DE8975C - Neuerungen an Waagen - Google Patents

Neuerungen an Waagen

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DE8975C
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Germany
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scale
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DENDAT8975D
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G. WESTPHAL in Celle
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Active legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

1879.
Klasse 42.
GEORG WESTPHAL
Neuerungen an Waagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1879 ab.
Den Fufs des Waagebalkens bildet ein messingener massiver Körper A, unter welchem drei Arme befestigt sind, von denen der eine, nach vorn gerichtete, α mit zwei Schrauben festgeschraubt, die anderen beiden b und c um eine Axe drehbar sind, α hat eine Stellschraube d mit Spitze, b und c haben feste Spitzen als Füfse. Sind die beiden letzteren. Arme gegen die angebrachten Anschlagstifte gedreht, so bilden die drei Spitzen ein gleichseitiges Dreieck, . auf dem das Ganze ruht; klappt man sie aber herum, so legen sie sich rechts und links an die Seitenflächen des Armes β an, um den Fufs im kleinsten Raum verpacken zu können. In dem Fufs A ist die Röhre e eingeschraubt; in dieser bewegt sich die cylindrische Stange / und läfst sich durch die Preisschraube g feststellen, wodurch den Waageschalen jede beliebige Höhe vom Boden gegeben werden kann. Mit dem oberen Ende der Stange f ist durch Einschrauben der horizontal liegende oben abgestumpfte Messingcylinder B fest verbunden, in den oben die glasharte Stahlplatte h eingesetzt ist. Auf ihr ruhen zwei ganz gleiche Stahlaxen, i für den Balken, k für den Scalenträger. In die stählerne Lagerplatte h ist oben eine Nuth eingearbeitet, gebildet aus zwei genau ebenen Flächen, die unter einem erheblich stumpferen Winkel als derjenige der beiden Axen zusammenstofsen. Diese Nuth verhindert eine seitliche Verschiebung der Axen, ohne deren freies Spiel zu beeinträchtigen. Vor jedes Ende des Cylinders B ist mit der Knopfschraube / eine harte Stahlplatte m, und auf seiner Mitte ein hartes, genau in die Nuth des Lagers passendes Stahlstück η mittelst des Klemmringes 0 mit der Klemmschraube p befestigt. Durch diese drei harten Theile, zwischen welche die abgeschrägten Endflächen der beiden Axen mit etwas Spielraum passen, wird eine Verschiebung der Axen nach vorn oder hinten verhindert, ohne irgend welche Reibung zu erzeugen.
Der Waagebalken C von hart geschlagenem Messing hat parallele Seitenflächen, auf deren jeder zwei Vertiefungen in gezeichneter Form, Fig. ι, eingefräst sind, derart, dafs in der Mitte und an beiden Enden, sowie an Ober- und Unterkante der Arme die volle Metallstärke bleibt, so dafs sich an letzteren Rippen bilden, zwischen denen nur eine dünne Mittelwand stehen bleibt und im Querschnitt (nach a-ß, Fig. 1) eine Doppel-T-Form entsteht, wie sie Fig. 4 darstellt. Die drei Axen sind fest in den Balken gesetzt, ohne jede Justirvorrichtung, so dafs die Stellung derselben gegen einander unveränderlich ist. Sie ruhen in ihrer ganzen Länge auf den Lagern. In der Mitte hat der Balken ein ovales Loch, um ihn über den Cylinder B schieben zu können und ihm freies Spiel auf demselben zu gestatten. Der Balken hat eine solche Stabilität, dafs es möglich geworden ist, bei der gezeichneten Gröfse der Waage auf jeder Schale 250 g zu wägen, und zwar mit derselben constanten Empfindlichkeit, wie ohne Belastung, nämlich ι Theil Aufschlag bei einem Uebergewicht von ι mg, gestattet aber auch die Anwendung noch viel feinerer Angaben mit Sicherheit. Gehänge q, Schalen, Zunge Schwerpunkts - Gewichte rr1 und Fahne s sind in bereits bekannter Weise construirt. Die zweite auf dem Cylinder B ruhende Axe k trägt den Scalenträger D, der oben passend durchbrochen ist, so dafs man ihn bequem über Cylinder B und Klemmring 0 hinüberschieben und seine Axe einlegen kann. Derselbe ist bei t nach" vorn gekröpft und trägt unten die Elfenbeinscala u, sowie den Haarpinsel v, welcher den Fufs A eben leicht berührt. Oben hat der Scalenträger ein Gewicht ui, das zur Balancirung seines unteren Theiles dient.
Es ist also hier, wie bei den Säulenwaagen, das Lager der Mittelaxe des Balkens vollkommen fest und unbeweglich, und kann daher bei der Wägung das Lager nicht in Bewegung gerathen. Die Schwingungen des Balkens können niemals irritirt werden, vom Lager aus entsteht auf diese Weise keine Abnutzung der Axen und die Aufstellung des Lagers auf der Säule ist höchst bequem und sicher. Aufserdem stellt sich, wie bei den Waagen mit hängender Scheere, der Nullpunkt der Scala von selbst richtig ein, es können also die Horizontal-Stellschrauben nebst Loth oder Libelle' der Säiilenwaagen ganz fortfallen. Die Schwingungsmittelpunkte des Balkens und des Scalenträgers fallen hier ganz von selbst stets
genau zusammen, wodurch das Uebertragen von Erschütterungen des Balkens auf die Scala und umgekehrt vermieden wird.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Die Construction des Scalenträgers, der mittelst einer Axe frei schwingt, und zwar ohne jede Verbindung mit dem Balken. Die Axe ruht in ein und demselben Lager mit der des Balkens, sie schwingt auf derselben Grundlinie, folglich stellt sich der Nullpunkt der Scala. auch immer von selbst genau senkrecht unter'der'Axenschneide des Balkens ein.V „.D..ufer/' das ' zwischenliegende Stahlstück sind"äBer""beiäe'*Axen vollkommen von einander isolirt.
2. Die Anbringung eines Pinsels an dem unteren Ende des Scalenträgers, die dazu dient, dafs nach Aufstellung der Waage die Scala nach wenigen Schwingungen in der richtigen Lage (der Nullpunkt genau senkrecht unter der Axenschneide des Balkens) zur Ruhe und durch Erschütterungen nicht wieder in Bewegung kommt, was jedenfalls noch mehr als bei den früheren hängenden Scalenträgern durch die Axenaufhängung hier der Fall sein würde.
Die beschriebene Form des Waagebalkens, welche durch die, die Rippen gleichmäfsig verbindende dünne Wand bei gleicher Leichtigkeit, und leichter Herstellungsweise eine weit gröfsere Sicherheit gegen Durchbiegung und Veränderung überhaupt, als die durchbrochenen Balken oder eine andere Form bietet.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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