DE19190C - Neuerungen an pneumatischen Gasanzündern - Google Patents

Neuerungen an pneumatischen Gasanzündern

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DE19190C
DE19190C DENDAT19190D DE19190DA DE19190C DE 19190 C DE19190 C DE 19190C DE NDAT19190 D DENDAT19190 D DE NDAT19190D DE 19190D A DE19190D A DE 19190DA DE 19190 C DE19190 C DE 19190C
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DE
Germany
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valve
flame
pilot
burner
pilot flame
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DENDAT19190D
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CH. WESTPHAL in Frankfurt a. M
Publication of DE19190C publication Critical patent/DE19190C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
, Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an dem durch Haupt-Patent P.R. No. 12955 und Zusatz-Patent P.R. No. 14036 geschützten Gasanzünder und ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Der Zünder besteht im wesentlichen aus vier Haupttheilen: 1. dem Gehäuse, 2. dem Ventil, 3. der Zünd- und Brennvorrichtung und 4. den Schutzhüllen.
Das Gehäuse besteht aus dem Untertheil A, dem Mitteltheil B und dem ObertheilC, Fig. 1, welche durch Plantschen und Schrauben mit einander verbunden sind. Zwischen den Flantschen fest eingeklemmt liegen die Stellringe χ und y und die Membranen α und b mit ihrem äufseren Rand. Der Obertheil C bildet die Verbindung der Zünd- und Brennvorrichtung mit dem Ventil. Die in seinem oberen, im Querschnitt elliptischen Th'eil eingebohrten Oeffnungen c c' und c" dienen zur Aufnahme der Brennröhre D, der Zündröhre E und des Isolators F. In die untere Oeffnung, wird die Ventilführung J eingeschraubt. Die darin eingedrehte Rille ζ ist durch i mit c1, und der obere Theil der Bohrung durch w mit c verbunden. Der Mitteltheil B bildet die Verbindung von Ober- und Untertheil und hält mit diesen die Membranen und Stellringe χ und y. Der trichterförmige Untertheil A dient mit seinem verjüngten unteren Ende zum Befestigen des Apparates auf der Zuleitung und trägt mit dem hier aufgeschraubten Ring d die äufsere messingene Schutzhülle Q. Das Ventil besteht im wesentlichen aus zwei Theilen: der Ventilführung J mit dem Ventilsitz und dem Ventil H. Die Ventilführung J ist eine Röhre, deren Bohrung oben weiter wie unten ist; an ihrem oberen, im Aeufseren dünneren Ende ist ein Gewinde eingeschnitten, mittelst dessen sie in den Gehäuseobertheil gasdicht eingeschraubt wird. Ueber diesen Theil ist ein Rohrstück e gesteckt, auf den mittleren stärkeren Theil festgelöthet und mit demselben abgedreht. Vier Bohrungen führen in das Innere des Rohrstückes und acht Bohrungen, von denen je vier in einer der beiden über einander liegenden Rillen des mittleren Führungstheiles liegen, führen in das Innere der Ventilführung. Das untere, stärkste Ende der Ventilführung dient als Ventilsitz. In der inneren Bohrung dieses Theiles findet auch das Speiserohr der Zündflamme Führung. Das Zündflammenspeiserohr K hat an seinem oberen Ende einen verstärkten Ansatz, an seinem unteren Ende ein Gewinde mit Mutter. Durch Anziehen der letzteren gegen die Ventilführung wird der Isolator F in dem Gehäuseobertheil festgehalten und gleichzeitig ein gasdichter Abs'chlufs des Speiserohres zu den übrigen Theilen erreicht. Das Ventil H ist bis auf die Umgangsrillen / und /' auf den mittleren Theil der Ventilführung und das Rohrstück e gasdicht so aufgeschliffen, dafs es sich leicht auf- und abbewegen kann. Die vier Bohrungen desselben correspondiren mit denen
des doppelten Flantschenstückes g und der Ventilführung. Der Flantsch m hält mit dem doppelten Flantschenstück g und d"em aufgeschraubten Ringe d die inneren Membranenränder und Druckplatten a' und b'. ■ ■
Die Zündr und Brennvorrichtung zerfällt in fünf Theile: ι. die Zündröhre E mit den Brennöffnungen η und o; 2. das Brennrohr D, auf welches. 3. die Brenntülle Z (diese event, auch mit Druckregulator, Fig. 1) mit dem Leuchtbrenner M geschraubt ist; 4. das innere Schutzrohr N der Zündflamme O mit seinen oberen und durchlöcherten unteren Schutzringen u und u', dieses letztere ist mittelst Bajonnetverschlusses an der Brennertülle befestigt; 5. der im Isolator eingedichtete Zündbrenner O. Alle diese Theile finden ihren Halt, wie schon erwähnt, in dem Gehäuseobertheil und werden durch die übergesteckten Schutzringe u und u' des inneren Schutzrohres unter sich festgehalten.
Die Schutzhüllen P und Q umschliefsen die vorbeschriebene Construction. Q ist eine aus zwei Theilen geprefste Messingkapsel, die sich bei g in einander schieben und durch den Stellring d mit dem Gehäuse fest verbunden sind. In der schrägen Fläche des Untertheiles sind die Luftschlitze ausgespart. Der Hals des oberen Theiles umfafst das Bougie P1 welches sich mit seinem unteren Rande auf den eingedrückten Rand der Messingkapsel aufsetzt. Die fein durchbohrte Bougiehaube R bildet mit der über die Brennertülle gesteckten Platte ν den oberen Abschlufs des Bougie, sie ermöglicht das seitliche Entweichen der durch die Zündflamme entwickelten Verbrennungsproducte und gestattet gleichzeitig den Austritt des Zündfeuers nach dem Leuchtbrenner.
Der Isolator ist aus Asbest oder sonstigen schlechten Wärmeleitern, die Brenner für die Zünd- und Leuchtflamme sind aus Speckstein, das Ventil und die Ventilführung aus Nickel hergestellt.
Fig. 3 zeigt eine Construction zur Anwendung des Zünders mit Argand-Brenner. Die Zündflamme ist hier als kleiner Bunsen - Brenner ausgebildet. Die innere Schutzröhre N der Zündflamme O reicht bis dicht über den Isolator, der schräge Schlitz / ermöglicht das Zünden des bei η und 0 austretenden Zündgases und hierdurch des Argand-Brenners M: Derselbe besteht aus einem Specksteinring, der auf den im Schnitt a-ß dargestellten Messingring M' gedichtet ist. Die Gaszuleitung zum Argand-Brenner ist aus Schnitt γ-δ ersichtlich. In den Messingring M' ist die innere Schutzröhre JY und in deren obere Erweiterung ein starkwandiges Glasrohr S befestigt, welches mit seinem oberen Ende in die Abzugsschutzhaube TUV ragt. Diese letztere ist entweder mit einem Reflector -oder dem Laternendache fest verbunden. Die Verbrennungsgase der Zündflamme halten das Glasrohr S heifs und bewirken einen immerwährenden Zug in der Abzugsschutzhaube. Die zum hellen Brennen des dem Argand-Brenner entströmenden Gases erforderliche Luft tritt durch die Schlitze der unteren Schutzhülle Q in das Bougie und von hier durch die Zündflamme O vorgewärmt in den Argand-Brenner bezw. in die innere Flamme und zwischen diese und das Glasrohr. Der beim Brennen entstehende starke Zug in der Abzugsschutzhaube giebt der Leuchtflamme den für gewöhnlich durch einen äufseren Cylinder bewirkten Halt, während der durch diesen verursachte Verlust an Leuchteffect vermieden ist.
Wirkung des Apparates.
Fig. ι zeigt das Ventil in der Stellung während der Tageszeit.
Fig. 2 zeigt das Ventil in der Stellung während der Brennzeit.
Ist der Apparat auf das Zuleitungsrohr geschraubt und der Abstellhahn geöffnet, so tritt das Gas unter Membran α durch das Speiserohr der Zündflamme aus dem Zündbrenner zum Bougie hinaus, schlägt, hier entzündet, auf den Zündbrenner zurück und brennt dort als Zündflamme weiter. Während dieser Zeit (Tageszeit) steht in keinem Theile des Ventils Gas. Steigert man den Druck in der Zuleitung, bis er (bei seiner Wirkung auf Membran a) im Stande ist, das Ventil H zu heben, so löst sich dies von seinem Sitz und es tritt Gas in dasselbe und von hier unter Membran b. In diesem Augenblick wird ein momentaner Stillstand des Ventiles eintreten, währenddessen das Gas sich in allen ihm zugänglichen Theilen des Apparates vertheilt. Es gelangt so in den Brenner M und die Zündröhre E, tritt bei η in die Zündflamme O, entzündet von hier das aus de'n Löchern bei 0 tretende und hierdurch das aus dem Brenner entweichende Gas. Die Leuchtflamme brennt. Durch den inzwischen ausgeglichenen Druck gegen Membran b wird das Ventil völlig gehoben. Die aufgeschliffenen Ventilflächen schliefsen die Löcher r der Ventilführung und bewirken so das Verlöschen des Zündfeuers bei 0 und n. Dieser ganze Vorgang dauert, wo genügend Gas in den weiten Zuleitungen ist, kaum 1 Secunde.
Das über Membran b befindlich gewesene Luftquantum ist hierbei, soweit es das aufsteigende Ventil bedingt', aus den Löchern ί herausgedrückt. Der zum Heben des Ventiles erforderlich gewesene Druck kann nur auf den normalen Druck herabgemindert werden, ohne dafs ein Sinken des Ventiles zu befürchten ist, da die zur Wirkung kommende Fläche der Membran b so grofs ist, dafs das Ventil bis zu dem gewünschten Löschdruck durch den auf sie wirkenden Gasdruck in der Höhe gehalten wird. Wird der Löschdruck erreicht, so sinkt'
das Ventil langsam auf seinen unteren Sitz zurück und die Leuchtflamme erlischt. Das im Ventil befindliche Gas entweicht und an seine Stelle tritt durch die Oeffnungen ο η und r Luft und steigt in einem ununterbrochenen Strom (bis zum Zünder) aus dem Leuchtbrenner heraus, so die letzte Gasspur aus dem Ventil entfernend und das Ablagern von Staub auf dem Brenner verhütend. Dieser Strom tritt ein, weil durch die permanente Zündflamme die Brennerhülse bedeutend heifser ist wie das Zündrohr; durch diese Vorgänge wird die Zündflamme in keiner Weise berührt.
Da nach dem Löschen Membran b aufser Wirkung tritt und der Gasdruck nur auf α wirkt, so kann der normale Druck wieder hergestellt werden, ohne ein Zünden oder Gasentweichen zu bewirken.
Die zum Brennen der Zündflamme nothwendige Luft tritt durch die Schlitze der unteren Schutzhülle in diese, von hier in das Bougie zur Zündflamme, während die Verbrennungsproducte aus den oberen Bohrungen des Schutzrohres N und den Oeffnungen der Bougiehaube seitlich entweichen.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ;i. An selbsttätigen Gasanzündern die in der Mittelachse des Apparates angeordnete Zündflamme in Verbindung mit der seitlich durchbrochenen, oben abgeschlossenen Haube, durch welche die Verbrennungsproducte der Zündflamme ihren Ausweg finden, ohne die Hauptflamme zu stören.
  2. 2. An pneumatischen Gasanzündern eine, zwei oder mehrere Membrane je in Verbindung mit einer darüber liegenden Druckplatte.
  3. 3. An pneumatischen Gasanzündern das Ventil mit fester Führung, welche gleichzeitig als Ventilsitz und Leitungsrohr für die Zündflamme, das Zündrohr und die Hauptflamme dient.
  4. 4. An pneumatischen Gasanzündern die Anwendung von Argand-Brennern in Verbindung mit der aus einem Bunsen - Brenner gespeisten Zündflamme in der Mittelachse des Apparates und der in der Mitte des Argand-Brenners angebrachten Glasrohre, durch welche ein äufserer Cylinder überflüssig wird, in Verbindung mit der Abzugsschutzkappe für die Verbrennungsproducte.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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