DE44278C - Selbsttätige Bremsvorrichtung für Fuhrwerke und Geschützprotzen - Google Patents
Selbsttätige Bremsvorrichtung für Fuhrwerke und GeschützprotzenInfo
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- DE44278C DE44278C DENDAT44278D DE44278DA DE44278C DE 44278 C DE44278 C DE 44278C DE NDAT44278 D DENDAT44278 D DE NDAT44278D DE 44278D A DE44278D A DE 44278DA DE 44278 C DE44278 C DE 44278C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C7/00—Braking mechanisms and brake control devices specially adapted for animal-drawn vehicles
- B62C7/04—Automatic brake control devices
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T7/00—Brake-action initiating means
- B60T7/12—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
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- B60T8/18—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle weight or load, e.g. load distribution
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Sattlerei und Wagenbau.
Das Neue an dieser Bremsvorrichtung besteht darin, dafs durch dieselbe das betreffende Fuhrwerk
nach Mafsgabe seiner Belastung bezw. seiner Gesammtschwere, sowie nach Mafsgabe
der Gröfse des Weggefälles selbsttätig mehr oder minder stark gebremst wird. Ebenso löst
sich die Bremse auch wieder selbstthätig, sobald das Fuhrwerk angezogen wird.
Die Bremsvorrichtung selbst ist in Fig. 1 bis 3, an einem Fuhrwerk angebracht, schematisch
zur Darstellung gebracht, während Fig. 4 bis 6 verschiedene Ausführungen derselben zeigen und
Fig. 7 bis yb deren Anwendung bei einem Geschütz vor Augen führen.
Auf den Drehscheiben C, die mit der Deichsel des Wagens in Verbindung stehen
(Fig. ι bis 3) bezw. auf dem Achsenstock T (Fig. ι a und 1 b) ist das Winkeleisen E, welches
auch durch U-Eisen ersetzt werden kann, fest angebracht.
Unmittelbar über dem Eisen E ist unter dem Wagenboden bezw. der Wagenpritsche
an entsprechender Stelle das Eisen D angebracht. Beide Eisen D und E sind durch die
mittelst der Schiene α (s. Fig. ia) in Verbindung
gebrachten Gelenkstücke A und entsprechende Gelenke mit einander verbunden,
womit auch zwischen der Vorderachse und den übrigen Wagentheilen eine Verbindung erzielt ist.
Mit dem Stück E steht durch die Stange F
der Bremsklotz B in Verbindung, welcher mittelst einer Gelenkstange g unter dem Wagen
aufgehängt ist (Fig. 1 bis 3). Die Wagenpritsche, auf welcher die durch Q. angedeutete
Belastung ruht, steht dagegen mit den Hinterrädern bezw. mit der hinteren Achse in fester
Verbindung, so dafs erstere an der Vorwärtsbewegung bezw. an dem Stillstande der letzteren
stets Theil nehmen mufs.
Auf ebenem Wege befinden sich sämmtliche genannten Theile in der durch Fig. 1 gezeichneten
Stellung, in welcher die Bremse sich aufser Thätigkeit befindet.
Tritt dagegen der Wagen auf einen abschüssigen WTeg (Fig. 2 und 3), so drückt
dessen Belastung naturgemäfs nach vorn, so dafs sich, während der Vorderwagen an einem
zu raschen Voreilen durch das Zugvieh gehindert wird, der Hinterwagen mit der belasteten
Pritsche nach vorn schiebt, wobei sich der zwischen den Vorder- und Hinterrädern
bestehende Abstand vermindert und die Hinterräder fest gegen die mit dem Vorderwagen
durch die Stange F verbundenen Bremsklötze B gedrückt werden, womit die beabsichtigte Bremswirkung
hervorgebracht ist.
Ebenso wird der Wragen auch bei plötzlichem
Stillstand gebremst, indem sich hierbei der Hinterwagen mit der Pritsche gegen den
zuerst in Ruhe tretenden Vorderwagen schiebt, wodurch die Hinterräder fest gegen die Bremsklötze
B gedrückt werden und hiermit ein Bremsen verursachen. Es werden hierdurch
die für das Zugvieh so sehr nachtheiligen Nachstöfse vermieden bezw. wesentlich vermindert.
Beim Anzüge des Wagens öffnet sich die Bremse von selbst, da jetzt zunächst die
Vorderräder vorgezogen werden, infolge dessen sich die Bremsklötze von den Hinterrädern
entfernen.
Claims (1)
- Mittelst des Hebels H kann die Bremse in ! jeder Stellung festgestellt bezw. im Nothfalle selbst gebremst werden, z. B. durch Anhangen des Zügels, indem man das Pferd ein wenig ! zurückzieht und den Zügel einhängt. Wenn das Pferd vorwärts will, zieht es die Bremse j mit den Zügeln an. will es rückwärts, so ge- ! schiebt das Bremsen durch den Vorderwagen, jDa indefs dieser Hebel auch durch andere Vorrichtungen ersetzt werden kann, so bildet derselbe keinen wesentlichen Bestandtheil der als neu beanspruchten Construction.Wie aus den Fig. 4 bis 6 ersichtlich, kann : die Verbindung zwischen den Stücken D und E auf verschiedene Weise erreicht werden, wie ! auch durch verschiedene Anbringung der Bremsklotze an jeder Stelle des Hinter- oder Vorderwagens gebremst werden kann.Fig. 4 zeigt das einfache Gelenkstück A, wie es bei der eben besprochenen Construction Fig. ι bis 3 angewendet ist.Bei Fig. 5 ist das Stück A durch das oben mit einem Schlitz versehene Stück Al ersetzt, während bei Fig. ja, ib und 6 zur Vermeidung von grofser Reibung noch zwei Rollen 7? angebracht sind, die oben und unten auf Bahnen S laufen und sich um die gemeinsame Achse b, die in den Gelcnkstücken A fest gelagert ist, drehen. Sämmtliche drei Constructionen kommen auf denselben Grundgedanken hinaus und unterscheiden sich nur in der Form ihrer Ausführung.Fig. 7, 7 a und 7 b endlich zeigen die Bremsvorrichtung an einem Geschütz angebracht.Diese Vorrichtung unterscheidet sich zwar in constructive!· Hinsicht etwas von der zuerst besprochenen, beruht aber mit derselben auch : auf demselben Grundgedanken. 'Hinter der Achse des Protzkastens ist die Welle W in den Lagern Z-1 drehbar gelagert. In Mitte der Welle ist eine Platte P an diese angeschmiedet oder auf sonst eine Weise be-...
festigt, mit welcher mittelst Schrauben die gleichgestaltete Platte P1 (Fig. 7 b) mit dem Haken K in feste Verbindung gebracht ist. jAuf den Enden der Welle sind die Hebel L fest angebracht, die durch entsprechende Gelenke und Gelenkstangen N mit den Bremsklötzen B in Verbindung gebracht sind (Fig. 7), während letztere mittelst der Stangen Z an den Protzkasten angehängt sind.In den Haken K wird das Geschütz bei der Fortbewegung mit dem Lafettenschwanz eingehängt.Kommt nun das Geschütz mit der Protzeauf abschüssigen Weg, so wird letztere durch die Bespannung in gleicher Weise, wie vorhin die Vorderwagen, an einem Voreilen gehindert, während das Geschütz selbst auf der geneigten Ebene eine beschleunigtere Bewegung annimmt. Hierbei drückt der in den Haken eingehängte Lafettenschwanz gegen letzteren, wodurch die mit diesem verbundene Welle W zu einer theilweisen Drehung veranlafst wird, die in der Richtung des in Fig. 7 b eingezeichneten Pfeiles erfolgt. Hierdurch werden nun aber die mit der Welle W durch die Hebel L und die Gelenkstangen N in Verbindung gebrachten Bremsklötze B fest gegen die Räder der Protze gedrückt und hierdurch ein Bremsen hervorgerufen.Tritt das Geschütz wieder auf ebenen Weg, so bleibt es zunächst etwas zurück, wodurch eine theihveise Drehung der Welle W von vorn nach hinten und hierdurch eine Entfernung des Bremsklotzes von dem Rade herbeigeführt wird, womit natürlicherweise auch das Bremsen aufhört.P A T ]■ N T - A N S P R Π C H :Eine nur beim ßergabfahren in Wirksamkeit tretende selbsttätige Bremsvorrichtung für Fuhrwerke und Geschützprotzen, bestehend:a) in der Verbindung der Vorderachse des Wagens mit dem übrigen Theile desselben durch Gelenkstücke A (Fig. 1 bis 4), M (Fig. 5), R (Fig. ia, ib und 6) in der Weise, dafs sich, je nachdem der Weg ein abschüssiger oder ebener wird, der zwischen Vorder- und Hinterachse bestehende Abstand verringert oder vergröfsert, wodurch Bremsklötze B gegen die Räder des Wagens angedrückt oder von diesen entfernt werden (Fig. ι bis 6), oderb) in der Verbindung der Geschützlafette mit der am Protzkasten drehbar gelagerten W7elle W durch den Haken K in der Weise, dafs bei abschüssigem Wege durch Voreilen des Geschützes der Protze gegenüber die Welle W zu einer theilweisen Drehung veranlafst wird, welche durch Hebel L und Gelenkstangen N auf Bremsklötze B übertragen , diese veranlassen, sich gegen die Räder der Protze zu legen und so zu bremsen, während, wenn das Geschütz wieder auf ebenen Weg tritt, die Welle W eine der vorigen entgegengesetzte Drehung macht, in deren Folge sich die Bremsklötze wieder von den Rädern entfernen (Fig. 7 bis 7b).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.BiüKLIN GL!na'CKl IN DL"1<
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT44278D Expired - Lifetime DE44278C (de) | Selbsttätige Bremsvorrichtung für Fuhrwerke und Geschützprotzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6371248B1 (en) | 1998-12-14 | 2002-04-16 | Inventio Ag | Drive unit for elevators |
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- DE DENDAT44278D patent/DE44278C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US6371248B1 (en) | 1998-12-14 | 2002-04-16 | Inventio Ag | Drive unit for elevators |
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