DE453333C - Verfahren zur Herstellung filmartiger Baender aus Loesungen von Viskose und aehnlichen Celluloseverbindungen, Gelatine u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung filmartiger Baender aus Loesungen von Viskose und aehnlichen Celluloseverbindungen, Gelatine u. dgl.

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DE453333C
DE453333C DEW59630D DEW0059630D DE453333C DE 453333 C DE453333 C DE 453333C DE W59630 D DEW59630 D DE W59630D DE W0059630 D DEW0059630 D DE W0059630D DE 453333 C DE453333 C DE 453333C
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solutions
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Dow Produktions und Vertriebs GmbH and Co OHG
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RICHARD WEINGAND DIPL ING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D7/00Producing flat articles, e.g. films or sheets
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C71/00After-treatment of articles without altering their shape; Apparatus therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung filmartiger Bänder aus Lösungen von Viskose und ähnlichen Celluloseverbindungen, Gelatine u. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung filmartiger Bänder aus Celluloselösungen und ähnlichem Ausgangsmaterial, bei dem die zur Bildung des Films dienende Masse auf ein Förderband aufgebracht und von diesem der entstehende Film durch ein oder mehrere Fällungsbäder hindurchgeführt wird. Im besonderen kennzeichnet sich das Verfahren nach der Erfindung dadurch, daß die Wirkung des elektrischen Gleichstromes für die Fällung nutzbar gemacht wird. Man hat den elektrischen Strom bei der Herstellung von Fäden aus Viskose schon in der Weise angewendet, daß man ihn durch den in das Fällungsbad eingespritzten Faden in dessen Längsrichtung hindurchleitet. Auch ist ein Verfahren zum Ausfällen und Reinigen von Kunstseidelösungen bekannt, bei dem die Lösungen durch eine zwischen Elektroden angeordnete Düse in ein schwach gesäuertes -Wasserbad gespritzt und der gebildete Faden der Einwirkung des Stromes ausgesetzt wird.
  • Erfindungsgemäß wird die elektrische Stromwirkung zur Herstellung von filmartigen Bändern aus Cellulose oder Gelatinelösungen u. dgl. dadurch in neuartiger und vorteilhafter Weise zur Anwendung gebracht, gebracht, nacheinander eine besondere Einwirkung erst des alkalischen, dann des neutralen und zuletzt des saueren Teiles des zwischen den Elektroden liegenden Bades stattfinden kann. Der Film wird zunächst im schwach alkalischen Teil der Salzlösung koaguliert, gelangt dann in den neutralen Teil des Bades -und wird hierauf der Wirkung des saueren Teiles des Bades ausgesetzt. Die aufeinanderfolgende Einwirkung des alkalischen, neutralen und saueren Teiles des Fällbades kommt dadurch zustande, daß durch den Einfluß des elektrischen Stromes,. wie -in jeder @elektrolvtischen Zelle, das als Elektrolyt dienende Fällbad an der Kathode alkalisch und an der Anode sauer reagiert, während zwischen den beiden Elektroden ein dauernder Übergang von der alkalischen zur saueren Zone stattfindet und daher das Bad im mittleren Teil neutral reagiert. Eine Durchmischung des Fällbades ist bei geeigneter, nicht zu rascher Durchgangsgeschwindigkeit des Films nicht zu befürchten.
  • Indem nach der Erfindung der Film auf einem Förderband mit der nötigen Geschwindigkeit: oder auf einem genügend langen Wege durch den Bereich der elektrischen Stromwirkung hindurchgeführt wird, ergibt sich eine sehr langsame und außerordentlich gleichmäßige Koagulierung und eine hesonders günstige Härtung des Films. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die - alkalische und die sauere Behandlung -des Films nicht wie sonst in zwei getrennten Bädern, sondern in einem einzigen Fällungsbad -vorgencmrrieti wird. Auch wird eine beiderseitige Fällung erreicht, da die Badflüssigkeit durch die Poren des Förderbandes hindurchdringt und außerdem das Förderband beim Aufbringen der Celluloselösung bereits mit einer dünnen Schicht Fällmittel benetzt ist, die durch die Wirkung des elektrischen Stromes verstärkt und aktiviert wird. Infolge der Verwendung eines Förderbandes ist dabei ein Reißen und Einrollen des Films und eine Bildung von Schrumpffiguren vermieden, übelstände, die bei der beiderseitigen Fällung mit Hilfe eng aneinanderliegender, den Film wechselseitig führender kleiner Walzen leicht eintreten.
  • Für das Verfahren nach der Erfindung kommen alle Celluloselösungen, die anorganische Elektrolyte, wie Natronlauge, Schwefelsäure, Zinkchlorid, Calciumrhodanid, Ku@-feroxydammoniak usw., enthalten, in Frage. Als Förderband dient zweckmäßig ein mit Celluloid, Bakelit oder ähnlichen Stoffen imprägniertes Gewebe, das bei der verhältnismäßig geringen Alkalität und Azidität des Bades ohne weiteres verwendet werden kann. Die Führung des Förderbandes und des Films zwischen den Elektroden erfolgt vorteilhaft derart, daß die Bahn senkrecht zur Stromrichtung in mehreren Windungen verläuft. Da hochviskose Lösun.gen, wie Viskose u. dgl., zur Verwendung kommen, ist ein Ablaufen der Lösung vom Förderband bei der Herstellung der filmartigen Bänder nicht zu befürchten.
  • Die Wirkung des elektrischen Gleichstromes kann erfindungsgemäß gleichzeitig dazu benutzt werden, das Fällungsbad auf die erforderliche Temperatur zu bringen. Zu diesen Behufe wird die Stromstärke oder der Elektrodenabstand oder die Badkonzentration so bemessen, daß der elektrische Strom eine Heizwirkung ausübt, welche das Bad auf die gewünschte Temperatur erwärmt. Die Anwendung der elektrischen Stromwirkung bei der Filmherstellung in der Art der Erfindung bietet weiterhin die Möglichkeit, gleichzeitig einen Farbstoff dem Film mit Hilfe des Stromes einzuverleiben und dauerhaft gefärbte Filme zu erzielen. Es eignen sich hierfür sauere und solche Farbstoffe, die in Wasser oder Alkali löslich und in Säuren unlöslich sind. Als Vertreter der ersteren ist Alkaliblau zu nennen, als Vertreter der letzteren Dianilschwarz und alle wasser- und alkalilöslichen Schwefelfarbstoffe. So kann z. B. in den alkalischen Teil des Bades ein solcher Farbstoff gegeben werden, der sich darin löst und dort von dem durchlaufenden Film aufgenommen wird. Gelangt dann die Filmbahn weiter in den saueren Teil des Bades, so wird dort der im Film enthaltene gelöste Farbstoff infolge seiner Unlöslichkeit in Säure in diesem fixiert.
  • Die Zeichnung zeigt das neue Verfahren in einem Ausführungsbeispiel. In dem Behälter i, in welchem sich das übliche, aus Natriumsulfat gebildete Fällbad befindet, sind die beiden Elektroden z und 3 angeordnet, die an eine Gleichstromquelle angeschlossen sind -und aus Metall, Graphit, Kohle o. dgl. bestehen können. Zwischen diesen Elektroden wird das Förderband q., das außerhalb des Bades mittels eines Gießers mit Filmmasse, z. B. Viskose, beladen wird, mittels Rollen 5 in mehreren einen langen Weg bildenden Windungen durch das Bad hindurchgeführt. Das Fällbad weist infolge des Potentialgefälles an der Eintrittsstelle eine alkalische Reaktion auf, besteht also dort aus einem Lösungsgemisch von Natriumsulfat und Natriumhydroxyd, dann läuft das Förderband mit der zum Teil koagulierten Viskose weiter und gelangt in den mittleren Teil des Fällbades, der sich aus neutraler Natriumsulfatlösung zusammensetzt. Bis dahin ist die koagulierende Viskosemasse noch löslich im Wasser, wird aber in dem letzten Teil des Bades, welcher aus einem Lösungsgemisch von Natriumsulfat und Schwefelsäure besteht, auch in Wasser unlöslich. Am Ende des Bades ist die Viskose vollkommen durchgefällt und in Wasser unlöslich, so daß sie, vom Förderband gelöst, durch die weiteren kalten und heißen Waschbäder geleitet werden kann.
  • In den Antrieb des Förderbandes kann ein Geschwindigkeitsregler eingeschaltet sein, der gestattet, die Laufgeschwindigkeit des Förderbandes nötigenfalls zu verlangsamen, um die Ausnutzung der Bad- und Stromwirkung richtig einzustellen. Soll das Bad durch den elektrischen Strom gleichzeitig geheizt werden, so wird die an die Elektroden z, 3 gelegte Spannung entsprechend erhöht oder die Entfernung der Elektroden oder auch die Konzentration des Bades verändert, bis die gewünschte Temperatur des Fällungsbades erreicht ist und aufrechterhalten bleibt.

Claims (3)

  1. PA9'LNTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung filmartiger Bänder aus Lösungen von Viskose und ähnlichen Celluloseverbindungen, Gelatine u. dgl. durch Anwendung von elektrischem Gleichstrom und Durchführung durch ein Fä°llbad, dadurch gekennzeichnet, daß das den Film tragende Förderband zwischen den Elektroden auf solcher Weglänge, vorzugsweise in mehreren mäanderförmigen, senkrecht zur Stromrichtung verlaufenden Windungen, oder mit solcher Geschwindigkeit durch das Fällbad hindurchgeführt wird, daß der alkalische, der neutrale und der sauere Teil des Bades nacheinander. besonders auf den Film zur Einwirkung kommen können.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Wahl der Badkonzentration, der Stromstärke oder des Elektrodenabstandes eine Erwärmung des Fällungsbades bewirkt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fällbad ein saurer oder ein solcher Farbstoff zugesetzt wird, der in Wasser oder Alkali löslich und in Säuren unlöslich ist.
DEW59630D 1921-10-16 1921-10-16 Verfahren zur Herstellung filmartiger Baender aus Loesungen von Viskose und aehnlichen Celluloseverbindungen, Gelatine u. dgl. Expired DE453333C (de)

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