DE440607C - Verfahren und Vorrichtung zur synthetischen Herstellung von Ammoniak - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur synthetischen Herstellung von Ammoniak

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DE440607C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis
    • C01C1/0405Preparation of ammonia by synthesis from N2 and H2 in presence of a catalyst
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur synthetischen Herstellung von Ammoniak. Bei der Ammoniaksynthese mittels Katalysatoren unterscheidet man heute in der Hauptsache zwei Verfahren, und zwar ein solches, bei welchem mit Drucken bis zu 40o Atm., und ein solches, bei welchem mit Drucken von 400 bis 2ooo Atm. gearbeitet wird.
  • Bei letzterem arbeitet man mit hohen Ammoniakkonzentrationen, es hat aber den großen Nachteil, allzu große Wärmemengen zu erzeugen, deren Abführung mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, ganz abgesehen davon, daß diese Wärmemenge bis jetzt für die Ammoniaksynthese selbst nicht nutzbar gemacht werden konnte. Bei dem ersteren Verfahren dagegen, bei dem man nur mit niedrigen Drucken arbeitet, erhält man im allgemeinen nur geringe Ammoniakmengen,. deren restlose Entfernung aus dem Gasgemisch zwar unbedingt notwendig ist, sich jedoch bis heute entweder nur unvollkommen durchführen läßt oder sich wirtschaftlich ungünstig gestaltet. Gemäß der Erfindung sollen nun diese beiden Übelstände, nämlich die Nichtausnutzung der Reaktionswärme beim Hochdruckverfahren für die Ammoniaksynthese selbst und die wirtschaftlich unrationelle und unvollständige Entfernung des Ammoniaks aus dem Gasgemisch bei dem Niederdruckverfahren, beseitigt werden. Dies geschieht nach dem neuen Verfahren auf einfachste Weise dadurch, daß man die beiden Verfahren zu einem einzigen vereinigt, was mittels ddr in der Zeichnung beispielsweise schematisch in zwei Ausführungsformen dargestellten Vorrichtung auf folgende Art geschehen kann: Ein HochdruckrohrA (Abb. i), z. B. mit einer lichten Weite von etwa 5o bis 6o mm, wird in bekannter Weise mit einer Innenheizung versehen und mit Kontaktmasse gefüllt. Dieses Hochdruckrohr A, in dem z. B. 6oo Atm. Druck herrschen, wird mit einem liederdruckrohr B, in dem etwa Zoo Atm. Druck herrschen, konzentrisch umgeben und letzteres ebenfalls mit Kontaktmasse gefüllt. Hierdurch werden zweierlei Vorteile.erreicht. Einmal wird die im Hochdruckrohr erzeugte Reaktionswärme durch Strahlung an die Kontaktmasse des NiederdruckrohresB abgeführt. Gleichzeitig erreicht man hierdurch einen zweiten Vorteil, der darin besteht, die Druckbelastung des Rohres A um den Betrag des Druckes im Niederdruckrohr zu entlasten. Dies bedeutet mithin nicht nur einen konstruktiven Vorteil, sondern gewährleistet gleichzeitig auch eine erhöhte Betriebssicherheit bei einer gewissen Materialersparnis für die Herstellung des Hochdruckzylinders A.
  • Die für den Niederdruckkatalysator benötigte Wärmemenge wird durch richtige Auswahl des Druckes und des Katalysators im Rohr A geregelt. Die Auswahl dieses Katalysators wird derart getroffen, daß er z. B. bei 6oo Atm. eine solche Ausbeute an Ammoniak gibt, daß die entstandene Reaktionswärme ausreicht, um den Katalysator im Niederdruckrohr auf die notwendige Reaktionstemperatur zu bringen. Da bekanntlich die Ammoniakkonzentration proportional dem Drucke ansteigt, so hat man es in der Hand, durch Regulierung des Druckes im Hochdruckrohr Ausbeute und Reaktionswärme und mithin auch die Erhitzung des Niederdruckkatalysators in den erforderlichen Grenzen zu halten.
  • Nach Austritt der Gasgemische aus den Kontaktbehältern werden beide Gasströme von Zoo und 6oo Atm. vereinigt und das gebildete Ammoniak zur Kondensation gebracht. Während dies bei dem Hochdruckverfahren durch einfache Abkühlung gelingt, ist es bei dem Niederdruckverfahren ausgeschlossen. Hierbei war bis jetzt Absorption durch Wasser oder Schwefelsäure notwendig, was zum Teil sehr umständlich, zurr Teil unvollkommen und gefährlich und mit viel Arbeit und Unkosten verbunden war. Nach der Erf ndung gelingt es indessen,. das Ammoniak aus den beiden Gasströmen durch einfache Kühlung zur Kondensation zu bringen. Zu diesem Zwecke wird der Hochdruckgasstrom auf den Druck des Gasstromes im Niederdruckzylinder entspannt. Durch diese Entspannung wird das Gasgemisch derart gekühlt, daß sich das Ammoniak in den nunmehr vereinigten Gasströmen ohne weiteres kondensiert. Auf diese Weise gelingt -es im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren, das Ammoniak durch einfache Entspannung sowohl aus dem Hochdruck- als auch aus dem Niederdrucksystem zu entfernen.
  • Angenommen, es sei im Hochdruckrohr A eine Gasgeschwindigkeit von 5o cbm in der Stunde und eine ebensolche im Niederdruckrohr B vorhanden, d: e Ausbeute an Ammoniak sei im Hochdruckrohr i Prozent auf 3o Atm., im Niederdruckrohr dagegen 2 Prozent, der Druck im Hochdruckrohr sei 6oo Atm., im Niederdruckrohr Zoo Atm., dann erhält man im Hochdruckrohr etwa 20 Prozent Ammoniak und im Niederdruckrohr etwa io bis 12 Prozent, zusammen etwa 3o Prozent. Nach dieser Umsetzung sind im Hochdruckrohr noch etwa 3o cbm Restgas und im Niederdruckrohr etwa 38 cbm vorhanden. Nachdem nun das Ammoniak durch Kondensation auf die oben angegebene Weise aus dem gemeinschaftlichen Gasstrom m:t 2oo Atm. entfernt ist, wird dieses wiederum im Kreislauf als Niederdruckstrom verwendet, während für das Hochdruckrohr neues Gas aus dem Gasometer angesaugt wird.
  • Man kann aber auch mittels Kompressors den vereinigten, von Ammoniak befreiten Gasstrom von Zoo auf 5oo Atin. bringen und ihn wieder in den Kreislauf gehen lassen, während für das Niederdruckrohr neue Gasmengen angesaugt werden, worauf sich der Prozeß in der gleichen Weise abspielt wie oben. Selbstverständlich kann man auch die beiden kombinierten Prozesse, Überdruck und Niederdrucksynthese, nicht m einem konzentrisch angeordneten System, sondern auch nebeneinander angeordnet vor sich gehen- lassen, etwa indem man die Niederdrucksynthese statt in dem Mantelgefäß B in einem Schlangenrohr C (Abb.2) durchführt. Hierbei erreicht man natürlich. nur den Vorteil der leichten Ammoniakentfernung aus dem Gasgemisch, nicht aber auch zugleich den der ökonomischen Ausnutzung der Reaktionswärme für die Ammoniaksynthese selbst.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak mittels Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Gasgemisches nach der an sich bekannten Hochdrucksynthese, ein anderer Teil des Gasgemisches nach der an sich bekannten Niederdrucksynthese behandelt wird und die entstandenen ammoniakhaltigen Gasgemische beider Synthesen miteinander vereinigt -werden, worauf Abscheidung des Ammoniaks durch Kondensation erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .der Raum für die Hochdrucksynthese von dem Raum "für die Niederdrucksynthese umgeben ist.
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