DE45299C - Neuerung an Gaslocomotiven mit Gasentwickler - Google Patents

Neuerung an Gaslocomotiven mit Gasentwickler

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DE45299C
DE45299C DENDAT45299D DE45299DA DE45299C DE 45299 C DE45299 C DE 45299C DE NDAT45299 D DENDAT45299 D DE NDAT45299D DE 45299D A DE45299D A DE 45299DA DE 45299 C DE45299 C DE 45299C
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DE
Germany
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gas
wheel
carriage
liquid
piston
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT45299D
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Original Assignee
G. WALD und E. RIGAL in Paris, Nr. 53 Passage du Saumon
Publication of DE45299C publication Critical patent/DE45299C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K7/00Disposition of motor in, or adjacent to, traction wheel
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C7/00Other locomotives or motor railcars characterised by the type of motive power plant used; Locomotives or motor railcars with two or more different kinds or types of motive power
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K7/00Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Fortbewegung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Wagens erfolgt durch die Wirkung des Gewichts einer schweren, im Innern des hohlen Radkranzes des Treibrades enthaltenen Flüssigkeit. Dadurch, dafs diese Flüssigkeit durch einen beständig auf sie ausgeübten Druck gezwungen wird, sich in dem genannten Radkranz zu verschieben, bringt sie das Rad aus dem Gleichgewicht, und infolge des Bestrebens des Rades, eine solche Stellung einzunehmen, in welcher alle seine Theile im Gleichgewicht sind, wird die Umdrehung des Rades und dadurch "die Fortbewegung des Wagens hervorgerufen.
In dem Radkranz ist eine Anzahl von Kammern vertheilt, in welchen sich die Flüssigkeit sammelt; es lassen sich die in diesen Kammern nach einander angesammelten Flüssigkeitsmassen als ebenso viele Gewichte ansehen, welche, am Ende der Radspeichen wirkend, das Rad zu drehen suchen.
Die die schwere Flüssigkeit im Radkranz verschiebende Kraft wird durch das Gas oder den Dampf von bestimmter Spannung hervorgebracht; dieses Gas entwickelt sich in einem später beschriebenen, auf dem Wagen angeordneten, selbstthätig wirkenden Gaserzeuger mit constantem Druck. Die im Radkranz des Treibrades arbeitende Flüssigkeit kann aus reinem Quecksilber oder aus einem Amalgam mit Quecksilber im Ueberscbufs bestehen. Das Verhältnifs der Bestandtheile des letztgenannten Amalgams ist je nach dem Grad der Consistenz, welchen die Flüssigkeit haben soll, verschieden.
Beispielsweise sei ein Amalgam angeführt, mit welchem man gute Resultate erzielt. Dasselbe besteht aus 4 Gewichtstheilen Quecksilber und ι Gewichtstheil Blei und hat ein specifisches Gewicht von ungefähr 13,15.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der Wagen mit selbstthätig wirkendem Treibapparat dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι derselbe im Aufrifs von der Seite gesehen, : ' ■ ■
Fig. 2 von oben gesehen und
Fig. 3 ebenfalls von oben gesehen, wobei das Treibrad so gestellt ist, dafs der Wagen im Bogen fährt oder sich dreht.
Fig. 4 zeigt einen Verticalschnitt durch das Treibrad nach den Linien x'-x" der Fig. 5 und
Fig. 5 einen Verticalschnitt quer nach der Linie x-x der Fig. 4.
Fig. 6 ist die innere Scheibenfläche mit den Kanälen für die Aus- und Einströmung,
Fig. 7 der Gaserzeuger im Verticalschnitt und Fig. 8 derselbe im Grundrifs.
A ist ein Wagen mit zwei Laufrädern B und einem Treibrad X, welches sich um die an den Armen WR und MN befestigte Achse JRiV dreht, wie in Fig. 2 und 3.
Unterhalb des Wagenkastens ist der Gaserzeuger α b angebracht, in welchem sich das auf die schwere Flüssigkeit im Treibrade drückende Gas entwickelt. Dasselbe strömt durch ein Rohr /, Fig. 1, nach der auf die Achse des Rades aufgekeilten Scheibe T\ welche mittelst einer Feder S, Fig. 2 und 3, gegen die äufsere Fläche T der Nabe des Treibrades gedrückt wird. In der Scheibe T' sind zwei sich diametral gegenüberliegende
Löcher 5 und 6 angebracht, von welchen ersteres für das durch das Rohr / einströmende treibende und letzteres für das in dem Treibrade gewirkt habende, durch das Rohr ζ' in die Atmosphäre ausströmende Gas bestimmt ist.
Auf der inneren Fläche der Scheibe sind Kanäle y und \ in Verbindung mit den entsprechenden Löchern 5 und 6 für die Ein- und Ausströmung des Gases angebracht, wie in Fig. 6.
In der äufseren Fläche T der Nabe des Treibrades sind vier mit 1, 2, 3, 4 bezeichnete Oeffnungen angebracht, wie Fig. 4 zeigt, welche mit den radialen Rohren D'E' F' G' communiciren. Die letzteren münden in die im hohlen Radkranz V angebrachten Sammelkammern U' U" U'" U, deren gegenseitige Verbindung mittelst der Klappen DEFG durch die Druckflüssigkeit selbst aufgehoben und wiederhergestellt wird. Die vier Oeffnungen i, 2, 3, 4 passiren nach einander während Drehung des Treibrades vor den Kanälen y und ι für die Ein- und Ausströmung in der Weise, dafs die eine Sammelkammer mit dem Ausströmungskanal communicirt. Während einer Umdrehung des Treibrades wird also nach einander das aus dem Gaserzeuger durch das Rohr I kommende Gas in eine jede der vier Sammelkammern UU' U'' U'" einströmen und dem Rade dadurch eine ununterbrochene Drehbewegung ertheilen.
Der Gaserzeuger besteht aus zwei neben einander liegenden Behältern α und b, Fig. 7 und 8, aus einem nicht von Säure angreifbaren Metall oder einem durch einen entsprechenden Ueberzug gegen die zersetzende Wirkung der Säure geschützten Metalle.
Diese beiden Behälter communiciren unten mittelst des Kanals s und oben durch die Rohre h h'. Während der untere Verbindungsweg immer offen bleibt, wird derjenige durch die Rohre h h' durch den Kolben^ abgesperrt, sobald das sich im Behälter α entwickelnde Gas seine gröfste Spannung erreicht hat. Der Kolben f ist mittelst der Stange ρ mit einem gröfseren Kolben e verbunden, welcher sich in dem Cylinder η auf- und abbewegen kann. Durch den Kanal m drückt das sich im Behäter α entwickelnde Gas auf den Kolben e. In letzterem Behälter befindet sich unten ein falscher doppelter Boden r mit kleinen Löchern zur Aufnahme der in den Behälter bei i eingefüllten festen Stoffe. Der andere Behälter b ist unten mit einem Ablafshahn q versehen und oben mit einer Verschlufsschraube £', mittelst deren die Säure eingegossen wird, g ist ein durch Federkraft oder Gewicht auf den kleinen Kolben f drückender Hebel, I das Ausströmungsrohr für das sich in α entwickelnde Gas, und k k' sind durch Gewichte oder Federn auf ihren Sitz geprefste Sicherheitsventile.
In den Behälter α wird durch die Oeffnung i irgend ein kohlensaures Salz in Stücken eingebracht.
In den Behälter b wird durch die Oeffnung V eine flüssige Säure eingegossen., welche erhalten bleibt, so lange die Oeffnungen beider Behälter geschlossen bleiben.
Das Treibrad X nimmt die in Fig. 1 und 4 gezeichnete Stellung ein, wobei die Sammelkammer U" mit Quecksilber oder Amalgam gefüllt ist.
Wenn nun der Conducteur den auf dem Wagen befindlichen Hahn t öffnet, so strömt die im Behälter b stehende Säure durch den Kanal s, Fig. 7, in den Behälter α und macht die im kohlensauren Salz gebundene Kohlensäure frei. Sobald der Druck der sich entwickelnden Kohlensäure pro Flächeneinheit gleich dem Druck des durch Gewicht oder Feder gespannten Hebels g auf die Flächeneinheit des Kolbens f ist, wird sich der Kolben e wegen seiner gröfseren Fläche heben und infolge dessen der Kolben f die Communication durch die Rohre h h' zwischen den beiden Behältern α und b absperren.
Von diesem Augenblicke an kann keine Säure mehr von b nach α strömen, bis der Druck in dem letzteren Behälter kleiner wie derjenige im ersteren geworden ist.
Sobald nun aber durch das Ausströmen des Gases nach dem Treibrade die Spannung im Behälter α abnimmt, fällt wieder der Kolben e herab, wobei er den Kolben f nach sich zieht. Die Rohre h h' sind nun nicht mehr von einander abgesperrt .und die Behälter α und b stehen in ihrem oberem Theile durch die genannten Rohre in Communication. Daher kann auch jetzt die Ausströmung der Säure von b nach α durch den Kanal s ihren Fortgang nehmen und sich eine neue Gasmenge mit der nämlichen Spannung wie die vorige' entwickeln. Dasselbe Spiel setzt sich fort, bis die im Gaserzeuger enthaltenen Stoffe verbraucht sind.
Wenn der Hahn t offen ist, so strömt das Gas durch das Rohr Z, das Loch 5 und den Kanal y der Scheibe T' in das Rohr E' und die Sammelkammer U" des Treibrades.
Auf das in dieser Kammer enthaltene Amalgam preist das Gas; die sich von links nach rechts öffnende Klappe E schliefst sich infolge dieses Druckes, so dafs das Amalgam sich nur nach rechts verschieben kann.
Dasselbe steigt in dem hohlen Radkranz V, dem Druck des Gases folgend, und gelangt in die Sammelkammer U'", wobei sich die Klappe F öffnet. Der Schwerpunkt des Rades, welcher zuerst tiefer wie der Mittelpunkt desselben und in verticaler Richtung unter demselben lag, wird durch die Verschiebung des Amalgams ebenfalls verschoben. Das Rad X ist folglich
nicht mehr im Gleichgewicht und sucht seine Gleichgewichtsstellung wieder einzunehmen, indem es sich um seine Achse R N nach der Richtung des Pfeiles, Fig. i, dreht.
Während des Aufsteigens des Quecksilbers wird die Luft oder das von der vorhergehenden Erhebung noch anwesende Gas in der Sammelkammer U'" comprimirt und entweicht durch den hohlen Kranz V und die Klappe G in die Kammer U und aus dieser durch das Rohr G', die Oeffnung 3, den Kanal \ und das Rohr \[ ins Freie. ·
Bei jeder Vierteldrehung wiederholt sich der nämliche Vorgang, wodurch eine ununterbrochene Drehbewegung des Treibrades entsteht.
Um die Bewegungsrichtung des Wagens ändern oder rechts und links fahren zu können, ist das eine Ende R der Achse R N drehbar an dem Arm WR befestigt; .das andere Ende N ist mittelst eines Gelenkes MN mit dem um die verticale Achse P drehbaren Hebelarm M Z, Fig. 2 und 3, verbunden. Auf dieser Achse sitzt unten ein Zahnrad L, in welches der mittelst des Handrades J gedrehte Trieb K eigreift.
Je nachdem nun der Conducteur das Handrad J nach der einen oder der anderen Richtung dreht, wird sich der Hebelarm ZM und mit ihm das Ende N der Treibachse nach links oder rechts drehen, wobei sich diese Achse um den am äufseren Ende R des am Gestell des Wagens befestigten steifen Arm WR dreht.
Das Trapez WRNM, welches beim Fahren in gerader Richtung die Stellung Fig. 1 hat, wobei das Treibrad parallel mit den beiden Laufrädern B ist, verschiebt sich, sobald der Wagen nach rechts fährt, und nimmt die Stellung Fig. 3 an, in welcher das genannteRad X einen Winkel mit den Laufrädern macht. Der ganze Wagen dreht sich hierbei nach der Richtung des Pfeiles.
Was das im Gaserzeuger entwickelte Gas betrifft, so kann dasselbe auch irgend ein anderes Gas wie Kohlensäure sein; besteht z. B. die im Behälter α befindliche feste Masse, anstatt aus einem kohlensauren Salz, aus einem Metall, wie z. B. Zink oder Eisen, so ist das sich in dem genannten Behälter entwickelnde und auf das Amalgam oder Quecksilber im Treibrad wirkende Gas Wasserstoffgas.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: '
1. Ein Wagen mit einem Treibapparat, bestehend aus einem Treibrade X, in dessen hohlem, mit einer Anzahl von durch Klappen DEFG von einander getrennten Sammelkammern U' U" U'" U versehenem Kranz eine schwere Flüssigkeit, wie z. B. Quecksilber, beständig durch den Druck eines in dem auf dem Wagen angeordneten Gaserzeuger α b entwickelten Gases in der Weise verschoben wird, dafs die Bewegung der Flüssigkeit der durch die Schwerkraft der Flüssigkeit bewirkten Drehung des Rades entgegengesetzt ist, wie in Fig. 1 bis 8.
2. Bei dem im Anspruch 1. gekennzeichneten Wagen der Gaserzeuger α b, bestehend aus den beiden durch Rohre hh' mit einander communicirenden Behältern α und b, in welchen ein constanter Druck des sich im Behälter α entwickelnden Gases dadurch selbstthätig hergestellt wird, dafs bei einem gewissen Maximaldruck sich der Kolben e hebt und infolge dessen der damit verbundene kleinere Kolben f die Communication zwischen den Behältern absperrt, wie in Fig. 7.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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