DE44555A - Ventilanordnung zur Vorwärmung des Zündgemenges bei Petroleumkraftmaschinen. Dr - Google Patents
Ventilanordnung zur Vorwärmung des Zündgemenges bei Petroleumkraftmaschinen. DrInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um das Zündgemenge bei Petroleum kraftmaschinen vor seinem Eintritt in die Zündkammer
vorzuwärmen und dadurch die Zündung zu erleichtern, dienen die nachbeschriebenen
Einrichtungen. Diese Vorwärmung des Zündgemenges, welches der Arbeitskammer
entnommen werden mag, geschieht in einem die Zündkammer K und die Zündflamme f
umgebenden Mantelraum MM1 in Fig. 1 , 2
und 4, durch welchen das Zündgemenge strömt, ehe es in die Zündkammer eintritt.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Ventilzündung, welche im wesentlichen mit der im Patent
No. 33675 beschriebenen Schieberzündung übereinstimmt, besteht aus der Zündkammer K mit
einer durch richtig bemessene Oeffhungen mit K fortwährend verbundenen Vorkammer i
nebst dem äufseren gesteuerten Schlufsventil v,
der selbsttätigen Klappe c und der Zündflamme f. Die Explosion in K erfolgt durch
Schlufs von ν und überträgt durch Aufstofsen der Klappe c die Zündung in die Arbeitskammer
A.
Die Leitung des Zündgemenges in den Mantelraum MM1 kann nun gesteuert werden
oder selbstthätig erfolgen; in beiden Fällen kann der Eintritt des Zündgemenges aus dem
Mantelraum in die Zündkammer selbstthätig durch ein Rückschlagventil o, Fig. 1 und 2,
erfolgen, welches durch das im Mantelraum vorhandene comprimirte Gemenge behufs Durchlasses
in die Zündkammer gehoben und durch die in der Zündkammer erfolgende Explosion geschlossen wird; ein nach unten hängendes
Kläppchen 0, Fig. 1, wie es auch in Fig. 5 dargestellt ist, verlangt zu seiner Hebung oder
Schliefsung eine geringere Druckdifferenz, als das in Fig. 6 dargestellte gewöhnliche, nach
oben zu hebende Ventil.
Die selbstthätige Leitung des Gemenges aus der Arbeitskammer in den Mantelraum M M1
ist in Fig. 1 dargestellt. Die Zuleitung in den Mantelraum durch den Kanal η erfolgt während
der Compressionsperiode durch das mit dem Zündkläppchen c verbundene Kläppchen
oder Ventilchen e, welches letztere schliefst, wenn das erstere öffnet, und umgekehrt. Das
Zündkläppchen c und das Ventilchen e müssen aber so eingerichtet sein, dafs das erstere im
Zustande der Ruhe, d. h. wenn kein Luftdruck auf beide einwirkt, auf seinen Sitz niederfällt,
d. h. der Schwerpunkt mufs unter dem Drehpunkt liegen. Das Ventilchen e braucht nicht
aus einem Metallstück mit Kläppchen c zu bestehen und kann nach Fig. 7 mit dem letzteren
durch eine leichte Ventilspindel verbunden sein.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtungen bei der Ott ο'sehen Viertaktmaschine ist folgende:
Da das gesteuerte Zündventil ν nur während der Compressionsperiode offen ist und am
Ende derselben schliefst, so wird beim Ansaugen ein wenig Gemenge aus dem Mantelraum
M Af1 zurück in den Cylinder gesaugt
und dadurch e geöffnet, dann während der Compression, wo c geschlossen und e offen
Claims (2)
- ist, das Gemenge aus dem Cylinder durch den Mantelraum in die Zündkammer K strömen, in welcher letzteren bei Schlufs von ν die Explosion erfolgt, durch welche das Zündkläppchen c aufgestofsen, das Ventilchen e ge schlossen wird, so dafs die im Arbeitscylinder dann erfolgende Explosion das Ventilchen e geschlossen hält, letzteres auch während des Auslasses geschlossen bleibt. Das Ventilchen e kann mit dem Zündkläppchen c auch so verbunden sein, dafs der Schwerpunkt beider über dem Drehpunkt liegt, und dieser Schwerpunkt, sei es durch Steuerung oder durch den wechselnden Luftdruck, von einer Seite zur anderen oder von der anderen auf die eine verschoben wird, das Festandrücken auf den jeweiligen Sitz dann durch den Luftdruck erfolgt. 'Der Durchlafs des Gemenges aus der Arbeitskammer in den Mantel AI AI1 kann durch ein Schieberchen mit den nöthigen Bohrungen erfolgen, welches Schieberchen von der Steuerstange des Zündventils auf- und abgeschoben wird; dies ist ohne Zeichnungen verständlich.Die gesteuerte Leitung des Gemenges aus der Arbeitskammer in den Mantelraum AI AI1 durch ein von der Maschine bewegtes Ventil mit selbsttätigem Einlafs des Gemenges in die Zündkammer ist in Fig. 2 dargestellt. Die in das Zündventilkästchen eingesetzte Büchse t dient unten als Ventilsitz für den Doppelkonus e e\ dessen nach oben gerichtete Spindel in der Büchse t dicht, wenn nöthig. oben mit Stopfbüchse abgedichtet, auf- und abgleitet; der nach unten gerichtete Konus des Doppelventils hat seinen Sitz in dem Zündventilkästchen, welches am Ventilsitz mit einer Bohrung η zur Arbeitskammer und einer solchen zum Zündkammermantel versehen ist. Die Spindel des Doppelkonus ist, wie aus der Figur er- ! sichtlich, mit Feder versehen, durch welche die Spindel mit Doppelkonus nach oben gezogen wird, und so mit der Ventilstange / des Zündventils ν verbunden, dafs ν mit c el sich auf- und abwärts bewegt, dafs also mit Schluis des Ventils v, wodurch die Explosion in der Arbeitskammer erfolgt, die Verbindung i dieser letzteren mit dem Mantelraum M AI] geschlossen ist. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung bedarf keiner weiteren Erklärung.Die gesteuerte Leitung des Gemenges in den Mantelraum und aus diesem in die Zündkammer kann auch durch einen um seine Achse drehbaren Hahnkonus mit zwei Bohrungen, zum Mantelraum und aus demselben zur Zündkammer, erfolgen; dieser Hahnkonus mag nach Fig. 3 zwischen Zündkammer K und Arbeitskammer senkrecht oder wie immer angeordnet sein; seine Drehung kann durch Hebelmechanismen oder durch ein in Fig. 3 sichtbares Gewinde w mit hoher Steigung mittelst dazu passender Mutter erfolgen; der Hahnkonus mufs aber wegen des Wärmewechscls einen stumpferen Kegel bilden, als bei gewöhnlichen Hähnen üblich ist. Im übrigen mag der Mechanismus aus der Fig. 3 ersehen werden.Um die Zündflamme f mit Petroleum zu speisen und dabei das Rufsen durch bessere Verbrennung zu vermeiden, ist im Kamin der Flamme f ein kräftiger Luftzug nach oben erforderlich. Dieser wird aufser durch die Wärme noch durch ein im Innern des Kamins nach oben gerichtetes Ausblaserohr 7, Fig. 1 und 2, welches mit dem Ausblasetopf der Maschine verbunden ist, erzeugt und der Luftstrom durch einen an diesem Injector angebrachten Hahn regulirt.Wenn die in und aus dem Mantelraum MM1 führenden Ventile nicht dicht schliefsen, so schlägt die Explosion aus der Arbeitskammer oder aus der Zündkammer in das Gemenge des Mantelraumes, und der Explosionsdruck der Zündkammer und des Mantelraumes geht durch ο und c in die Arbeitskammer. Man kann auch das Ventilchen ο absichtlich weglassen , so dafs die Zündkammer und der Mantelraum einen einzigen, gleichviel wie geformten Raum bilden; in diesem Falle geht das Gemenge während der Compressionsperiode aus der Arbeitskammer A durch den Kanal η in den Mamelraum AIM1 und aus diesem in die Zündkammer A.", in welcher das Gemenge, nachdem es in der Vorkammer i an der Flamme / sich entzündet hat, mit Schluis des Ventils ν in der Zündkammer und im Mantelraum zur Explosion gelangt, die durch das Kläppchen c mit groiser Kraft in die Arbeitskammer schlägt.Diese Einrichtung ist aus den Zeichnungen, Fig. ι und 2, mit W7eglassung von Ventil 0 oder Kläppchen c verständlich.Pat ε ν τ-A ν s ρ rüc η ε:ι. Bei Petroleumkraftmaschincn zur Vorwärmung des der Arbeitskammer A entnommenen Zündgemenges in einem die Zündkammer K, in welcher eine Vorexplosion zur Zündung des in A verdichteten Gemenges erfolgen soll, und den Zündflammenraum umgebenden Mantelraum MM1 die Anordnung von Abschlufsventilen zwischen A und Ä', zwischen K und MM1 und in dem A mit M M1 verbindenden Kanal.
- 2. Bei der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Einrichtung die Anordnung des Ventils zwischen K und MMx als Rückschlagventil oder Klappe O, welches den Ein-tritt des angewärmten Gemenges aus MM1 in K ermöglicht, bei eintretender Vorexplosion aber sich selbstthätig schliefst.
Bei der durch Anspruch 2. gekennzeichneten Einrichtung die Verbindung der beiden Ventile zwischen A und K und zwischen A und M M1 mit selbsttätiger Wirkung in solcher Weise, dafs das eine Ventil geöffnet wird, wenn das andere sich schliefst.Bei der durch Anspruch 2. gekennzeichneten Einrichtung die Anordnung einer von der Maschine aus bewirkten Steuerung des Ventils zwischen A und K.Hierzu ι Blatt .Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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