DE445877C - Fernsprechanlage mit mehreren untereinander und mit Amtsleitungen verkehrenden Sprechstellen - Google Patents

Fernsprechanlage mit mehreren untereinander und mit Amtsleitungen verkehrenden Sprechstellen

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DE445877C
DE445877C DESCH66375D DESC066375D DE445877C DE 445877 C DE445877 C DE 445877C DE SCH66375 D DESCH66375 D DE SCH66375D DE SC066375 D DESC066375 D DE SC066375D DE 445877 C DE445877 C DE 445877C
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FERDINAND SCHUCHHARDT BERLINER
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching
    • H04M9/002Arrangements for interconnection not involving centralised switching with subscriber controlled access to a line, i.e. key telephone systems
    • H04M9/005Arrangements for interconnection not involving centralised switching with subscriber controlled access to a line, i.e. key telephone systems with subscriber controlled access to an exchange line

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. JUNI 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVe 445 877-KLASSE 21a3 GRUPPE
Sprechstellen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. November 1922 ab.
Die Erfindung betrifft Fernsprechanlagen mit mehreren untereinander und mit Amtsleitungen verkehrenden Sprechstellen. Die gebräuchlichen Apparate dieser Art sind mit Amts-S tasten und Haustasten bzw. Nebenstellentasten für jede Leitung und jeden Anschluß versehen, welche einen verhältnismäßig großen Flächenraum einnehmen und dadurch die Apparate groß und schwerfällig machen. Zwecks Verkleinerung und Vereinfachung der Apparate werden gemäß der Erfindung in den einzelnen Sprechapparaten konzentrisch angeordnete Drehschalter vorgesehen, von denen der eine für die Herstellung von Verbindungen mit den Amtsleitungen, der andere für die Verbindungen der Sprechstellen untereinander eingerichtet ist. Der die Verbindungen der Sprechstellen untereinander herstellende Schalter verharrt immer in der Stellung, in welche er gedreht wird, bis er von Hand wieder verstellt wird, während der Amtsschalter beim Auflegen des Hörers oder des Handapparates selbsttätig in seine Ruhelage zurückgebracht wird. Der Drehschalter hat am oberen Ende einen inneren, mit einer Welle fest verbundenen Griff und einen äußeren,T"um die Welle drehbaren, die Kontaktarme desTKausschalters bewegenden Griff; am unteren Ende der Welle sind die Kontaktarme des Amtsschalters und ein den Amtsschalter sperrendes Rad befestigt. Das von den Kontaktarmen des Hausschalters bestrichene Kontaktfeld kann zweckmäßig einen vollen Kreis umgeben, während das Kontaktfeld des Amtsschalters nur einen Teil eines Kreises einnimmt. Bei der Drehung des Amts-Schalters wird eine Blattfeder um die Amtsschalterwelle gewickelt und von einem die Zurückführung des Amtsschalters bewirkenden Federhaus abgewickelt; dabei wird eine Anzeigevorrichtung eingestellt, die den durch die Kontaktarme des Amtsschalters berührten Kontaktsatz kennzeichnet. Mit dem Griff des Hausschalters ist eine Anzeigevorrichtung verbunden, die den durch den Kontaktarm des Hausschalters berührten Kontaktsatz kennzeichnet. Die Anzeigevorrichtung für die Amtsleitungen besteht zweckmäßig aus einer Scheibe, die auf einer durch das Federhaus durchgehenden
Welle befestigt ist. Der Amtsschalter wird beim Auflegen des Hörers durch eine Stange ausgelöst, die auch zum Auslösen der Taste (Amtstaste, Nebenstellentaste) dient. Der Haus-S schalter hat zwei Kontaktarme und der Amtsschalter deren drei; zwecks Geheimschaltung auf den Amtsleitungen ist mit dem dritten Kontaktarm oder Prüfarm des Amtsschalters ein Prüfrelais verbunden, welches den Sprechapparat der Sprechstelle mit dem Sprechkontaktarm des Amtsschalters nur dann verbindet, wenn die betreffende Amtsleitung frei ist. Der Griff des Hausschalters hat zweckmäßig an seiner Oberfläche eine Vertiefung, oder er ist mit einem erhöhten Rand versehen, der den Griff des Amtsschalters umgibt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. In dieser ist
Abb. ι eine perspektivische Darstellung einer
ao fertigen Fernsprechstelle, jedoch ohne Handapparat oder Hörer,
Abb. 2 eine perspektivische Darstellung der konzentrisch angeordneten Drehschalter mit den damit zusammenwirkenden Teilen,
Abb. 3 eine Schaltung der Anlage.
In Abb. ι ist 1 der Griff des Amtsschalters, bei dessen Drehung in dem Fenster 7 die der betreffenden Amtsleitung entsprechende Ziffer erscheint. 2 ist der Griff des Nebenstellen- oder Hausschalters, bei dessen Drehung hinter dem Fenster 8 eine der betreffenden Hausleitung entsprechende Ziffer erscheint. 4, 5 und 6 sind Tasten, nämlich eine Amtstaste, eine Haustaste und eine Ruftaste. 9 ist der Gabelumschalter, auf welchen der Hörer bzw. der Handapparat aufgelegt wird. Ist der Amtsschalter 1 aus seiner Ruhelage gebracht und eine Amtstaste oder Haustaste 4 bzw. 5 niedergedrückt, so werden beim Auflegen des Hörers auf den Gabelumschalter sowohl der Amtsschalter 1 wie die betreffende Taste ausgelöst, d. h. in ihre Ruhestellungen zurückgebracht. Die Arbeitsweise und Anordnung der konzentrisch liegenden Schalter 1 und 2 geht im einzelnen aus der Abb. 2 hervor. Der Griff 1 des Amtsschalters ist mit einer Welle 10 verbunden, die durch eine Buchse 11 hindurchgeht und am unteren Ende eine Buchse o. dgl. 12 trägt. Die Welle 10 ist lose in der Buchse 11 drehbar, mit der Buchse 12 jedoch fest verbunden, so daß bei der Drehung des Griffes 1 die Buchse 12 und die darauf befestigten drei Kontaktarme 13, 14 und 15 mitgedreht werden. Die Kontaktarme 13,14 und 15 bestreichen ein Kontaktfeld, welches zweckmäßig nur einen Teil eines Kreises umgibt und Kontaktsätze von je drei Kontakten aufweist.
Der eine Kontaktsatz ist mit den Zahlen 16, 17 und 18 bezeichnet.
Mit der oberen Buchse 11 ist einerseits der Griff 2 fest verbunden und andererseits die Kontaktarme 19, 20, die ein Kontaktfeld bestreichen, welches zweckmäßig einen vollen Kreis umgibt. In der Abb. 2 ist jedoch nur ein Teil des Kontaktfeldes angedeutet, und einer seiner Kontaktsätze ist mit den Zahlen 21, 22 bezeichnet. Wird der Griff 2 gedreht und dadurch die Kontaktarme 19, 20. auf irgendeinen Kontaktsatz, z. B. 21, 22, gedreht, so bleiben die Kontaktarme 19 und 20 in dieser Stellung, bis der Schalter 2 wieder von Hand verstellt wird. Mit dem Griff 2 ist· eine durch eine gebrochene Linie dargestellte Scheibe 23 verbunden, die mit Bezeichnungsziffern versehen ist. Diese Ziffern erscheinen in dem Fenster 8 (Abb. 1). Wird der Griff ι des Amtsschalters gedreht, um die Kontaktarme 13, 14, 15 auf den Kontaktsatz einer bestimmten Amtsleitung einzustellen, so wird gleichzeitig eine Blattfeder 24 auf die Buchse 12 aufgewickelt und gleichzeitig von einem Federhaus 25 abgewickelt, welches dabei gespannt wird. Die Zurückdrehung der Buchse 12 durch das gespannte Band 24 wird zunächst durch eine Sperrklinke 26 verhindert. Bei der Drehung des Federhauses 25 wird gleichzeitig eine Welle 27 und eine Scheibe 28 gedreht. Die Scheibe 28 trägt Ziffern, die in dem Fenster 7 (Abb. 1) erscheinen .
Am Schluß eines Gespräches wird der Sprechapparat bzw. Hörer auf den Gabelumschalter 9 gelegt, und dadurch wird in bekannter Weise eine Stange 29 niedergedrückt, die einen Winkelhebel 30 um den Drehzapfen 31 zum Ausschwingen bringt und eine Stange 32 in der Pfeilrichtung verschiebt. Hierbei stößt ein Ansatz 33 die Sperrklinke 26 entgegen der Wirkung der Feder 34 zurück, so daß das Federhaus 25 vermittels des gespannten Bandes 24 die Buchse 12 mit den Kontaktarmen 13, 14, 15 des Amtsschalters in die Ruhelage zurückdrehen kann. Bei der Verschiebung der Stange 32 wird gleichzeitig eine durch eine Feder 36 nach innen gedrückte Winkelplatte 35 um den Zapfen 37 nach außen geschwenkt, und hierbei wird eine durch die Winkelplatte 35 in der unteren Lage in bekannter Weise festgehaltene Taste 38 ausgelöst, so daß sie in ihre Ruhelage hochspringen kann.
Die Schaltung der Anordnung ist in Abb. 3 dargestellt. In dieser sind die Kontaktarme des Amtsschalters ebenfalls mit 13, 14 und 15 und die Kontaktarme des Hausschalters bzw. Nebenstellenschalters mit 19 und 20 bezeichnet. Jeder Apparat der Anlage hat eine Ruftaste Rt, Amtstaste At und Nebenstellentaste Nt. Außerdem ist ein Prüf relais 40, Handapparat 41 und ein Gabelumschalter oder Hakenumschalter 42 vorhanden. Für die Anlage ist ein gemeinsamer Zusatzkasten 43 vorgesehen, in welchem sich die Relais 44, 45 und 46 und außerdem eine -Lampe 47 und ein Wecker 48 befinden.
Bei einem von dem Amt ausgehenden Anruf wird zunächst ein Rufstrom (Wechselstrom)
durch das Relais 44 geschickt, und dieses schaltet sich dann vermittels seines Ankers 4g in einen Haltestromkreis ein, der von der Batterie B über 4g, Wicklung 50, Ankerkontakt 51 nach der Erde E verläuft. Gleichzeitig erhält die Anruflampe 47 Strom über den Kontakt 49, Relais 46 und Erde. Der Stromkreis des Weckers 48 wird auch geschlossen über den Arbeitskontakt 52 des Relais 46. Die neben dem Zusatzkasten befindliche Hauptstelle oder Bedienungsstelle dreht nun die Kontaktarme 13, 14 und 15 des Amtsschalters auf den Kontaktsatz der anrufenden Leitung, worauf das Prüfrelais 40 erregt wird durch einen Strom von der geerdeten Batterie über Klemme 53, Wicklung 40, Kontaktarm 15, Prüf leitung 54, Relais 45 nach der Erde E. Das Relais 40 wird erregt und schließt die Ankerkontakte 55, 56, 57 und 58. Nun wird die Amtstaste At niedergedrückt und dadurch die Federn 59, 60 über die Kontakte 65 und 67 mit den Leitungen 61, 62 bzw. mit den Kontaktarmen 13 und 14 verbunden. Die Leitungen 63, 64 des Sprechapparats sind nun über die Kontaktfedern 60, 65 einerseits und die Kontaktfedern 66, 59, 67, 68 andererseits mit den Sprechkontaktarmen 13,14 verbunden, so daß das Gespräch mit dem Amt vonstatten gehen kann. Hat die Hauptstelle erfahren, welche Nebenstelle gewünscht ist, so dreht sie den Griff 2 (Abb. 2) des Hauptschalters und stellt hierdurch die Kontaktarme 19, 20 (Abb. 3) auf den Kontaktsatz ein, der zu der gewünschten Nebenstelle führt. Die Klemmen der gewünschten Nebenstelle entsprechen den Klemmen 70, 71 (Abb. 3). Die Hauptstelle teilt der Nebenstelle nun mit, welche Amtsleitung sie zu sprechen wünscht, und die gerufene Nebenstelle dreht nun den Griff 1 ihres Amtsschalters herum, bis unter dem Fenster 7 ihres Apparats die Nummer der bezeichneten Amtsleitung erscheint. Solange die Hauptstelle sich noch nicht ausgeschaltet hat, also ihren Sprechapparat noch nicht auf den Gabelumschalter gelegt hat, befindet sich die Prüfleitung 54 in ihrem Besetztzustand, und zwar dadurch, daß die Batterie über 53, 75, 58, 76, 77 unmittelbar mit dem Punkt 78 des Prüfrelais verbunden ist und hierdurch das Potential auf der Prüfleitung 54 so weit herabgesetzt ist, daß ein anderes Prüfrelais (entsprechend dem Relais 40) in einem anderen Apparat nicht erregt werden kann. Sobald jedoch die Hauptstelle ihren Sprechapparat auf den Gabelständer auflegt, springen die Tasten At, ANt in bekannter Weise in ihre Ruhestellung zurück, und das Potential auf der Prüf leitung 54 wird dermaßen erhöht, daß das Prüfrelais der Nebenstelle, die sich auf die Amtsleitung geschaltet hat, ansprechen kann. Die Nebenstelle kann dann, ebenso wie vorher die Hauptstelle, über die Amtsleitung sprechen.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Fernsprechanlage mit mehreren untereinander und mit Amtsleitungen verkehrenden Sprechstellen, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verkleinerung und Vereinfachung der Apparate in den einzelnen Sprechapparaten konzentrisch angeordnete Drehschalter vorgesehen sind, von denen der eine (1) für die Herstellung von Verbindungen mit den Amtsleitungen, der andere (2) für die Verbindungen der Sprechstellen untereinander eingerichtet ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Verbindungen der Sprechstellen untereinander herstellende Schalter (2) immer in der Stellung,rin welche er gedreht wird, verharrt, bis er von Hand verstellt wird, während der Amtsschalter (1) beim Auflegen des Hörers oder des Handapparates selbsttätig in seine Ruhelage zurückgebracht wird.
3. Apparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Amtsschalterwelle (10) ein den Amtsschalter sperrendes Rad befestigt ist.
4. Apparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Drehung des Amtsschalters eine Blattfeder (24) um die Amtsschalterwelle (10) gewickelt und von einem die Zurückdrehung des Amtsschalters bewirkenden Federhaus (25) abgewickelt und dabei eine Anzeigevorrichtung (28) eingestellt wird, die den durch die Kontaktarme (13, 14, 15) des Amtsschalters berührten Kontaktsatz kennzeichnet.
5. Apparat nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Griff des Hausschalters unmittelbar eine Anzeigevorrichtung (23) verbunden ist, die den durch die Kontaktarme des Hausschalters berührten Kontaktsatz kennzeichnet.
6. Apparat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung für die Amtsleitungen aus einer Scheibe (28) besteht, die auf einer durch das Federhaus durchgehenden Welle (27) befestigt ist.
7. Apparat nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Amtsschalter beim Auflegen des Hörers durch eine in ihrer Längsrichtung bewegliche Stange (32) ausgelöst wird, die auch zum Auslösen der Tasten (38) (Amtstaste, Nebenstellentaste) dient.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DESCH66375D 1922-11-18 1922-11-18 Fernsprechanlage mit mehreren untereinander und mit Amtsleitungen verkehrenden Sprechstellen Expired DE445877C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
USD294021S (en) 1986-12-08 1988-02-02 A G Edwards & Sons, Inc. Combination telephone handset and its stand with loud speaker

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USD294021S (en) 1986-12-08 1988-02-02 A G Edwards & Sons, Inc. Combination telephone handset and its stand with loud speaker

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