DE44182C - Autographische Presse - Google Patents

Autographische Presse

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Publication number
DE44182C
DE44182C DENDAT44182D DE44182DA DE44182C DE 44182 C DE44182 C DE 44182C DE NDAT44182 D DENDAT44182 D DE NDAT44182D DE 44182D A DE44182D A DE 44182DA DE 44182 C DE44182 C DE 44182C
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DE
Germany
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cylinders
cylinder
autograph
press
preparation
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44182D
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English (en)
Original Assignee
TH. reiner in Leipzig, Goethestrafse
Publication of DE44182C publication Critical patent/DE44182C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/30Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for lithography

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Duplication Or Marking (AREA)
  • Printing Methods (AREA)
  • Impression-Transfer Materials And Handling Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in Fig. 1 bis 8 dargestellte Maschine zeigt in ihrer Anordnung anderen autographischen Pressen gegenüber wesentliche Abweichungen, die hauptsächlich darin bestehen, dafs zwei nicht metallene Cylinder verwendet werden, die mittels besonderer Vorrichtungen mit Präparat und mit Druckfarbe versehen, sowie überhaupt für den Druckprocefs eigenartig behandelt werden.
Fig. ι zeigt einen Grundrifs der Maschine und
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch dieselbe. · ■ ■
Fig. 3 ist eine Seitenansicht, während in
Fig. 4 bis 8 Einzeltheile dargestellt sind.
Die beiden glatt polirten Cylinder A und B sind aus Pockholz, mattgeschliffenem Hartglas, Porcellan oder anderem ähnlichen Material, und werden die Oberflächen dieser Cylinder zur Aufnahme der Originalschrift, Zeichnung u. s. w. mit verdünnter Salpetersäure überstrichen. Ebenso werden die das Original tragenden Papiere auf der Rückseite mit verdünnter Salpetersäure befeuchtet. Nach erfolgter Uebertragung .der Schriftzüge auf die Walzenumfänge erfolgt die Bestreichung der Cylinder mit einem aus verdünnter Phosphorsäure, Gummi arabicum und Tannin hergestellten Präparat, welch letzteres die Eigenschaft hat, die Schriftstellen fest und für die Farbe annehmbar- zu machen, wohingegen die schriftfreien Stellen mit einem Präparat aus Eisenvitriol, Kreosot, Gummi arabicum und einer starken Lösung von Chlormagnesium bestrichen werden. Die Walze der Anfeuchtvorrichtung wird dann mit letzterer Mischung getränkt.
Das Einschwärzen der Schriftzüge geschieht durch ein Farbwerk, welches aus einem Farbebehälter D besteht, dessen Boden mit Schlitzen oder Löchern versehen ist und in dessen Innern sich eine grofse Zahl Metallkugeln (Fig. 7) befinden, welche unter einander die Farbe verreiben und in kleinen Mengen an die unter dem Behälter befindliche Vertheilwalze K abgeben, indem sie zum Theil aus den Schlitzen des Behälters D herausragen und hierbei mit der von Farbe benetzten Stelle die Walze K berühren. Durch Drehung der letzteren werden die Kugeln ebenfalls gedreht, und. erfolgt dadurch eine Abgabe der Farbe von Kugel zu Kugel. Um das Farbwerk nicht durch den Reibungsdruck der Auftrage walzen EE1 am Druckcylinder zu bewegen, ist ein besonderer Schnurantrieb von Achse B auf Achse C angeordnet (Fig. 3).
Die Vertheilung der Farbe geschieht bei den unteren Walzen bezw. dem Cylinder B nicht mittels Kugeln, sondern durch Anordnung einer feststehenden Achse J, welche von einer Lufahfaserschicht und diese wiederum von einer rundlaufenden, mit Schlitzen und Oeffnungen versehenen Hülse umgeben ist.
Die Lufahschicht ist mit Farbe getränkt und die elastischen Fasern treten durch die Schlitze und Oeffnungen der Hülse hindurch, wobei die Farbe auf die Vertheilwalzen gebracht wird. Die letzteren erhalten nicht allein eine drehende, sondern auch in der Längsrichtung ihrer Achse eine verschiebende Bewegung, was mittels Excenter χ (Fig. ι) bewirkt wird. Um ferner die
an Cylindern A und B anliegenden Farbauftragwalzen in ihrer Bewegung auf den Cylinderumfang regeln zu können, sind dieselben in federnden Bügeln S gelagert, deren Stellung zu einander und zum Cylinderumfang durch Anschrauben bezw. Losschrauben der elastischen Bügel S geregelt wird.
In gleicher Weise wie die Farbevertheilung eigenartig bewirkt wird, geschieht auch die Vertheilung des Präparates, welches die schriftfreien Stellen von der Farbe freihalten soll. Zu diesem Zwecke ist eine Hülse P angeordnet, die mit einem Längsschlitze versehen ist und in welcher eine mit Filz überzogene rotirende Gummiwalze sich befindet. Die Filzwalze wird mit dem vorhergenannten Anfeuchtungspräparat, Eisenvitriol, Kreosot, Gummi arabicum und einer Lösung von Chlormagnesium getränkt. Durch Drehung der Cylinder rotiren die Filzwalzen auf denselben und befeuchten somit die ganze Druckfläche. Die Hülsen sitzen an den Winkelhebeln w (Fig. 2), welche von den Federn ^ beeinflufst werden und sich je nach Erfordernifs mehr oder weniger fest gegen den Cylinder anpressen lassen.
Der Gesammtvorgang bei Wirksamkeit der Maschine ist folgender:
Die Cylinderoberflächen, welche vorher mit Benzin und dann mit Sprit rein abgerieben werden, sind mit verdünnter Salpetersäure zur Aufnahme der Negative geeignet gemacht. Die beschriebenen Originale werden, nachdem sie mit verdünnter Salpetersäure angefeuchtet sind, mit den nicht beschriebenen Seiten auf einander liegend gleichzeitig zwischen die Cylinder gebracht und somit auf beide Cylinder das Negativ übertragen. Hierauf findet die Präparirung der Cylinderoberfläche mit Hilfe der rotirenden Präparatvorrichtung statt, und es kann dann die Auftragung der Farbe und das Einführen der zu bedruckenden einzelnen Bogen oder des endlosen Papieres stattfinden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zum Vervielfältigen doppelseitiger Schriftstücke mittels Autographie, bestehend aus zwei auf einander arbeitenden Cylindern A und B, in Verbindung mit einem Farbwerk, in dessen Farbebehälter D Kugeln als Farbvertheiler wirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT44182D Autographische Presse Expired - Lifetime DE44182C (de)

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