DE44239C - Neuerung an Beackerungsmaschinen - Google Patents
Neuerung an BeackerungsmaschinenInfo
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- DE44239C DE44239C DE188744239D DE44239DD DE44239C DE 44239 C DE44239 C DE 44239C DE 188744239 D DE188744239 D DE 188744239D DE 44239D D DE44239D D DE 44239DD DE 44239 C DE44239 C DE 44239C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B9/00—Ploughs with rotary driven tools
- A01B9/003—Ploughs with rotary driven tools with tools on horizontal shaft transverse to direction of travel
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirthschaftliche Geräthe.
OSCAR MARTH in WIEN. Neuerung an Beackerungsmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1887 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine, durch deren Vorwärtsbewegung eine Anzahl
an einer Welle sitzender Pflugschare durch Drehung dieser Welle in den Boden eingetrieben
werden, welche Pflugschare die Erde heben und sie wendend, wie dies bei einem Pflug geschieht, seitlich abwerfen.
Die Maschine besitzt zu beiden Seiten zwei Fahrräder a, welche fest auf ihrer Achse al
aufgekeilt sind und beim Vorwärtsziehen der Beackerungsmaschine durch das Zugthier infolge
ihrer Reibung an dem rauhen Ackerboden in langsame Drehung gesetzt werden. Diese Drehung wird mittelst der Zahnräder ede
auf die Achse c1 der Maschine übertragen, auf
welcher Achse das Schaufelrad g sitzt. Das letztere ist aus Stahl gebildet und besitzt eine
Anzahl Schaufeln g1, welche pflugscharartig
geformt sind, an ihrer mehr nach der Nabe gelegenen Fläche schraubenförmig abgewunden
sind, Fig. 7, und bei ihrer Drehung langsam in den Boden eindringen, unter Hinzuziehung
der Vorwärtsbewegung der ganzen Beackerungsmaschine den Boden losbrechen, emporheben
und gleichzeitig etwas drehen.
Um die Tiefe des Eindringens des Schaufelrades reguliren zu können, ist eine Stellvorrichtung
an dem Apparat vorgesehen, welche in folgender Weise functionirt: Die Räder ede,
welche an beiden Seiten der Beackerungsmaschine angeordnet sind, sitzen in den Armen/1
der Winkelhebel/1/2; der Arm/2 bildet eine Traverse, in deren Mitte eine mit
Handrad /4 versehene Schraube / angeordnet
ist, welche in eine Stellmutter /5 greift. Die Stellmutter /5 ist drehbar in dem eisernen
Rahmen b der Maschine befestigt. Die Winkelhebel f1/2 sind um die Fahrradachse α1 drehbar.
Indem man mittelst des Handrades f^ die Schraube f in die Stellmutter fs hinein-
oder aus derselben herausschraubt, werden die Arme /' gehoben oder gesenkt und dadurch
das Schaufelrad mehr oder weniger aus dem Boden gehoben bezw. in denselben gedrückt.
Die Schaufeln gl des Schaufelrades g sitzen
einseitig an ihrer gemeinschaftlichen Nabe, so dafs ein schmiedeisernes Abfallblech i in den
von der Schaufelradnabe und den Schaufeln gl gebildeten Hohlraum greifen kann. Dieses
f d
Blech welches auf der Achse a1 und cl
sitzt, dient dazu, die von den Stahlschaufeln g1
gehobene und von denselben nach vorn abgeworfene Erde seitlich abzuführen, so dafs die
Erde selbst in der Weise wie beim bekannten Pflug gewendet wird. Dieses Streichblech i
ist in den Fig. 6 bis 9 in verschiedenen Schnitten und Ansichten sowie in Verbindung
mit einer Schaufel gezeichnet. Fig. 6 zeigt die Ansicht dieses Streichbleches i, von der Schaufel
aus gesehen, Fig. 7 eine Ansicht von oben und gleichzeitig die Schaufel in einer Stellung,
bei welcher der abgestochene Erdblock von der Schaufel abfallen und auf das Streichblech
fallen würde. Fig. 8 ist ein Querschnitt durch das Streichblech. Fig. 9 stellt eine Ansicht
des Streichbrettes von vorn dar. Wie man aus Fig. 7 und 8 erkennt, hat das Streichblech
unten bei i' einen vorstehend muldenförmig angeordneten Ansatz, welcher dazu
dient, das von den Schaufeln gx gehobene Erdreich abwärts zu führen. Die Schau-
fein gx bilden, wie beschrieben, Schraubenflächen,
welche dem Erdreich Gelegenheit geben, abwärts zu gleiten und sich gleichzeitig etwas
zu drehen. Der somit etwas gedrehte gehobene Erdblock fällt auf das Streichblech i,
welches infolge der gezeichneten Gestalt das eigentliche Wenden des Erdreichs verursacht.
Um den Schaufeln gl die Arbeit des Abschneidens
des Erdreichs nach Möglichkeit zu erleichtern, ist an dem Vordergestell der Beackerungsmaschine
ein dreischneidiges Abschneidemesser m vorgesehen, welches beim
Vorwärtsbewegen der Maschine das Erdreich vorher abschneidet, also das Abtrennen in
senkrechter Linie ausführt, um so den Schaufeln g·1 nur den gelockerten Boden auswerfen
zu lassen.
Um die Zahnräder vor Beschädigungen durch herabfallende Erde zu schützen, sind dieselben
mit Kappen h überdeckt; aufserdem ist die Maschine in bekannter Weise mit Deichselstange
/ und Anspannwaage Ar versehen.
Die Maschine arbeitet in der Weise, dafs sie, beim Vorwärtsziehen durch zwei kräftige
Thiere in Bewegung gesetzt, infolge der Reibung der Fahrräder α die Schaufeln gl drehen,
welche theils durch ihre eigene Schwere, theils durch das Gewicht der ganzen Maschine, welch
letzteres ca. 200 kg ausmacht, in den Erdboden eindringen, das abgestochene Erdreich
auf das Streichbrett heben, wo es, umgewendet, wieder zu Boden fällt. Die Drehung der Schaufeln
erfolgt in dem gleichen Sinne wie die der Laufräder, wodurch ein leichter Gang der Maschine
erreicht ist.
Die Maschine soll zum Umgraben des Ackers, zum Behacken und Anhäufeln der Pflanzen etc.
verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Beackerungsmaschinen die gleichzeitige Anwendung der das abgeschnittene Erdreich aufgreifenden Schaufeln gl des Schaufelrades g-, welche Schaufeln abgebogene Schraubenflächen g2 besitzen, und des mit muldenförmigem Ansätze il versehenen Streichbretts i, um den ausgehobenen Erdboden zu wenden und nach der Seite abzuwerfen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE44239T | 1887-08-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44239C true DE44239C (de) | 1888-08-09 |
Family
ID=34558572
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188744239D Expired DE44239C (de) | 1887-08-31 | 1887-08-31 | Neuerung an Beackerungsmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44239C (de) |
-
1887
- 1887-08-31 DE DE188744239D patent/DE44239C/de not_active Expired
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