaskochern mit ein oder mehreren Brennstellen beruht auf demselben Prinzip mit dem Absperrkegel wie bei der Gaslampe.
  • Am Gaskocher i sitzt der Absperrhabn:2 mit dem Rohr 3 und dem Brenner.4, durch den bei offenstehendem Hahn und nicht brennender Flamme das Gas nach oben in öffnungen 5 und Kanäle 5' von am Gaskocher in beliebiger Anzahl angeordneten Rippen 6 steigt.
  • Die schräg nach oben verlaufenden Kanäle 5' münden in einem umlaufenden Ring mit Bohrung 7. Das hier angesammelte Leuchtgas steigt nun durch das Rohr 8 aufwärts in den Explosionszylinder 9, in dein inner- oder auch außerhalb die Zündungsspirale io angeordnet sein kann.
  • Im Zylinder 9 sitzt der verschiebbare Kolben g', der eine Stange i i besitzt, die nach unten geht und in Verbindung mit einem Winkelhebel 12 steht, der im La,-er 13 seinen Drehptinkt hat.
  • Hinter der am Absperrhahn:2 sitzenden Düse sitzt ein kleiner Kegel 14, der an einer Metallstange 15 befestigt ist und deren anderes Ende eine Stellschiene 16 und einen Anschlag 16' für den Winkelh#ebel 12 besitzt.
  • Die verschiebbare Stange 15 ist in Laschen 17, 18 gelagert und wird nach erfolgter Zündung nach links durch den Winkelhebel 12 verschoben, wodurch die Bohrung ig der Düse von dem Kegel 14 vollkommen abgeschlossen wird und kein Gas mehr nachströmen kann. Bei vorhandenem Rohr 2.9 für die Sparflamme wird ein kleiner Stopfen 2-3 aus abdichtendem Material in diese eingesetzt, der durch eine Winkelschiene 2-1 von der Stange 15 aus mit bestätigt und vor die Öffnung 2,:2 geschoben wird. Ein Gaseintritt in den Brenner ist auch dadurch unmöglich gemacht.
  • Die beschriebenen Ausführungen können natürlich in der verschiedensten Hinsicht ab-, geät ndert werden, wesentlich ist nur, daß das aufgefangene Gas in einen Zylinder überführt und dort zur Explosion gebracht wird, wobei ein im Zylinder bewegter Kolben direkt oder indirekt den Verschluß der Gasleitung bewirkt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.
  2. Vorrichtung zur selbsttätigen Ab- sperrung der Gaszufuhr zu den Gasbrennern bei Ausströmen nicht entzündeter Gase, bei welcher das ausströmende Gas durch einen Schirm aufgefangen und einer katalytischen Zündvorrichtung zugeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündvorrichtung (n) innerhalb einer zylindrischen Explosionskammer (d) mit darin gleitendem Kolben (e) ein auftretendes Explosionsgemenge entzündet und der dadurch bewegte Kolben (e) ein Ab- sperrorgan der Gasleitung schließt. 2,.
  3. Vorrichtung nach Anspruch i, bei welcher der Abschluß der Gaszuleitung durch einen -#"entilk-egel erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkegel (g) an einer mit dem Kolben (e) des Explosionszylinders (d) verbundenen Stange sitzt, welche die Wand einer Kammer (i) in der Gaszuführung durchdringt. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2" dadurch gekennzeichnet, daß zwei miteinander durch ein Ausgleichrohr (w# verbundene Explosionszylinder (d, d.) vorhanden sind, deren Kolben (el, ej durch die Explosion des Gasgemenges. gegenläufig bewegt werden und mit einem endlosen Seil (-,r" x.) verbunden sind, das über eine am Gassperrhahn (o) sitzende Rillenscheibe (y) geführt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung bei einem Gaskocher die Rippen (6) desselben hohl ausgebildet sind und als Fangvorrichtun 'g für das Gas dienen, das durch ein Sammelrohr (7) dem Explosionszylinder zugeführt wird.
DEH107463D 1926-07-28 1926-07-28 Vorrichtung zur selbsttaetigen Absperrung der Gaszufuhr zu den Gasbrennern bei Ausstroemen nicht entzuendeter Gase Expired DE456264C (de)

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