DE455231C - Druckpresse zur Herstellung von kuenstlerischen Drucken und Praegungen - Google Patents

Druckpresse zur Herstellung von kuenstlerischen Drucken und Praegungen

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DE455231C
DE455231C DEG68331D DEG0068331D DE455231C DE 455231 C DE455231 C DE 455231C DE G68331 D DEG68331 D DE G68331D DE G0068331 D DEG0068331 D DE G0068331D DE 455231 C DE455231 C DE 455231C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/22Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed specially adapted for printing heads, e.g. letter heads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Screen Printers (AREA)

Description

Das Patent 412 570 betrifft ein Verfahren und eine Presse zur Herstellung von künstlerischen Drucken und Prägungen in der Weise, daß der zu bedruckende nachgiebige Stoff — Papier o. dgl. — durch eine elastische Wand eines Druckbehälters gegen den aus unnachgiebigem Stoff bestehenden Druckstock oder die Matrize — Kupferdraekform, lithographischen Stein, Holzschnitt o. dgl. — gepreßt wird.
Bei der zur Ausübung des Verfahrens nach dem Patent 412 570 verwendeten Presse bildet die elastische Wand einen Teil des Druckbehälters und wird durch eine im Inneren des Druckbehälters befindliche Anpreßvorrichtung gegen ihren Sitz gepreßt. Bei dieser Anordnung bereitet es erhebliche Schwierigkeiten, die elastische Wand herauszunehmen bzw. auszuwechseln.
Dieser Übelstand soll durch die den Gegenstand der Erfindung bildende weitere Ausgestaltung der Druckpresse nach dem Hauptpatent behoben werden. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß in dem die elastische Wand aufweisenden Behälter ein zweiter, die Druckflüssigkeit enthaltender Vorratsbehälter herausnehmbar eingesetzt ist, dessen Inneres mit dem Raum über der elastischen Wand in Verbindung gebracht werden kann. Durch Herausnehmen des als Deckel ausgebildeten Vorratsbehälters ist es ohne weiteres möglich, die elastische Wand nach oben herauszuheben.
Die Anordnung kann auch so getroffen, sein, daß der eingesetzte Vorratsbehälter die Pumpe für die Druckflüssigkeit und die Ventile zum Abschluß der Verbindungskanäle zwischen dem Vorratsbehälter und dem Raum über der elastischen Wand enthält. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß der Vorratsbehälter, die Pumpe für die Druckflüssigkeit, die Saug- und Druckventile und die Flüssigkeitsleitungen zwischen dem Vorratsbehälter und dem Druckraum, die sämtlich bisher außerhalb des Druckbehälters lagen, in diesem untergebracht sind und daß somit die Schwierigkeiten, die bisher in der Abdichtung der einzelnen Teile lagen, vollständig behoben sind.
Die mit der Pumpe-für die Druckflüssigkeit zusammenarbeitenden Ventile können derart angeordnet sein, daß sie sich gemeinsam öffnen lassen, um den Druckraum mit. dem Vorratsraum zwecks Erzielung einer schnellen Druckentlastung in Verbindung zu bringen.
Bei der Druckpresse nach dem Hauptpatent wird der den Druckstock ο. dgl. und den darauf liegenden, zu bedruckenden Stoff tragende
*) Früheres Zusatzpatent 423 434.
Tisch für den Druckvorgang gehoben, so daß der Druckstock o. dgl. bzw. der zu bedruckende Stoff mit der elastischen Wand in Berührung kommt. Hierauf wird in dem Druckbehälter ein Druck erzeugt, wodurch der Abdruck erfolgt. Alsdann wird der Tisch mit dem Druckstock und dem zu bedruckenden Stoff gesenkt, so daß dieser entnommen werden kann. Wird aber vorher der Druck imDruckbehälter nicht vermindert, so baucht sich die elastische Wand unter dem auf ihr lastenden Druck aus, wodurch ständig bleibende Formveränderungen der elastischen Wand entstehen können, die sie unbrauchbar machen.
Infolge der Anordnung des Vorratsbehälters für die Druckflüssigkeit und der dazugehörigen Ventile im Druckbehälter läßt sich der genannte Übelstand in einfachster Weise beheben. Gemäß der Erfindung werden die Ventile,' durch die die unmittelbare Verbindung von Druckraum und Vorratsraum hergestellt wird, derart durch den heb- und senkbaren Drucktisch beeinflußt, daß dessen Senken erst dann möglich ist, wenn der Druckraum durch die Ventile mit dem Vorratsraum unmittelbar verbunden und somit die elastische Wand vom Druck entlastet ist.
In der Zeichnung ist die Presse nach der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform im senkrechten Schnitt dargestellt. In dem Gestell 1 der · Druckpresse ist ein topfartiger Teil 3 vorgesehen, der den Druckbehälter bildet und dessen untere offene Wand 4 durch die eingesetzte Gummiplatte 5 abgeschlossen ist. In dem Druckbehälter 3 ist ein Gefäß 30 eingesetzt, das als Vorratsbehälter für die Druckflüssigkeit, z. B. öl, dient und dessen oberer Rand 301 als Abschlußdeckel für den Druckbehälter 3 dient. Die untere Randfläche des eingesetzten Vorratsbehälters 30 legt sich auf den umgebördelten Rand 51 der Gummiplatte 5, wodurch diese auf ihrem Sitz gehalten wird. Im Boden des Vorratsbehälters 30 sitzt ein Saugventil 32, durch das die Druckflüssigkeit aus dem Behälter 30 in einen Pumpenzylinder 33 gesaugt werden kann. Der Pumpenkolben 34 kann mittels des Handhebels 35 bewegt werden. Durch ein Druckventil 35 wird der Pumpeninhalt in den eigentlichen Druckraum 31, d. h. in den Raum über der elastischen Wand 5, eingeführt. Hierdurch wird der umgebördelte Rand 51 gegen die Innenwand des Druckbehälters 3 und gegen die untere Flache des Vorratsbehälters 30 gepreßt, so daß der eigentliche Druckraum nach außen hin abgedichtet wird.
Durch Lösen der Befestigungsschrauben o. dgl. des Deckels 301 läßt sich der Vorratsbehälter 30 Samt Pumpe und Ventilen aus der Druckpresse herausnehmen, wodurch die Gummiplatte 5 ohne weiteres zugängig ist.
Unterhalb des Druckbehälters 3 läuft, wie beim Hauptpatent, der den Druckstock o. dgl. tragende Drucktisch 17 mittels Rollen 19 auf Schienen 20.
Das Heben des Drucktisches 17 erfolgt mittels eines mit einer Keilfläche 36 versehenen Schiebers 37. Durch ein mittels eines Handhebels 38 drehbares, in eine Verzahnung des Schiebers 37 eingreifendes Zahnrad 39 kann der Schieber 37 hin und her bewegt werden, wobei die Keilfläche 36 auf eine den Drucktisch 17 tragende Stütze 40 einwirkt.
Die Ventile 32 und 35, die sich unabhängig voneinander bewegen können, sind kraftschlüssig durch eine gemeinsame Stange 41 verbunden, die entgegen der Wirkung einer Feder 48 heruntergedrückt werden kann, wodurch beide Ventile 32, 35 gemeinsam geöffnet werden. Das Innere des Vorratsbehälters 30 wird hierdurch mit dem Druckraum 31 in Verbindung gesetzt, wodurch die Gummiplatte 5 von dem auf ihr wirkenden Druck entlastet -wird. Um die Ventile gemeinsam zu öffnen, ist folgende Einrichtung vorgesehen.
Auf dem Deckel 301 ist ein doppelarmiger Hebel 42 drehbar gelagert, dessen kürzerer Arm auf der Ventilstange 41 liegt. Der längere Arm des Hebels 42 steht durch eine Stange 43 mit einer im Pressengestell 1 drehbar gelagerten Sperrklinke 44 in Verbindung. Diese kann in eine Rast 45 eingreifen, die auf der Unterseite des Schiebers 37 vorgesehen ist. Der längere Arm des Ventilhebels 42 ruht für gewöhnlich auf dem einen Arm einer doppelarmigen Stütze 46, die drehbar am Deckel 301 gelagert ist. Der andere Arm der zweiarmigen Stütze 46 ruht auf einer Stützstange 47, die im Pressengestell I senkrecht geführt ist und deren unteres Ende im Bereiche des Drucktisches 17 liegt.
Wird bei der beschriebenen Anordnung der Schieber 37 durch Drehen des Handhebels 38 nach innen bewegt und hierdurch der Drucktisch 17 gegen die Gummiplatte S gehoben, so gelangt die Rast 45 in den Bereich der Sperrklinke 44. Gleichzeitig hebt der Tisch 17 die Stützstange 47 an und verdreht hierdurch den zweiarmigen Stützhebel 46, so daß der Ventilhebel 42 nicht mehr gestützt wird. Der längere Arm des Ventilhebels fällt dann durch sein Eigengewicht oder unter Federwirkung nach unten und dreht die Klinke 44 in die Rast 45 hinein. Hierdurch ist der Drucktisch 17 in der Druckstellung gesperrt. Da die Ventile 32 und 35 nicht mehr unter der Wirkung des Ventilhebels 42 stehen, haben sie sich unter dem Einfluß der Feder 48 auf ihren Sitz gelegt; es kann nunmehr mittels der Pumpe 33, 34 Flüssigkeit in den Druckraum 31 hineingepreßt und damit ein Druck über der Gummiplatte 5 erzeugt werden.
Das Senken des Tisches 17 ist nur möglich, wenn die Sperrklinke 44 aus der Rast 45 herausgezogen ist. Das setzt aber voraus, daß zunächst der Ventilhebel 42 angehoben wird, wodurch wiederum die Ventile 32 und 35 gemeinsam geöffnet werden, so daß die Gummiplatte 5 von dem Druck entlastet wird. Durch das Senken des Drucktisches 17 bewegt sich die Stützstange 47 unter dem Einfluß einer
ίο Feder nach unten, wodurch der Stützhebel 46 in seine wirksame Stellung gedreht wird und den Ventilhebel 42 festhält.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Druckpresse zur Herstellung von künstlerischen Drucken und Prägungen nach Patent 412 570, dadurch gekennzeichnet, daß in dem die elastische Wand (5) aufweisenden Behälter (3) ein zweiter, die Druckflüssigkeit enthaltender Vorratsbehälter (30) herausnehmbar eingesetzt ist, dessen Inneres mit dem Druckraum (31) über der elastischen Wand (5) in Verbindung gebracht werden kann.
  2. 2. Druckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eingesetzte Vorratsbehälter (30) die Pumpe (33, 34) für die Druckflüssigkeit und die Ventile (32, 35) zum Abschluß der Verbindungskanäle zwischen dem Vorratsbehälter (30), der Pumpe und dem Druckraum (31) über der elastischen Wand (5) enthält.
  3. 3. Druckpresse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Pumpe (33, 34) für die Druckflüssigkeit zusammenarbeitenden Ventile (32, 35) gemeinsam geöffnet werden können, um den Druckraum (31) mit dem Vorratsraum (30) unmittelbar in Verbindung zu bringen.
  4. 4. Druckpresse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (32, 35), durch die die unmittelbare Verbindung zwischen dem Druckraum (31) und dem Vorratsbehälter (30) hergestellt wird, derart durch den heb- und senkbaren Drucktisch (17) beeinflußt werden, daß dessen Senken erst möglich ist, nachdem die elastische Wand (5) vom Druck entlastet ist.
  5. 5. Druckpresse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausrückhebel (42) für die Ventile (32, 35) bei deren Verschluß stellung die Senkvorrichtung (37, 39) für den Drucktisch (17) sperrt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEG68331D 1926-09-30 1926-09-30 Druckpresse zur Herstellung von kuenstlerischen Drucken und Praegungen Expired DE455231C (de)

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