DE44299C - Vorrichtung zur Bestimmung des Streichens der Schichten in Bohrlöchern - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung des Streichens der Schichten in Bohrlöchern

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DE44299C
DE44299C DENDAT44299D DE44299DA DE44299C DE 44299 C DE44299 C DE 44299C DE NDAT44299 D DENDAT44299 D DE NDAT44299D DE 44299D A DE44299D A DE 44299DA DE 44299 C DE44299 C DE 44299C
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Germany
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compass
drilling
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DENDAT44299D
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KÖBrich, Königlicher Ober-Berginspector in Schönebeck
Publication of DE44299C publication Critical patent/DE44299C/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B47/00Survey of boreholes or wells
    • E21B47/02Determining slope or direction
    • E21B47/026Determining slope or direction of penetrated ground layers

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau.
An die Belastungsstange α in Fig. 1 mit Leitung bei a' ist bei a" ein einfacher Bohrmeifsel a'" mit Konus und Keil angeschlossen.
Nach oben hin befindet sich auf der Belastungsstange. ebenfalls durch Keilverschlufs bei b" befestigt, die gewöhnliche Ocynhausensche Rutschscheere bb'b". '
Auf der Rutschscheere sodann ist bei c, wie- i der mit Keilverschlufs, der Rothgufskörper c' befestigt, welcher bei c" ein Gewinde zum Anschlufs an ein gewöhnliches Gestänge trägt.
Das letztere kann massives oder Hohlgestänge sein und reicht bis zu Tage.
Der Rothgufskörper ist eine aus dem Massiven hergestellte, cylindrisch ausgebohrte Kapsel mit dem fein eingeschliffenen konischen Verschlufsstopfen d. Ist der Stopfen aufgesetzt und die Schraubenmutter d' d' aufgeschraubt, so ist der innere Hohlraum der Kapsel gegen das Eindringen von Wasser selbst bei sehr bedeutendem Druck gesichert.
Im Innern der Kapsel, also unter durchaus wasserdichtem Verschlufs, ruht nun bei e ein Compafs, Fig. 2, mit Vorrichtung f zum Arretiren der Compafsnadel. Der Compafs ist in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Das Arretiren geschieht dadurch, dafs der Stift s um etwa 50 nach rechts gedreht wird. Es löst sich dann der kleine Hebel s s' s", welcher während des Freispielens der Magnetnadel die Arretirfeder_/y niedergehalten hat, und die letztere drückt dann die Nadel gegen die Glasplatte, welche den Compafs deckt, und hält sie in dieser Stellung fest.
Das Drehen des Stiftes s zum Zweck der Arretirung der Magnetnadel geschieht durch eine Spindeluhr h, Fig. 5, welche an einer der Achsen ihres Triebwerkes einen Flügel i tragt. Die Uhr ist so eingerichtet, dafs man den Flügel i nach einer vorher bestimmbaren Zeit ■ zum Ausrücken des Stiftes s bringen kann. Die Uhr, welche bei g in Fig. 4 eine Glasplatte trägt, um das Triebwerk gelegentlich beoachten zu können, liegt in einem besonderen Gestell, Fig. 5, mit dem Compafs zusammen, und es mufs der Flügel z, indem er sich mit der Achse des Uhrwerkes wendet, jedesmal den Stift s der Arretirung des Compasses treffen. Eine kleine Kreiseintheilung A-A-, Fig. 4, um die Achse des Triebwerkes bezeichnet, dafs der Flügel, um sich von einem Strich bis zum anderen zu bewegen, jeweilig eine Stunde Zeit gebraucht.
An dem kleinen Gestell, in welches Uhr und Compafs in tester unabänderlicher Lage eingesetzt sind, befinden sich zur Seite vier Nasen nn, Fig. 4, welche in die entsprechenden Vertiefungen der Rothgufsbüchse c' passen.
Bei dieser Anordnung ist es wesentlich, dafs die Schneide des Bohrmeifsels a''' am unteren Theil des Apparates genau in einer Verticalebene mit der 1 2-Uhrlinie des Compasses liegt, und dafs ferner die kleine Aussparung χ an der unteren Meifselkante auf derjenigen Seite sich befindet, wo Nord in der Compafsbüchse angemerkt ist.
Um nach dieser Seite hin Fehler beim Zusammensetzen des Apparates zu vermeiden, sind die Schraubenverbindungen sämmtlieh vermieden und lediglich Keilverschlüsse angewendet.
Man verfährt beim Beobachten in folgender Weise:
Der Apparat wird nach Fig. ι zusammengestellt und in das Bohrloch bis in die Nähe des Bohrortes niedergelassen. Die Compafsnadel spielt beim Niederlassen frei und die arretirende Uhr ist so gestellt, dafs die Arretirung des Compasses eintritt, nachdem man etwa 15 Minuten lang mit dem Apparat vor Bohrort sich aufgehalten hat. Man läfst die Meifselschneide um die Entfernung von 3/4 des Bohrhebelhubes vor Ort entfernt stehen, kuppelt dann die grofse Bohrkette, an welcher das Zeug eingelassen wurde, ab, fafst das Gestänge mit dem Bohrhebel und giebt einen kräftigen Meifselschlag auf das Bohrort. Je nach den Umständen mufs man dem Aufschlagen des Meifsels vor Ort eine Planirung des Bohrorts durch einen Vollfräser vorausgehen lassen.
Der eine Schlag auf das Bohrort wird einen Strich oder Einhieb auf der Sohle des Bohrloches hervorbringen, der sich genau markirt, und zwar um so genauer, weil die Aussparung χ an der unteren Meifselkante über diesen Einhieb keinen Zweifel aufkommen läfst. Der Stofs beim Aufschlagen des Meifsels stört den Compafs nicht, weil der letztere sich im Obertheil der Rutschscheere befindet, welcher von dem Stofs bekanntlich nicht betroffen wird. Nachdem man hierauf den Apparat so lange vor Ort hat in dem Einhieb stehen lassen, bis der Compafs arretirt worden ist, holt man sogleich, unbekümmert um etwaige Gestängedrehungen, auf, öffnet die Rothgufsbüchse c und notirt die vom Compafs angezeigte Stunde. Sodann läfst man eine gewöhnliche Diamantkrone ins Bohrloch, bohrt vor Bohrort einen Kern auf gewöhnliche Weise und holt ihn auf. Der Kern zeigt dann am oberen Ende nach Fig. 6, welche ein Bild desselben nach dem Abbohren geben soll, die vom Meifselschlag herrührende Marke. Wenn man nun den freispielenden Compafs auf den Kern so hält, dafs die 12-Uhrlinie in die Richtung der Marke fällt, wobei Nord gegen die Seite der gleichfalls markirten Aussparung χ zu richten ist, und Kern sammt Compafs so wendet, bis die Magnetnadel die vorher notirte Compafsstunde zeigt, so hat man unzweifelhaft die Lage des Kernes so, wie sie in natura vor dem Herausbohren gewesen ist, und kann hiernach Einfallen und Streichen der Gebirgsschichten im Bohrloch direct abnehmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Beim Gestängebohren die Anordnung eines Compasses (Fig. 2) und einer Uhr (Fig. 4), deren Dreharm (i) die Arretirvorrichtung (sf) der Compafsnadel zur Wirkung bringt, in der Rutschscheere und einer Marke (x) in der Schneide des Bohrmeifsels, zu dem Zwecke, durch Fallenlassen des Meifsels, selbstthätige Arretirung der Compafsnadel, Herausbohren und Abbrechen eines Kernes das Streichen der Schichten an der Bohrlochssohle kenntlich zu machen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DENDAT44299D Vorrichtung zur Bestimmung des Streichens der Schichten in Bohrlöchern Expired - Lifetime DE44299C (de)

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