DE450320C - Steifkappe fuer Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Steifkappe fuer Schuhwerk und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
- Publication number
- DE450320C DE450320C DEF62244D DEF0062244D DE450320C DE 450320 C DE450320 C DE 450320C DE F62244 D DEF62244 D DE F62244D DE F0062244 D DEF0062244 D DE F0062244D DE 450320 C DE450320 C DE 450320C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- resin
- talc
- paraffin
- footwear
- cap
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims description 16
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims description 16
- 239000000454 talc Substances 0.000 claims description 11
- 229910052623 talc Inorganic materials 0.000 claims description 11
- 239000012188 paraffin wax Substances 0.000 claims description 10
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 8
- 238000005470 impregnation Methods 0.000 claims description 6
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 5
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 4
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 4
- 230000002745 absorbent Effects 0.000 claims description 2
- 239000002250 absorbent Substances 0.000 claims description 2
- OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L calcium sulfate Inorganic materials [Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims description 2
- ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J calcium sulfate hemihydrate Chemical compound O.[Ca+2].[Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O.[O-]S([O-])(=O)=O ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J 0.000 claims description 2
- 239000011507 gypsum plaster Substances 0.000 claims description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 7
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 5
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 4
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 3
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 3
- 210000003371 toe Anatomy 0.000 description 3
- 229920002160 Celluloid Polymers 0.000 description 2
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 2
- 210000002683 foot Anatomy 0.000 description 2
- 210000004243 sweat Anatomy 0.000 description 2
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000005187 foaming Methods 0.000 description 1
- 235000013490 limbo Nutrition 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 1
- 238000010792 warming Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B23/00—Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
- A43B23/08—Heel stiffeners; Toe stiffeners
- A43B23/081—Toe stiffeners
- A43B23/086—Toe stiffeners made of impregnated fabrics, plastics or the like
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
- Steifkappe für Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung. Vorder- und Hinterkappe bilden bekanntlich sehr wesentliche Bestandteile des Schuhwerks, und es ist deshalb wichtig, zu ihrer Herstellung Stoffe zur Verfügung zu haben, die sowohl eine ausreichende Haltbarkeit als auch eine leichte Bearbeitungsfähigkeit aufweisen.
- Bisher wurden zur Herstellung dieser Kappen Leder, aufgelöstes Celluloid, mit Celluloid getränkte Stoff, mit Harz-, Asphalt- und Ültnischungen imprägnierte Stoffe u. dgl. benutzt. Diese bekannten Stoffe zeigen aber zahlreiche Mängel, so daß man ihre Anwendung größtenteils bereits wieder aufgegeben hat. Es ist auch bereits bekannt, den zur Herstellung von Steifkappen dienenden Filz u. dgl. mit einer Mischung von Harz und Paraffin mit oder ohne Zusatz von Pech zu tränken.
- Eine gute Steifkappe soll sich schnell verarbeiten lassen und die bei der Verarbeitung erhaltene Formwährend der ganzen Lebensdauer des Schubwerks nicht mehr verlieren, auch wenn sie ungewöhnlichen Beanspruchungen ausgesetzt -wird.
- Die neue Steifkappenmasse erfüllt diese Bedingungen dadurch, daß ein saugfähiger Stoff mit einer eigenartigen Masse imprägniert wird, die, -wie bekannt, aus Harz und Paraffin besteht, der nach der Erfindung Talk zul;esetzt ist, -wodurch die Festigkeit der Steifkappe erheblich erhöht wird. An Stelle des Harzes kann teilweise das billigere Pech verwendet werden. Der Talk ist zum Teil durch Gips oder andere feinkörnige Massen ersetzbar.
- Zur Herstellung der Imprägnierungsmasse werden 57,7 kg gewöhnlichen Harzes in einem Kessel bis auf 22O° erhitzt. Sobald das Harz dünnflüssig geworden ist, werden allmählich 35 kg Talk zugesetzt. Unter heftigem Aufschäumen tritt eine Verbindung zwischen dem Harz und einem Teil des Talks ein. Der nicht in-die Verbindung eintretende Anteil des Talkes bleibt in dem geschmolzenen Harz ungebunden. Nachdem die Mischung zwischen Talk und Harz gebildet ist, werden 7,5 kg Paraffin mit einem Schmelzpunkt von 55' zugegeben. Das Paraffin mit einem Schmelzpunkt von 55° hat sich am besten bewährt. Es können aber auch noch niedriger schmelzende Paraffine Anwendung finden. In diesem Falle -wird die Menge des Paraffins entsprechend vermindert.
- Die geschmolzene und innig gemischte Masse wird bei 22o° C aus dem Kessel in eine Pfanne gelassen, durch -welche die zu imp r, 'ignierenden Stoffe auf maschinellem Wege l# durchgezogen -werden. Während der Arbeit wird die Imprägnierungsmasse von Zeit zu Zeit umgerührt, damit der ungebundene Talk auch tatsächlich in Schwebe bleibt und sich nicht zu Boden setzt.
- Die getränkten Stoffe laufen dann durch Walzen, -wo das überschüssige Tränkungsmittel abgestreift wird auf .eine Trockenlaufbahn, deren Wirkung durch Anbringung eines Exhaustors verstärkt werden kann. Die Stoffe werden dann in kürzere Stücke, beispielsweise je einen Meter, abgeschnitten, nochmals getrocknet und sind dann zur Verarbeitung auf Vorder- und Hinterkappen geeignet. Diese Verarbeitung findet in der Weise statt, daß das imprägnierte Material in der geeigneten Form ausgestanzt und zugeschärft wird.
- Die ausgestanzten und geschärften Kappen «-erden auf einem geeigneten Apparat, beispielsweise einem elektrisch beheizten Wärmekörper, erhitzt. Sobald die Kappe genügend ausschwitzt, was daran erkannt werden kann, daß eine klebrige Masse an die Oberfläche tritt, wird sie zwischen Futter und Oberleder eingelegt. Darauf wird der gewöhnliche Arbeitsprozeß in der Zwickerei eingeleitet.
- Je länger die imprägnierte Kappe vor dem Einlegen zwischen Leder und Futter erwärmt wird, desto besser wird ihre Klebkraft. Wenn der Erstarrungsvorgangweiter verzögert werden soll, wird etwas mehr Paraffin und Talk und etwas weniger Harz angewandt.
- Die nach dem neuen Verfahren erzeugte Kappe ist in der Herstellung wesentlich billiger als alle bekannten, gleichartigen Stoffe. Das Imprägnierungsmittel ist mit dem Grundgewebe fest verbunden. Ein Abbröckeln des Harzes, das bei den bekannten Fabrikaten leicht eintritt, ist ausgeschlossen. Dies ist besonders wichtig für das Schärfen der Kappe, weil alle bekannten Stoffe darunter leiden, daß die Schärfmaschinen sehr stark angegriffen werden und deshalb eine fortlaufende Arbeit schwer möglich ist. Durch das Abbröckeln der Imprägnierungsmasse wird eine häufige Arbeitsunterbrechung veranlaßt. Die innige Verbindung der Imprägnierungsmasse mit der Textilgrundlage hat den weiteren Vorteil, claß sich die Kappe sowohl beim Lagern als auch beim Tragen sehr gut hält.
- Die Verarbeitung des neuen Stoffes ist durch einfache Erhitzung möglich. Es sondert sich dabei ein kräftiger Klebstoff aus, der beim Einlegen zwischen Futter und Leder oder auch zwischen andere Stoffe des Schaftes mit den Stoffen, mit denen er in Berührung kommt, eine haltbare Verbindung eingeht.
- Die erweichte Kappe erstarrt nicht sofort, sondern erst nach 5 bis io Minuten, so daß sie nach dem Erhitzen und Einlegen nicht nur übergeholt, sondern auch gezwickt werden kann, ohne daß vor dem Zwicken eine nochtnalige Erhitzung erforderlich wird. Dadurch wird ein wesentlicher Zeitgewinn erreicht, der die Arbeitsleistung erhöht und entsprechende Ersparnisse an Lohn ergibt.
- Die über den Leisten geformte Kappe ist hart und fest und kann auch mit Gewalt kaum eingedrückt werden. Trotzdem ist sie elastisch und nach der Schärfkante zu weich und federnd, so daß das Schuhwerk mit derartigen Kappen auch für kranke Füße brauchbar ist und ein Wundscheuern der Zehen und Hacken nicht eintritt. Die Fußwärme und auch Erwärmung durch Sonnenstrahlen, die Einwirkung von Schweiß und Feuchtigkeit übt keinen Einfluß auf die einmal erzeugte Kappenform aus. Die Kappen geben die Leistenform naturgetreu wieder ohne aufzutragen, d. h. ohne Erhöhungen zu bilden.
- Die-Verwendung des Talkums bewirkt den großen Vorteil, daß der unverarbeitete Stoff kaum klebt, sondern daß sich die Klebkraft erst beim Erwärmen ergibt. Es ist deshalb möglich, beliebig hohe Schichten des Materials unter gewöhnlicher Temperatur aufeinanderzuschichten.
- Daß der neue Kappenstoff eine sehr wesentliche Verbilligung gegenüber allen bekannten bedeutet, ist bereits hervorgehoben.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Unter Verwendung von Harz und Paraffin hergestellte Steifkappe für Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß zur Imprägnierung des saugfähigenGrundstoffes eine Masse verwendet wird, die gleichzeitig Harz, Talkum und Paraffin enthält.
- 2. Verfahren zur Herstellung der Steifkappe für Schuhwerk nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das Harz geschmolzen und auf 22`o° erhitzt, in die erhitzte Masse allmählich der Talk eingetragen und die erhaltene Mischung schließlich mit dem Paraffin versetzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß 57,5 Teile Harz mit 35 Teilen Talkum und 7,5 Teilen Paraffin mit einem Schmelzpunkt von 55° verarbeitet werden.
- 4. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß, wie bekannt, ein Teil des Harzes durch Pech ersetzt wird.
- 5. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Talkum teilweise durch Gips oder andere feinpulverige Stoffe ersetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF62244D DE450320C (de) | 1926-10-15 | 1926-10-15 | Steifkappe fuer Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF62244D DE450320C (de) | 1926-10-15 | 1926-10-15 | Steifkappe fuer Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE450320C true DE450320C (de) | 1927-10-05 |
Family
ID=7109476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF62244D Expired DE450320C (de) | 1926-10-15 | 1926-10-15 | Steifkappe fuer Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE450320C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750603C (de) * | 1940-02-11 | 1945-01-23 | Kepec Chem Fab G M B H | Verfahren zum Herstellen chirurgischer Bandagen und orthopaedischer Gebrauchsgegenstaende unter Verwendung von Filz |
-
1926
- 1926-10-15 DE DEF62244D patent/DE450320C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750603C (de) * | 1940-02-11 | 1945-01-23 | Kepec Chem Fab G M B H | Verfahren zum Herstellen chirurgischer Bandagen und orthopaedischer Gebrauchsgegenstaende unter Verwendung von Filz |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69018263T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von EVA-Schuheinlegsohlen. | |
| DE450320C (de) | Steifkappe fuer Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE595640C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schuhen mit Gummisohlen | |
| AT111362B (de) | Steifkappe für Schuhwerk und Verfahren zu ihrer Herstellung. | |
| DE2748177C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Skilaufsohlen | |
| DE609694C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schattierungen und Verzierungen auf Formkoerpern aus haertbaren Kunstharzpressmassen | |
| AT93348B (de) | Preßunterlage zum Andrücken der Sohle an den Oberteil bei der Herstellung von Schuhwerk durch Kleben. | |
| DE496229C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Ausballmasse fuer Schuhwerk | |
| DE468776C (de) | Werkstueck zur Herstellung von Schuhsteifkappen | |
| DE459080C (de) | Steifkappe fuer Schuhwerk | |
| DE401377C (de) | Verfahren zur Herstellung plastischer Massen | |
| DE676243C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Brandsohlen | |
| DE533433C (de) | Brandsohle und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE626041C (de) | Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern unter Druckwirkung aus mit Fluessigkeit abbindenden und erhaertenden Massen | |
| DE892728C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk aus Kunstharzen | |
| DE287260C (de) | ||
| AT142566B (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Papier. | |
| AT87167B (de) | Steifkappe für Schuhwerk und Verfahren zur Herstellung derselben. | |
| DE621620C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schuh- und Pantoffelsohlen | |
| DE446945C (de) | Verfahren zum Impraegnieren von Filzen mit Latex | |
| AT217905B (de) | Schuhrahmen | |
| DE674622C (de) | Verfahren zum Herstellen von mit wasserdichten Massen aus oder mit Kautschuk ueberzogenen Textilstoffen | |
| DE415567C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Pressunterlage fuer die Herstellung von Schuhwerk durch Kleben | |
| DE2540199A1 (de) | Schuhfutter | |
| DE386822C (de) | Klebmittel, insbesondere zur Herstellung von Gummisohlen |