DE44060C - Neuerung an oberschaligen Neigungswaagen - Google Patents

Neuerung an oberschaligen Neigungswaagen

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DE44060C
DE44060C DENDAT44060D DE44060DA DE44060C DE 44060 C DE44060 C DE 44060C DE NDAT44060 D DENDAT44060 D DE NDAT44060D DE 44060D A DE44060D A DE 44060DA DE 44060 C DE44060 C DE 44060C
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Germany
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balance
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Expired - Lifetime
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DENDAT44060D
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O. FLEISCHHAUER in Berlin SW., Möckernstrafse 146 III
Publication of DE44060C publication Critical patent/DE44060C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Force In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Bei den Neigungswaagen, die zu Wirthschaftswaagen mit über der Waage liegender Schale ausgebildet sind, sind umständliche Mechanismen nöthig, um die Schale parallel auf- und abzuführen.
In der hier vorliegenden Waage geschieht diese Parallelführung durch geeignete Anordnung von nur vier Schneidenpfannenachsen in sehr einfacher Weise.
Die Pfannen der Achsen r1 und p1 sind mit einander starr zu dem Parallelstück m vereinigt, und die Schale, welche einerseits mit der Pfanne in der schwebenden Waagenachse r aufliegt, ist andererseits mit der Schneide der schwebenden Achse r1 im Parallelstück m gestützt. Die Lagerachse ρ der Waage und diejenige ρλ des Parallelstückes m bilden mit den beiden schwebenden Achsen r und r1 ein Parallelogramm.
Während nun bisher in den bekannten Doppelhebelzeigerwaagen die Waage A und das Parallelstück m immer durch in besonderen Achsen gelagerte Lenkerstangen mit einander verbunden wurden, ist hier also einfach die Schalenstütze s zur Parallelverbindung unmittelbar benutzt worden; besondere Achsen sind auf diese Weise gespart worden und auch in diesen Achsen ist kein Schneidenpfannenpaar mehr nöthig, als zur Stützung der Schale sonst erforderlich wäre.
Das Parallelstück m kann beliebig seitlich, Fig. ι und 2, oder auch unter der Neigungswaage, Fig. 3, angebracht sein. Wesentlich ist für diese Anordnung nur, dafs die auf die Schale gelegte Last L0 sich — mag sie auf der Schale liegen, wo sie wolle — auf die schwebenden Achsen r und r1 derartig vertheilt, dafs der auf die Achsen r1 fallende Druck immer gegen die Schneiden gerichtet ist und er somit im Parallelstück Pfannen und Schneiden in einander drückt, hier also immer der Kraftschlufs der Elementendrehpaare vorhanden ist.
Es mufs dazu der Lastschwerpunkt immer seitlich von der schwebenden Achse r in Richtung nach der Lagerachse ρ hin untergebracht sein, die Schale also entsprechend an der Stütze angeordnet sein.
Weiter ist an der vorliegenden Neigungswaage die Aufhängedrehachse r für die Schale ν ohne Belastung tiefer als die Stützdrehachse ρ für den Waagenmomentenarm h gelegt, und zwar um so viel, dafs die Lage der durch beide Achsen bestimmten Ebene durchschnittlich um 45 Winkelgrade zum Horizont geneigt ist. Bei solcher Neigung der Achsenebene im Bewegungsanfang ist die Anfangsempfindlichkeit einer Neigungswaage gröfser, und man hat bisher von diesem Umstände noch nicht zum Vortheil für das Wägen dadurch praktischen Gebrauch gemacht, dafs man, wie hier, die Achse r tiefer legte.
Auch noch ein zweiter Vortheil für das Wägen wird durch diese tiefere Lage der Achse r erreicht. Bei Wägung kleinerer Lasten giebt die gezeichnete Waage bedeutend gröfseren Ausschlag als bei der Wägung gröfserer Lasten, und diesen verschiedenen Ausschlägen entsprechen also bei kleineren Lasten bedeutend gröfsere Scalentheillängen als bei gröfseren Lasten,, und gerade kleinere Lasten noch mit gewisser Genauigkeit auf einer Waage, die eine
grofse Maximallast zuläfst, wägen zu können, ist ein durch Neieunsswaagen noch nicht cedecktes Bedürfnifs für den Haushalt, für welchen vorliegende Waage hauptsächlich bestimmt ist.
In den Achsen p. r undp1 ist wie gewöhnlich das Schneidenpfannenpaar doppelt vorhanden, es liegt also zur Symmetrielinie x-x im Grundrifs Fig. 2 auf jeder Seite ein solches Paar.
In der Achse r1 ist das Schneidenpfannenpaar nur einmal und natürlich in der Symmetrielinie x-x liegend vorhanden. Dies hat den Zweck, dafs die Schale nur auf drei Stütz- : punkten aufliegt, also immer sicher gestützt wird. !
Die aus schmalen Stahlsireifen gebildeten. zu den Schneiden zugeschärften Querträger i im Waagengestell sind, wie in der Zeichnung zu sehen ist, schräg gestellt, und zwar in der Art, dafs der auf sie ausgeübte Druck der '■ Pfannen bei dem Maximum der Waagenbelastuns auf die Richtung der Träcerquerschnittslänge fällt. Somit wird eine Verbiegung der selbst sehr schwachen Träger unter der WTaagenbelastung weniger leicht vorkommen.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Ansprüche:
    Bei einer Neigungswirthschaftswaage mit über der Waage liegender Schale die Benutzung des starren Pfannensystems m und die Benutzung der Schalenstütze s zwischen der Waage A und ihrem Parallelstück m direct als Verbindungsstück, so dafs auf die Enden des Verbindungsstückes mit der Pfanne r und der Schneide r1 sich die Last in solcher Richtung wirkend vertheilt, dafs die Drehpaare in den Achsen des Parallelstückes m kraftschlüssig in einander gehalten werden, die Schale also so angeordnet ist, dafs der Lastschwerpunkt zur Achse r seitlich in Richtung nach der Lagerachse ρ hin gelegt ist.
    Eine oberschalige Neigungswaage nach Anspruch ι., bei welcher die Schalenstützaehse ;· um so viel tiefer als die Waagenmomentenachse ρ liegt, dafs die durch die beiden Achsen bestimmte Ebene durchschnittlich in einer Neigung von 45 Winkelgraden zum Horizont liegt, und in Verbindung damit die Stützung der Schale auf nur drei Gelenke.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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