AT166705B - - Google Patents

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AT166705B
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  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)
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  Verfahren zur elektrodialytischen Ausscheidung von Salzen und Säuren aus Lösungen 
Die elektrodialytische Behandlung von Elektro-   lyten   in wässeriger Lösung zum Zwecke der Ent-   walzung un   Entsäuerung stösst bei den bisher   übLnen   Methoden auf verschiedene Schwierigkeiten, besonders dann, wenn die wässerige Lösung kolloidale Bestandteile enthält, die besonderer Schonung bedürfen (Eiweiss). Diese Mängel treten vor allem dadurch auf, dass neben der elektrodialytischen Wirkung eine Zersetzung eintritt, die erheblichen, nutzlosen Stromverbrauch bedeutet und auch sonst für den Prozess viele Nachteile bringt. Ausserdem treten durch die bisher üblichen Verfahren   anfänglich   starke Ansäuerngen auf, die die kolloidalen Bestandteile schädigen. 



   All diese Schwierigkeiten werden behoben, wenn es gelingt, die Elektrolyten schichtweise zwischen Diaphragmen mit Spülwasser zu umgeben und dieses System einem elektrischen Feld auszusetzen. 



  Dieses Feld wird nur von einer Anfangs-und Endelektrode erzeugt, während in den Wasserzwischenzellen keine Elektroden vorhanden sind. 



   Die durch das elektrische Feld in den Elektrolyten in Bewegung gesetzten Ionen der Salze und Säuren treten nun durch die Diaphragmen in die angrenzenden Spülwasserschichten und werden von dort ausgespült. Ist die Geschwindigkeit des Spülwassers so gross, dass die Querströmung die Ionen mitreisst, bevor sie das nächste Diaphragma erreicht haben, so ist damit eine vollständige Entfernung der austretenden Ionen gegeben. In diesem Falle führt das Spülwasser die Salze in der im Elektrolyten vorhandenen Zusammensetzung fort, d. h. in die Wasserzwischenzellen treten von der einen Seite die Metallionen von der anderen
Seite die Säurerestionen ein, befinden sich also in dieser Wasserzwischenschicht im selben Zustand wie das Salz im Elektrolyt.

   Um diesen Effekt zu erreichen, ist daher erforderlich, dass mindestens eine Wasserzwischenschicht beiderseits von
Elektrolytschichten (alles durch Diaphragmen getrennt) umgeben ist. Eine grössere Anzahl solcher
Zwischenschichten ist natürlich noch vorteilhafter. 



   Nach diesem, nicht zum Stande der Technik gehörenden Verfahren älteren Rechts tritt ge- legentlich eine Schwierigkeit auf, die dadurch bedingt ist, dass die Wanderungsgeschwindigkeit der   Metall-und Säureionen   nicht die gleiche ist. 



   Die Folge davon ist, dass ein starkes   Ansäuern   des
Elektrolyten im Laufe des Verfahrens eintritt, was für diesen von Nachteil ist, besonders dann, wenn es sich um kolloidale Lösungen handelt. Dann führt diese Erscheinung durch Annäherung an den isoelektrischen Punkt auch zu Abscheidungen, die das Verfahren ungünstig beeinflussen und zu
Substanzverlusten führen. Dieser Übelstand kann vermieden werden, wenn die Stromrichtung bei der oben angeführten Elektrodialyse in gewissen Zeitabschnitten geändert wird. Die Zeitabschnitte müssen so gewählt werden, dass sie der Durchwanderungszeit eines Ions durch eine Spülwasserzelle und hiemit der Zeit, die das Spülwasser zum Durchfliessen einer Zelle benötigt, ungefähr entsprechen.

   Dadurch wird erreicht, dass nicht nur keine Ansäuerung in den einzelnen Elektrolytzellen entsteht, sondern im Gegenteil vorhandene Säureionen durch das Spülwasser entfernt werden. 



   Das Wechseln der Stromrichtung für elektrodialytische Zwecke mit einer automatischen Einrichtung, die von der Zellenspannung abhängig ist, wurde schon in der USA-Patentschrift Nr. 1956411 beschrieben. Das gegenständliche Verfahren jedoch stellt einen vollkommen neuen Weg dar, da es einen Wechsel der Polrichtung bei einem elektrodialytischen Verfahren vorsieht und   ausser-   dem den   Richt1mgswechsel nicht gpannungs-   bedingt, sondern zeitbedingt vorsieht. Nur im Zusammenhang mit dem erstangeführten Verfahren und dem oben geschilderten Richtungswechselverfahren tritt der gewünschte Erfolg ein, nämlich eine weitgehende Entsalzung und Entsäuerung des Elektrolyten auf elektrodialytischer Grundlage. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur elektrodialytischen Ausscheidung von Salzen und Säuren aus Lösungen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnde Lösung in mehrere, durch Diaphragmen begrenzte Behandlungszellen eingebracht wird, wobei diese Zellen voneinander durch Spülwasserzellen getrennt, sowie der ganze Zellensatz endständig durch Elektroden enthaltende Zellen begrenzt wird und der Spülwasserstrom so bemessen wird, dass kein wesentlicher   lonenübertritt   von einer
Behandlungszelle zur anderen stattfindet, sondern die austretenden Ionen in den benachbarten    bzw.     dazwischenliegenden Spülzellen   mit dem Spül- wasserstrom entfernt werden und dass weiters die
Richtung des elektrischen Stromes zeitweise ge- ändert wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Richtungswechsel des elek- trischen Stromes in gleichlangen Zeitabschnitten erfolgt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschalten des elektrischen Stromes durch eine beliebige, jeweils im voraus einstellbare, automatische Zeitschaltungseinrichtung erfolgt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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